Klettercaches und Eigensicherung

Terrain 5 vom Abseilen bis zum Tauchen

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rheingauer
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Re: Klettercaches und Eigensicherung

Beitrag von rheingauer » So 18. Apr 2010, 10:17

Hat jemand schon Erfahrungen mit Cliffhangern gesammelt? Wir haben den gestern an zwei T5ern getestet, wenn man drinne hängt beißt es sich schon fest, und bei Entlastung kann man es einfach von unten "abschütteln".

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Re: Klettercaches und Eigensicherung

Beitrag von workfor » So 18. Apr 2010, 10:49

rheingauer hat geschrieben:Hat jemand schon Erfahrungen mit Cliffhangern gesammelt? Wir haben den gestern an zwei T5ern getestet, wenn man drinne hängt beißt es sich schon fest, und bei Entlastung kann man es einfach von unten "abschütteln".
Wow, da muss man schon Gottvertrauen haben... :shocked:

cu Tom

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Re: Klettercaches und Eigensicherung

Beitrag von Lariel » So 18. Apr 2010, 11:27

cliffs sind doch super!Aber ich würde sie nicht als zwischensicherung verwenden. Es gibt zwar bilder, wo einer in ner glatten wand ne handvoll cliffs gelegt und diese mit tape gegen verrutschen gesichert hat, aber mein limit ist es, sie als technische steighilfe zu nehmen. Aber hab ich auch erst ein paar mal probiert.

Den wehlenfels hab ich vor fünf jahren oder so mal geklettert, aber da hatte ich nur wenig mobile sicherungsgeräte mit. Hat die tour spannend gemacht...

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Re: Klettercaches und Eigensicherung

Beitrag von Kappler » So 18. Apr 2010, 19:10

Gerade letzte Woche wollte ich einen Cache (Tubo 4 bei Horb am Neckar) mit Cliffhanger versuchen, bei dem in ca. 3m Höhe in einer glatten Betonwand in eine große Röhre eingestiegen werden musste.
Leider war die Betonwand darunter nicht senkrecht, sondern etwas geneigt, so dass der Cliff zwangsweise nicht nur senkrecht nach unten, sondern auch nach außen belastet wurde: Er hat schlicht nicht gehalten...

Mein Fazit war: Auf Naturfels ist ein Cliff ein klasse Mittel zur Fortbewegung, wenn es sonst (fast) keine Haltepunkte gibt.
Beton hingegen kann so glatt sein, dass sich auch ein Cliff nicht genug festbeisst, insbesondere, wenn die Belastungsrichtung senkrecht zur "Festbeißfläche" situationsbedingt nicht möglich ist. Und das wird wohl bei vielen LostPlaces bzw. anderen "üblichen" Caches der Fall sein. Naturfels ist bei Klettercaches (leider) die Ausnahme...
Gruß aus dem (badischen) Schwarzwald, Andreas (1/4 Kappler)
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Re: Klettercaches und Eigensicherung

Beitrag von erlebnis-projekt.de » Di 28. Sep 2010, 00:46

Ich finde es gut und enorm wichtig, dass sich hier (denn auch hier gehört es hin) Gedanken über Eigensicherung gemacht wird.
Meine große Sorge ist, dass wir mal in den Nachrichten lesen müssen, dass ein GeoCAcher abgestürzt ist.
Ich habe schon viele Cacher mit halsbrecherischen Aktionen und falschem Material gesehen. Das war nicht schön anzusehen.
Bei den T5'er-Trainings-Events, die ich (als paedagogenteam) organisiert hatte, war glücklicherweise das Thema Eigensicherung das alles beherrschende Thema des jeweiligen Tages. Wohl trainiert und ausgerüstet kann eigentlcih nicts passieren.

bis bald im Seil ...
Andi

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Re: Klettercaches und Eigensicherung

Beitrag von erlebnis-projekt.de » Di 28. Sep 2010, 00:53

rheingauer hat geschrieben:Hat jemand schon Erfahrungen mit Cliffhangern gesammelt? Wir haben den gestern an zwei T5ern getestet, wenn man drinne hängt beißt es sich schon fest, und bei Entlastung kann man es einfach von unten "abschütteln".]
Also man muss da schon für sich selbst klar haben, welche Sicherheitstandards man als Minimum einhalten möchte.
Ich möchte da immer nur Anschlagpunkte wählen, die mir selbst Fehler erlauben und auch von Retttungskräften genutzt werden könnten, wenn mir mal etwas zustößt.
Ansonsten strebe ich an mit durchgehender Redundanz zu arbeiten und immer ein Arbeits- und ein Sicherheitsseil zu verwenden. Ein Cliffhanger käme für mich allerhöchstens in Frage, wenn ich mich aus einem brennenden Haus retten müsste und kein anderer Fluchtweg verfügbar wäre. Ohne Not würde ich mein Leben damit nicht auf's Spiel setzen.

bis bald im Seil ...
Andi

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Re: Klettercaches und Eigensicherung

Beitrag von Alpini » Di 28. Sep 2010, 16:17

erlebnis-projekt.de hat geschrieben:Meine große Sorge ist, dass wir mal in den Nachrichten lesen müssen, dass ein GeoCAcher abgestürzt ist.
Das gab es doch schon vor Jahren....
erlebnis-projekt.de hat geschrieben: Wohl trainiert und ausgerüstet kann eigentlcih nicts passieren.
Sagen wir eher es minimiert das Risiko je nach Erfahrung aber betraechtlich.
weitester Cache irgendwas über 18720 km
höchster Cache 5895 m
Das muss an Statistik reichen

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Re: Klettercaches und Eigensicherung

Beitrag von workfor » Di 28. Sep 2010, 20:23

Alpini hat geschrieben:
erlebnis-projekt.de hat geschrieben:Meine große Sorge ist, dass wir mal in den Nachrichten lesen müssen, dass ein GeoCAcher abgestürzt ist.
Das gab es doch schon vor Jahren....
erlebnis-projekt.de hat geschrieben: Wohl trainiert und ausgerüstet kann eigentlcih nicts passieren.
Sagen wir eher es minimiert das Risiko je nach Erfahrung aber betraechtlich.
Sehe ich auch so. Passieren kann immer was.
Man muss sich bewusst sein, dass Risiken eingegangen werden.
Uns zwingt ja keiner. Nur blauäugig sollte man nicht sein.

cu Tom

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Re: Absturz bei Shorty I

Beitrag von mattwalt » Fr 26. Aug 2011, 12:41

[quote="NC666"]Die Anregung, vorher darüber nachzudenken, wie man Rettungskräften den Weg zur Kletterstelle beschreibt, finde ich sehr gut und werde sie mal in meine Kletterregeln aufnehmen.

gute zusammenfassung bei deinen regeln. einzige ergänzung von meiner seite:
wenn karabiner - egal wo - immer verschluss-karabiner - bei redundanz sowieso.


bester gruss
baumkletterkurse im rhein-main gebiet bei http://www.taunus-outdoor-school.de

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Re: Absturz bei Shorty I

Beitrag von workfor » Fr 26. Aug 2011, 13:19

mattwalt hat geschrieben:
NC666 hat geschrieben:...und werde sie mal in meine Kletterregeln aufnehmen.
bester gruss
Ergänzung: Sei mental auf das Klettern eingestellt. Stress, Ärger, Wut, Abgeschlagenheit, Angst - alles Dinge, die man beim Klettern nicht braucht.

cu Tom

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