Zeichnerische Befähigung (geomatiker und co)

Was macht der Geodät von früh bis spät?

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Wallraff
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Re: Zeichnerische Befähigung (geomatiker und co)

Beitragvon Wallraff » Do 28. Jul 2011, 22:16

Hallo,

na, ein Beitrag noch von mir ...

Die zeichnerische Befähigung.
Man wählt ja keine künstlerische Laufbahn. Man muss eine gerade Tuschelinie ziehen, nicht freihand sondern mit Hilfsmitteln. Das schwierigste war die Schummerung. Oder das Kolorieren mit Wasserfarben. Fleckfrei. Dass das heute noch gelehrt wird ?

Arbeitszeiten und Gehalt sollten eigentlich erst mal eine untergeordnete Rolle spielen.

Daneben, aber völlig daneben. Ich leide bis heute darunter, dass ich nicht Zahnarzt, Fussballer oder Banker werden durfte... Nebenbei, kam gerade darauf, Saatguthandel könnte sich auch lohnen ...
Wissinger Höfe

Simon hat geschrieben:...wird man im arbeitsleben viel mit stress situationen konfrontiert

Meine Meinung:
Als Stress wird erst ein übergroßer Druck empfunden.
Der kann einmal von der Aufgabe kommen. Da kann/sollte man hineinwachsen.
Ein Vermessungstechniker hat auf der Großbaustelle "Berliner Hauptbahnhof" gearbeitet und abgesteckt. Jahrelang. Mich hätten sie am Ende des ersten Tages in die Nervenklinik bringen müssen. Wenn sie mich denn hätten einfangen können.

Stress kann aber auch von schlechter Geschäftsführung kommen. Termindruck, Willkür, Missmanagement ...
Der ist schlimmer. Und den merkt man erst, wenn's zu spät ist.

Und was hier an Voraussetzungen genannt wurde, gilt nur für die Anfangsphase. Später, in der entsprechenden Position, brauchst Du beispielsweise keine Ahnung mehr von Mathe oder EDV. Die kaufst Du ein. Bevorzugt mit Steuergeldern ...

Grüße Wallraff
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Dobbi
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Re: Zeichnerische Befähigung (geomatiker und co)

Beitragvon Dobbi » So 14. Aug 2011, 12:44

Hallo Simon!

Wir sind im Vermessungswesen auch im digitalen Zeitalter angekommen. Leider muss der vermessende Mensch trotzdem hin und wieder Dinge mit Stift zu Papier bringen, die dann ein anderer Mensch lesen können muss. Dazu gehören auch Skizzen.
Wenn Du ein Grobmotoriker im technischen Zeichnen bist, heißt es üben, üben usw.. Aber das Zeichnen ist eben nur ein gaaaanz kleiner Teil der Anforderungen.
Du solltest Dir im Klaren sein, dass Vermessung momentan ein zeimlich hartes Brot ist. Der Beruf ist und war trotzdem mein Traum und Wunschberuf. Gute Gehälter werden aber woanders bezahlt und 15.30 Uhr Feierabend haben auch die Anderen, nicht der Vermesser.
Die Anderen stehen aber auch vielleicht am Fließband oder in einer nach ranzigem Öl riechenden Werkhalle oder sehen jeden Tag die gleiche Bürowand und haben eine ständige Kaffee Dröhnung.
Ist ansonsten eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, dass wir schon seit mindestens zehn Jahren die Talsohle gerade durchschreiten. Scheint ein breites Tal zu sein. Du solltest den Beruf wollen und mögen, sonst wird es Brühe. Schau vielleicht auch mal in Foren, wo so was Hauptthema ist, aber nicht bei den "schönrede" Verbänden die Muffensausen wg. der Mitglieder haben. z.B. studis-online
Also ran an die Messlatte! Dobbi

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