Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Moderator: Zappo

Nutzt ihr Tiere und deren Produkte?

Ich bin kein Jagdgegner und nutze Produkte vom toten und lebendigen Tier (Fleisch, Leder, Gelatine, Milch, Eier usw.)
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Ich bin kein Jagdgegner und nutze keine Produkte vom toten Tier aber vom lebendigen Tier (Milch, Eier usw.)
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Ich bin kein Jagdgegner und nutze keine Produkte vom Tier
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Ich bin Jagdgegner und nutze Produkte vom toten und lebendigen Tier (Fleisch, Leder, Gelatine, Milch, Eier usw.)
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Ich bin Jagdgegner und nutze keine Produkte vom toten Tier aber vom lebendigen Tier (Milch, Eier usw.)
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Ich bin Jagdgegner und nutze keine Produkte vom Tier
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Keine Angabe bzw. ich will nur das Ergebnis sehen
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steingesicht
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von steingesicht » Sa 10. Mai 2014, 23:47

Jaga hat geschrieben:
Migu1006 hat geschrieben:...was mich aber interessiert: WENN (sehr hypothetisch, ich weiß) statt Rehkitzen Fuchsjunge in den Wiesen abgelegt würden, würde sich dann überhaupt ein Schwein dafür interessieren?
Ja, aus zwei Gründen:

1. Weil sie es einfach täten. Weil sie Wildhüter (entschuldigung: Jäger) sind, weil sie sich für die Natur engagieren. In unserem Revier pflegen wir auch die Nistkasten, weil viele Vogelschützer sich dafür nicht zuständig fühlen. Die schreiben lieber Leserbriefe oder wettern in Foren gegen die bösen Jäger.

2. Weil das Bundes-Jagdgesetz die Wildhüter (entschuldigung: Jäger) zur Hege der im Jagdrecht aufgeführten Tierarten verpflichtet. Dazu gehören Fuchs, aber auch Luchs, Bilche wie der Siebenschläfer oder die Haselmaus. Sie alle stehen unter dem Schutz der Wildhüter (entschuldigung: Jäger).
3. und weil es ein tüchtige Sauerei die Maschinen zu reinigen und zu warten, von den Kosten mal ganz abgesehen.
Bild Bild Bild
T5 war gestern - Ächte Männer loggen DNF! Bist auch Du hart genug?

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Migu1006 » So 11. Mai 2014, 11:48

Zappo hat geschrieben:PS:
hier häufen sich gerade PNs, die mich wegen meiner Engelsgeduld hier eher für verrückt erklären
Ach jau, keiner ist ohne Grund hier... ;)

Zappo, mitdiskutieren ist nicht schlecht. Aber in andere Beiträge was reininterpretieren und sich daraus ein Urteil bilden - hmmmm, ich weiß nicht.

Was ich ja hier hochinterssant finde: Keiner der Grünröcke ist in der Lage, eine klare Antwort auf eine verständlich formulierte Frage zu geben. Da kommen dann so selten hohle Kommentare über Walheie. Was versteht Ihr Grünröcke an der Frage: "Würden Jäger sich auch um Jungfüchse kümmern, WENN diese von den Muttertieren in Wiesen abgelegt würden?"

Kommt schon Leute - grünes Abitur!! Da muss aber mehr rüberkommen!

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Migu1006 » So 11. Mai 2014, 11:52

steingesicht hat geschrieben:3. und weil es ein tüchtige Sauerei die Maschinen zu reinigen und zu warten, von den Kosten mal ganz abgesehen.
Oh, jetzt ist wohl was durcheinander geraten. Die Rede war ja nicht von Landwirten, sondern von Jägern. Und nicht alle Landwirte sind Jäger, nicht alle Jäger sind Landwirte. Wenn die Landwirte selbst die Wiesen durchkämmen würden, müssten es ja die Jäger nicht tun. Und hier haben ja wenigstens zwei Jäger ihren Unmut schon kund getan, dass sie diesen Job machen und nicht die Landwirte.

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Migu1006 » So 11. Mai 2014, 11:59

JackSkysegel hat geschrieben:Im übrigen tuen die Jagdgegner hier immer so als ob sie die armen, gebeutelten sind die sich immer fair und korrekt verhalten. Reflektiert das doch bitte mal. :roll:
Jack, sehr vage gehalten dieser "Vorwurf". Gehts genauer, damit wir drüber diskutieren können? Aber bitte keine "Nebenkriegsschauplätze" aufmachen, damit die Jäger aus dem Fokus verschwinden.

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Jaga » So 11. Mai 2014, 12:01

Migu1006 hat geschrieben: Kommt schon Leute - grünes Abitur!! Da muss aber mehr rüberkommen!
Sind meine Antwort und die von Steingesicht auf Deinem Bildschirm nicht sichtbar? Hast Du Deinen Computer schon so weit indoktriniert, dass er sich nicht mehr traut, Dir nicht genehme Texte anzuzeigen? Uiuiuiui!

Es ist doch so. Die ____________ (bitte eintragen, Jäger, Flieger, Radler, Reiter, Jogger, Autofahrer, je nach Grundeinstellung) sind für Euch böse, es sind Vergewaltiger, Mörder und Demagogen, zumindest fressen sie Katzen, und zwar mit Fell und über offenem Feuer gegrillt. Diese ____________ (bitte eintragen, Jäger, Flieger, Radler, Reiter, Autofahrer, je nach Grundeinstellung) KÖNNEN keine Menschen sein, also MUSS alls, was sie tun, einen barbarischen Hintergrund haben. Anders geht es offenbar nicht.

Das ist es, was ich in einem früheren Beitrag als faschistoide Grundzüge benannt habe, auf die unsere Gesellschaft meiner Ansicht nach zusteuert. Und Du verrennst Dich gerade, und zwar heftig.

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Migu1006 » So 11. Mai 2014, 12:09

Jaga hat geschrieben:Das ist es, was ich in einem früheren Beitrag als faschistoide Grundzüge benannt habe, auf die unsere Gesellschaft meiner Ansicht nach zusteuert. Und Du verrennst Dich gerade, und zwar heftig.
Moin Jaga,

ich halte mich für alles mögliche, für faschistoid allerdings nicht. Diese Tendenzen habe ich allerdings schon mal bei gewissen Naturschützern beobachtet, die kürzlich auch als Tierschutzorganisation anerkannt werden wollten.

Wenn ich Deine Antwort also als zutreffend werten wollte, warum werden dann Jungfüchse und Frischlinge und einem Jahr ganzjährig bejagt? Und Kitze nicht? Eine Logik, die sich mir nicht erschließt. :irre:

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Migu1006 » So 11. Mai 2014, 12:17

Ich hätte da mal eine grundsätzliche Frage, die ich so ähnlich auch schon vor ein paar Tagen gestellt habe.

Also, die wenigsten Jäger haben ja eigene Reviere oder überhaupt eigenes Land, mal abgesehen von den 800 m² rund um ihr Haus. Warum macht jemand, der kein eigenes bejagbares Land hat einen Jagdschein kauft sich Waffen und geht mit zu Treibjagden, pachtet irgendwo ein Revier, fährt nach Kanada, Afrika oder von mir aus auch nur nach Polen zur Jagd? Was genau treibt den (ist nicht negativ gemeint) Fabrikarbeiter an der CNC-Fräsmaschine an, der mit seiner Familie eine Mietwohnung bewohnt?

Warum fahren Jäger überhaupt ins Ausland und jagen dort? Können die Polen z.B. ihre Natur nicht selbst schützen? Brauchen die unsere deutschen Jäger für ihren Naturschutz?

Und nochmal zum Gegensatz: Bleihaltige Munition - Umweltschutz. Wie passt das zusammen?

Blendet jetzt bitte mal meine negative Einstellung der Jagd gegenüber aus und stellt Euch vor, diese Fragen stellt Lischen Müller, die keine wie auch immer geartete Meinung zur Jagd hat, sich aber jetzt ihre Gedanken macht.

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von treemaster » So 11. Mai 2014, 12:19

@Jaga & Heimo
sind die Landwirte eigentlich berechtigt, im Vorfeld der Mahd die Wiesen abzusuchen und gefundene Kitze (nach guter fachlicher Praxis würde das bei uns im Obstbau heißen ;) ) mit Handschuhen oder in Grasbüscheln aus der Wiese zu tragen oder würde das lt. Jagdgesetz schon als Wilderei zählen... sprich ist nur der Jagdausübungsberechtigte dazu befugt, das Jungtier rauszubringen? Macht es überhaupt Sinn, Jungwild zu verbringen oder findet es das Muttertier dann nicht mehr?
Sprich: ist es das Beste, wirklich im Vorfeld für Unruhe zu sorgen und dass das Muttertier das Junge selbst aus der "Gefahrenzone" bringt?

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Jaga » So 11. Mai 2014, 12:29

treemaster hat geschrieben:@Jaga & Heimo
sind die Landwirte eigentlich berechtigt, im Vorfeld der Mahd die Wiesen abzusuchen und gefundene Kitze (nach guter fachlicher Praxis würde das bei uns im Obstbau heißen ;) ) mit Handschuhen oder in Grasbüscheln aus der Wiese zu tragen oder würde das lt. Jagdgesetz schon als Wilderei zählen... sprich ist nur der Jagdausübungsberechtigte dazu befugt, das Jungtier rauszubringen? Macht es überhaupt Sinn, Jungwild zu verbringen oder findet es das Muttertier dann nicht mehr?
Sprich: ist es das Beste, wirklich im Vorfeld für Unruhe zu sorgen und dass das Muttertier das Junge selbst aus der "Gefahrenzone" bringt?
Jeder ist berechtigt und nach dem Tierschutzgesetz, das ja für alle gilt, sogar verpflichtet. Einfach die Hände kräftig mit Gras einreiben, das Kitz aus dem Feld raustragen und in einen Karton setzen oder einen Korb drüberstülpen, sonst läuft es wieder ins Gras. Im Dunkeln unter dem Korb beruhigt es sich schnell. Du kannst sicher sein, dass Du dabei von der Geiss scharf beobachtet wirst, auch wenn Du sie nicht siehst. Nach der Mahd das Kleine freilassen, die Geiss wird es zu 100 Prozent holen. Die Sache mkt dem Geruch wird übertrieben, das ist halb so schlimm.

Vor der Mahd genügt es, wenn Du nach dem Kitz suchst, auch wenn Du es nicht findest. Die Geiss beobachtet Dich und wird es sofort holen, sobald Du von der Bildfläche verschwunden bist.

Mit Wilderei hat das überhaupt nichts zu tun, da Du Dir das Wild ja nicht aneignen willst.

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Jaga » So 11. Mai 2014, 12:39

Deine Fragen gehen so ins grundsätzliche, dass mir einfach die Zeit fehlt... Sei mir nicht böse, wenn ich sie Dir in Stichworten beantworte, ok?
Migu1006 hat geschrieben:Die wenigsten Jäger haben ja eigene Reviere oder überhaupt eigenes Land?
Braucht ein Geocacher eigenes Land? Ein Jogger? Der Jäger bewirtschaftet ein Revier, wie ein Fischer die Fischrechte an einem Teich nutzt. Warum soll jemand nicht den jagdschein machen dürfen, weil er kein Land hat. Hattest Du ein eigenes Auto, also Du Dich zur Fahrschule für den Führerschein angemeldet hattest?
Migu1006 hat geschrieben:Warum fahren Jäger überhaupt ins Ausland und jagen dort? Können die Polen z.B. ihre Natur nicht selbst schützen? Brauchen die unsere deutschen Jäger für ihren Naturschutz?
1. Weiß ich nicht. 2. Wenn das Geld in den dortigen Naturschutz fließt (was es in den meisten Ländern tut), soll's mir recht sein.
Migu1006 hat geschrieben:Und nochmal zum Gegensatz: Bleihaltige Munition - Umweltschutz. Wie passt das zusammen?
Völlig übertrieben, von Jagdgegnern in die Welt gesetztes Problem, das keines ist. Die Seeadler, an denen sich das ganze entzündet hat, vermehren sich wie wild.

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