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cache in lsg archivieren?

Der Pfadfinder schützt Pflanzen und Tiere.

Moderator: radioscout

archivieren oder nicht?

jo, archivieren
13
21%
nö, laufen lassen
50
79%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 63

The all-seeing ice
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Beitrag von The all-seeing ice »

radioscout hat geschrieben:Ich habe für "erhalten" gestimmt, aber mit diesen Informationen würde ich ihn archivieren. Wenn der Muggel öfter da ist, weiß er bald, warum dort ständig Leute sind und was die machen. Ein Hinweis an die Stadtverwaltung und Geocaching hat dort sofort einen schlechten Ruf.
Am besten 2 Wochen vorher ankündigen und dann nach Seattle schicken, damit der Cache dort ins Archiv gestellt werden kann.
Schade drum, schöne Location und interessantes Vesteck.
die location scheint ja jetzt verbrannte erde zu sein. besucher koennen dumm angemacht, die stadt informiert oder der cache einfach so vom boehsen muggel entfernt werden.
ergo... obwohl cachen dort rechtens ist machen wir die location dicht, ein sinnvolles verlegen ist leider nicht moeglich.
allerdings schicken wir ihn wahrscheinlich zu oc, wegen der versandkosten.
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jennergruhle
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Beitrag von jennergruhle »

Kite Guy hat geschrieben:Da mich das auch mal intressiert hatte habe ich mal bei der Unteren Landschaftsschutzbehörde nachgefragt. Hier die Antwort des Abteilungsleiters meiner zuständigen Behörde:
... sondern nur Spazierengehen, Sehen, Lauschen, Denken, Genießen und Entspannen, aber nichts anfassen.

Schon das sehen die meißten Leute falsch.
Jeder Wald gehört irgend jemandem. Was man dort entnimmt (z. B. Pilze, Steine, Zweige usw.) ist erst einmal gestohlen!
Wenn man es so eng sieht, sind 90% der Deutschen Kriminelle.
Wer von uns hat nicht schon mal Pilze gesammelt oder beim Spaziergang ein Stöckchen oder Steinchen mitgenommen?
Feierabend- und Urlaubscacher und bekennender DNF-Logger
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zeroq
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Re:

Beitrag von zeroq »

jennergruhle hat geschrieben:
Kite Guy hat geschrieben:Da mich das auch mal intressiert hatte habe ich mal bei der Unteren Landschaftsschutzbehörde nachgefragt. Hier die Antwort des Abteilungsleiters meiner zuständigen Behörde:
... sondern nur Spazierengehen, Sehen, Lauschen, Denken, Genießen und Entspannen, aber nichts anfassen.

Schon das sehen die meißten Leute falsch.
Jeder Wald gehört irgend jemandem. Was man dort entnimmt (z. B. Pilze, Steine, Zweige usw.) ist erst einmal gestohlen!
Wenn man es so eng sieht, sind 90% der Deutschen Kriminelle.
Wer von uns hat nicht schon mal Pilze gesammelt oder beim Spaziergang ein Stöckchen oder Steinchen mitgenommen?
Genau das ist das Problem an Deutschland... Durch die totale Überregulierung verstößt der Normalbürger pro Tag im Schnitt gegen zahlreiche Gesetze bzw. Verordnungen... Wir sind alle Verbrecher :D. Aber wo kein Richter - da kein Henker... Würde dieser Satz nicht noch gelten, dann wären wir alle dauernd vor Gericht und würden nur noch für unsere Knöllchen arbeiten...
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adorfer
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Re: cache in lsg archivieren?

Beitrag von adorfer »

The all-seeing ice hat geschrieben: einer unserer caches liegt in einem landschaftsschutzgebiet.
neulich wurde ein besucher von einem wachsamen muggel des waeldchens verwiesen und mit einer anzeige bedroht. die begruendung war, dass es sich um ein geschuetztes feuchtgebiet handeln wuerde.
Ist es ein LSG oder NSG? Im NSG darf man in der Tat nicht von den gekennzeichneten(!) Wegen, im LSG darst Du auch als Eigentümer keine Hütte bauen oder Bäume fällen ohne Genehmigung. Pilzesammeln und Sonnenbaden abseits der Wege ist jedoch gestattet.
Adorfer
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adorfer
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Re:

Beitrag von adorfer »

The all-seeing ice hat geschrieben:bleibt vielleicht am ende noch die frage, ob man cacher zu einer location einladen soll, die von mindestens einem abschreckmuggel bewacht wird.
waere also auchmal interessant die argumente der 'archivieren' stimmen zu hoeren.
Wenn ich höre, welche Konfrontationen meine Mutter schon mit Jägern und(!) selbsternannten Brutgebietsbewachern hatte, die sie des Waldes verweisen wollten, teils wenn sie allein unterwegs war, teils wenn sie eine größere Gruppe geführt hat.

Es scheint nichts mit "Cachen" zu tun zu haben. Sondern mit Leuten, die einfach keine Mitmenschen im Wald dulden wollen. Ob das nun Hightech-bestückte Stadteier wie wir sind, die den Tanz der besoffenen Biene aufführen, oder einfach nur rüstige Rentner sind, die bei geführten Wanderungen nicht nur auf den Fernwanderwegen bleiben, sondern durchaus das bewandern, was die Topo so hergibt.
Und da Muttern sowohl Biologin ist und -so war's früher üblich- auch noch einen Jagdprüfung abgelegt hat, glaube ich Ihr, dass sie auch als Wanderführerin beurteilen kann, was sie mit ihren Gruppen der Natur zumuten kann und was nicht. Aber das steht natürlich nicht auf der Stirn... für die "Waldfriendens-Retter" gilt es da offensichtlich nur, den Angriff von Omas und Opas mit Stöcken und Treckingklamotten abzuwehren...

Sie hat nur uns gegenüber den Vorteil, dass sie auf den Touren bei solche Schwierigkeiten dann ohne lange Diskussion kehrt macht und das "Unwettergebiet" umwandert. Wie die 25km des Tages fürs Wanderbuch zustandekommen ist ja schlussendlich egal.
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-tiger-
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Re: cache in lsg archivieren?

Beitrag von -tiger- »

-jha- hat geschrieben:Ist es ein LSG oder NSG? Im NSG darf man in der Tat nicht von den gekennzeichneten(!) Wegen
Das kann man so pauschal nicht sagen. Es gibt NSGs, wo man die Wege verlassen darf, andere darf man zu bestimmten Zeiten nichtmal auf den Wegen betreten. Entscheidend ist immer die entpsrechende Naturschutzverordnung, die man zu den meisten NSGs per Google finden kann.
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TantchensOnkelchen
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Re: cache in lsg archivieren?

Beitrag von TantchensOnkelchen »

LSGs haben oftmals sogar nur einen einzigen Schutzzweck.

Man darf in ihnen alles machen, was man auch ausserhalb des LSGs machen darf - ausgenommen die nach dem Schutzzweck explizit verbotenen Handlungen.


Die Aussage, man dürfe Wälder zwar betreten, aber "nichts anfanssen" ist nicht richtig.

Pilze, Beeren und andere Naturfrüchte dürfen z.B. durchaus gesammelt werden, ebenso ist das Sammeln von sog. "Leseholz" erlaubt.

Dies bezieht sich auf die nichtgewerbliche Nutzung von Naturfrüchten in "persönlich üblichen Mengen" zum persönlichen Verbrauch. z.B. die typische "Handvoll Walderdbeeren", der Korb Pilze, die Tüte Tannenzapfen usw.

Leseholz z.B. sind abgestorbene Äste u.ä. in einer Menge, die man ohne besondere Hilfsmittel einfach aus dem Wald heraustragen kann. Der "Arm voll Reisig", die "aufgelesenen Wanderstöcke", der geschnitzte Grillspieß usw.

Dies ist explizit jedermann erlaubt, egal ob im Staatswald, im Körperschaftswald oder im Privatwald. Der Waldbesitzer hat dies per Gesetz zu dulden.


Viele Grüße
Onkelchen
Zwei Starrachsen, vier Blattfedern und die Himmelsrichtung auf dem GPS ...
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Zappo
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Re: Re:

Beitrag von Zappo »

-jha- hat geschrieben:Es scheint nichts mit "Cachen" zu tun zu haben. Sondern mit Leuten, die einfach keine Mitmenschen im Wald dulden wollen.
Auch meine Erfahrung. Ich bin schon vor meiner Cacher"karriere" von Leuten im Wald dumm angesprochen worden. Mittlerweile geh ich eher selbst in die Offensive - Autos auf dem Waldweg anhalten - und höflich fragen, ob sie sicher sind, hier fahren zu dürfen. Die deuten dann immer auf ihr Schild vom Anglerverein - ich sag ach so : "wissen Sie, es fahren ja so viele unbefugt durch unsere schöne Landschaft" - der nickt verständig und fährt weiter - ich lach mich schlapp. Macht ist gefährlich - ein Glück, daß ich keinen Angel-, jagd- Höfoforscherschein habe :D :D :D

Gruß Z.

PS: warum können Angler eigentlich ihr Zeux nicht mal 100 m zum See tragen?
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"Wer schneller lebt, ist früher fertig"
S1G

Re: cache in lsg archivieren?

Beitrag von S1G »

Und warum stellt der Jäger sein Quad oder sonstiges allradgetriebenes Fahrzeug direkt an seinen Hochsitz?
Wer weiter läuft, als sein Auto lang ist, ist ein Landstreicher! Und Landstreicherei wird von den meisten nicht geduldet...
Maulef
Geomaster
Beiträge: 414
Registriert: So 15. Mai 2005, 15:55

Re: Re:

Beitrag von Maulef »

Zappo hat geschrieben:Mittlerweile geh ich eher selbst in die Offensive - Autos auf dem Waldweg anhalten - und höflich fragen, ob sie sicher sind, hier fahren zu dürfen.
Das hatte ich neulich auch, da überholt mich (zu Fuß) auf eisigem Waldweg ein PKW mit auswärtiger Nummer, kommt einige Minuten später zurück, der Fahrer kurbelt die Scheibe runter und schimpft über die schlechten Straßenverhältnisse. Darauf teile ich ihm mit, dass die Straße auch nur für Forstwirtschaft zu befahren ist, worauf er mich für den Förster hält. Das war nicht das erste Mal, dass mich beim Cachen jemand für einen Förster, Jäger, Baumbegutachter oder ähnliches gehalten hat.

Maulef
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