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Verbot des Geocaching in Südniedersachsens Wäldern

Rund um die Autostadt.

Moderator: Manituela

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Zappo
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Re: Verbot des Geocaching in Südniedersachsens Wäldern

Beitrag von Zappo » Mo 25. Jun 2012, 12:32

klaschu hat geschrieben:....Bislang nicht und es ist juristisch auch gar nicht nötig, da die bisherigen Bestimmungen ausreichen um "Geocaching" zu erfassen. Da ist z.B. das Logbuch, in dem sich alle erfolgreichen Teilnehmer penibel eintragen. Im Internet gibt es die dazu passende Cache-Webseite mit weiteren Einträgen der Teilnehmer. Dort werden sogar die Anfahrtswege usw. beschrieben. Das reicht völlig aus, um von einer "Veranstaltung" zu sprechen.
Ist m.W. sooo nicht richtig. Geocaching ist KEINE Veranstaltung, das ist auch irgendwo mal festgeschrieben worden - ne Veranstaltung hat als prägendes Merkmal die Gleichheit von Ort und Zeit - zumindest mit der "Zeit" haut es nicht gerade hin. Dieselben Eckdaten hat im übrigen jeder Wanderführer - ist das dann auch eine Veranstaltung?
klaschu hat geschrieben:Mit entsprechendem Aufwand und richterlicher Anordnung ließen sich sogar die ladungsfähigen Adressen der Teilnehmer ermitteln (Herausgabe der Daten durch die Seitenbetrieber von Geocaching.com). Danach könnten dann Bussgeldbescheide* zugestellt werden......
Naja, finde ich "relativ spekulativ". Wenn wir mal das Ganze genauer betrachten, ist Geocaching doch offiziell erlaubtes Tun (durch den Wald laufen) gepaart mit einem vielleicht nicht ganz erlaubtem Tun (Dose hinterlassen). Da das Hinterlassen einer Dose aber niemanden und nichts schädigt, wirds da m.E. schwer, eine Strafe daraus "herauszusterilisieren". Außer eben einem eventuellen pauschalen Geocachingverbot zuwiderzuhandeln. Das seh ich aber gerade nicht.

Ich rätsle gerade darüber, ob Dein Beitrag nicht einfach ein wenig Panikmache darstellt.

Gruß Zappo

*das heißt, man muß dann ein paar von den Papierfetzen hergeben, die sich bei dem einen oder anderen schon stapeln - und die bald eh nichts mehr wert sind? Ach Gott.....
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GEOrge LuCACHE
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Re: Verbot des Geocaching in Südniedersachsens Wäldern

Beitrag von GEOrge LuCACHE » Mo 25. Jun 2012, 12:36

klaschu hat geschrieben:Mit entsprechendem Aufwand und richterlicher Anordnung ließen sich sogar die ladungsfähigen Adressen der Teilnehmer ermitteln (Herausgabe der Daten durch die Seitenbetrieber von Geocaching.com). Danach könnten dann Bussgeldbescheide zugestellt werden. Der Owner als "Veranstalter" ist besonders gekniffen... :(
Wer meldet sich denn da mit richtigem Namen an? :D
Nachtcache-bei-Tag-Macher

Check this ---> http://jaegerblog.wordpress.com/ out!

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tas2580
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Re: Verbot des Geocaching in Südniedersachsens Wäldern

Beitrag von tas2580 » Mo 25. Jun 2012, 13:28

GEOrge LuCACHE hat geschrieben:Wer meldet sich denn da mit richtigem Namen an? :D
Naja bei deinem Internetanbieter hast du dich ja wohl mit dem richtigen Namen angemeldet. Solange du keine Anonymisierungsdienste wie z.B. TOR benutzt kann jeder Besuch einer Internetseite über deine IP-Adresse zurück verfolgt werden.

Gruß Tobi
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Re: Verbot des Geocaching in Südniedersachsens Wäldern

Beitrag von klaschu » Mo 25. Jun 2012, 15:01

GEOrge LuCACHE hat geschrieben:Wer meldet sich denn da mit richtigem Namen an?
Zumindest die allermeisten Hardcore-Cacher sind Premium-Member, die auch über den Zahlungsverkehr ermittelt werden könnten.

Ich will hier aber nicht der Gegenseite das Wort reden. Mich erstaunt nur immer wieder, wie sorglos die meisten mit ihren persönlichen Daten umgehen und sogar ihre Konterfeis ins Netz stellen. Das würde ich nie machen, auch wenn es hin und wieder verlangt wird. Am besten ist es, eine anonyme Mailadresse von Google und einen Nick zu verwenden, die nur bei geocaching.com verwendet werden. Zahlungen einer Premium-Mitgliedschaft lassen sich als Geschenk der "Oma" über Paypal anonymisieren. Freundschaften bei Facebook sind problematisch, weil viele ihre Feundeslisten öffentlich machen. Außerdem ist bei FB die Rückwärtssuche über eine Mail-Adresse möglich, sodass man bei einem Treffer meist ein ganzes Nest an Cachern enttarnen kann. Skype ist noch geschwätziger, was die Verknüpfung von Nicks, Mails und Klarnamen angeht.

Ich wohne an einem kleinen Schutzgebiet am Rande einer Großstadt. Dort ist mittlerweile jeder 1000. Baum mit T5 bedost und es herrscht buntes Treiben aller möglichen Aktivitäten. Die Behörden scheinen hier zum Glück sehr tolerant zu sein. Es kam zwar schon zu Unfällen, aber noch nie zu Verboten. Nur die Jäger stänkern manchmal herum, sind aber auch recht kooperativ, wenn man sie vernünftig anspricht und weisen sogar Bereiche zum Cachen aus.

Eine Interessenvertretung der Geocacher halte ich für überaus sinnvoll.

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Re: Verbot des Geocaching in Südniedersachsens Wäldern

Beitrag von Zappo » Mo 25. Jun 2012, 15:04

naja, Ihr tut ja so, als ob Geocaching was Anrüchiges wäre. In Wirklichkeit ist das doch eine sinnvolle und verdienstvolle Tätigkeit, die leider (mangels Selbstkontrolle) durch ein paar hyperaktive Flachcacher ein wenig in ein schiefes Licht geraten - und dadurch ins Augenmerk von wildgewordenen Behörden und revierneidischen Jagd- und Umweltverbänden gekommen ist.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, daß ich mir da nix vorwerfe -außer manchmal ein bisschen Blödsinn zu veranstalten.

Gruß Zappo
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Re: Verbot des Geocaching in Südniedersachsens Wäldern

Beitrag von me_mjt » Mo 25. Jun 2012, 15:59

Zappo hat geschrieben:...naja, Ihr tut ja so, als ob Geocaching was Anrüchiges wäre. In Wirklichkeit ist das doch eine sinnvolle und verdienstvolle Tätigkeit, ...
...
+1 :D
klaschu hat geschrieben:...
Ich wohne an einem kleinen Schutzgebiet am Rande einer Großstadt. Dort ist mittlerweile jeder 1000. Baum mit T5 bedost und es herrscht buntes Treiben aller möglichen Aktivitäten. Die Behörden scheinen hier zum Glück sehr tolerant zu sein. Es kam zwar schon zu Unfällen, aber noch nie zu Verboten. Nur die Jäger stänkern manchmal herum, sind aber auch recht kooperativ, wenn man sie vernünftig anspricht und weisen sogar Bereiche zum Cachen aus.

Eine Interessenvertretung der Geocacher halte ich für überaus sinnvoll.
Solange diese Interessenvertretung nicht Groundspeak heißt ist es ja gut. Häufig gibt es in den regionalen Communities Geocacher, die Kontakte zu Behörden (z.B. Forst) halten. Wenn man genaueres wissen will geht man am besten mal zu den Events.
Im Übrigen halte ich Interessenvertretungen nur mit regionalem Bezug für sinnvoll. Ich verfolge hier so einige Diskussionen und stelle fest, dass die Probleme noch lange nicht überall gleich sind.

Markus
An meinem Fahrrad fährt ein Travelbug von Cache zu Cache und auch sonst überall hin,
wer ihn sieht darf ihn loggen, das Fahrrad aber bitte stehen lassen ;-)

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Re: Verbot des Geocaching in Südniedersachsens Wäldern

Beitrag von imprinzip » Mo 25. Jun 2012, 18:44

Richterliche Anordnung auf Herausgabe von Daten Dritter in den Vereinigten Staaten wegen Ordnungswidrigkeiten im Höchstfall?
Das möchte ich sehen...

Bin ich Verbrecher?
:stock1:
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Re: Verbot des Geocaching in Südniedersachsens Wäldern

Beitrag von djoongle » Mi 6. Feb 2013, 08:15

Geocaching ist in gewisser Weise jetzt sogar "unzumutbar" (siehe Punkt 5.2):

http://www.nds-voris.de/jportal/portal/ ... =true#ivz5
Bild

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Re: Verbot des Geocaching in Südniedersachsens Wäldern

Beitrag von JoergKS(eh.DWJ_Bund) » Mi 6. Feb 2013, 15:05

Kleiner Tipp:

Rechtstexte immer mit "juristischer" Brille lesen:
5.2 Soweit das Betreten zugelassen ist, muss es erholungsbezogen und im Rahmen des Gebotes der Rücksichtnahme gemeinverträglich sein.

-
„Unzumutbar“ sind in der Regel Nutzungen, durch die die Natur als Lebensraum wild lebender Tiere und wild wachsender Pflanzen oder die Grundbesitzenden geschädigt, gefährdet oder erheblich belästigt werden. Hierzu können beispielsweise das Klettern in Felsen oder Geo-Caching, insbesondere auch Gotcha-Spiele und Downhill, zählen.

Hierunter fallen neben den Veranstaltungen oder Aktivitäten selbst auch die Nutzung von Flächen für Maßnahmen der technischen Abwicklung dieser (z.B. Anbringen von Tafeln oder Markierungen, Aufstellen von Geräten) oder auch das gezielte Aufsuchen von Biotopen, Wildeinständen, jagdlichen Einrichtungen wie Hochsitzen und nicht öffentliche Wildfütterungen oder Ähnlichem.

-
„Öffentlich“ sind Veranstaltungen oder Aktivitäten, zu denen ein unbestimmter Personenkreis öffentlich, z.B. durch Plakate, Presse, Internet o. Ä. eingeladen wird.

-
„Gewerbsmäßig“ sind Nutzungen, die dem regelmäßigen Geld- oder Vermögenserwerb dienen.
Da steht:

"Hierzu können beispielsweise das Klettern in Felsen oder Geo-Caching, insbesondere auch Gotcha-Spiele und Downhill, zählen"

d.h. können, schon, muss aber nicht.


Und zwar dann wenn sie "in der Regel" - aber eben nicht immer - unzumutbar sind.

Und das auch nur als Beispiel.


Aus Sicht des Texteautors ist Gotcha und Downhill noch "unzumutbarer" im Ranking als Klettern oder "Geo-Caching".


Kurz: Da hat eine Interessen- oder Lobbygruppe dem Referenten den Begriff "Geo-Caching" hingeworfen "Da, schreib mal Geo-Caching mit rein!".

DAS ist wichtig. SOWAS muss im Vorfeld möglichst schon durch eigene Lobbyarbeit verhindert werden.
Wer einen Schreibfehler findet, darf ihn behalten.

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Re: Verbot des Geocaching in Südniedersachsens Wäldern

Beitrag von Kalleson » Mi 6. Feb 2013, 15:08

Genau so habe ich den Text auch verstanden:

Gotcha und Downhill meistens böse / Klettern und Geocaching unter Umständen bzw. in Ausnahmen böse.

Das heißt aber durch die Geocacherbrille gelesen auch, dass Geocaching unter bestimmten Voraussetzungen durch das Betretungsrecht gedeckt ist, was ja bislang häufig angezweifelt wurde.
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