Diese Website existiert nur weil wir Werbung mit AdSense ausliefern.
Bitte den AdBlocker daher auf dieser Website ausschalten! Danke.

Kein Gifteinsatz gegen den Eichenprozessionsspinner

Der Pfadfinder schützt Pflanzen und Tiere.

Moderator: radioscout

FledermausSheriff
Geowizard
Beiträge: 1515
Registriert: Mi 6. Feb 2013, 12:29
Wohnort: Rheingau

Kein Gifteinsatz gegen den Eichenprozessionsspinner

Beitrag von FledermausSheriff » Mi 8. Mai 2013, 09:15

no risc no fun! - Bei mir läuft...

Werbung:
Benutzeravatar
kohlenpott
Geowizard
Beiträge: 2113
Registriert: Mo 22. Mai 2006, 18:53
Wohnort: Kohlenpott

Re: Kein Gifteinsatz gegen den Eichenprozessionsspinner

Beitrag von kohlenpott » Mi 8. Mai 2013, 14:27

Da hätte ich eine gute Idee:

Die Typen vom NABU dürfen, äh, nein, müssen die Raupen ohne jeglichen Schutz von Hand einsammeln, natürlich so, daß die Bäume beim Hochklettern in keinster Weise beschädigt werden können. Barfuß wäre da sicher eine gute Lösung. :D

Mit etwas Glück löst diese Vorgehensweise gleich zwei Probleme...

barsoi
Geocacher
Beiträge: 85
Registriert: Di 20. Sep 2011, 09:58

Re: Kein Gifteinsatz gegen den Eichenprozessionsspinner

Beitrag von barsoi » Mi 8. Mai 2013, 15:50

@ kohlenpott

Super Einfall - ich bin dafür.

Ich versuche so weit es geht die Natur zu schützen, aber bei den Raupen sehe ich keine andere Lösung als Gift oder die Fortpflanzung zu unterbrechen.

Ich kenne Fälle von Kontakt der Haare mit Schleimhäuten - die sind komplett abgestorben, was bei Hunden zum Einschläfern führt.

Grüße sendet Herr Barsoi

Benutzeravatar
jennergruhle
Geoguru
Beiträge: 5208
Registriert: Mi 29. Jun 2005, 12:14
Ingress: Enlightened
Wohnort: Pierknüppel

Re: Kein Gifteinsatz gegen den Eichenprozessionsspinner

Beitrag von jennergruhle » Mi 8. Mai 2013, 16:09

Wer das Gift zur Bekämpfung ablehnt, muss eben fürs Abflammen der Biester sorgen. Wie sie vernichtet werden ist dann egal, Hauptsache die Gefahr wird gebannt.
Feierabend- und Urlaubscacher und bekennender DNF-Logger
---
"Geht nicht" ist keine Fehlerbeschreibung!

Benutzeravatar
Zappo
Geoguru
Beiträge: 7881
Registriert: So 29. Jan 2006, 10:12
Wohnort: Schröck bei Karlsruhe

Re: Kein Gifteinsatz gegen den Eichenprozessionsspinner

Beitrag von Zappo » Mi 8. Mai 2013, 17:09

barsoi hat geschrieben:Ich versuche so weit es geht die Natur zu schützen, aber bei den Raupen sehe ich keine andere Lösung als Gift oder die Fortpflanzung zu unterbrechen.

Ich kenne Fälle von Kontakt der Haare mit Schleimhäuten - die sind komplett abgestorben, was bei Hunden zum Einschläfern führt.
Ich mach keinen Unterschied zwischen Hunden und Raupen. Das mag ein betroffener Hundebesitzer anders sehen - das sei zugestanden. Aber grundsätzlich ist Tierschutz nicht der Schutz von niedlichen, pelzigen Wesen, sondern aller Viecher. Und da gehören Raupen auch dazu. Für IRGENDWAS sind die auch gut. Wahrscheinlich. Oder eben nicht. Das ist aber nicht der Ansatz des Artenschutzes.

Gruß Zappo
------------------------------------------
"Wer schneller lebt, ist früher fertig"

Benutzeravatar
Cachebär
Geomaster
Beiträge: 799
Registriert: Fr 16. Mär 2012, 01:03

Re: Kein Gifteinsatz gegen den Eichenprozessionsspinner

Beitrag von Cachebär » Mi 8. Mai 2013, 18:40

Seh ich anders, Zappo, ich unterscheide sehr wohl.

Ein Hund ist allerdings auch in meinen Augen nicht mehr wert wie ein anderes Säugetier, zB ein Meerschweinchen oder eine Ratte.
Ein Vergleich mit einem Insekt jedoch ist albern, auch wenn Insekten selbstverständlich ihren Platz in der Natur haben und ich Insekten sehr gerne mag (Ausnahme : alles was mich stechen/beißen kann).

Aufgrund der Gefährdung durch die Raupen, welche durch das vorgeschlagene Ignorieren (Wald sperren) eher noch größer wird, müssen sie sinnvoll bekämpft werden.

Das sind in meinen Augen ist der NABU das letzte.
Erst wenn der letzte Mensch von der Erde getilgt ist,
wird der NABU erkennen, dass man ohne Spendengelder
keine teuren Geländewagen durch das NSG fahren kann !
LG, Thorsten

huckeputz
Geowizard
Beiträge: 1034
Registriert: Di 22. Jun 2010, 21:47
Wohnort: Münster

Re: Kein Gifteinsatz gegen den Eichenprozessionsspinner

Beitrag von huckeputz » Mi 8. Mai 2013, 19:00

Zecken sind auch Tiere, geh' mir da wech mit Tierschutz. ;-) Meinzwegen könnte man die mit Hilfe von Gift anzünden...

ICH differenziere da auch zwischen den einzelnen Arten.

Benutzeravatar
Zappo
Geoguru
Beiträge: 7881
Registriert: So 29. Jan 2006, 10:12
Wohnort: Schröck bei Karlsruhe

Re: Kein Gifteinsatz gegen den Eichenprozessionsspinner

Beitrag von Zappo » Mi 8. Mai 2013, 22:44

...ich schrob, ich habe keine Ahnung, welchen "wichtigen" oder "unwichtigen" Platz in der Ökologie der Spinner jetzt einnimmt. Ich seh aber die pauschale Beurteilung als "hundegefährdend" jetzt nicht so als gegeben an. Zumindest ist die pure Tatsache, daß es den einen oder anderen Zwischenfall und Gefährdung von Hunden gibt, für mich kein Anlaß, hier pauschal "weg mit" zu fordern. Da ist die Gefährdung von Menschen für mich eher die Grenze.

Wobei da die Vergifterei m.W. tatsächlich viele, wenn nicht gar entscheidende Nachteile hat. In MEIN Weltbild passt auch durchaus, daß man eben gegen manche Sachen "nix machen" kann. Außer aufpassen kann man bei Zecken ja auch nichts tun. Und DIE Problematiken sind mit einem eingeschläferten Hund nicht erledigt - leider. Trotzdem wird niemand den Einsatz von Pestiziden gegen Zecken fordern - geht halt nicht.

Wobei ich natürlich den Verdacht hege, daß - wenn der Eichenspinner selten und das Ergebnis der Raupe ein 20 cm großer leuchtendblauer Tagfalter wäre - alles getan werden würde, den zu schützen und zu hegen - auch unter Aussperrung des Menschen - und mag er noch so giftig sein.

Machen wir ja beim Wanderfalken auch - welcher von nahem betrachtet einer der am weitesten verbreitetsten Vögel auf unserer Erde ist.

Schwieriges Thema.

Gruß Zappo
------------------------------------------
"Wer schneller lebt, ist früher fertig"

Benutzeravatar
Zweiauge
Geowizard
Beiträge: 2226
Registriert: So 5. Feb 2012, 23:04
Wohnort: Linz, Österreich

Re: Kein Gifteinsatz gegen den Eichenprozessionsspinner

Beitrag von Zweiauge » Mi 8. Mai 2013, 23:22

meine Güte, dann meidet man halt in der kritischen Zeit die kritischen Orte. Alles umbringen,w as einem gerade stört, ist jedenfalls mal kein guter Ansatz (zumindest nicht aus Prinzip- ich bring schon alle Insekten um, die versuchen, mir Blut abzuzapfen, wenn ich sie auf frischer Tat ertappe),
Aber lasst dich die niedlichen Raupen ein paar tage lang niedliche Raupen sein, ohne gleich den Drang zu haben, sie ob ihrer bloßen Existenz umbringen zu müssen.

Benutzeravatar
Börkumer
Geoguru
Beiträge: 3112
Registriert: Di 24. Apr 2012, 17:29
Wohnort: Nordseeinsel Borkum

Re: Kein Gifteinsatz gegen den Eichenprozessionsspinner

Beitrag von Börkumer » Mi 8. Mai 2013, 23:38

Zweiauge hat geschrieben:Aber lasst dich die niedlichen Raupen ein paar tage lang niedliche Raupen sein, ohne gleich den Drang zu haben, sie ob ihrer bloßen Existenz umbringen zu müssen.
Die Haare der niedlichen Raupen, bilden aber nicht nur während ihrer Raupenzeit eine gesundheitliche Gefährdung, und zwar auch für den Menschen, sondern auch noch lange danach. Nicht umsonst werden befallene Bäume gerne abgeflammt.

Allerdings sind beide Möglichkeiten lediglich das Ergebnis klammer Kassen, so würde der Einsatz von natürlichen Fressfeinden auf lange Sicht viel mehr bringen, als der sporadische Gifteinsatz. Aber dafür müsste ja tatsächlich über mehrere Jahre planen.
Bild

Antworten