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Ein Grund mehr gegen Caches im eigenen Wald

Moderator: Zappo

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quercus
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Ein Grund mehr gegen Caches im eigenen Wald

Beitrag von quercus » Di 17. Jan 2012, 11:32

http://www.proplanta.de/Agrar-Nachricht ... 58706.html

Wieder ein Grund mehr "NEIN" zu sagen, wenn mich als Waldbesitzer ein Geocacher um Erlaubnis bitten würde bzw. wenn ich von einer deponierten Dose erfahren würde.
Die Unsicherheiten im Bereich der Verkehrssicherung sind mittlerweile so hoch und vielfältig, auf allen Seiten, dass ich als Waldbesitzer nach Möglichkeit alle möglichen Nutzer fern halten würde.

Schade, dass die deutschen Gerichte dem allgemeinen Trend gefolgt sind und das allgemeine Lebensrisiko so langsam aber sicher abschaffen. In was für Zeiten leben wir, in denen es einen Verantwortlichen für einen trockenen Ast in einem Wald geben muss.
Ganz ehrlich, ich wäre doch mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn ich Bürgern freiwillig Zugang zu meinem Wald gewähren würde.

Armes Deutschland ... gruselige Zeit ... früher war alles Besser ;)
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Re: Ein Grund mehr gegen Caches im eigenen Wald

Beitrag von Zappo » Di 17. Jan 2012, 11:57

quercus hat geschrieben:....Die Unsicherheiten im Bereich der Verkehrssicherung sind mittlerweile so hoch und vielfältig, auf allen Seiten, dass ich als Waldbesitzer nach Möglichkeit alle möglichen Nutzer fern halten würde......
....ja, armes Deutschland - wieder ein Beispiele mehr, daß man am besten nichts besitzt* und am besten auch keinen Beruf ausübt - und am einfachsten einmal im Monat seine Kohle vom Amt abholt.

Die haben alle einen an der Klatsche. Die Frage ist, wielange man sich die Unterdrückung durch die Gesetze und ihre Lakaien noch gefallen lassen soll. Was nützt mir die ach so hochgelobte "Freiheit in unserem Lande" , wenn man sich bei jedem Bewegen rein finanziell vor dem Abgrund befindet?

Mir geht grad der Hut hoch - ich hör jetzt auf, bevor ich mich noch hier weiter über die Fragwürdigkeit von Rechtssystem und Regierungsformen auslassen - und über die Frage, ob sowas http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0 ... 82,00.html nicht doch verständlich oder zumindest erklärbar wird.

Gruß Zappo

* Wahrscheinlich hatte Janis Joplin doch recht: Freedom is just another word for nothing left to lose.....
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Re: Ein Grund mehr gegen Caches im eigenen Wald

Beitrag von treemaster » Di 17. Jan 2012, 15:43

Danke Zappo,
Du bist mir mit Deinem Link zuvorgekommen. Genau selbiges hatte ich auch in dem Moment im Kopf. Sicherlich war es im Falle Dachau anderst gelagert, aber wenn ich jetzt schon meine eigenen Bäume kontrollieren muß, weil es könnte ja sein, dass einem Spaziergänger ein Ast auf den Kopf fällt.....
Ich warte jetzt eigentlich nur noch auf den Moment, wo Gerichte Hausbesitzer dazu verdonnern, Balkone in ihren vermieteten Wohnungen zu sperren.... die Mieter könnten ja ausrutschen und über die Brüstung fallen :kopfwand: :kopfwand: :kopfwand:

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Re: Ein Grund mehr gegen Caches im eigenen Wald

Beitrag von hcy » Di 17. Jan 2012, 21:05

Zappo hat geschrieben: Was nützt mir die ach so hochgelobte "Freiheit in unserem Lande"
Na das ich nicht lache. Hab z.B. einen großen Teil des letzten Jahres im Sudan zugebracht und werde immer mal gefragt, "ach, ist da nicht Diktatur?". Im täglichen Leben habe ich da gefühlt viel mehr Freiheiten als in Deutschland.
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Re: Ein Grund mehr gegen Caches im eigenen Wald

Beitrag von MadCatERZ » Di 17. Jan 2012, 22:40

Ich glaub' es hackt mal wieder. Es kann doch wohl niemand verlangen, dass ein Waldbesitzer einmal wöchentlich alle Bäume kontrolliert, ob da was wackelt.
Seltsamerweise haften Gemeinden o.ä. wiederum nicht, wenn im Winter nach einer Woche ohne Winterdienst die Autos auch bei Langsamfahrt von der Straße abkommen - wiederum andererseits ist es Problem des Arbeitnehmers, wenn er bei Glatteis nicht zur Arbeit kommt - das soll mal einer durchschauen.

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Re: Ein Grund mehr gegen Caches im eigenen Wald

Beitrag von Speicher3 » Di 17. Jan 2012, 22:43

Deutsche Censoren-----------------------------------
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Re: Ein Grund mehr gegen Caches im eigenen Wald

Beitrag von quercus » Di 17. Jan 2012, 23:02

nur dass wir uns nicht falsch verstehen. eine grundsätzliche verkehrssicherungspflicht ist schon sinnvoll. und es wird von einem waldbesitzer auch keine permanente überwachung gefordert.wir haben selber verkehrssicherungspflichten und ein bisschen erfahrung.
man kann heute davon ausgehen, dass bei nicht stark frequentierten bereichen ein halbjärlicher turnus ausreichend ist. wie das zu belegen ist und welche vorraussetzungen man dafür benötigt steht auf einem ganz anderen blatt

ich denke jeder möchte, dass ihm in einer allee kein baum aufs auto fällt oder in der stadt ein ast auf sein parkendes fahrzeug kracht. also straßenränder, parks, privat- und öffentliche gärten, grünflächen und stark frequentierte rad- und wanderwege gehören selbstverständlich kontrolliert. und wer hier eigentümer ist hat eine verantwortung gegenüber der allgemeinheit.

aber das heute auch wälder und waldränder, einfache wanderwege und uferbereiche in die pflicht der eigentümer gezogen werden ist ein unding. jeder, der sich in den wald aufmacht dürfte sich darüber bewusst sein, dass es am boden wurzeln gibt über die man stolpert und in den bäumen äste, die fallen können. soll man im urbanen bereich halt schilder aufstellen mit dem hinweis auf eventuelle gefahren, damit die lila kuh daran erinnert wird. aber das sind doch so orte, wenn da was passiert: shit happens

aber heutzutage will man pecht nicht mehr akzeptieren, es muss immer einen schuldigen geben, den man zur verantwortung ziehen kann.

wenn wir als kinder auf eine baustelle eingebrochen sind, haben uns zuerste die bauerbeiter den arsch versohlt und dann noch unsere eltern. heute verklagen die eltern erst den bauunternehmer, weil man über einen 2m hohen zaun klettern kann und dann noch die bauarbeiter, die die gören gemqaßregelt haben. so sieht es leider aus.

und in einer sache hat MadCatERZ auch recht, irgendwie hat man immer das gefühl, dass der staat aber wie schuld ist, die haben immer irgend was kleingedrucktes oder den längeren hebel

ps: wer sich mal so richtig über streitbare menschen und fehlende eigenverantwortung aufregen möchte, der muss sich einfach mal mit dem deutschen reiserecht und insbesondere mit dem haftungsrecht von reiseveranstaltern beschäftigen ... :D
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Re: Ein Grund mehr gegen Caches im eigenen Wald

Beitrag von raziel28 » Di 17. Jan 2012, 23:26

Wenn ich mir unter diesem Hintergrund vorstelle, daß es offiziell ausgezeichnete Wanderwege gibt, die durch private Wälder führen, so frage ich mich, zu welchem anderen Zweck als sich selbst zu kasteien kauft man sich einen Wald? :irre:
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Re: Ein Grund mehr gegen Caches im eigenen Wald

Beitrag von MadCatERZ » Di 17. Jan 2012, 23:53

quercus hat geschrieben:wenn wir als kinder auf eine baustelle eingebrochen sind, haben uns zuerste die bauerbeiter den arsch versohlt und dann noch unsere eltern. heute verklagen die eltern erst den bauunternehmer, weil man über einen 2m hohen zaun klettern kann und dann noch die bauarbeiter, die die gören gemqaßregelt haben. so sieht es leider aus.

und in einer sache hat MadCatERZ auch recht, irgendwie hat man immer das gefühl, dass der staat aber wie schuld ist, die haben immer irgend was kleingedrucktes oder den längeren hebel
Es ist schon seit einiger Zeit zu beobachten, dass eine allgemeine Flucht vor der Verantwortung einsetzt. Wenn ein Kind früher schlechte Noten in der Schule hatte, gab es zuhause vielleicht Mecker von den Eltern, heute kriegt nur einer Mecker: Der böse Lehrer. Wie quercus schon schrieb: Im Wald ist das Terrain nun mal gefährlicher als in der Einkaufspassage, und wenn ich da abseits des Weges stolpere und mich hinpacke, ist das ja nun mein ganz persönliches Problem. Wenn mir im Herbst die Eichhörnchen Kastanien an den Kopf werfen, ist es auch mein Problem. Und wer bei Sturm in den Wald geht - :kopfwand:
Und die Wahrscheinlichkeit, bei ruhigem Wetter nun genau im richtigen Moment unter dem richtigen Baum zu sein, kann man ja wohl vernachlässigen, das läuft wohl eher unter der Rubrik Shit happens

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Re: Ein Grund mehr gegen Caches im eigenen Wald

Beitrag von radioscout » Di 17. Jan 2012, 23:58

hcy hat geschrieben: Im täglichen Leben habe ich da gefühlt viel mehr Freiheiten als in Deutschland.
Logisch. "Wir" tun ja auch alles dafür, immer mehr vorgeschrieben zu bekommen. Wenn wegen jeder Kleinigkeit geklagt wird, wird eben mit Verboten und Vorschriften dafür gesorgt, daß es kein Gründe zum Klagen mehr gibt.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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