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Erlaubnissschein vom Forst für T5er?

Moderator: Zappo

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Team FamBi
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Re: Erlaubnissschein vom Forst für T5er?

Beitrag von Team FamBi »

Naja, könnte ja noch ein Schilderwald sein...

Wenn die Waldbesitzer das Klettern untersagen wollen, dann müssen sie wohl neben jeden Baum ein Schild stellen, da so ein (echter) Wald ja viele Zugänge hat... Wir wissen ja jetzt, dass man zu Fuss nicht auf den Wegen bleiben muss!

Alternativ könnten die Waldbesitzer natürlich auch an jeden Baum ein "Betreten/Klettern verboten"-Schild schrauben...
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adorfer
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Re: Erlaubnissschein vom Forst für T5er?

Beitrag von adorfer »

Zappo hat geschrieben:Nachdem jetzt jeder - einschließlich mir - seine Agenda losgeworden ist, greife ich gerne den Gedanken auf und frage nach einem BELEG für die Aussage "verboten"- wäre rüber und nüber interessant.
Ich habe gegen meine obige Regel mal verstoßen und hatte dann später Post des Hessenforstes im Briefkasten.
Formulierung der Rechtsabteilung des Hessenforstes war, dass sie "im Wiederholungsfalle juristische Konsequenzen prüfen" würden.
Ich vermute mal, dass der erboste Förster und seine Chefs in der Verwaltung keinen passenden Paragraphen, Amtsblattverfügung o.ä. gefunden haben.
(Was aber nicht heissen soll, dass ein socher Paragraph nicht doch irgendwann im jeweiligen Waldgesetz auftaucht wenn der Leidensdruck nur groß genug verspürt wird.)
Adorfer
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"Die Statistikcacher machen das Cachen kaputt, weil die Muggle die Nase voll haben!" (König Dickbauch)
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Team FamBi
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Re: Erlaubnissschein vom Forst für T5er?

Beitrag von Team FamBi »

Wenn sie eine Chance auf Erfolg gesehen hätten, dann hätten sie sicherlich schon juristische Konsequenzen gezogen...
So sieht mir das eher nach "Abschreckung, mal gucken, ob's hilft" aus...

Standen irgendwo Schilder, die das Beklettern der Bäume verboten haben?
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D-Thorolf
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Re: Erlaubnissschein vom Forst für T5er?

Beitrag von D-Thorolf »

Team FamBi hat geschrieben:Standen irgendwo Schilder, die das Beklettern der Bäume verboten haben?
Nicht alles was Verboten ist muß ausgeschildert sein - genausowenig das Erlaubte.
Ich käme nie auf die Idee mit Seil einen Baum zu besteigen. Zum einen weil es mich nicht als Hobby reizt und zum anderen weil, zumindest meiner Auffassung nach, in zu vielen Fällen doch Spuren am Baum hinterlassen werden. Das ist meiner Meinung nach einfach daran geschuldet, das Laien (Cacher) mit teurem Gerödel sich einen Baum hinaufquälen ohne sich wirklich mit Klettern beschäftigt zu haben.

Die Juristerei hat viel zu bieten - und weil vieles so ungewiß ist versucht man es zunächst erstmal ohne Juristen und einem einfachen Brief als Bestätigung der Verwarnung. In wie weit das wiederum rechtlich haltbar ist...das entscheidet dann ein Richter. Meißt als Einzelfall.

Und um zu der Forstrechtvorlesung zu kommen:
Nicht alles was ein Prof dort sagt wird vor Gericht bestand haben. In Vorlesungen geht es vielmehr darum Grundlagen für eine eigene Meinung zu sammeln, eine eigene Position zu finden. Was man daraus macht ist einem selbst überlassen. Fachwissen lehrt und lernt man in Seminaren oder im Rep. Das macht übrigens auch den Unterschied zwischen einem Jurastudium und Nebenfach "Recht" aus :^^:
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Re: AW: Erlaubnissschein vom Forst für T5er?

Beitrag von GEOrge LuCACHE »

Ooooh... Spuren am Baum...
Ich habe mir mal in letzter Zeit etliche Buchen angesehen. Spuren hinterlassen Kletterer, wenn überhaupt, in Gabeln oder an Ästen.
Eine durchschnittliche, unbekletterte Buche von geschätzten 80-120 Jahren hat so viele "Spuren", von denen die meisten weitaus schlimmer aussehen als das, was vielleicht durch ein Seil entstehen könnte dass es absolut lächerlich ist, da einzelne Kletterer für echte *Schäden* verantwortlich machen zu wollen. Desweiteren gibt es wie viele Millionen Bäume in deutschen Wäldern? Die nicht zwangsläufig irgendeinem Abkömmling irgendeines Raubritters gehören? T5-Bäume sind im Vergleich zu "normalen" Caches so was von selten, das fällt überhaupt nicht ins Gewicht. Darunter fallen auch die anfangs dieses Threads von diesem Spinner "dokumentierten". Manche Leute sollten echt mal ihren Kopf aus dem mal die echten Verhältnisse überprüfen, bevor sie hier irgendwas zum Besten geben, das keinem Realitätscheck standhält.

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D-Thorolf
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Re: AW: Erlaubnissschein vom Forst für T5er?

Beitrag von D-Thorolf »

GEOrge LuCACHE hat geschrieben:Ooooh... Spuren am Baum...
Mensch Keule, locker bleiben :D
Wieso willst du denn jetzt als Kletterer auf einmal jeden Vollhonk verteidigen?

Du hast doch selbst geschrieben:
GEOrge LuCACHE hat geschrieben:Der Baum sieht dann nach dem Beklettern so aus wie vor dem Beklettern. Punkt. Was andere machen interessiert mich hier erstmal nicht, für die bin ich nicht verantwortlich.
Wie paßt denn das jetzt:
GEOrge LuCACHE hat geschrieben:Ich habe mir mal in letzter Zeit etliche Buchen angesehen. Spuren hinterlassen Kletterer, wenn überhaupt, in Gabeln oder an Ästen.
Es geht mir hier um die talentfreien Bewegungslegatheniker die als kletternde Cacher getarnt sicherlich Schäden verursachen. Ob diese wirklich relevant sind...keine Ahnung. Bei zwei Bäumen mit Dose oben drin, die ich über einen längeren Zeitraum gesehen habe, konnte ich von unten schon sehen, dass sie Schaden genommen haben. Das Beobachtung ist statistisch nicht belastbar - beeinflußt aber meine Meinung.
GEOrge LuCACHE hat geschrieben:(...)es absolut lächerlich ist, da einzelne Kletterer für echte *Schäden* verantwortlich machen zu wollen.
Ja was denn nun? Alle oder einer oder keiner? Entscheide dich doch mal :roll:
Vielleicht sind es aber doch die Eichhörnchen :lachtot:
GEOrge LuCACHE hat geschrieben:Desweiteren gibt es wie viele Millionen Bäume in deutschen Wäldern? (...)T5-Bäume sind im Vergleich zu "normalen" Caches so was von selten, das fällt überhaupt nicht ins Gewicht.
Es gibt viele millionen Autos in Deutschland. Da ist es dir sicherlich egal, dass irgendein anonymer Vollhonk gerade bei dir die Reifen platt sticht. Das fällt auch nicht ins Gewicht.
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Re: AW: Erlaubnissschein vom Forst für T5er?

Beitrag von ch3ka »

D-Thorolf hat geschrieben: Es gibt viele millionen Autos in Deutschland. Da ist es dir sicherlich egal, dass irgendein anonymer Vollhonk gerade bei dir die Reifen platt sticht. Das fällt auch nicht ins Gewicht.
Congratulations, you have officially left discussion ground.
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D-Thorolf
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Re: AW: Erlaubnissschein vom Forst für T5er?

Beitrag von D-Thorolf »

ch3ka hat geschrieben:Congratulations, you have officially left discussion ground.
Yo, man. Yu hit it!
Mal ehrlich: Wenn sich jemand auf zwei Seiten dermaßen widerspricht und ständig die verbale Notkeule schwingt möchte ich darauf auch gelegentlich antworten. Da der Mod aber schon die Antwort von Lucache und mein Zitat des geschriebenen Highlights löschen durfe/mußt/wollte: BTT. :^^:
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Re: AW: Erlaubnissschein vom Forst für T5er?

Beitrag von GEOrge LuCACHE »

Ich habe mir nicht widersprochen, ich bin aber in der Lage, meine Argumentation von verschiedenen Standpunkten aus zu führen (vom eigenen, der darauf achtet, *nichts* zu beschädigen und vom anderen, der zwar nicht darauf achtet, nichts zu beschädigen, aber trotzdem keinen wirklichen Schaden anrichtet). Ich bin jetzt auch nicht so dämlich wie andere, die allen Ernstes selber klettern, aber mit dem Finger auf andere Kletterer zeigen, obwohl sie es selbst nicht besser machen. Das ist aber wohl ein spezielles Phänomen dieses Forums.

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quercus
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Re: Erlaubnissschein vom Forst für T5er?

Beitrag von quercus »

Ich habe nicht viel von diesem thread gelesen, weil er so schnell vom thema abgewichen ist.
Darum will ich nur was zum thema klettern und erlaubnis sagen, aus der sicht eines försters.

1. selbstverständlich verursacht die permanente bekletterung eines baumes einen schaden. das ist wie mit jedem cache. 10 funde gehen gut, einer macht ihn kaputt. wer meint, alle cacher würden kambiumschonende klettertechiken verwenden und den cache sorgfältig behandeln ist vermutlich kein owner eines eigenen caches.

2. selbstverständlich hat der baum einen besitzter und der darf alleine bestimmen, was mit seinem besitz geschieht und was nicht. das der grund und boden betreten werden darf heißt noch lange nicht, dass man das dort anzutreffende eigentum "benutzen" darf. man würde ja auch nicht in nachbars obstbaum herumklettern.

3. aufgeklärte eigentümer müssten wissen, dass eine verweigerungshaltung nicht zielführend ist und man sich dem baumklettern nicht gänzlich verwehren sollte. es ist doch wie bei den eigenen kindern, wenn man es ihnen verbietet, machen sie meistens geheim.
wenn ich also weiß, dass die cacher sowieso kommen, ob ich will oder nicht, dann lenke ich diese doch lieber zu unproblematischen orten.

4. kletterbäume sollten keine wertvollen stämme haben. einem baumkletterer ist es egal, wie gerade und von welch guter qualität der stamm eines baumes ist und er hat meist keine ahnung von seinem wert. der owner kennt aber meist nicht das ganze gelände und sucht sich geeignete bäume eher zufällig aus. der örtliche revierförster aber kennt seine bäume und könnte vermutlich leicht einen kletterbaum finden, der von minderer qualität ist und bei dem das kletter nur wenig finanziellen schaden verursachen kann.

5. in deutschland ist immer irgendwer schuld. unsere gesellschaft hat sich vor den karren der juristen spannen lassen und diese haben das ross "verkehrssicherung" ordentlich geritten. wir sind soweit gekommen, dass wir förster anzeigen wegen baumwurzeln auf wanderwegen ertragen müssen. aber dagegen regt sich kein protest, nein das allgemeine lebensrisiko gehört abgeschafft. ok, selber schuld dass in zukunft nichts mehr erlaubt sein wird, wenn ich als eigentümer immer mit der angst leben muss, dass ich für dinge verantwortlich gemacht werde, für die ich nach dem gesunden menschenverstand keine schuld trage und auf die ich keinen einfluss habe.

5. man müsste sollte aber nicht. wenn mich heute ein cacher nach einem kletterbaum fragt, würde ich ihm den kompletten wald verbieten, obwohl ich tolle bäume zum klettern kenne. die bäume haben keinen forstwirtschaftlichen wert, liegen abseits öffentlicher wege und bieten sowohl sportliche wie auch landschaftliche reize. aber ich wäre doch mit dem klammerbeutel gepudert, wenn ich mir mit einer genehmigung ein solches unkalkulierbare risiko in den wald hole. wen wird die familie/versicherung des 17jährigen cachers wohl verklagen, wenn er sich aus einem baum in die querschnittslähmung stürzt und dieser baum eine offizielle genehmigung hat?

6. neue regel ist schwachsinn. eigentlich hätte gc die klettercaches gleich verbieten sollen. unter den jetzigen bedingungen wäre eine genehmigung fahrlässig.

7. denkbare alternativen
es muss ja rechtliche rahmen geben, in denen man auch kletterbäume ohne risiko frei geben kann. nur wenn man die gefahr, die von einer besteigung und dem baum ausgeht vollständig abweisen kann auch ohne regelmäßige kontrollen, könnten sinnvolle genehmigungen erteilt werden. wie steht es z.b. um die klettersteige in den bergen. was ist denn wenn da sicherungen nicht halten?
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