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Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Moderator: Zappo

Nutzt ihr Tiere und deren Produkte?

Ich bin kein Jagdgegner und nutze Produkte vom toten und lebendigen Tier (Fleisch, Leder, Gelatine, Milch, Eier usw.)
57
65%
Ich bin kein Jagdgegner und nutze keine Produkte vom toten Tier aber vom lebendigen Tier (Milch, Eier usw.)
1
1%
Ich bin kein Jagdgegner und nutze keine Produkte vom Tier
0
Keine Stimmen
Ich bin Jagdgegner und nutze Produkte vom toten und lebendigen Tier (Fleisch, Leder, Gelatine, Milch, Eier usw.)
18
20%
Ich bin Jagdgegner und nutze keine Produkte vom toten Tier aber vom lebendigen Tier (Milch, Eier usw.)
3
3%
Ich bin Jagdgegner und nutze keine Produkte vom Tier
1
1%
Keine Angabe bzw. ich will nur das Ergebnis sehen
8
9%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 88

Migu1006
Geocacher
Beiträge: 202
Registriert: So 28. Mär 2010, 21:08

Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Migu1006 »

steingesicht hat geschrieben:§ 25
So weit war ich schon, hier der Passus: 2. wildernde Hunde und Katzen abzuschießen. Als wildernd gelten Hunde, die im Jagdbezirk außerhalb der Einwirkung ihres Führers Wild aufsuchen, verfolgen oder reißen, und Katzen, die im Jagdbezirk in einer Entfernung von mehr als 200 m vom nächsten Haus angetroffen werden. Die Befugnis erstreckt sich nicht auf solche Hunde und Katzen, die sich in Fallen gefangen haben, es sei denn, die unverzügliche Tötung ist aus Gründen des Tierschutzes geboten. Sie gilt auch nicht gegenüber Hirten-, Jagd-, Blinden- und Polizeihunden, soweit sie als solche kenntlich sind und solange sie von dem Berechtigten zum Dienst verwandt werden oder sich aus Anlaß des Dienstes vorübergehend der Einwirkung ihres Führers entzogen haben.

Lt. diesem Text gilt die Abschussbefugnis für alle Katzen außer solchen, die in Fallen geraten sind. Und nu?
Migu1006
Geocacher
Beiträge: 202
Registriert: So 28. Mär 2010, 21:08

Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Migu1006 »

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem "Jagdausübungsberechtigten" und einer "zum Jagdschutz berechtigten Person"? Ist das nicht das Selbe? :???:
Bursche
Geowizard
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Registriert: Mi 17. Mai 2006, 09:42

Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Bursche »

Ich gehöre zu den 65% die für -1- abgestimmt haben. Ich bin kein Jäger, kenne aber Jäger und bin viel im Wald und hatte gelegentlich auch unerfreuliche Kontakte mit Jägern. Dennoch halte ich Pauschalverdächtigungen, wie sie hier erhoben werden für absolut unangebracht. Es gibt Jäger, die es durch blödsinniges Verhalten in die Presse und vor den Amtsrichter bringen, das gibts unter Geocachern aber auch. Besonders daneben finde ich den Vorwurf der generellen Mordlust.

Ich war neulich über 2 Std. unterwegs und bin 9km gelatscht um im Wald Bärlauch zu suchen. Die "Befriedigung" "Freude" oder wie auch immer man das nennen mag, war größer als beim Geocachen. In ein paar Wochen beginnt die Pilzsaison und ich werde statt Tupperdosen Steinpilze und Pfifferlinge suchen, wenn ich es dürfte würde ich auch einen Hasen erlegen und essen oder einen Fisch fangen und verspeisen. Aber nicht aus "Mordlust" sondern aus der natürlichen Freude, mein Essen direkt und selbst zu finden bzw. zu erlegen. Wer das nicht nachvollziehen kann, der hat vielleicht Freude an den eigenen Tomaten oder Erdbeeren aus dem eigenen Garten oder dem Balkon. Auch das ist eigentlich völlig sinnfrei, trotzdem bereitet es Millionen Menschen große Freude.

Im Zusammenhang mit Fleischkonsum ägern mich übrigens die Leute am meisten, die von jedem Stück Fleisch erstmal 1/3 abschneiden und das in den Müll werfen. Für diese Stück Fleisch ist ein Tier gestorben, Landwirte und Metzger haben ihre Arbeitskraft dafür investiert... sowas wirft man nicht in den Müll!
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jennergruhle
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von jennergruhle »

Bursche hat geschrieben:Im Zusammenhang mit Fleischkonsum ägern mich übrigens die Leute am meisten, die von jedem Stück Fleisch erstmal 1/3 abschneiden und das in den Müll werfen. Für diese Stück Fleisch ist ein Tier gestorben, Landwirte und Metzger haben ihre Arbeitskraft dafür investiert... sowas wirft man nicht in den Müll!
Wie meinst Du denn das? :hilfe: Wer schneidet denn verwertbares/genießbares Fleisch ab und wirft es in den Müll?
Dass man Knorpel, Schwarten, Knochen und andere unverdauliche Teile nicht mit isst versteht sich ja von selbst. Bei einem Schnitzel, Putensteak o.ä. schneide ich nur oben genanntes ab, das sind aber vielleicht 0,5...2%; bei einem Kotelett, Rippenbraten o.ä. kann das aber schon zweistellige Prozentsätze ausmachen.
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KMundS
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Re: AW: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von KMundS »

Bursche hat geschrieben:Im Zusammenhang mit Fleischkonsum ägern mich übrigens die Leute am meisten, die von jedem Stück Fleisch erstmal 1/3 abschneiden und das in den Müll werfen. Für diese Stück Fleisch ist ein Tier gestorben, Landwirte und Metzger haben ihre Arbeitskraft dafür investiert... sowas wirft man nicht in den Müll!
Auch auf die Gefahr hin, wieder "Arschloch" genannt zu werden: Ich hätte für dieses Drittel auch bezahlt, die Landwirte und Metzger haben Geld auch für dieses Drittel bekommen und das Tier ist sowieso tot. Wobei ich die Grundaussage gut und nachvollziehbar finde.

M
Mit Jägern gibt es kein Miteinander.

Irrtümer über die Jagd: http://forum.geoclub.de/viewtopic.php?p ... 0#p1174810
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Fadenkreuz
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Fadenkreuz »

Zappo hat geschrieben:
Migu1006 hat geschrieben:..... und die ohne Rücksicht auf persönliche Verluste Katzen abschießen, ungeachtet, ob es nun eine zu einer Familie gehörende Katze ist, die gefüttert wird oder eine, die sich selbst überlassen ist und eben ihr Futter auch selbst fangen muss.....
Daß das Quatsch und verboten ist, haben wir glaube ich geklärt.
Wieso ist das Quatsch und verboten? In allen Bundesländern dürfen Hunde und Katzen geschossen werden, auch dann, wenn sie erkennbar ein Haustier sind (z.B. ein Halsband tragen). Die Voraussetzungen sind bundeslandspezifisch geringfügig unterschiedlich, sind aber doch in allen Jagdgesetzen recht ähnlich.

Genaue Abschusszahlen werden (bundesweit) nicht veröffentlicht, die Schätzungen haben dementsprechend eine große Bandbreite: Jährlich sollen in Deutschland ca. 250.000 bis 400.000 Katzen und 20.000 bis 65.000 Hunde erschossen werden.

Jäger hängen das nicht gerne an die große Glocke, selbst wenn der Abschuss im Einklang mit dem jeweiligen Jagdgesetz stand. Sie wissen nämlich, dass der Abschuss von Hunden und Katzen in der Bevölkerung kaum Akzeptanz findet.
Jaga
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Jaga »

Fadenkreuz hat geschrieben:...jährlich sollen in Deutschland ca. 250.000 bis 400.000 Katzen und 20.000 bis 65.000 Hunde erschossen werden.
So ein Blödsinn. Fang doch man an zu denken. 20.000 Hunde pro Jahr, das wären 55 Hunde am Tag, 65.000 wären 178 täglich. Willst Du unsere Intelligenz testen oder was? Wenn nur wöchentlich ein Hund geschossen würde, dann wäre schon lange die Revolution ausgebrochen. Selbst das ist nicht der Fall

Die Sache mit den Katzen rechne ich jetzt nicht mehr durch, das ist mir zu dämlich. Deine Mindestzahl angenommen wären 684 Katzen am Tag. Weißt Du, man kann es auch übertreiben mit falschen, aus der Luft gegriffenen Zahlen. So langsam reicht's jetzt mit dem Schwachsinn.

Noch so ein saublödes Posting, und ich rechne Euch mal vor - gerne mit getürkten Zahlen - was Ihr im Laufe des Jahres so alles im Wald an Lebewesen zusammentretet. Nicht zu fassen ist das.
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Fadenkreuz
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Fadenkreuz »

Jaga hat geschrieben:So ein Blödsinn.
...
Schwachsinn
...
saublödes Posting
Diese Wortwahl ausgerechnet von jemandem, der sonst immer mimosenhaft reagiert und von "infamer, bodenloser Frechheit" spricht, wenn ihm etwas Gegenwind ins Gesicht bläst.

Offizielle Zahlen gibt es wohl nur aus NRW. Dort sollen im Jagdjahr 2008/2009 128 Hunde und 11.385 Katzen getötet worden sein. Man darf aber annehmen, dass es eine gewisse Dunkelziffer gibt, da ja keine Meldepflicht besteht und die Jäger aus nachvollziehbaren Gründen kein Interesse daran haben, dass der Abschuss einer Katze oder eines Hundes publik gemacht wird.
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Jaga »

Fadenkreuz hat geschrieben:...Offizielle Zahlen gibt es wohl nur aus NRW. Dort sollen im Jagdjahr 2008/2009 128 Hunde und 11.385 Katzen getötet worden sein.
Schau genau hin: In die damals veröffentlichten Zahlen sind die bekanntgewordenen (Wild)-Unfälle mitgezählt worden, so wie auch tote Mäusebussarde in der Statistik mitgezählt werden, obwohl keiner geschossen wurde, sondern die Raubvögel, weil sie gerne tief anfliegen, mit Autos zusammengeprallt waren.

Nochmal, zum Mitschreiben: Das sind die bekanntgewordenen Verkehrsunfälle! Lies die Erklärung zu diesen Statistiken im Original und glaub' nicht jeden Unsinn, der Dir auf den Jagdgegnerseiten präsentiert wird. Kannst Du nicht selber denken? Es ist geradezu perfide, diese Zahlen hier als Abschusszahlen zu präsentieren.
Zuletzt geändert von Jaga am Do 8. Mai 2014, 17:40, insgesamt 1-mal geändert.
Migu1006
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Migu1006 »

Quelle Focus online, 08.05.2014: " In NRW erschießen Jäger laut Verbandspräsident ( Ralph Müller-Schallenberg) jährlich rund 50 wildernde Hunde und 10.000 Katzen. Das komme nur als letztes Mittel und unter bestimmten Voraussetzungen infrage – etwa, wenn ein unbegleiteter Hund Wild hetze oder reiße."

Das ist also eine Aussage des LJV-Präsidenten NRW. Die Aussagen der jagdkritischen Organisationen hören sich natürlich anders an. Und wenn wir die goldene Mitte nehmen - kämen wir dann hin mit den tatsächlichen Zahlen?

Da nur NRW eine Meldepflicht hat für "erlegte" Haustiere und wahrscheinlich die Zahlen eh hinten und vorne nicht stimmen (die wenigsten Jäger werden ihre Haustierabschüsse melden), können wir uns mit den Zahlen also auch das Hinterteil abwischen.

Alles nicht so einfach....
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