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Vorstellung: VersaTi ET10 (low first)

Moderator: elho

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elho
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Vorstellung: VersaTi ET10 (low first)

Beitrag von elho » Do 13. Mai 2010, 20:02

Hier moechte ich mal meine seit einiger Zeit aktuelle EDC-Lampe vorstellen, die VersaTi ET10, und zwar das "low first" Sondermodell:

Bei der VersaTi ET10 handelt es sich um eine AAA-Lampe aus Titan. Dies ist besonders beim Einsatz als EDC-Lampe am Schluesselbund ein grosser Vorteil, wie man im Vergleich zur Jetbeam Jet-µ, die zuvor diese Aufgabe erfuellt hat, sieht: Das Material ist sehr widerstandsfaehig und es gibt keine Anodisierung, die Kratzer bekommen koennte.
Der naechste offensichtliche Vorteil ist, dass sie schoen klein ist, selbst fuer eine AAA Lampe, wie der Groessenvergleich mit Jetbeam Jet-µ und Arc AAA-UV zeigt.

Bedient wird die VersaTi ET10 mit einem Twisty, ihre Oberflaeche ist groesstenteils geraendelt, um dies zu erleichtern. Die Besonderheit der Lampe und naechste grosse Vorteil liegt darin, wie der Twisty funktioniert, denn er ist im fest zugeschraubten Zustand aus und im lose geschraubten Zustand an. Somit ist die Lampe beim Transport in der (Hosen-)Tasche fest zusammengeschraubt und es besteht nicht die Gefahr, dass sie sich durch die Bewegung in der Tasche von alleine anschaltet oder sich gar der Kopf abschraubt und verloren geht. Ersteres habe ich mit der Jetbeam leider schon erlebt.
Die VersaTi ET10 verfuegt ueber zwei Modi, High und Low, somit ist sie sehr alltagstauglich, kein stoerendes Geblinke oder zu vuele Modi durch die man sich schalten muss. Die Modusumschaltung ist auch etwas besonderes. Ueblicherweise erfolgt diese ja durch schnelles Aus- und wieder Einschalten, was mit einem Twisty jedoch eher ziemlich laestig ist, da man immer hin- und herdrehen muss. Bei der VersaTi ET10 haengt der gewaehlte Modus schlichtweg davon ab, wie weit der Twisty los gedreht wurde. Das normale Modell schaltet hierbei jedoch ungluecklicherweise zunaechst die hellste Stufe an und erst wenn man weiter dreht erreicht man die niedrige. Dies bedeutet natuerlich, dass, wenn man im Stockdunkeln die niedrige Stufe benutzen will, um z.B. einen Zettel zu lesen, sich durch das aufblitzen der hellen Stufe erstmal blendet, wenn man nicht dran denkt, die Augen zu zumachen oder die Lampe bereits in der Tasche einzuschalten.
Da ich aber zum Glueck nicht der einzige bin, der das unsinnig findet, hat GoingGear von VersaTi eine Sonderserie mit umgekehrter Programmierung fertigen lassen und mein Exemplar ist ein solches "low first" Modell. Leichte Drehung am Lampenkopf schaltet hier also die niedrige Stufe ein, die auch schoen niedrig ist, um mit nachtadaptierten Augen kurz etwas ablesen/suchen zu koennen. Nach weiterm losdrehen des Kopfes schaltet die Lampe auf High, dies macht sie anders als die normalen Modelle jedoch nicht direkt sondern faehrt die Helligkeit allmaehlich hoch. Das Aufblenden selbst dauert nicht allzulange (unter einer Sekunde) und ist ein angenehmes Feature um ungewollte Blendung im Alltag zu vermeiden. Allerdings tut sie das nicht sofort, bevor sie damit beginnt, macht die Lampe nochmal eine Denkpause von geschaetzt 1.5-2 Sekunden, was einen auf eine Geduldsprobe stellt, wenn man einfach nur schnell helles Licht braucht.
Nach der Wartezeit kann sie dies aber dann liefern, sie ist spuerbar heller als eine ZebraLight H50.
ZebraLight ist auch gleich das Stichwort fuer die naechste Besonderheit, das Lichtbild entspricht dem einer ZebraLight, man erhaelt also quasi eine ganz kleine ZebraLight fuer die Tasche, die nach vorne leuchtet. Reichweitenrekorde bricht sie somit natuerlich nicht, und als "Pocket-Rocket", um das ganz grosse Staunen hervorzurufen, taugt sie auch nicht (wobei Laien noch genug beeindruckt sind ;)), aber fuer den tatsaechlichen Gebrauch im Alltag ist das meiner Meinung nach unschlagbar. Wenn man im Dunkeln Notzen, unbeleuchtete Klingelschilder usw. lesen muss, kann man dies dank absolut gleichmaessiger Ausleuchtung hervorrangend tun, statt mit einem zu hellen und blendenden Spot aber etwas zu dunklem Spill zu kaempfen.

Im Lieferumfang befinden sich einige Ersatz O-Ringe und der abgebildete Karabiner. die Lampe ist tailstandfaehig und es gibt einen Schlitz, in den man sich eine selbstleuchtende Tritium-Ampulle kleben kann, wenn man sowas mag.
Die Verarbeitung ist ok, das Gewinde hat etwas Spiel, das ist bei Titan-Lampen jedoch ueblich und es ist auch nicht zu leichtgaengig, die Jetbeam Jet-µ laesst sich z.B. deutlich leichter (und zwar zu leicht) schrauben. Am Anfang der Produktion gab es offenbar ein paar Probleme mit dem trickreichen Twisty, wie einige andere Leute auch hatte ich zunaechst ein Exemplar, das nicht zuverlaessig funktionierte. Die Ersatzlampe, die ich erhielt, funktioniert einwandfrei, in ein paar Jahren wird man sagen koennen ob sie sich als dauerhaft robust erweist,

Bei der Stromversorgung zahlt man jedoch einen Tribut fuer das Bedienkonzept - Eneloop AAA Zellen funktionieren nicht, da ihr Nippel kuerzer als der von normalen Batterien ist und nicht mit der Mechanik vom Twisty harmoniert. Als nur gelegentlich kurz gebrauchte EDC-Lampe lohnt sich fuer mich der Einsatz von Akkus hier jedoch sowieso nicht und ich verwende Energizer Ultimate Lithium AAA, die sie unterstuetzt (Spannungsbereich bis 2V).

Mein Fazit: Sehr viel Licht mit etwas Schatten, fuer meine Anforderungen die beste verfuegbare EDC-Lampe. :up:

Und wer jetzt noch nicht genug hat, kann noch den Review bei Light-Reviews lesen.

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Re: Vorstellung: VersaTi ET10 (low first)

Beitrag von elho » Do 13. Mai 2010, 20:02

Fotos
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VersaTi ET10
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Grössenvergleich: AAA-Zelle, AA-Zelle, VersaTi ET10, Arc AAA-UV, Jetbeam Jet-µ, ZebraLight H50
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elho
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Re: Vorstellung: VersaTi ET10 (low first)

Beitrag von elho » Do 13. Mai 2010, 20:02

Beamshots

Alle Bilder sind mit ISO 100, Blende 3.3, 8s Belichtungszeit und 28mm Brennweite gemacht. Auf die Bilder klicken, um die Original-Fotos zu sehen.

VersaTi ET10 High:
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VersaTi ET10 Low:
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ZebraLight H50 High:
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ZebraLight H50 Low:
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Jetbeam Jet-µ High:
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