Spanngurt oder Slackline für "unter der Brücke"-Szenario

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S-Man42
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Spanngurt oder Slackline für "unter der Brücke"-Szenario

Beitrag von S-Man42 » Mi 19. Feb 2014, 12:59

Es gibt hier einen älteren Thread http://forum.geoclub.de/viewtopic.php?f=106&t=43101

Aber so richtig beantwortet er nicht meine Fragen. Deshalb möge man mir verzeihen, wenn ich einen neuen Thread aufmache :)

Generell würde ich gern für das Szenario "Unter der Brücke" einen Führungsgurt nutzen. Eben einen Spanngurt. Dieser hier ist mit 2500/5000daN angegeben, also 25/50kN, wenn ich das richtig sehe. http://hebezone.de/frameset/content/pro ... g50h.shtml

Warum die zwei Angaben?

Reicht diese Kraft dafür aus, wenn ich unter der Brücke daran langfahre (extra gesichtert durch ein Seil versteht sich natürlich)?

Nehme ich besser Slacklines? Die scheinen weniger Kraft auszuhalten und dehnen sich mehr, wie ich bisher so recherchiert habe - sind also weniger geeignet, aber preisgünstiger und ggf. länger, wenn ich das richtig sehe. Täusche ich mich?

Wie schlagt ihr die Gurte/Lines an? Einmal rundum wickeln und dann die Spanngurt-Haken ineinander haken, oder verbindet ihr sie mit normalen Bandschlingen, die ihr mit Karabinern anschlagt?

Bei dem oben geschickten Link gibt es Varianten mit Karabinern anstelle der Haken. Das erscheint mir vertrauensvoller, was meint ihr?

Welche Längen nutzt ihr?

Gruß S-Man
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Re: Spanngurt oder Slackline für "unter der Brücke"-Szenario

Beitrag von Kalleson » Mi 19. Feb 2014, 13:13

S-Man42 hat geschrieben: Warum die zwei Angaben?
Da ich höhenängstiger Mensch nicht klettere, aber Bauingenieur bin, kann ich dir leider nur diese Frage beantworten:

Die geringere Angabe ist im Zweifelsfall maßgebend. Die zweite größere (häufig doppelte) Lastangabe gilt, wenn der Gurt doppelt genommen wird. (Man traut dem Nutzer hier offensichtlich nur bedingt mathematische Fähigkeiten zu ;) )
Bild Bild

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Re: Spanngurt oder Slackline für "unter der Brücke"-Szenario

Beitrag von 345 » Mi 19. Feb 2014, 19:24

Hallo

Bei den ganzen Spanngurtdingern mal egal wo sie herkommen, muss man aufpassen.
Die Ratschen an den Gurten halten oft viel weniger aus :( da solltest du mal genau drauf schauen.
Oft sind da weitere Angaben drauf,denn das schwächste Glied in der Kette ist ja ausschlaggebend.
Also obacht bitte.

Mfg 345

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Re: Spanngurt oder Slackline für "unter der Brücke"-Szenario

Beitrag von Dolphiner » Mi 19. Feb 2014, 19:40

Wenn das Anschlagmittel für Ladungssicherung nach EN 12195-2 zertifiziert ist,
dann hält das auch das was drauf steht.
Dass die Ratsche nachgibt ist Quatsch.
Sonst kommt das Dings nicht durch die teure Zertifizierung.

Warum zwei unterschiedliche Angaben hat der Bauingeniör schon gesagt.
Ich habs Dir nochmal aufgemalt.
Brücke 2500daN.jpg
Brücke 2500daN.jpg (16.55 KiB) 1416 mal betrachtet
Brücke 5000daN.jpg
Brücke 5000daN.jpg (15.92 KiB) 1416 mal betrachtet
Je nach Brücke halt.

Geht oben drüber ein Rad oder Fußweg, kannst schon nicht den Spanngurt umlaufend spannen.

Ist da nix und kein Muggelverkehr, kannst ja umlaufend spannen.
Aber 25kN einfach, das sollte reichen.

Du wirst hoffentlich eh nie NUR im Spanngurt hängen.
IMMER im Seil bleiben.

Und auch wenn Du den Spanngurt wie olle festknallst,
er WIRD durchhängen.
Überleg Dir vorher wie Du die letzten 20cm bis zu Dose hoch kommst.

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Re: Spanngurt oder Slackline für "unter der Brücke"-Szenario

Beitrag von Lindencacher » Mi 19. Feb 2014, 20:00

Hi,
Dolphiner hat geschrieben:Du wirst hoffentlich eh nie NUR im Spanngurt hängen.
IMMER im Seil bleiben.
und je nach Situation auch bedenken, dass man einen Pendelsturz macht, wenn der Spanngurt reisst und man kein Seil zur Redundanz gespannt hat.

Seil immer schön knapp halten, um ggf. den Sturzfaktor zu minimieren und schauen, ob da was im Weg sein kann, wenn man einen Pendelsturz macht. Wenn ja - anders sichern.
Andreas

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Re: Spanngurt oder Slackline für "unter der Brücke"-Szenario

Beitrag von S-Man42 » Do 20. Feb 2014, 09:35

Danke für die hilfreichen Antworten, vor allem die Bilder.

@Dolphiner: Verstehe ich das richtig? Wenn ich den Spanngurt umlaufend gespannt bekommt, und mich unten ranhänge, kracht er erst mit der doppelten Kraft? Und es gibt keine Probleme, wenn ich die Enden miteinander verhake mit diesen Haken, die am Gurt dran sind? Also spricht das ja dafür, einen sehr langen Spanngurt zu kaufen, für den Fall der Fälle?

Womit wir wieder beim Thema Slacklines sind... Was spricht dafür/dagegen?
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Re: Spanngurt oder Slackline für "unter der Brücke"-Szenario

Beitrag von Kalleson » Do 20. Feb 2014, 09:46

Nein!

Umlaufend hält er nichts mehr!!!

Die Skizze ist leider falsch.

Moment... ich liefere mal eine simple, korrekte Skizze nach.
Bild Bild

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Re: Spanngurt oder Slackline für "unter der Brücke"-Szenario

Beitrag von Kalleson » Do 20. Feb 2014, 09:59

Wichtig:

Achte auf jeden Fall auf die Ecken/Kanten, über die Du den Gurt spannst. Da darf nichts scharfkantiges sein! In einem z. B. eigentlich abgerundeten Stahlträger kann schon eine kleine scharfkantige Kerbe ausreichen, um den Gurt bei entsprechender Vorspannung reißen zu lassen.
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Re: Spanngurt oder Slackline für "unter der Brücke"-Szenario

Beitrag von steingesicht » Do 20. Feb 2014, 10:08

Dolphiner hat geschrieben:Und auch wenn Du den Spanngurt wie olle festknallst, er WIRD durchhängen.
Überleg Dir vorher wie Du die letzten 20cm bis zu Dose hoch kommst.
Mit Vorspannung bitte vorsichtig umgehen, der Gurt MUSS durchhängen um die Kraft sinnvoll abtragen zu können. Je flacher der Winkel desto grösser die Kraft im Gurt - und dann sind die 25 kN ganz schnell erreicht.
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Re: Spanngurt oder Slackline für "unter der Brücke"-Szenario

Beitrag von S-Man42 » Do 20. Feb 2014, 11:22

Ja, ok, das macht für mich Sinn :)

Kanten und Durchhang sind klar, danke dennoch für die Hinweise!

Bleibt meine Frage: Unterschied Spanngurt <-> Slackline...
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