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Slackline für Horizontalbewegung anschlagen

Terrain 5 vom Abseilen bis zum Tauchen

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adorfer
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Slackline für Horizontalbewegung anschlagen

Beitrag von adorfer » Mi 17. Mär 2010, 19:04

Es geht um das Szenario "Unter einer Brücke",
Also eine horizontale Bewegung an einer stark gespannten Seilbahn.
Der Kletterer zusätzlich durch ein normales Kletterseil (slackfrei) gesichert.
An diesem bewegt er sich hinterher auch wieder "aufwärts".

Kann man die Rundschlingen wie folgt an den Zurrgurt anschlagen?
Praktisch ist es. Aber da das so bestimmt nicht "gedacht" ist, würde ich gern Eure Erfahrungen dazu hören. (Oder die begründeten Einwände)

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P.S. Dass die Vernähung teilweise im Ankerstich liegt: Nicht ideal. Ich wollte für's Foto den Waschzettel mit im Bild haben, daher die unglückliche Positionierung.
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Re: Slackline für Horizontalbewegung anschlagen

Beitrag von D3S3RT » Mi 17. Mär 2010, 20:51

wir haben die immer ganz normal eingehängt, und das ganze mit ner kleinen Reebschnur vor dem Runterfallen gesichert. Vor dem Spannen nochmal überprüft ob der auch richtig drinliegt. Und dann gespannt.
Kam zuletzt bei ner 24M Seilbahn unter dem Viadukt in Olfen zum Einsatz.
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adorfer
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Re: Slackline für Horizontalbewegung anschlagen

Beitrag von adorfer » Mi 17. Mär 2010, 21:26

D3S3RT hat geschrieben:wir haben die immer ganz normal eingehängt,
Was meinst Du mit "ganz normal eingehängt"?
Die Metall-Klauen direkt irgendwo am Geländer eingehängt?
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Re: Slackline für Horizontalbewegung anschlagen

Beitrag von Lariel » Mi 17. Mär 2010, 21:35

Hi,

als allererstes, meine Erfahrung mit derartigen Haken ist null.
Also kann ich nur eine optische Einschätzung geben.

Nüchtern betrachtet sieht es gut aus. Die Belastung kann die Haken nicht auseinanderbiegen, die Lastschlinge bekneift sich selbst. Solange die Haken nicht durch die Belastung nach vorne Aufgebogen werden (was eigentlich nicht passieren sollte), sieht das alles fein aus.

Nun frage ich mich, warum ich dennoch Bauchschmerzen dabei habe. Keine Ahnung. Aber ich baue Slacklines auch nur zum slacklinen auf, und ich verwende dafür dann auch Schlauchband und kein Gurtband. Ich bin wohl komisch.

Also von mir aus dem Kopf : :xmas2_up:
Aus dem Bauch :xmas2_down:

Bis denn,
Christoph

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Re: Slackline für Horizontalbewegung anschlagen

Beitrag von klo25 » Mi 17. Mär 2010, 22:01

*** Offtopic ***

Was hält denn eigentlich so ein üblicher Zurrgurt? Bei den Bildern aus Olfen siehts so aus, als wäre da etwas von nur 1000lbs aufgedruckt, was ein bischen wenig wäre. Slacklines liegen doch bestimmt im Bereich >2t?

Gruß,
klo25
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Re: Slackline für Horizontalbewegung anschlagen

Beitrag von pullermann » Mi 17. Mär 2010, 22:35

klo25 hat geschrieben:*** Offtopic ***

Was hält denn eigentlich so ein üblicher Zurrgurt? Bei den Bildern aus Olfen siehts so aus, als wäre da etwas von nur 1000lbs aufgedruckt, was ein bischen wenig wäre. Slacklines liegen doch bestimmt im Bereich >2t?

Gruß,
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Meine LKW-Spanngurte sind mit 2500DaN angegeben. Es gibt aber auch welche mit 5000DaN. Wichtig! Immer auf die Ratsche achten! Manche Ratschen verkraften max. 250DaN Spannkraft :???:

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Re: Slackline für Horizontalbewegung anschlagen

Beitrag von D3S3RT » Mi 17. Mär 2010, 23:01

Auf den Spanngurten ist das angegeben, was die unter Dauerbelastung verkraften. Da muss man noch den 7x Sicherheitsfaktor dazurechnen. Sprich reissen tun die erst viel später. Eine Last, die wir selbst nicht aufbringen können.

In Olfen haben wir zwei Ratschen genutzt.
Jeweils eine Kranschlinge (mit 28 t) ans Geländer. Da eine zweite rangebunden (halt so durcheinander gezogen) und dann da direkt den Haken der Ratsche reingehängt und den Spanngurt durchgezogen. Der Haken ist an der Kranschlinge mit ner Reebschnur gesichert, damit da nichts abstürzen kann. Andere Seite genau so. Wir haben den Spanngurt auf Rolle, sprich der hat keine Haken am Ende dran. Die Ratsche selbst ist mit 5t angegeben.
Der Durchhang in der Mitte der Strecke lag bei etwa einem halben bis 3/4 meter.

Die Kanten an der Brückenkantenumlenkung wurden natürlich durch Spanngurt-Kantenschoner geschont.
Insgesammt eine geile Aktion. Noch längere Strecken würde ich allerdings nur noch machen, wenn ich mal ne Rolle finde, die da drauf passt. weil sonst ist das echt anstrengend, denn der Karabiner rutscht echt schlecht auf Spanngurt.
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Re: Slackline für Horizontalbewegung anschlagen

Beitrag von adorfer » Do 18. Mär 2010, 01:17

D3S3RT hat geschrieben:Noch längere Strecken würde ich allerdings nur noch machen, wenn ich mal ne Rolle finde, die da drauf passt. weil sonst ist das echt anstrengend, denn der Karabiner rutscht echt schlecht auf Spanngurt.
Eien Rolle für 5cm-Spanngurte habe ich noch nicht gesehen. Recht praktisch ist es, wenn man unter der Brücke neben dem "Tragseil" und dem Sicherungsseil auch noch ein weiteres halbwegs strammes durchgehendes Seil verlegt hat, welches beidseitig angeschlagen ist.
Da kann man dann die Handsteigklemme draufsetzen und sich mit "Beidhändigem Reißen" vorwärtsarbeiten.
Und man kann auch falls das Tragseil zu arg durchhängt, sich in das Zusatzseil stellen mit einem Fuß und versuchen, auf das Tragseil zu steigen und dann je nach Balancetalend entweder "so" drauf zu laufen oder eben mit den Hand an der Decke das Gleichgewicht halten. Wird nur etwas unübersichtlich, weil man dann mit mehr oder minder kurzen Verbindungsmitteln in zwei Systemen hängt und auch noch das Sicherungsgerät "mit der Lifeline" hinter sich herschleppt. (Mit dem ID hat man dann völlig verloren, weil dort bei horizontalen Bewegungen einhändig kein Seil herauszubekommen ist.)
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Re: Slackline für Horizontalbewegung anschlagen

Beitrag von D3S3RT » Do 18. Mär 2010, 08:31

Also das vorwärtskommen ist an sich kein Problem. in Rückenlage mit Kopf in die Richtung, wo man hinwill. Und dann mit beiden Händen am Spanngurt weiterziehen. Das Problem, bzw das kräftezehrende ist ja nur, dass der HMS, der am Gurt hängt belastet ist, und daher echt schwer auf dem Gurt rutscht :) Die Variante mit Steigklemme würde ich in jedem fall nutzen, wenn die seilbahn soweit durchhängt, dass ich mich festhalten müsste, um nicht wieder in die Mitte durchzurutschen.
Am normalen seil nehmen wir dafür aber zwei Steigklemmen und ne Rolle.
Steigklemme mit Reebschnur unten an den Karabiner der Rolle, da dranhängen, quasi als rücklaufsperre. Und mit der zweiten Steigklemme vorne ziehen
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Re: Slackline für Horizontalbewegung anschlagen

Beitrag von SkyTrain » Do 18. Mär 2010, 09:08

D3S3RT hat geschrieben:Auf den Spanngurten ist das angegeben, was die unter Dauerbelastung verkraften. Da muss man noch den 7x Sicherheitsfaktor dazurechnen. Sprich reissen tun die erst viel später. Eine Last, die wir selbst nicht aufbringen können.
Sorry das ist einfach falsch. Für Anschlagmittel ist gemäß EN 1492-2 eine 7-fache Sicherheit vorgeschrieben. Für Spanngurte ist die EN 12195-2 maßgebend. Gemäß Norm muss ein Zurrgurtband eine 3-fache Sicherheit aufweisen.

Und bei diesen Werten wird von ganz anderen Belastungsverhältnissen ausgegangen als du sie erreichst. Bei eurer 24m Seilbahn hast du einen Hebel von 12m gebaut an dem du eine dynamische Kraft (wippen) deines Körpergewichtes einleitest.

Nicht das du mich falsch verstehst. Ich hätte mich auch an eure Seilbahn gehängt. Aber hier verbreitest du Zahlen. Ich sehe schon den nächsten Cacher einen ungenormten Fernost-Spanngurt für 250 kg im Baumarkt kaufen. Laut deinen Zahlen kann der ja 1,75 t.
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