Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Moderator: Zappo

Nutzt ihr Tiere und deren Produkte?

Ich bin kein Jagdgegner und nutze Produkte vom toten und lebendigen Tier (Fleisch, Leder, Gelatine, Milch, Eier usw.)
57
65%
Ich bin kein Jagdgegner und nutze keine Produkte vom toten Tier aber vom lebendigen Tier (Milch, Eier usw.)
1
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Ich bin kein Jagdgegner und nutze keine Produkte vom Tier
0
Keine Stimmen
Ich bin Jagdgegner und nutze Produkte vom toten und lebendigen Tier (Fleisch, Leder, Gelatine, Milch, Eier usw.)
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Ich bin Jagdgegner und nutze keine Produkte vom toten Tier aber vom lebendigen Tier (Milch, Eier usw.)
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Ich bin Jagdgegner und nutze keine Produkte vom Tier
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Keine Angabe bzw. ich will nur das Ergebnis sehen
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treemaster
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von treemaster » So 11. Mai 2014, 22:06

HansHafen hat geschrieben:....
Ich kann mir das schon ganz gut vorstellen, dass es für viele eine Art "Ekel" bedeutet und deshalb auch aus diesem Grunde einige Veg... geworden sind.
Es ist eben doch etwas anderes, einem lebenden Wesen in die Augen sehen zu müssen, wenn man den Bolzenschuß setzt und dann die rote Arbeit verrichten muß, als wenn das schön steril verpackte und zugerichtete Schnitzel gekühlt in der Verpackung in den Einkaufswagen wandern kann.
Zu meiner Kindheit gab es noch Ragout vom Schweineherz, saure Kalbsnierle, Kutteln.... für viele heute undenkbar... aber warum? Weil man noch selber das Messer ansetzen muß? Glibberzeug in der sterilen weißgestrichenen Küche? IIIIIIIIIGIT....... ;)
Solche leckeren Sachen bekommt man heut fast noch nichtmal mehr für den Hund, dank unserer immer weiter gestiegenen Hygieneverordnungen... stattdessen wird es an die Tiermittelindustrie verkauft, die daraus "hochwertiges", stinkendes Trockenfutter produziert.... ein Schelm, wer böses dabei denkt :/

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von treemaster » So 11. Mai 2014, 22:19

Und wer jetzt noch wissen will, welchen Verordnungen die Jäger letztlich auch unterworfen sind, dem kann ich nur folgendes Dokument empfehlen:

[url=http://www.mlr.baden-wuerttemberg.de%2Fmlr%2Fallgemein%2FSchulungsbroschuere-Wildbrethygiene.pdf&ei=2NlvU9TnOKWB4gTknIDoCw&usg=AFQjCNGcF6Z4o8OyB-Dsnqgj7qqDPhiH2g&bvm=bv.66330100,d.bGQ]Schulungsunterlagen zur Wildbrethygiene[/url] (.pdf, 84 Seiten, 2,37MB)

Und VORSICHT: die Bilder darin sind vielleicht nicht für jedermann geignet ;-)

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von treemaster » So 11. Mai 2014, 22:34

treemaster hat geschrieben:Und wer jetzt noch wissen will, welchen Verordnungen die Jäger letztlich auch unterworfen sind, dem kann ich nur folgendes Dokument empfehlen:

[url=http://www.mlr.baden-wuerttemberg.de%2Fmlr%2Fallgemein%2FSchulungsbroschuere-Wildbrethygiene.pdf&ei=2NlvU9TnOKWB4gTknIDoCw&usg=AFQjCNGcF6Z4o8OyB-Dsnqgj7qqDPhiH2g&bvm=bv.66330100,d.bGQ]Schulungsunterlagen zur Wildbrethygiene[/url] (.pdf, 84 Seiten, 2,37MB)

Und VORSICHT: die Bilder darin sind vielleicht nicht für jedermann geignet ;-)
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Metallsonde
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Metallsonde » Mo 12. Mai 2014, 23:06

Auf mich haben sie schon 2mal scharf geschossen. Von daher bin ich auch klarer Befürworter von regelmäßiger Kontrolle der Eignung, von denen die die Jagd auszuüben gedenken.

Es kann nicht sein, dass manche auf 50 Meter nicht in der Lage sind einen Menschen von einem Tier zu unterscheiden (schlechte Augen oder betrunken auf dem Hochsitz).

In unserer Gegend hat vor wenigen Jahren einmal ein Jäger wie im Rausch "Hirsche" erschossen, bis er merkte, dass es sich um Ponys auf der Weide handelt.

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Jaga » Di 13. Mai 2014, 07:39

Metallsonde hat geschrieben:Auf mich haben sie schon 2mal scharf geschossen.
Nananana! Wir sind doch nicht im Wilden Westen. Aus der Anonymität heraus kann man viel behaupten.
Metallsonde hat geschrieben:Es kann nicht sein, dass manche auf 50 Meter nicht in der Lage sind einen Menschen von einem Tier zu unterscheiden (schlechte Augen oder betrunken auf dem Hochsitz).
Das sind Klischees ohne Beleg, sorry.
Metallsonde hat geschrieben:In unserer Gegend hat vor wenigen Jahren einmal ein Jäger wie im Rausch "Hirsche" erschossen, bis er merkte, dass es sich um Ponys auf der Weide handelt.
Wenn das der Fall ist, den ich kenne, dann wurde dem Täter der Jagdschein entzogen, die Waffen konfisziert. Kontrolle funktioniert also, und die Konsequenzen sind hart. Er hatte an der Stelle übrigens mit Wildschweinen gerechnet, und das ganze passierte in der Nacht. Von Hirschen war weniger die Rede.

Falls das oben Behauptete im Ansatz stimmt, dann warst Du in der Nacht in dunkler Kleidung ohne Lampe dort unterwegs, wo es Wildschweine gibt und diese möglicherweise auch bejagd werden. Seeehr mutig, kann ich dazu nur sagen, seeehr mutig.

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Migu1006 » Di 13. Mai 2014, 07:46

Jaga hat geschrieben:Falls das oben Behauptete im Ansatz stimmt, dann warst Du in der Nacht in dunkler Kleidung ohne Lampe dort unterwegs, wo es Wildschweine gibt und diese möglicherweise auch bejagd werden. Seeehr mutig, kann ich dazu nur sagen, seeehr mutig.
Moin zusammen,

Jaga, wie wurde schon mehrfach betont? Ein Jäger darf erst abdrücken, wenn er das, was er vor der Flinte hat eindeutig identifizieren kann. Hat er nun bewusst - gesetzt den Fall, was Metallsonde geschrieben hat stimmt - auf den Menschen geschossen oder hat er sich verguckt?

Wo Menschen Waffen einsetzen - in diesem Fall bei der Jagd - können Fehler passieren. Fehler mit gravierenden Folgen, im schlimmsten Fall tödliche Folgen. Jeder Hans und Franz, der die nötige Kohle hat und sich nicht total doof anstellt, kann die Jagdscheinprüfung ablegen, sich Waffen zulegen und dann im Wald rumpirschen und schießen.

Eine Jagd wie im Kanton Genf würde dazu führen, dass nur noch eine kleine Anzahl an staatlichen Jagdberechtigen in den Wäldern schießen darf. Keine Freizeit- und Hobbyjäger mehr. Ich denke mal - könnte man ja am Beispiel Genf erfragen - die Zahl der Jagdunfälle würde drastisch zurück gehen.

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von KMundS » Di 13. Mai 2014, 07:57

Metallsonde hat geschrieben:Auf mich haben sie schon 2mal scharf geschossen.
Das kann doch schon mal gar nicht sein :roll:

Ich habe hier mal eine Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse (Paradigmenwechsel ahead):

Dank der guten Aufklärung wissen wir nun, dass der Jäger eigentlich gar nicht jagt, bzw. nur dann, wenn ihn der Hunger dazu treibt oder ihn das unmenschliche Jagdgesetz dazu zwingt. Eigentlich ist der Jäger Tag und Nacht im unentgeltlichen Dienst für die Allgemeinheit unterwegs, übernimmt die Aufgaben von "Naturschützern", "Bauern", "Wildhütern", "Rangern" und Batman, rettet Kitze (aka "Bambi"), errichtet am Waldrand hochkomplexe, teure Installationen, die die Freundschaft zwischen Mensch und Tier symbolisieren sollen (vulgo "Hochsitze", bzw. "stände"), besiegt die Tollwut, Pest und Cholera, unterstützt die Metallindustrie, löscht Waldbrände, löst das Welthungerproblem und und und. Darum geht auch der Friedensnobelpreis dieses Jahr an die deutsche Jägerschaft, sowie der für Biologie, Physik, Literatur und Philosophie. Genau genommen gehen alle Nobelpreise an sie, weil Jäger bekanntermaßen die klügsten Menschen der Welt sind (oder die größten Lebern haben, das verwechsle ich immer). Und natürlich sagen Jäger, im Gegensatz zu Nichtjägern (aka "Faschisten" aka "Tierschützern" aka "Grünen") immer und grundsätzlich die Wahrheit. Sie können Chuck Norris in jeder Kampfsportart besiegen, Dinge essen, von denen jedem anderen Menschen kotzübel wird und (fast) ohne Frostschutzmittel bei -30° Celsius sechs Stunden lang auf einem Holzbrett sitzen, nur mit einem Katzenfelloverall mit Golden Retriever-Besatz bekleidet. In Diskussionen und Debatten bleiben sie immer sachlich (bedingt durch ihre überlegene Genetik), beleidigen oder bedrohen niemanden und haben als einzige (bedingt durch ihre überlegene Genetik) die schlagenden Argumente. Der Jungjäger (55+) unterscheidet sich vom Altjäger (75+) im Jahre 2014 um 360 Grad. Das ist logisch, weil die Jagd eine hochindividuelle Berufung ist (was jeden Jäger zu einem Einzelfall macht), bei der man völlig unbeeinflusst seinen guten Weg geht und weil der Mensch als solcher sich sowieso alle zehn Jahre grundlegend weiterentwickelt. Sie haben einen guten Humor und einen unfehlbaren Sinn für Satire, die sich allerdings nicht gegen Jäger richten darf, da sie sonst einfach nur beleidigend, kindisch und dumm ist. Aber das ist ja auch nur menschlich und daher verständlich.

Jegliche Behauptungen, Jäger würden Wildtiere etwa zum Spaß töten, quälen, ihre Hunde in Schliefenanlagen an ihnen ausbilden, diese bei Ungehorsam bewußt anbleien oder sie schlagen oder mit Stachelhalsbändern (volle Pulle reinlaufen lassen) und/oder Teletacs traktieren (die bietet Frankonia nur der Vollständigkeit halber an, kein Jäger würde das jemals kaufen. Die Benutzung ist ja auch verboten, was sollte man also damit?) oder Haustiere vor den Augen ihrer Besitzer erschiessen, Menschen aus Unachtsamkeit erschiessen, trotz milder Winter verbotenerweise zufüttern, Wildtiere nur zum Zweck des Abschusses mit Futter in die Nähe der aus Holzabfällen grobgezimmerten Hochsitze locken, überhaupt an Abschüssen oder Trophäen interessiert sein, gerne einen über den Durst trinken, sich im Wald wie die sprichwörtliche Axt aufführen, zusammengebrochene, verottende Hochsitze inklusive rostiger Schrauben und Nägel zu tausenden einfach so rumliegen lassen, bei akuter Unlust auch mal auf die Nachsuche verzichten, Spaziergänger anpöbeln oder bedrohen, mit todernster Miene Bräuche ausüben, gegen die die Bräuche der Buschmänner modern und fortschrittlich wirken oder Motive jenseits des puren, reinen Altruismus haben sind unteutsch, Vorurteile aus grauester Vorzeit (2013) und von Castro und/oder den Taliban oder - noch schlimmer - den Grünen, gesteuert.
M
Mit Jägern gibt es kein Miteinander.

Irrtümer über die Jagd: http://forum.geoclub.de/viewtopic.php?p ... 0#p1174810

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Jaga » Di 13. Mai 2014, 07:57

Ach Migu, reiten wir jetzt auf dem Thema Jagdunfälle herum? In Kürze:

1. Genf: Dort wird mit Scheinwerfern, Nachtsichtgeräten und Maschinengewehren gejagd, von Paramilitärs, die die Allgemeinheit teuer bezahlt. Von Jagdruhe kann keine Rede sein. Nur die private Jagd ist doct nicht erlaubt. Das hatten wir aber alles schon. Ist es wirklich das, was Du willst? Militär im Wald?

2. Unfälle: In den letzten fünf Jahren gab es keinen Jagdunfall, bei dem Außenstehende beteiligt gewesen wären. Der Fall Schönwald ist ein Sonderfall. Hier etwas (belegte) Information:

Für das Jahr 2009 registrierte die Bundesgemeinschaft der Landwirtschaftlichen Sozialversicherungen 854 Fälle, in denen sich Jäger, einschließlich Berufsjäger, verletzten. Ursache für über 350 Fälle davon sind Äste, Dornen, Baumstümpfe oder Unebenheiten des Bodens, die zu Prellungen, Stauchungen oder Brüchen führten. Rund achtzig mal passierten Unfälle mit Messern beim Verarbeiten des Wildes. Ein tödlicher Unfall mit einer Jagdwaffe ereignete sich nach Angaben des Spitzenverbandes 2009. 2008 gab es drei tödliche Unfälle mit Jagdwaffen bei 348.000 Jägern in Deutschland, 2011 zwei und 2010 ebenfalls zwei tödliche Unfälle mit Jagdwaffen bei rund 350.000 Jägern. In keinem dieser Fälle waren Außenstehende betroffen. Im September 2012 wurde im oberfränkischen Schönwald ein Mann erschossen, der am frühen Morgen in der Dunkelheit in einem Maisfeld war und von einem Jäger für ein Wildschwein gehalten worden war. Die gerichtliche Klärung des Unfalls ist noch nicht abgeschlossen.
Zuletzt geändert von Jaga am Di 13. Mai 2014, 07:59, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von steingesicht » Di 13. Mai 2014, 07:59

Migu1006 hat geschrieben:... die Zahl der Jagdunfälle würde drastisch zurück gehen.
Es würde auch schon helfen, wenn man auch hierzulande die Verwendung von Nachsichtgeräten, Beleuchtung etc. zulassen würde und nicht wegen falsch verstandener Tradidition oder warum auch immer dies ablehnt.
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von steingesicht » Di 13. Mai 2014, 08:10

Jaga hat geschrieben:Ach Migu, reiten wir jetzt auf dem Thema Jagdunfälle herum? In Kürze:

1. Genf: Dort wird mit Scheinwerfern, Nachtsichtgeräten und Maschinengewehren gejagd, von Paramilitärs, die die Allgemeinheit teuer bezahlt. Von Jagdruhe kann keine Rede sein. Nur die private Jagd ist doct nicht erlaubt. Das hatten wir aber alles schon. Ist es wirklich das, was Du willst? Militär im Wald?
Ich weiss ja nicht was Migu will, aber ich persönlich hätte da kein Problem mit, wenn die Jagd von einer "Forstpolizei" übernommen wird.
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