Extremcaches?Wie sind Eure Erfahrungen?

Lost places wie Industrieruinen und alte Bunker

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Beitragvon Mensa2 » Di 4. Mär 2008, 19:27

ODYS PAK hat geschrieben:
Mensa2 hat geschrieben:Ich poste mal im Geotalk...

Ja mach mal - gibts dann eine Liste? Mit Risiken und Nebenwirkungen für Luschen :wink: ???

Da hilft euch eh kein Arzt oder Apotheker! :wink:
Also per PM hab ich von einem "ernsten Zwischenfall" gehört.
Im Thread wird ja wieder in übliches Blabla verfallen... :roll:
Ich bleib dabei:
Auf die Watchlist setzen, die Logs verfolgen und mit gesundem Menschenverstand losziehen. :wink:
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mattes + paulharris
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Beitragvon mattes + paulharris » Di 4. Mär 2008, 20:02

Für einen "ernsten Zwischenfall" braucht es keinen Lost Place. Der ist für die Polizei im strafrechtlichen Sinn ohnehin nur interessant, wenn sich Buntmetalldiebstähle oder vermehrt kriminelle / unerwünschte Aktivitäten häufen (Drogenumschlagplatz, lauter Jugendtreffpunkt) Sonst bleibt es dem Eigentümer überlassen, das Areal gegen unbefugtes Betreten (wegen Gefahrenanwehr etc.) zu sichern und das Gelände wird von privaten Sicherheitsdiensten überwacht oder ab und zu mal von der Polizei bestreift, um nach dem Rechten zu sehen. Graffitis in einer stillgelegten und dem Verfall preisgegebenen Industiebrache interessieren auch allenfalls nur am Rande. Wenn allerdings Buntmetalldiebstahl vorkommt oder die Polizei/Sicherheitsdienst aus anderen Gründen auftauchen, ist eine gute Erklärung für die Anwesenheit wie Fotografieren, Lost Place Fan, Opa hat da gearbeitet, keine schlechte Idee.
Aber Gefahren lauern auch im Alltag. Mattes hat mal auf der Suche nach einem Cacheversteck in einem innerstädtischen Park den Abdeckstein von einem leider gerade observierten Drogenbunker hochgehoben..... Als Dealer kam er da gerade richtig und hatte einige Mühe, aus der Nummer wieder rauszukommen. In Berlin haben wir mit zwei GPS einen Cache auf einer Verkehrsinsel gesucht, die leider aufgrund der exponierten Lage zum Staatsarchiv als terrorgefährdet eingestuft war. Wenn in einer Wohngegend gerade eine Serie von Tageswohnungseinbrüchen oder PKW Aufbrüchen hingelegt wurde, reagieren die Anwohner auch etwas gereizt auf auffällige Vorkommnisse wie PKW mit ortsfremden Kennzeichen und Fremde, die da nicht hingehören sondern sich merkwürdig verhalten.
Natürlich wird niemand verurteilt, weil er sich nicht normgerecht verhält, aber Ärger und Kosten (Ermittlungsverfahren, Beschlagnahme, Anwalt) kann es allemal verursachen.

PaulHarris
Zuletzt geändert von mattes + paulharris am Mi 5. Mär 2008, 15:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon gartentaucher » Di 4. Mär 2008, 20:22

mattes + paulharris hat geschrieben:ist eine gute Erklärung für die Anwesenheit wie Fotografieren, Lost Place Fan, Opa hat da gearbeitet, keine schlechte Idee. [...] In beiden Fällen konnte ich mit meinem Dienstausweis die Situation entschärfen, aber das ist nun mal eine andere Sache, die nicht jedem zur Verfügung steht.


Warum kann man nicht einfach bei der Wahrheit bleiben? Dass ich eine Tupperdose suche kann doch nicht so viel schlechter sein, als wenn ich mich in langen Geschichten über meinen Opa verhaspele.

Wenn eine Gegend observiert oder häufig von der Polizei durchstreift wird, werden die nicht wirklich glauben, dass alle 3 Tage jemand in der gleichen Ecke bei gleichem auffälligen Verhalten Fotos machen oder die deutsche Geschichte recherchieren möchte.
LG Friederike - gartentaucher

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Beitragvon mattes + paulharris » Di 4. Mär 2008, 20:34

Weil jedenfalls meine Erfahrung gezeigt hat, daß eine einfache Erklärung, die nachvollziehbar ist und ohne weitere Erläuterungen auskommt, häufig besser ist. Ich jedenfalls bin nicht scharf darauf, einem Mitarbeiter eines Sicherheitsdiensters oder einem Streifenpolizisten erstmal mühselig zu erklären, was Geocaching ist. Dann lieber ein nachvollziehbares Anliegen, das Versprechen, es nicht wieder zu tun und gut ist es. Im übrigen kann es natürlich jeder handhaben wie er mag. Es ist ohnehin abhängig von der jeweiligen Situation, wie man sich einigermaßen geschickt herauslaviert, wenn es unangenehm wird.

PaulHarris
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Beitragvon Windi » Di 4. Mär 2008, 20:52

Ich verschieb das mal in den Geotalk.
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Beitragvon Mensa2 » Di 4. Mär 2008, 21:29

Im besagten Fred ging es mir ja um konkrete Erfahrungen mit (scheinbar?) "dem Verfall preisgegebenen" Orten.
Dass es auch sonst bei "normalen" Caches zu brenzligen Situationen kommen kann ist klar.
Man steckt ja nicht wirklich drin... in der Szene... also in der "anderen"... :wink:
Vielleicht kann noch jemand kurz die Buntmetallgeschichte bei Berlin erzählen?

Daher meinte ich ja auch mit gesundem Menschenverstand losziehen.
In Münster z.b. sind zum Beispiel die Aasee-Kugeln ein bekannter Drogenumschlagplatz.
Das sollte man im Hinterkopf behalten wenn man sich dort durch die Büsche schlägt.
Vielleicht nicht wegen der Polizei, aber die Dealer sehen es bestimmt nicht gerne wenn man ihren Zwischenlagern zu Nahe kommt.
Oder warum gibt es eigentlich im Park auf der Ostseite des Bahnhofs keine Caches? :wink:
Wo wird eigentlich in München so gedealt?
Ein Schelm wer Böses dabei denkt... :twisted:

Der gesunde Menschenverstand eines einzelnen, älteren "jungen Mannes" sollte ihm auch sagen, dass man nicht unbedingt einen Spielplatz betreten sollte, der von einer "Meute argwöhnischer, alleinerziehender Mütter" bewacht wird während sich der Nachwuchs im Sandkasten tummelt.
Das Heben eines Finals im Fahrradständer einer Schule habe ich wohlweislich in die späten Abendstunden verlegt, denn die Mittagszeit, wenn viele besorgte Eltern ihre Kinder abholen, ist eher ungünstig. :wink:

Und wenn es mal hart auf hart kam, bin ich mit der Wahrheit und klaren Beweisen (Beschreibungen, GPS mit Wegpunkten etc) immer noch ziemlich gut gefahren. Sowas kann man sich nicht mal eben aus den Fingern saugen und ist für mich glaubwürdiger als jede "Cacherpistole".
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Beitragvon radioscout » Di 4. Mär 2008, 22:09

dl4mea hat geschrieben:
ODYS PAK hat geschrieben:Und schließlich macht so eine rechtliche Grauzone das Cachen erst so richtig spannend


Genau :!: Sind wir doch froh, daß genau diese existiert und wir diese zu unserem Vergnügen zu nutzen verstehen!

mfg Günter

Wie gut, daß in diesem Forum keine Reviewer lesen. :(
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Beitragvon wallace&gromit » Mi 5. Mär 2008, 00:19

Mensa2 hat geschrieben:Das Heben eines Finals im Fahrradständer einer Schule habe ich wohlweislich in die späten Abendstunden verlegt, denn die Mittagszeit, wenn viele besorgte Eltern ihre Kinder abholen, ist eher ungünstig. :wink:


Vor allem wenn Du in deinem "Halloween-Bunny-Kostüm" unterwegs bist! :wink: :lol:
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Beitragvon Mensa2 » Mi 5. Mär 2008, 06:31

wallace&gromit hat geschrieben:
Mensa2 hat geschrieben:Das Heben eines Finals im Fahrradständer einer Schule habe ich wohlweislich in die späten Abendstunden verlegt, denn die Mittagszeit, wenn viele besorgte Eltern ihre Kinder abholen, ist eher ungünstig. :wink:

Vor allem wenn Du in deinem "Halloween-Bunny-Kostüm" unterwegs bist! :wink: :lol:

Nö, das war so um Weihnachten rum...

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Beitragvon kotzfisch » Mi 5. Mär 2008, 11:55

OFF TOPIC.
Ich hätte lieber über LP Caches und/oder Extremcaches gesprochen!

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