Höhenangst

Terrain 5 vom Abseilen bis zum Tauchen

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JackSkysegel
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Re: Höhenangst

Beitrag von JackSkysegel » Do 22. Okt 2015, 23:16

Ich kann mich noch sehr gut an meinen Tag am Tetraeder erinnern. Da hatte ich auch Schiss. Besonders als ich oben über das Geländer geklettert bin und dann der Moment des Loslassens. Aber es war eine extrem geile Erfahrung und als ich einmal in der Sicherung hing fühlte ich mich auch gut. Ich möchte diese Erfahrung nicht missen.
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THC
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Re: Höhenangst

Beitrag von THC » Fr 23. Okt 2015, 09:47

Das ist ja der coole Moment, wenn man übers Geländer klettert.
Hatte ich mir bei diesem Cache, http://www.geocaching.com/geocache/GC1M ... 963de9#Top einfacher vorgestellt, war aber doch schon eine Überwindung.
Erst als ich komplett im Seil hing, gings mir wieder besser.
Gruß
THC

sternö
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Re: Höhenangst

Beitrag von sternö » Fr 23. Okt 2015, 10:47

Spannend, wie mächtig die Psyche gegenüber der Ratio sein kann.

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Pyh23
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Re: Höhenangst

Beitrag von Pyh23 » Fr 23. Okt 2015, 11:41

1. Absolutes Vertrauen ins Material
2. Gewissenheit beim Umgang mit dem Material > in niedrigeren Höhen üben
3. Besuch doch mal nen Kletterwald, da geht es Stück für Stück höher, wirst auch teilweise von der Höhe abgelenkt, da Du dort oben aufgaben bewältigen musst.

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Re: Höhenangst

Beitrag von sternö » Fr 23. Okt 2015, 12:53

Und Punkt 1 ist sicher nicht der richtige Ansatz. Jeder Industriekletterer lebt ( ;) ) Redundanz und hinterfragt kritisch/skeptisch sein Material. Recht so!

Dass zusätzlich immer ein gangbarer (physisch, psychisch, materiell) Plan B bereit liegt, wenn man sich jff in potenziell tödliche Höhen begibt, sollte eigentlich jedem klar sein. Ist es aber offensichtlich nicht.

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Re: Höhenangst

Beitrag von Pyh23 » Fr 23. Okt 2015, 17:18

OK, recht hast du, kam vielleicht falsch rüber.

Meine Freundin zweifelte zB. anfangs an Tragkraft von Bandschlingen, Seil und Karabiner... da die meist mehr als 2 Tonnen tragen (vorrausgesetzt man setzt sie korrekt ein und das Material ist tip-top in Ordnung).

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Re: Höhenangst

Beitrag von schatzi-s » Fr 23. Okt 2015, 17:39

Der Begriff Hoehenangst wird allgemein "etwas" inflationaer genutzt. Eine echte Hoehenangst hat man schon bei 2-3 m. Wer die schafft, hat meist einfach seine Wohlfuehlhoehe verlassen und -wie fast jeder- irgendwann Respekt vor der Hoehe. Diese Wohlfuehlhoehe ist trainierbar und tagesform abhaengig.
Daher ist zunaechst die Frage, ob hier ueberhaupt eine Hoehenangst vorliegt oder einfach nur die Furcht vor dem Ungewohnten.
Fuer Viele ist das Uebersteigen eines Gelaenders und das "Fallenlassen" in die Technik unangenehm. Dem kann man vorbeugen, wenn man zum Raufkommen nicht die Treppe nimmt, sondern am Seil hochsteigt. Frei nach dem Motto: "Das Seil hat mich raufgebracht, es bringt mich auch wieder runter"...

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Re: Höhenangst

Beitrag von Nerre » Mi 25. Nov 2015, 04:18

Höhenangst ist meiner Meinung nach Trainingssache.
Als ich mit T5 anfing war ich auch bei dem, was ich mittlerweile als niedrige T5er bezeichne, etwas flau im Magen. Dann sank es nach und nach, bzw. die Höhe, die ich als normal und unspektakulär empfand, stieg. Nun arbeite ich im Kletterwald und alles unter 20 Meter ist völlig normale Alltagshöhe für mich, egal wie arg es wackelt und schwankt.

Viel üben und vor allem auch der Wille die Höhenangst zu besiegen half am meisten.
Am Anfang fühlen sich auch viele sicherer, wenn sie die Füße am Stamm haben, später ist es einem egal ob man frei hängt oder nicht.
Sei kreativ!

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Re: Höhenangst

Beitrag von N.N. » Mi 25. Nov 2015, 11:32

Einer meiner (Fels-)Kletterpartner hat ebenfalls Höhenangst - er meint, die beste Therapie sei Klettern an sich.

Ich hab aber festgestellt, dass Höhenangst - auch bei mir - tagesformabhängig ist. Ich hab beim Alpinklettern gern mal 200m Luft unterm Hintern und finde das extrem lustig, und im Gegenzug kam's schon vor, dass ich auf so nem 15-Meter-Aussichtstürmchen schon weiche Knie hatte, egal wie ich gesichert bin.

Also: Ausprobieren!

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Re: Höhenangst

Beitrag von arminus » Mi 25. Nov 2015, 19:07

Ich glaube das ist der Punkt: Im Fels gehst Du ja nicht innerhalb von Sekunden von 0 auf 200 - beim Abseilen schon. Die mentale Fähigkeit des unmittelbaren raus und rein in die Sicherung ohne dabei mit der Wimper zu zucken kommt m.E. nur durch Wiederholung, Wiederholung und nochmal Wiederholung

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