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Klettercaches und Eigensicherung

Terrain 5 vom Abseilen bis zum Tauchen

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marbraun
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Re: Klettercaches und Eigensicherung

Beitrag von marbraun » Do 21. Aug 2008, 12:35

Gibt es da noch weitere Erfahrungen bezüglich der Koordinatenverarbeitung in Leitstellen? Wir haben letztens im Egelsbacher Wald ein kleines Rehkitz gefunden, dass wohl seine Mutter verloren hatte und erbärmlich schrie. Als ich den Notruf anrief und fragte, ob sie Koordinaten wollen, kam als Antwort nur:"Nein, mit so etwas können wir nichts anfangen. So modern sind wir nicht...". Das war die Leitstelle Langen. Keine Ahnung, ob sie sich in einem "Ernstfall" doch eine Möglichkeit gesucht hätten. Google Maps sollte doch auch in einer Leitstelle verfügbar sein...
Gut Cache, Martin

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Re: Klettercaches und Eigensicherung

Beitrag von eigengott » Fr 22. Aug 2008, 11:01

marbraun hat geschrieben:Gibt es da noch weitere Erfahrungen bezüglich der Koordinatenverarbeitung in Leitstellen?
Nur den klassischen Tip: Parkplatzkoordinaten und Parkplatznamen speichern. Im Notfall dann Entfernung und Richtung von diesem Parkplatz angeben (zeigt das GPS ja an). Damit kann jede Leitstelle etwas anfangen.

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Re: Klettercaches und Eigensicherung

Beitrag von 1887 » Fr 22. Aug 2008, 11:55

marbraun hat geschrieben:Gibt es da noch weitere Erfahrungen bezüglich der Koordinatenverarbeitung in Leitstellen? Wir haben letztens im Egelsbacher Wald ein kleines Rehkitz gefunden, dass wohl seine Mutter verloren hatte und erbärmlich schrie. Als ich den Notruf anrief und fragte, ob sie Koordinaten wollen, kam als Antwort nur:"Nein, mit so etwas können wir nichts anfangen. So modern sind wir nicht...". Das war die Leitstelle Langen. Keine Ahnung, ob sie sich in einem "Ernstfall" doch eine Möglichkeit gesucht hätten. Google Maps sollte doch auch in einer Leitstelle verfügbar sein...
Moin,

es reicht in der Regel der Polizei/Leitstelle das Waldstück mitzuteilen. Kümmern wird sich ohnehin nicht die Polizei, sondern der Jagdpächter und vermutlich nur, wenn bekannt ist, dass in der jüngeren Vergangenheit eine Ricke verendet ist (z.B. Verkehrsunfall). Falsch wäre es, beim Kitz zu bleiben, solange Menschen riechbar in der Nähe sind, wird die Ricke sich nicht wieder zu ihrem Kitz begeben.

Leitstellen sollten was mit Koordinaten anfangen können, allerdings nur mit UTM Koordinaten!

Grüße
1887

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Re: Klettercaches und Eigensicherung

Beitrag von marbraun » Fr 22. Aug 2008, 13:05

Ich hoffe auch, dass sie bei einem menschlichen Notfall Koordinaten nehmen. Wie geschrieben, mir wurde gesagt, dass sie nichts damit anfangen könnten...
Gut Cache, Martin

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Re: Klettercaches und Eigensicherung

Beitrag von radioscout » Fr 22. Aug 2008, 13:14

Wenn ich nur Koordinaten habe und die Leitstelle damit absolut nichts anfangen kann, würde ich jemanden anrufen von dem ich weiß, daß er die Koordinaten in eine Wegbeschreibung umsetzen kann und ihn bitten, diese dann weiterzugeben.
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Re: Klettercaches und Eigensicherung

Beitrag von mirosch » Sa 23. Aug 2008, 08:41

jede Leitstelle hat heutzutage Internet... dann müssen sie es eben in google-Maps eingeben und sich ihre Beschreibung selber basteln... und UTM-Karten haben sie auf alle Fälle, da sie ja im KatS-Fall nur damit zu tun haben...

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Re: Klettercaches und Eigensicherung

Beitrag von radioscout » Sa 23. Aug 2008, 13:51

mirosch hat geschrieben:jede Leitstelle hat heutzutage Internet...
In vielen Behörden und Firmen ist der Internetzugang durch technische Maßnahmen stark eingeschränkt, oft sogar über Whitelists, die nur eine kleine Auswahl von nach Ansicht des Chefs gerade noch erforderlichen (zu akzeptierenden) Websites enthalten.
Mir sind sehr viele Beispiele bekannt.
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Re: Klettercaches und Eigensicherung

Beitrag von Biggi_H » Sa 23. Aug 2008, 21:47

aus eigener Erfahrung weiß ich leider, dass z.B. der ADAC nix mit Koordinaten anfangen kann.
Die versuchen lieber eine halbe Stunde telefonisch rauszubekommen, wo man eine Panne hatte, als die Koordinaten in GE einzugeben :kopfwand: Ist mir echt unbegreiflich.

Gruß Biggi
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Beitrag von golden-team » So 14. Sep 2008, 20:37

Als wir in Portugal mit den cachen angefangen haben hatten wir auch große Sorge wie uns die Portugiesische Feuerwehr finden würde. Unser Gedanke war eine gute Liste Telefon-Joker anzulegen. Im Ernstfall würden andere Cacher wissen wie man es der Rettungskraft erklärt wo wir sind. Zum Glück haben wir es nie gebraucht. Es hat uns aber beruhigt ;) .

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Re: Klettercaches und Eigensicherung

Beitrag von rogue » Di 23. Sep 2008, 13:22

Da muss ich nu auch mal bisschen Senf dazugeben.. ich bin seit 15 Jahren ehrenamtlich im Rettungsdienst in Franken unterwegs, und wenn ich eine Empfehlung abgeben darf, dann die, sich beim Notruf nicht auf Koordinaten zu verlassen. Sicher mag das manchenorts gehen; von unseren Breiten kann ich einfach mal sagen, dass GPS-Geräte auf den Fahrzeugen definitiv nicht die Regel sind. Und was die Leitstelle angeht - beim Notruf wird im Regelfall der Anruf von einem Telefonisten entgegengenommen, der die Daten in den Rechner hackt und einen Raum weiter zum Disponenten schickt. Nachdem es ziemlich sträflicher Leichtsinn wäre, die Leitstellenrechner direkt ans Internet zu hängen bliebe im Fall der Fälle nur der Transfer der Koordinaten auf einen Zettel, abermaliges Eingetippe in einen Rechner mit Netzzugang (so vorhanden), der Weg zurück zum Funktisch.. insofern gehe ich davon aus, dass im Regelfall das Ergebnis das gleiche wäre wie bei marbraun - nämlich die Antwort, sie könnten nichts damit anfangen. Und ob man im Zweifelsfall mit dem Telefonisten anfangen möchte zu argumentieren, dass da doch wohl UTM-Karten für den K-Fall exisiteren würden oder er eine Möglichkeit haben müsse das Internet zu durchsuchen, während der Mitcacher schmerzschreiend am Fuße der Schlucht liegt....
Schnelligkeit dürfte diesenfalls wohl für alle Beteiligten das wichtigste sein - und die erreicht man wohl (noch) am ehesten mit allgemein gebräuchlichen Ortsangaben markanter und bekannter Punkte...

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