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Wölfe in NRW - ich find´s klasse!

Der Pfadfinder schützt Pflanzen und Tiere.

Moderator: radioscout

machmalhalblang
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Re: Wölfe in NRW - ich find´s klasse!

Beitrag von machmalhalblang » Mi 4. Mär 2015, 13:43

Bisher wurde hier zumindest teilweise erläutert, wie man sich vor den Gefahren, die von den Wölfen ausgehen schützen kann, und dass diese Gefahr von vielen übertrieben hoch eingeschätzt wird. Wenn man nun als Schäfer oder was auch immer aber trotzdem gezwungen ist, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, stellt sich für mich natürlich die Frage, welche Vorteile sich durche die Wiederansiedlung ergeben, die solche Maßnahmen rechtfertigen. Außer 'ich freue mich' und 'ich finde es gut' ist da bisher noch nicht viel gekommen.

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JackSkysegel
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Re: Wölfe in NRW - ich find´s klasse!

Beitrag von JackSkysegel » Mi 4. Mär 2015, 14:14

Wölfe töten viele kranke und schwache Tiere. Das kann sich positiv für den Rest einer Population auswirken. Er gehört quasi zu einem gesunden Ökosystem.
Wer weiß, vielleicht würde sich das auch auf die überhand nehmenden Wilschweinpopulationen auswirken.
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Re: Wölfe in NRW - ich find´s klasse!

Beitrag von Zappo » Mi 4. Mär 2015, 14:34

machmalhalblang hat geschrieben:B,,,,,,stellt sich für mich natürlich die Frage, welche Vorteile sich durche die Wiederansiedlung ergeben, die solche Maßnahmen rechtfertigen. Außer 'ich freue mich' und 'ich finde es gut' ist da bisher noch nicht viel gekommen.
Genau DAS meinte ich.

Ich finds ja auch gut - aber ich hab ja auch keinerlei Nachteile dadurch.

Über das "Freuen" an sich hinaus sollte sich Verständnis für die Bedenken anderer finden. Und ein Management bzw. Händling der Probleme oder des definitiven Mehraufwandes. Dann klappts auch mit dem Wolf. Da ist aber das "Auslöschen falscher traditioneller Feindbilder" (die meines Erachtens eh nicht mehr bestehen*) durch Führungen und Information von Schulklassen nur die halbe Miete. Die andere Hälfte wird in der Tat die Entschädigung Betroffener -z.B. Schäfer - sein.

Nach meiner Erfahrung tut sich da die Jubelfraktion eher schwer - oder ist da blind. Von ANDERN was zu verlangen war schon immer ein billiges Gut. Genau das ist aber falsch - und gefährdet viele Projekte.

Gruß Zappo

* Die Präsenz von Rotkäppchen in Gehirnen von Kindern hat ja auch etwas nachgelassen, denke ich.
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Re: Wölfe in NRW - ich find´s klasse!

Beitrag von Zappo » Mi 4. Mär 2015, 14:44

JackSkysegel hat geschrieben:Wölfe töten viele kranke und schwache Tiere. Das kann sich positiv für den Rest einer Population auswirken........Wer weiß, vielleicht würde sich das auch auf die überhand nehmenden Wilschweinpopulationen auswirken.
Die sich natürlich daraus entwickelt hat, daß kranke und schwache Tiere geschossen werden und wir dadurch draussen im Wald ne olympiareife, fortpflanzungsfähige Schweineschaft herangezüchtet haben.

Eigentlich wäre es bei Überpopulation sinnvoller, man würde kranke oder schwache Tiere schonen, diese Tiere würden den Kollegen das Futter wegfressen und trotzdem vor der Geschlechtsreife einknicken - und dann Beute von Fuchs und Wolf werden.

Aber das ist zugegebenermaßen ne steile These, die ich -glaub ich- relativ exklusiv habe :)

Gruß Zappo
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Re: Wölfe in NRW - ich find´s klasse!

Beitrag von Kalleson » Mi 4. Mär 2015, 15:22

... Ich stelle mir gerade den Fuchs vor, der ein "genetisch benachteiligtes" Wildschwein reißt, kurz bevor es sich fortpflanzen kann... :roll: :D

Aber die Wiederansiedlung des Wolfes ist aus meiner Sicht wirklich eine schwierige Sache. Es gibt sicherlich Gebiete in Deutschland (MeckPomm, Brandenburg, oder evtl. auch der Pfälzer Wald vor Zappos Haustür) in denen ich mir vorstellen kann, dass Wölfe dort problemlos mit uns koexistieren können. "Schäden" in Form von gerissenen Schafen oder (und das wird auch noch passieren und großes Geschrei geben) auch einem Hund, der eine Auseinandersetzung mit dem Isegrim nicht überlebt, würden da sicherlich keine untolerierbaren Ausmaße annehmen. Dort kann ich mir auch durchaus vorstellen, dass Wölfe helfen können, dass biologische Gleichgewicht ein Stück weit wiederherzustellen und so helfen die erforderliche Bejagung zu reduzieren. Das wird zwar einigen Jägern nicht so schmecken, aber wenn die Natur in der Lage ist, sich wieder teilweise selbst zu regulieren, sollte man dieser Variante auf jeden Fall den Vorzug geben.

Allerdings gibt es bei mir in der Nähe aktuell einen Fall, in dem ein Wolf inzwischen offenbar durch ein Wohngebiet gestreift ist:

Der LK Cloppenburg ist eine landwirtschaftlich extrem intensiv genutzte Gegend (auch zusammen mit dem LK Vechta liebevoll "Schweinegürtel" genannt), in der es für einen Wolf schwierig werden dürfte zu überleben, ohne doch sehr häufig mit den dortigen Menschen in Konflikt zu geraten.

Ich denke also, dass ein pauschales "Toll-das-er-wieder-da-ist" ebenso unzutreffend ist, wie eine pauschale Ablehnung.
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Re: Wölfe in NRW - ich find´s klasse!

Beitrag von SammysHP » Mi 4. Mär 2015, 15:58

machmalhalblang hat geschrieben:stellt sich für mich natürlich die Frage, welche Vorteile sich durche die Wiederansiedlung ergeben, die solche Maßnahmen rechtfertigen.
Ganz einfach: Der Wolf hat das gleiche Recht zu leben wie jedes andere Lebewesen auch.
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Re: Wölfe in NRW - ich find´s klasse!

Beitrag von machmalhalblang » Mi 4. Mär 2015, 16:15

SammysHP hat geschrieben:
machmalhalblang hat geschrieben:stellt sich für mich natürlich die Frage, welche Vorteile sich durche die Wiederansiedlung ergeben, die solche Maßnahmen rechtfertigen.
Ganz einfach: Der Wolf hat das gleiche Recht zu leben wie jedes andere Lebewesen auch.
Als Karnivore habe ich dazu eine etwas andere Einstellung. Und wenn ich Ratten im Haus hätte, dann würde ich auch nicht zögern, Fallen oder Gift einzusetzen. Das mit dem Recht auf Leben kommt mir da etwas zu 'gutmenschlich' rüber. Außerdem war ich ja am 'Vorteil' interessiert. Und einzig allein die Tatsache, dass ich dem Wolf ein vermeintliches Recht einräume, verschafft mir noch keinen Vorteil (anderen vielleicht zumindes ein gutes Gewissen).

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Re: Wölfe in NRW - ich find´s klasse!

Beitrag von Zappo » Mi 4. Mär 2015, 16:22

SammysHP hat geschrieben:Ganz einfach: Der Wolf hat das gleiche Recht zu leben wie jedes andere Lebewesen auch.
Klar. Wie die Zecke. Wir sollten auch Bären in Berlin aussetzen - die würden wohl dort dank der Abfallwirtschaft sogar überleben. Und von den Leuten auch gefüttert werden.

Im Ernst - jedes Tier, das unsere Artenvielfalt erhöht, ist ein Zugewinn. WENN es denn einigermaßen und händelbar in unsere Kulturlandschaft passt und dort artgerecht leben kann. Es geht ja nicht darum, obs Wölfe auf dieser Welt gibt oder geben darf - sondern um die Frage, wie WIR HIER damit zurechtkommen.

Gruß Zappo
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Re: Wölfe in NRW - ich find´s klasse!

Beitrag von Fadenkreuz » Mi 4. Mär 2015, 17:13

SammysHP hat geschrieben:Ganz einfach: Der Wolf hat das gleiche Recht zu leben wie jedes andere Lebewesen auch.
Ja, in den Karpaten oder im Hindukusch. Aber die Frage war doch, welche Vorteile sich durch die Wiederansiedlung ergeben - da sehe ich das Recht des Wolfs auf Leben irgendwie nicht als passende Antwort an.

Der Wolf passt nicht mehr zu Deutschland. Zwischenfälle werden unvermeidbar sein und auf eine Rückkehr der Tollwut kann ich auch verzichten.

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Re: Wölfe in NRW - ich find´s klasse!

Beitrag von JackSkysegel » Mi 4. Mär 2015, 20:55

Fadenkreuz hat geschrieben: Der Wolf passt nicht mehr zu Deutschland. Zwischenfälle werden unvermeidbar sein und auf eine Rückkehr der Tollwut kann ich auch verzichten.
Das trifft auch auf Wildschweine, Marder, Biber, Füchse, Rehe,....usw. zu.
Dann sollten wir all diese Tiere am besten auch ausrotten.

Natürlich muss man beim Zusammenleben mit Wölfen Kompromisse eingehen.
Es ist ja nicht so als würden wir den Wolf hier wieder ansiedeln sondern es ist so das er in den Lebensraum zurückkehrt.
Unechter Cacher (Tm)

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