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Geocaching - Sondernutzungsgenehmigung

Moderator: Zappo

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Zappo
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Re: Geocaching - Sondernutzungsgenehmigung

Beitrag von Zappo »

radioscout hat geschrieben:Die Pressefreiheit ist ein hohes Gut und wir sollten froh sein, daß die Medien in .de unzensiert über alles berichten können.
Nur am Rande und OT: unzensiert wird hier in .de garnix - und das ist von jedem und jederzeit nachzuprüfen: Hör mal im Radio die 6.00 Uhr Nachrichten. Jedesmal wenn etwas kritischer formuliert wird, ist es um 8.00 Uhr draussen oder entschärft - nämlich wenn die Maschinerie der Lobby- und Parteigenossen angelaufen ist. Und die Nachrichtensendungen unterliegen wie die Musiksender der "heavy rotation" - Konzentration auf weniges, Aussparung von vielem. Was kriegst Du medienmäßig (Internet mal ausgenommen) vom Widerstand gegen die neue Startbahn in Frankfurt und die damit verbundenen Flächenabholzungen mit? Wusstest Du, daß es letztes Jahr in Südfrankreich zeitweise keinen Sprit mehr gab, weil die Fischer die Häfen blockierten? Wie war das mit den aus Protest gegen die Werksschließung in Geiselhaft genommenen Sony-managern? Nix, hier wird über die neuste Freundin von O.Kahn und die x-te Auslandsreise von Frau M. berichtet.
radioscout hat geschrieben:Wir sollten unsere Caches so verstecken, daß es niemanden stört, wenn darüber berichtet wird und nicht versuchen, Berichte zu unterdrücken.
Beim Verstecken geb ich Dir recht - bei den Berichten hat sich gezeigt, daß die eben flächendeckend - gelinde gesagt - etwas verfälscht sind. Und es ist eben nicht gut, wenn da im Zeichen der Effekthascherei (und dem unterliegen eben Journalisten - ist Berufskrankheit) von "vergrabenen!!! Schätzen", abenteuerlichsten Umgrabaktionen/Querfeldeinstrolchen usw. die Rede ist.
Wie soll da ein Außenstehender das richtig einschätzen können? Die Waldmultis oder Tradis, welche ich bis jetzt gemacht habe, sind doch eher harmlos bis "spießig" - Wanderungen mit etwas Peilen und Ablesen-wenns gut gemacht ist, dazwischen noch ein schönes Puzzle oder eine lustige Stage - die Kinder sind weg vom Computer, Vati kann ein bisschen "Eisenbahn" (GPS) spielen - fertig. . Da ist doch jeder organisierte Wandertag vom Pfälzer Waldverein umweltschädlicher.
DAS wird in den Berichten eher nicht erwähnt - ist halt nicht spektakulär genug.

Gruß Zappo
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radioscout
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Re: Geocaching - Sondernutzungsgenehmigung

Beitrag von radioscout »

Zappo hat geschrieben: Nur am Rande und OT: unzensiert wird hier in .de garnix - und das ist von jedem und jederzeit nachzuprüfen: Hör mal im Radio die 6.00 Uhr Nachrichten. Jedesmal wenn etwas kritischer formuliert wird, ist es um 8.00 Uhr draussen oder entschärft - nämlich wenn die Maschinerie der Lobby- und Parteigenossen angelaufen ist.
Hörst Du den falschen Sender? Hör mal morgens den Deutschlandfunk. Da sitzen kritische, fähige und erfahrene Journalisten im Studio. Die lassen sich im Interview nicht mit Floskeln abspeisen und wenn einer ausweicht oder sich widerspricht wird ganz direkt nachgefragt. Manchmal "fetzt" das regelrecht wenn z.B. ein Formatradio-smalltalk-"Interview"-gewöhnter Politiker ganz konkrete Fragen gestellt bekommt und man bei ausweichenden Antworten fachlich kompetent nachfragt anstatt die nächste Musik anzumoderieren.
Und auch nach 8 Uhr wird das auch gerne nochmal gesendet.
Zappo hat geschrieben: Und die
Nachrichtensendungen unterliegen wie die Musiksender der "heavy rotation" - Konzentration auf weniges, Aussparung von vielem. Was kriegst Du medienmäßig (Internet mal ausgenommen) vom Widerstand gegen die neue Startbahn in Frankfurt und die damit verbundenen Flächenabholzungen mit? Wusstest Du, daß es letztes Jahr in Südfrankreich zeitweise keinen Sprit mehr gab, weil die Fischer die Häfen blockierten? Wie war das mit den aus Protest gegen die Werksschließung in Geiselhaft genommenen [...]
Ich kann nachvollziehen, daß das nicht in den Hauptnachrichtensendungen gebracht werden kann. Das heißt aber nicht, daß darüber nicht berichtet werden darf und nicht bereichtet wird. Sowas läuft dann in regionalen Nachrichtensendungen, im Auslandsjournal oder anderen Sendungen die spezielle Themen behandeln. Und das wichtigste: die Information steht jedem z.B. im Internet zur Verfügung.
Zappo hat geschrieben: Nix, hier wird über die neuste Freundin von O.Kahn und die x-te Auslandsreise von Frau M. berichtet.
Du hörst den falschen Sender.
Zappo hat geschrieben: Beim Verstecken geb ich Dir recht - bei den Berichten hat sich gezeigt, daß die eben flächendeckend - gelinde gesagt - etwas verfälscht sind. Und es ist eben nicht gut, wenn da im Zeichen der Effekthascherei (und dem unterliegen eben Journalisten - ist Berufskrankheit) von "vergrabenen!!! Schätzen", abenteuerlichsten Umgrabaktionen/Querfeldeinstrolchen usw. die Rede ist.
Da hast Du leider recht. Viele Berichte sind oberflächlich und fehlerhaft. Gerade bei speziellen Themen.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)
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Froschsocke
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Re: Geocaching - Sondernutzungsgenehmigung

Beitrag von Froschsocke »

Bundesrecht geht über Landesrecht.
Es gibt das Bundesjagdgesetz:
Im § 19 a des Bundesjagdgesetzes heißt es: „Beun­ruhigung von Wild: Verboten ist, Wild, insbesondere soweit es in seinem Bestand gefährdet oder bedroht ist, unbefugt an seinen Zufluchts‑, Nist‑, Brut‑ oder Wohnstätten durch Aufsuchen, Fotografieren, Filmen oder ähnli­chen Handlungen zu stören."

Das Landesforstgesetz (NRW) sagt in § 2 Abs.3: „Betreten des Waldes: Wer den Wald betritt, hat sich so zu verhalten, dass die Lebensgemeinschaft Wald und die Bewirtschaf­tung des Waldes nicht gestört, der Wald nicht gefähr­det, beschädigt oder verunreinigt wird, sowie andere schützenswerte Interessen des Waldbesitzer und die Erholung anderer nicht unzumutbar beeinträchtigt werden.
Cacher fallen unter "Aufsuchen von Wild" (wenn in Deutschland schon das Fotografieren im Wald verboten ist...) und Kettensägen und Jäger beeinträchtigen die "schützenswerten Interessen des Waldbesitzers" nicht.

Die Natur hat heftige Tricks drauf. Das alte Jäger-Beute-Spiel wurde unglaublich optimiert. Wenn ein Raub- oder Fluchttier zu rennen anfängt, dann geht es meist um Leben und Tod. Deswegen werden ganz besondere Hormone freigesetzt, die Flucht und Jagd optimieren. Das ist ein körperlicher Ausnahmezustand. Da geht das Adrenalin hoch und das Cortisol und was Streßhormone für Auswirkungen haben (burnout), danach kann man googeln. (Pferderennen und Hunde hinter Bällchen herhetzen lassen ist in diesem Sinne auch Tierquälerei)

Aaaber:
Wo soll der Mensch denn hin? Selbst im Stadtpark leben Kaninchen. Oder muß der Natur die paar NSGe reichen?


Beide Seiten haben Recht. Und überall gibt es Idioten. Die Diskussion wird sich immer im Kreis drehen und kann nur im Einzelfall geklärt werden. Es wäre wünschenswert, wenn -wie schon oft vorgeschlagen- der Cacher die Route mit den Forstleuten abspricht und die Waldbeauftragten sich nicht gleich aufregen und den Cacher direkt bitten, seinen Cache zu verlegen.

Nicht wahr?
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argus1972
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Re: Geocaching - Sondernutzungsgenehmigung

Beitrag von argus1972 »

Wo soll der Mensch denn hin?
Falscher Ausdruck! Richtig müsste es heißen "wo soll der Erholungssuchende hin, der im Wald keine wirtschaftlichen Interessen verfolgt und keine erfüllt". Jäger, Gelegenheitsbetreiber von Hütten und Kettensägenmuggels samt schwerstem Gerät dürfen ja offenbar und ich bin sicher, die stören auch das Wild überhaupt nicht. :roll:
Störung erfolgt doch nur durch Geocacher, wie wir aus mannigfaltiger Erfahrung mit der grünen Zunft wissen.
Wanderer werden hingegen wohlwollend toleriert, besonders in der Nähe von Premiumwanderwegen, wo sie dank Übernachtungen und dem Konsum im urigen Waldkaffee, ebenfalls handfeste finanzielle Interessen der Region bedienen.
Trekker sollten dabei aber trotzdem das Zelt nicht unbedingt außen am Ruchsack tragen, wenn sie Übernachtungen beim Premiumgastgeber verschmähen und lieber in dem Gasthof, der jeden Abend neu aufmacht, übernachten wollen.

Vergesst den dämlichen Naturschutzgedanken, auch wenn er im Gesetz steht! Leider ist nicht jedes Gesetz logisch und tatsächlich sachlich korrekt, sondern erschreckend häufig Lobbybedienung.
Bis auf minimale Prozentsätze ist der Wald in Deutschland eine bewitschaftete landwirtschaftliche Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe und hat mit Natur so viel zu tun, wie ein Parkplatz.

Gebt Euch einfach niemals als Cacher zu erkennen, dann klappt das auch mit dem Betretungsrecht. Kein Rudelcachen, kein Krawall, viel Diskretion und nicht erwischen lassen. Ist das eigentlich soooo schwer? :???:
Wer beim Cachen Probleme mit Jägern, Waldbesitzern, Förstern etc. bekommt, hat sich schlichtweg falsch verhalten.
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Re: Geocaching - Sondernutzungsgenehmigung

Beitrag von Die Baumanns »

argus1972 hat geschrieben: Gebt Euch einfach niemals als Cacher zu erkennen, dann klappt das auch mit dem Betretungsrecht. Kein Rudelcachen, kein Krawall, viel Diskretion und nicht erwischen lassen. Ist das eigentlich soooo schwer? :???:
Wer beim Cachen Probleme mit Jägern, Waldbesitzern, Förstern etc. bekommt, hat sich schlichtweg falsch verhalten.
Vom Prinzip her sehe ich das auch so,
aber ich sehe den Owner noch mehr in der Pflicht,
warum müssen Querfeldeinstrecken in bejagten Wäldern gelegt werden,
warum muüssen besonders abgeschirmte Ecken für den Cache genutzt werden,
denn da hält sich das Wild natürlich auch bevorzugt auf.
Dort stören wir wirklich.
Daher sollte man sich bei der Anlage des Caches schon überlegen,
wo man was versteckt. Bei meinen Nachtcaches gab es bisher noch keine Probleme,
wobei alle über Wege geführt werden.

Gruß Guido
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten! (Dieter Nuhr)
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Maulef
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Re: Geocaching - Sondernutzungsgenehmigung

Beitrag von Maulef »

argus1972 hat geschrieben: Gebt Euch einfach niemals als Cacher zu erkennen, dann klappt das auch mit dem Betretungsrecht. Kein Rudelcachen, kein Krawall, viel Diskretion und nicht erwischen lassen. Ist das eigentlich soooo schwer? :???:
Wer beim Cachen Probleme mit Jägern, Waldbesitzern, Förstern etc. bekommt, hat sich schlichtweg falsch verhalten.
Falsches Verhalten besteht aber nicht darin, dass sich jemand als Cacher zu erkennen gibt, sondern darin, dass er sich nicht so verhält, wie man das von einem Cacher erwarten sollte.

Maulef
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Re: Geocaching - Sondernutzungsgenehmigung

Beitrag von argus1972 »

Falsches Verhalten besteht aber nicht darin, dass sich jemand als Cacher zu erkennen gibt, sondern darin, dass er sich nicht so verhält, wie man das von einem Cacher erwarten sollte.
Leider gehen beim Begriff "Cacher" aber bei den Leuten in Grün bereits ganz automatisch die Alarmglocken an.
Es geht auch heute noch beim Cachen um Verborgenheit, aber inzwischen rennen ja genug Leute mit regelrechter Dienstkleidung herum, die sie eindeutig als Cacher outet, verkleistern ihre Autos mit entsprechenden Aufklebern und das ist in etwa so, als würde man beim Nachtcache Trompete spielen. :irre:
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