Diese Website existiert nur weil wir Werbung mit AdSense ausliefern.
Bitte den AdBlocker daher auf dieser Website ausschalten! Danke.

Caching in Feld und Wald - Wie steht ein Jäger dazu

Moderator: Zappo

Benutzeravatar
KoenigDickBauch
Geoguru
Beiträge: 3166
Registriert: Mo 9. Jan 2006, 17:06
Ingress: Enlightened

Re: Caching in Feld und Wald - Wie steht ein Jäger dazu

Beitrag von KoenigDickBauch » Di 3. Nov 2009, 08:49

huzzel hat geschrieben:
KoenigDickBauch hat geschrieben:ch habe noch keinen Nightcache gesehen, der die Tierwelt beeinträchtigt, wenn man die jahreszeitlichen Gegebenheiten berücksichtigen. Auch kann man auf die Gewohnheiten der Jäger Rücksicht nehmen, so das diese Gruppe ungestört bleibt. Ich bin noch keinem Jäger im Wald begegnet. Warum wohl?
KoenigDickBauch, was könnte man in ein Listing schreiben, damit sich Jäger und Cacher möglichst wenig begegnen?
Ich möchte hier aus meinem Cache Kurpfalz Geschichte I (NightCache) zitieren:
Da in der Nähe des weißen Kreuzes zwei geschlossene Kanzeln stehen, solltet ihr auf keinen Fall den Cache in den Monaten Oktober bis Januar machen. Da die Schonzeit für Schwarzwild in Rheinland Pfalz aufgehoben ist, solltet ihr den Cache auch nicht in Nächten mit Vollmond oder Neuschnee aufsuchen. Verhaltet euch gerade auf dem Stück nach dem weißen Kreuz ruhig und habt eure Lampen an. Auch wenn wir normale Bürger das 24 Stundenrecht am Wald haben, sollten wir Rücksicht nehmen!
Diese Zeiten muss am an die jeweiligen Gegebenheiten anpassen. Da bei diesem Cache keine Einstände und Schonungen vorhanden sind, musste ich die Aufzuchtzeiten nicht einbeziehen.
.
"Di fernunft siget!" (J.J.Hemmer 1790 Mannheim)
Bild

Werbung:
Uwe Heiß
Geocacher
Beiträge: 69
Registriert: Mi 28. Okt 2009, 21:10

Re: Caching in Feld und Wald - Wie steht ein Jäger dazu

Beitrag von Uwe Heiß » Di 3. Nov 2009, 12:20

KoenigDickBauch hat geschrieben:
Deine Einstellung "Wald/Tier und Nightcache würden sich nicht vertragen" entbehrt jeglicher Vernunft und Kenntnis der Tierwelt. Deine Argumentationskette lässt sich eher auf ein "Nichtteilen wollen" zurückführen. In diesem Fall ist man sowieso jeder Argumentation nicht zu gängig.
Die Tatsache Jagdscheininhaber zu sein sagt ja nicht viel aus. Meine Oma hat auch irgendwann mal einen Führerschein gemacht. Im nachhinein ein überflüssiges Unterfangen. Aber Du hast dich ja selbst Jagdscheininhaber und nicht Jäger genannt.
Jagdscheininhaber zu sein macht die Behauptung
Deine Einstellung "Wald/Tier und Nightcache würden sich nicht vertragen" entbehrt jeglicher Vernunft und Kenntnis der Tierwelt.
nicht richtiger.
Macht ihr Cacher doch im Rahmen der Gesetzgebung was ihr wollt und wir Jäger tun das gleiche. Dialog bedeutet anscheinend nur Grundlagen zu finden es eben doch zu tun. Bei der kleinsten, möglichen Beschneidung geht es schon ab. . .
Ihr sucht doch nur Dialog zu Jägern die Verständnis für NC´s im Wald aufbringen. Denen es nicht passt, kommt man eben mit Gesetzen oder damit, daß sie keine Ahnung haben. Ein Argument welches umgekehrt hiert eher Feuer auslöst. Aber wenn zwei das gleiche tun ist es eben noch lange nicht das selbe.
Wir Jäger sollten uns ein Beispiel nehmen und uns mehr um die mögliche Auslegung der Gesetze kümmern. Z.B. was mit meinem Eigentum geschieht/geschehen darf wenn ich es auf fremden Grund und Boden zum Zwecke des findens verstecke.

Benutzeravatar
KoenigDickBauch
Geoguru
Beiträge: 3166
Registriert: Mo 9. Jan 2006, 17:06
Ingress: Enlightened

Re: Caching in Feld und Wald - Wie steht ein Jäger dazu

Beitrag von KoenigDickBauch » Di 3. Nov 2009, 12:33

Uwe Heiß hat geschrieben:
KoenigDickBauch hat geschrieben:
Deine Einstellung "Wald/Tier und Nightcache würden sich nicht vertragen" entbehrt jeglicher Vernunft und Kenntnis der Tierwelt. Deine Argumentationskette lässt sich eher auf ein "Nichtteilen wollen" zurückführen. In diesem Fall ist man sowieso jeder Argumentation nicht zu gängig.
Die Tatsache Jagdscheininhaber zu sein sagt ja nicht viel aus. Meine Oma hat auch irgendwann mal einen Führerschein gemacht. Im nachhinein ein überflüssiges Unterfangen. Aber Du hast dich ja selbst Jagdscheininhaber und nicht Jäger genannt.
Jagdscheininhaber zu sein macht die Behauptung
Deine Einstellung "Wald/Tier und Nightcache würden sich nicht vertragen" entbehrt jeglicher Vernunft und Kenntnis der Tierwelt.
nicht richtiger.
Meine Begründung war ja nicht mein Pappedekel, sondern meine Erfahrungen draußen im Wald.
.
"Di fernunft siget!" (J.J.Hemmer 1790 Mannheim)
Bild

Benutzeravatar
ElliPirelli
Geoguru
Beiträge: 8407
Registriert: Di 20. Nov 2007, 21:33
Wohnort: Kassel

Re: Caching in Feld und Wald - Wie steht ein Jäger dazu

Beitrag von ElliPirelli » Di 3. Nov 2009, 13:49

KoenigDickBauch hat geschrieben: Ich bin noch keinem Jäger im Wald begegnet. Warum wohl?
Dem kann ich mich anschließen, ich hätt noch den ersten Jäger im Wald oder Feld anzutreffen.

Also beim Cachen.... Mitgelaufen bin ich schon mal, allerdings in Irland, wo die Sitte Hochsitze zu haben eh auf Unverständniss stößt.... ;)
Be yourself, so that others may recognize you.
Geocaching augments reality in a different way. It adds a layer of the magical to the mundane. Ethan Zuckerman
Elli's ramblings - sporadische Berichte von Cachingabenteuern...

ime
Geomaster
Beiträge: 525
Registriert: So 4. Mär 2007, 18:35

Re: Caching in Feld und Wald - Wie steht ein Jäger dazu

Beitrag von ime » Mi 4. Nov 2009, 10:37

Heimo hat geschrieben:
ime hat geschrieben:
Heimo hat geschrieben:@ime

Woraus leitest Du
a) in Österreich und
b) in Deuschland
das Recht ab, auf fremdem Grund und Boden eine Dose zurückzulassen, damit sie von anderen gesucht werden kann?
Zu b will ich nichts sagen und zu a die simple Gegenfrage: wo habe ich das behauptet? Eben.
Heimo hat geschrieben:Die Frage kann erweitert werden auf:
- anbringen von Reflektoren
Lesen bildet:
http://www.geoclub.de/viewtopic.php?f=1 ... 4&start=68
Danke ime.

Deine Tonart sagt mir, es ist sinnlos mit Dir eine Diskussion führen zu wollen.

@All
Ihr wundert Euch über Haselisele und Dialogverweigerung?
Ich weiß nicht was "Haselisele" ist, aber zum Thema Dialogverweigerung darf ich dich einladen, nochmals die o.a. Zitate zu lesen:

Du unterstellst mir zwei Behauptungen zu Rechtsfragen, von denen ich eine nicht einmal andiskutiert habe (ich "leite" eben nicht "ab") und zur zweiten schon eine Seite davor eine gegenteilige Stellungnahme abgegeben habe.
Worauf willst du also hinaus?

i.

Uwe Heiß
Geocacher
Beiträge: 69
Registriert: Mi 28. Okt 2009, 21:10

Re: Caching in Feld und Wald - Wie steht ein Jäger dazu

Beitrag von Uwe Heiß » Mi 4. Nov 2009, 18:12

Da in der Nähe des weißen Kreuzes zwei geschlossene Kanzeln stehen, solltet ihr auf keinen Fall den Cache in den Monaten Oktober bis Januar machen. Da die Schonzeit für Schwarzwild in Rheinland Pfalz aufgehoben ist, solltet ihr den Cache auch nicht in Nächten mit Vollmond oder Neuschnee aufsuchen. Verhaltet euch gerade auf dem Stück nach dem weißen Kreuz ruhig und habt eure Lampen an. Auch wenn wir normale Bürger das 24 Stundenrecht am Wald haben, sollten wir Rücksicht nehmen!
Es wird bei klarer Nacht auch einige Tage vor und einige Tage nach Vollmond gejagt.
Must Du als Jagdscheininhaber doch wissen :-)

Benutzeravatar
KoenigDickBauch
Geoguru
Beiträge: 3166
Registriert: Mo 9. Jan 2006, 17:06
Ingress: Enlightened

Re: Caching in Feld und Wald - Wie steht ein Jäger dazu

Beitrag von KoenigDickBauch » Mi 4. Nov 2009, 18:48

Uwe Heiß hat geschrieben:Es wird bei klarer Nacht auch einige Tage vor und einige Tage nach Vollmond gejagt.
Must Du als Jagdscheininhaber doch wissen :-)
Klar, das schöne bei Geocachern ist, das sie über ihren Tellerrand schauen können, sonst würden sie nicht mit ihrem GPSr umgehen können. Die können Vollmond mit heller Nacht verbinden und auch erkennen, wenn über Ludwigshafen mal wieder eine Wolke steht, dann ist im Wald drumherum mal wieder das Licht eingeschaltet.
.
"Di fernunft siget!" (J.J.Hemmer 1790 Mannheim)
Bild

Benutzeravatar
exilis
Geocacher
Beiträge: 242
Registriert: Di 17. Jul 2007, 08:52

Re: Caching in Feld und Wald - Wie steht ein Jäger dazu

Beitrag von exilis » Do 12. Nov 2009, 09:01

Liegt nicht das eigentliche Problem zwischen Jägern und Cachern im finanziellen Bereich?

Der Jäger zahlt Pacht für sein Jagdrevier, erwartet dafür bestimmte Bedingungen für sein "Hobby" und der Geocacher nützt den Wald kostenlos und zahlt damit eben nichts für seine Freizeitbeschäftigung!
Also wer zahlt, schafft an!
Ich selbst habe einen Sammelschein, der mich berechtigt, ein bestimmtes Waldstück zur Holzgewinnung zu nützen. Ich darf also jeden Tag (außer sonntags) von September bis März mit meiner Kettensäge ausrücken, riesen Krach machen und das Wild verschrecken. Bei mir hat komischerweise niemand etwas dagegen, obwohl ich das Wild sicher mehr belaste, als einige Geocacher.
Ob das wohl daran liegt, dass ich dafür bezahle????
Seit ich mein neues Navi habe, verlaufe ich mich viel genauer...

Benutzeravatar
Sofawolf
Geocacher
Beiträge: 97
Registriert: Fr 7. Nov 2008, 19:20
Kontaktdaten:

Re: Caching in Feld und Wald - Wie steht ein Jäger dazu

Beitrag von Sofawolf » Do 12. Nov 2009, 10:28

morganaz hat geschrieben:Ob das wohl daran liegt, dass ich dafür bezahle????
mh, ich will da jetzt kein weiteres öl ins feuer giesen, aber ... seinerzeit hatte unsere hundeschule eine große wiese am waldrand gepachtet (andere seite waren schafweiden). am ersten tag als die wiese genutzt werden sollte, waren warnschilder aufgebaut, dass dort genau an diesem tag eine jagd stattfinden sollte. ich hab dann versucht vorsichtig kontakt mit den waidmännern aufzunehmen (also nicht schreiend und wedelnd, sondern ganz dezent) um darauf hinzuweisen das sich dort menschen und hunde aufhalten ... die antwort beinhaltete in etwa, dass nicht der eigentümer über die nutzung des grundstücks zu entscheiden hat und es nicht von bedeutung wäre wer oder was zu schaden kommt, wenn man sich trotz der warnschilder in schußreichweite aufhielte ... der gute mann hat sich nicht ganz so neutral ausgedrückt.

um klarzustellen, dass ich dabei nicht die ganze jägerschaft pauschalverurteilen will: der junge mann, der den traktor für den transport der beute fuhr, war sehr höflich und hat mich dann auch über den genauen verlauf der jagd aufgeklärt (unsere wiese grenzte da nur an - die jagd zog wegwärts). ein paar stunden später ist die ganze manschaft mit einem reh und einem fasan abgezogen - vielleicht ein grund für die düstere stimmung an diesem tag :roll:
grüßle
Susanne

Antworten