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Initiative Geocaching-Dialog

Der Pfadfinder schützt Pflanzen und Tiere.

Moderator: radioscout

Geocaching-Dialog
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Initiative Geocaching-Dialog

Beitrag von Geocaching-Dialog » Mi 22. Dez 2010, 13:11

Liebe Geocacher und Geocacherinnen,
Schatzsucher, Muggles,
und ja,
auch ihr liebe Forentrolle und Sockenpuppen!

Wir wenden uns heute mit einem besonderen und für uns wichtigen Anliegen an euch. Wie ihr wisst, gewinnt unser aller Lieblingshobby Geocaching als attraktive Freizeitbeschäftigung weltweit immer mehr Zuspruch. Das zeigt allein schon ein Blick auf die Karten der aktuellen Geocaching-Plattformen. Momentan existieren allein in Deutschland über 164.000 Geocaches. (siehe dafür beispielhaft: http://www.geocaching.de/index.php?id=10)

Die Suche nach Dosen macht Spaß und bereitet uns und euch zweifelsfrei auch viel Freude. Das sehen jedoch längst nicht alle so. Denn leider werden andere Waldnutzer und Interessengruppen wie z.B. Jäger/Jagdpächter, Forstverantwortliche, Tier-, Natur- sowie Denkmalschützer, Besitzer und Eigentümer immer häufiger als noch vor einigen Jahren, mit dem für sie teilweise "seltsam anmutendem Hobby" konfrontiert. Sie sind oftmals nicht sonderlich erbaut darüber, dass Geocaching in ihrem (beruflichen) Umfeld in Einzelfällen sogar erhebliche Störungen verursacht.

Zunehmend äußern sie Bedenken und rufen teilweise vehement nach einschränkenden Maßnahmen durch Behörden oder der Politik. Verständnisvolle aber auch weniger verständnisvolle Reaktionen werden in Medien verbreitet. In Gremiensitzungen verschiedener Institutionen, Organisationen oder Behörden deutschlandweit ist Geocaching bereits mehr als einmal ein Punkt auf der Tagesordnung gewesen - erste Rufe nach Verboten kommen auf.

Wir - drei Personen, welche selbst privat und beruflich mit Geocaching zu tun haben - möchten gern einer möglichen "Verregelung" des Geocaching zuvorkommen und mit EUCH zusammen einen Diskurs starten. Ziel soll es sein, ein größeres gegenseitiges Verständnis der Interessengruppen untereinander aufzubauen, sich gegenseitig zuzuhören, Vorurteile abzubauen und Argumente auszutauschen. So wie es auf regionaler Ebene schon teilweise sehr gut praktiziert wird. Keine Angst, ein erhobener Zeigefinger wird dabei nicht zum Einsatz kommen.

Der Entwicklungsprozess ist völlig offen gestaltet. Zum Start des Diskurs haben wir bewusst den geoclub als das größte deutschsprachige Forum zu Thema Geocaching ausgewählt, um euch und somit viele Geocacherinnen und Geocacher einzubeziehen.

Weitermachen möchten wir gern mit einem ersten inhaltlichen Treffen im Januar, zu dem wir einige Geocacher einladen werden, um überhaupt erst einmal praktikable Wege des Dialogs zu finden, Ideen zu sammeln sowie geeignete Partizipationsmöglichkeiten zu suchen oder aufzubauen. Bei diesem ersten Treffen geht es nicht um die Festlegung von Regeln oder Guidelines, nur um die möglichen Wege eines gemeinsamen Dialogs.

Eines ist uns klar: Nur mit einer vernünftigen Beteiligung von EUCH - der Community - und anderer beteiligter Gruppierungen können für alle Seiten praktikable Lösungsvorschläge und -wege entwickelt werden, die keinen mit Unmut "zurücklassen".

Noch ein Wort zum "Wir" und zu unseren Motiven. Wir, das sind Jörg Bertram, Christian Ploetner und Michael Pütsch. Wir haben alle drei sowohl privat als auch beruflich mit dem Themenfeld Geocaching zu tun.

Michael arbeitet im Bundesamt für Naturschutz und war viele Jahre für den Bereich Sport, Freizeitaktivitäten und Naturschutz zuständig. Das BfN beschäftigt sich unter anderem auch mit Auswirkungen von diversen Natursportarten auf Natur und Landschaft und Lösungen von Konflikten in diesem Themenfeld (siehe http://www.natursportinfo.de).

Jörg von der Deutschen Wanderjugend, die Geocaching als bewegungsfördernde Methode mag und deshalb zwei Internetseiten unterstützt und eben als im Naturschutz tätige Organisation zusammen mit dem Fachbereich Naturschutz des Deutschen Wanderverbandes gern von vorn herein Konfrontationen verhindern möchte.

Christian von Garmin Deutschland, das sich als weltweit tätiges Unternehmen für GPS-Technologie in der Verantwortung sieht, Konflikten zwischen den unterschiedlichen Interessengruppen entgegenzuwirken und auf deren Belange einzugehen, damit Geocaching auch in Zukunft lange Bestand hat.

Auch wir haben in der Vergangenheit unsere Erfahrungen gemacht. So wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch heraus. Uns ist bewusst, dass es eine Reihe von Geocachern gibt, die am liebsten in Ruhe gelassen werden möchten und o.g. Aktivitäten oder Initiativen nicht unbedingt positiv gegenüber stehen. Doch die Welt bleibt nicht stehen, so manche Muggles fühlen sich durch Geocaching gestört und denken bereits an Verbote. Dies gilt es zu verhindern.

Wir möchten mit unserem Wissen und Möglichkeiten dazu beitragen, dass Geocaching sich möglichst ungestört - aber auch ohne andere einzuengen - weiterentwickeln kann. Lasst uns deswegen alle gemeinsam an einem Strang ziehen.

Auf sachliche, durchaus kontroverse Diskussionen freuen sich

Jörg, Christian und Michael


(PS: Es ist mit moenk im Vorfeld abgesprochen worden, dass wir einen separaten geoclub.de-Account benutzen; Zur Transparenz: Jörg hat den Nick/Account DWJ_Bund)

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Re: Initiative Geocaching-Dialog

Beitrag von hcy » Mi 22. Dez 2010, 14:13

Hatten wir das nicht alles schon zur Genüge?
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"...- the old fashioned way (trads only, exceptions may appear)" -- HHL

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Re: Initiative Geocaching-Dialog

Beitrag von fabibr » Mi 22. Dez 2010, 14:16

Oh man, da kommen sie wieder, die 3 heiligen Könige des Geocachings. Hier im Geoclub erreicht ihr eh nix, vielleicht lernt ihr das irgendwann mal. Und die, die es interessiert, die lesen hier eh nicht mit. So was kann man höchstens auf Stammtischebene machen.
Naja, aber euer kleines Stück Werbung will ich euch mal gönnen.
http://www.uhlencacher.de
Nur wer seine ehrliche Meinung im Log schreibt, kann dafür sorgen, dass die Dosenqualität besser wird.

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Sirex [CR]
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Re: Initiative Geocaching-Dialog

Beitrag von Sirex [CR] » Mi 22. Dez 2010, 14:21

Die eigentlich praktikabelste Lösung zum Thema:
"Hirn einschalten und den gesunden Menschenverstand benutzen."

Es könnt' alles so einfach sein...

Gruß
Andi
Fungieren heißt nicht "Pilze essen!"

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rs-sepl
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Re: Initiative Geocaching-Dialog

Beitrag von rs-sepl » Mi 22. Dez 2010, 14:21

Ich wünsche der Initiative viel Erfolg, denke aber, dass es genauso aussichtsreich ist, wie mit dem Tennisschläger Wasser aufzufangen. :/

Bestimmt ist es sinnvoll sämtliche Stammtisch-Events zu kontaktieren, denn von einsamen Treffen der Initiatoren mit ein paar Cachern hat keiner was.

Dass Garmin mit im Boot ist kann man positiv sehen, dient aber bestimmt auch dem Erhalt des Marksegmentes Geocaching.

Welches grobe Vorgehen hat sich denn die Initiative vorgestellt bzw. welche konktreten Probleme (von den vielen) sollen angegangen werden?

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Re: Initiative Geocaching-Dialog

Beitrag von Geocaching-Dialog » Mi 22. Dez 2010, 14:38

Welches grobe Vorgehen hat sich denn die Initiative vorgestellt [...]
Genau das wollen wir ja mit euch besprechen. Im Grunde geht es jetzt erstmal darum, Wege eines möglichen Dialogs oder Diskurses zu finden und diese auch gemeinsam zu beschreiten.

Christian

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Re: Initiative Geocaching-Dialog

Beitrag von hcy » Mi 22. Dez 2010, 14:44

Ist nicht das Hauptproblem, dass Geocaching viel zu öffentlich geworden ist? Was man tun könnte:
1. Keine Medienberichte mehr.
2. Keine Blogs etc.
3. Niemanden davon erzählen.
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Re: Initiative Geocaching-Dialog

Beitrag von Zappo » Mi 22. Dez 2010, 14:45

hallo Ihr,
ich laber hier mal einfach rum :D - und kann mir natürlich nicht verkneifen, mich selbst zu zitieren:

Zitatanfang: "Auch wenn es in manche Schädel anscheinend schwer reingeht: Geocaching ist per se ein Dienst an der Gemeinschaft, an der Gesellschaft.

Oder wie will man das anders nennen, wenn jemand (für Andere, ihm Unbekannte):

-Wanderrouten herausfindet, zusammenstellt
-Infos über Geschichte, Naturbesonderheiten usw der Gegend zusammenträgt
-das Ganze für Andere (Familien, Kinder) zugänglich macht, veröffentlicht
-Auf eigene Kosten Stationen, Boxen zusammenstellt, ausstattet, über Jahre repariert
-und das auch noch idiotischerweise mit Gegenwind durch Behörden usw.

Nochmal: für weniger Leistung greifen andere Verbände überall Fördergelder ab. Geocaching ist Reiseführer, Wanderroutenplaner, Heimat-, Natur - und Geschichtskundevermittlung - von Idealisten für Wildfremde - kostenlos und ohne Anerkennung." Zitatende

Das bitte ich bei Diskussionen zu berücksichtigen - wir müssen unser Licht im Zweifelsfalle nicht immer unter den Scheffel stellen. Ich rede aber zugegebenerweise von Cachen im ursprünglichen Sinne - wenn wir nur als schmerzbefreite Idioten ankommen, die sinnlos überall ihre Dosen hinknallen, nur um ein paar Punkte abzugreifen, ist natürlich schlecht zu argumentieren.

Will meinen: wenn an der Dose irgendwas mit Wissenvermittlung, Naturerleben, Erwachsenen- und Jugendbildung, Geschichte, Heimatkunde hängt, kann man eine Art Beeinträchtigung/Nutzendiskussion anfangen - bei der Mikrodose ohne Listing am Waldrand oder am Hochsitz wirds da schwer.

So gesehen ist die Diskussion natürlich auch eine Qualitätsdiskussion - oder auch eine Sinndiskussion. Eine Dose ist eine Störung - keine Frage. Bei einem Wandermulti mit Ablesestationen wird EINE Finaldose auf 15 km Wanderung zu verschmerzen sein, insbesonders wenn man den entsprechende Nutzen berücksichtigt - auch Wandermarkierungen usw sind ja ein Eingriff. Bei einem Powertrail mit alle 300 m eine Dose sieht das schon anders aus - und bei einem Micro irgendwo im Wohngebiet ohne Listing, location zum Zeigen usw ist die Bilanz nur negativ - der Belästigung der Anwohner steht leider überhaupt kein Nutzen oder Mehrwert gegenüber außer dem Punktinteressen der Cacher.

Zappo

PS: muss jetzt wieder was schaffen......... :D :D :D
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"Wer schneller lebt, ist früher fertig"

Wanderkerle
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Re: Initiative Geocaching-Dialog

Beitrag von Wanderkerle » Mi 22. Dez 2010, 14:59

hcy hat geschrieben:Hatten wir das nicht alles schon zur Genüge?
ich glaube nicht, dass das Thema schon durch ist. Die Widerstände werden größer und es ist nur eine Frage der Zeit bis "betroffene" Jäger, Grundbesitzer usw. konkrete gesetzliche Einschränkungen fordern.

Also lieber jetzt drüber reden und an Lösungen arbeiten als nachher in die Röhre schauen...

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Re: Initiative Geocaching-Dialog

Beitrag von Geocaching-Dialog » Mi 22. Dez 2010, 15:16

Wanderfreund hat geschrieben:....Die Widerstände werden größer und es ist nur eine Frage der Zeit bis "betroffene" Jäger, Grundbesitzer usw. konkrete gesetzliche Einschränkungen fordern.

Also lieber jetzt drüber reden und an Lösungen arbeiten als nachher in die Röhre schauen...
...das ist leider so.

Da werden selbst Landtagsabgeordnete auf den Weg geschickt, um auszuloten, wie man von behördlicherseits das Spiel einschränken könnte (Bayern).

Und man braucht sich nicht mal aktiv umzuhören. Man wird schon von ganz allein - z.B. am Rande von Veranstaltungen - auf das Thema angesprochen (auch ohne, dass der Gegenüber weiß, dass ich als Person sehr intensiv beim Thema Geocaching envolviert bin)

Jörg

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