Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Moderator: Zappo

Nutzt ihr Tiere und deren Produkte?

Ich bin kein Jagdgegner und nutze Produkte vom toten und lebendigen Tier (Fleisch, Leder, Gelatine, Milch, Eier usw.)
57
65%
Ich bin kein Jagdgegner und nutze keine Produkte vom toten Tier aber vom lebendigen Tier (Milch, Eier usw.)
1
1%
Ich bin kein Jagdgegner und nutze keine Produkte vom Tier
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Keine Stimmen
Ich bin Jagdgegner und nutze Produkte vom toten und lebendigen Tier (Fleisch, Leder, Gelatine, Milch, Eier usw.)
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Ich bin Jagdgegner und nutze keine Produkte vom toten Tier aber vom lebendigen Tier (Milch, Eier usw.)
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Ich bin Jagdgegner und nutze keine Produkte vom Tier
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Keine Angabe bzw. ich will nur das Ergebnis sehen
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Jaga
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Jaga » Di 13. Mai 2014, 08:17

Genau: Der Wald als militärisches Sprrgebiet. Dosen müssen amtlich genehmigt werden. Mit Prüfnummer. Geocacher brauchen einen Geo-Schein mit staatlicher Prüfung, der bei der Tätigkeit als Geocacher zusammen mit dem Personalausweis mitzuführen ist. Über Uniformzwang wird nachgedacht, die Jack-Wolfskin-Jacke gilt als vorläufiger Uniform-Ersatz. Der Besitz subversiver Werkzeuge wie etwa Motorsäge ist genehmigungspflichtig, der Besitz einer Schreibmaschine auch ... halt! Hatten wir das bis 1989 nicht? Ich erinnere mich dunkel.

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Migu1006
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Migu1006 » Di 13. Mai 2014, 08:53

KMundS hat geschrieben:
Metallsonde hat geschrieben:Auf mich haben sie schon 2mal scharf geschossen.
Das kann doch schon mal gar nicht sein :roll:

Ich habe hier mal eine Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse (Paradigmenwechsel ahead):

Dank der guten Aufklärung wissen wir nun, dass der Jäger eigentlich gar nicht jagt, bzw. nur dann, wenn ihn der Hunger dazu treibt oder ihn das unmenschliche Jagdgesetz dazu zwingt. Eigentlich ist der Jäger Tag und Nacht im unentgeltlichen Dienst für die Allgemeinheit unterwegs, übernimmt die Aufgaben von "Naturschützern", "Bauern", "Wildhütern", "Rangern" und Batman, rettet Kitze (aka "Bambi"), errichtet am Waldrand hochkomplexe, teure Installationen, die die Freundschaft zwischen Mensch und Tier symbolisieren sollen (vulgo "Hochsitze", bzw. "stände"), besiegt die Tollwut, Pest und Cholera, unterstützt die Metallindustrie, löscht Waldbrände, löst das Welthungerproblem und und und. Darum geht auch der Friedensnobelpreis dieses Jahr an die deutsche Jägerschaft, sowie der für Biologie, Physik, Literatur und Philosophie. Genau genommen gehen alle Nobelpreise an sie, weil Jäger bekanntermaßen die klügsten Menschen der Welt sind (oder die größten Lebern haben, das verwechsle ich immer). Und natürlich sagen Jäger, im Gegensatz zu Nichtjägern (aka "Faschisten" aka "Tierschützern" aka "Grünen") immer und grundsätzlich die Wahrheit. Sie können Chuck Norris in jeder Kampfsportart besiegen, Dinge essen, von denen jedem anderen Menschen kotzübel wird und (fast) ohne Frostschutzmittel bei -30° Celsius sechs Stunden lang auf einem Holzbrett sitzen, nur mit einem Katzenfelloverall mit Golden Retriever-Besatz bekleidet. In Diskussionen und Debatten bleiben sie immer sachlich (bedingt durch ihre überlegene Genetik), beleidigen oder bedrohen niemanden und haben als einzige (bedingt durch ihre überlegene Genetik) die schlagenden Argumente. Der Jungjäger (55+) unterscheidet sich vom Altjäger (75+) im Jahre 2014 um 360 Grad. Das ist logisch, weil die Jagd eine hochindividuelle Berufung ist (was jeden Jäger zu einem Einzelfall macht), bei der man völlig unbeeinflusst seinen guten Weg geht und weil der Mensch als solcher sich sowieso alle zehn Jahre grundlegend weiterentwickelt. Sie haben einen guten Humor und einen unfehlbaren Sinn für Satire, die sich allerdings nicht gegen Jäger richten darf, da sie sonst einfach nur beleidigend, kindisch und dumm ist. Aber das ist ja auch nur menschlich und daher verständlich.

Jegliche Behauptungen, Jäger würden Wildtiere etwa zum Spaß töten, quälen, ihre Hunde in Schliefenanlagen an ihnen ausbilden, diese bei Ungehorsam bewußt anbleien oder sie schlagen oder mit Stachelhalsbändern (volle Pulle reinlaufen lassen) und/oder Teletacs traktieren (die bietet Frankonia nur der Vollständigkeit halber an, kein Jäger würde das jemals kaufen. Die Benutzung ist ja auch verboten, was sollte man also damit?) oder Haustiere vor den Augen ihrer Besitzer erschiessen, Menschen aus Unachtsamkeit erschiessen, trotz milder Winter verbotenerweise zufüttern, Wildtiere nur zum Zweck des Abschusses mit Futter in die Nähe der aus Holzabfällen grobgezimmerten Hochsitze locken, überhaupt an Abschüssen oder Trophäen interessiert sein, gerne einen über den Durst trinken, sich im Wald wie die sprichwörtliche Axt aufführen, zusammengebrochene, verottende Hochsitze inklusive rostiger Schrauben und Nägel zu tausenden einfach so rumliegen lassen, bei akuter Unlust auch mal auf die Nachsuche verzichten, Spaziergänger anpöbeln oder bedrohen, mit todernster Miene Bräuche ausüben, gegen die die Bräuche der Buschmänner modern und fortschrittlich wirken oder Motive jenseits des puren, reinen Altruismus haben sind unteutsch, Vorurteile aus grauester Vorzeit (2013) und von Castro und/oder den Taliban oder - noch schlimmer - den Grünen, gesteuert.
M
Nachdem ich erstmal herzlich gelacht habe ob der rethorisch gut gelungenen Ausdrucksweise, muss ich jetzt ernsthaft sagen - KMundS hat es auf den Punkt gebracht. Danke dafür.

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von KMundS » Di 13. Mai 2014, 09:05

Migu1006 hat geschrieben:Nachdem ich erstmal herzlich gelacht habe ob der rethorisch gut gelungenen Ausdrucksweise, muss ich jetzt ernsthaft sagen - KMundS hat es auf den Punkt gebracht.
Ich bin zwar kein Jäger, habe aber dennoch ab und an lichte Momente :^^:
Danke dafür.
Keine Ursache :)

M
Mit Jägern gibt es kein Miteinander.

Irrtümer über die Jagd: http://forum.geoclub.de/viewtopic.php?p ... 0#p1174810

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Migu1006 » Di 13. Mai 2014, 09:06

20140511_152924.jpg
20140511_152924.jpg (180.05 KiB) 975 mal betrachtet
Hier dann mal ein Foto zum von KMundS zitierten Naturschutz (hier ist es allerdings nicht nur ein verrottender Ansitz, sondern auch eine vergammelnde Futterkrippe. Statt die zu entsorgen, wird einfach eine neue - diesmal aus Plastik - an den übernächsten Baum gepappt):

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Zweiauge » Di 13. Mai 2014, 09:07

ich hatte bis zu diesem Post noch nie was von Schliefenanlagen gehört, habs gegoogelt und bin sprachlos ob dieser grausamen Tierquälerei.
Wer so was auch nur im Ansatz gut heißt, ist schlicht und einfach kein Mensch, mit dem ich was zu tun haben will und für den ich in irgendeiner Diskussion Partei ergreifen würde.
Unglaublich, wie Menschen Empathie fehlen kann. Wird das abtrainiert? Ich meine, welchen Knopf muss man in sein eigenes Hirn machen, um das richtig zu finden?

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Migu1006 » Di 13. Mai 2014, 09:08

Und dann wär da noch dieses Foto - hinten links kann man einen Ansitz erkennen. Der ist zwar auch nicht mehr nutzbar, da total hinüber. Aber der steht da nicht ohne Grund, oder?
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20140511_152940.jpg
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Migu1006 » Di 13. Mai 2014, 09:14

Und dann wäre da noch dieses Foto. Ein paar Meter weiter hingen andere Schilder, mit Foto drauf von säugender Ricke mit Kitz. Und der Bitte, sich im Wald ruhig zu verhalten, kein Feuer zu machen, Hunde anzuleinen. Diese Bitten um Vernunft beim Waldspaziergang finde ich grundsätzlich gut. Das Foto war auch schön. Aber EHRLICH wäre gewesen, daneben noch ein Foto zu setzen.

Das Foto ganz unten ist das, was ich fotografiert hätte. Das mit den Rehen wäre das gewesen, was ich mir noch auf das Bambi-Schild gewünscht hätte.
langenraintreibjagd2009016.jpg
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20140511_173150.jpg
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Migu1006 » Di 13. Mai 2014, 09:18

Zweiauge hat geschrieben:ich hatte bis zu diesem Post noch nie was von Schliefenanlagen gehört, habs gegoogelt und bin sprachlos ob dieser grausamen Tierquälerei.
Wer so was auch nur im Ansatz gut heißt, ist schlicht und einfach kein Mensch, mit dem ich was zu tun haben will und für den ich in irgendeiner Diskussion Partei ergreifen würde.
Unglaublich, wie Menschen Empathie fehlen kann. Wird das abtrainiert? Ich meine, welchen Knopf muss man in sein eigenes Hirn machen, um das richtig zu finden?
Zweiauge, Du bist nur einer von Hunderttausenden, die nicht wissen, was Schliefanlagen sind. Und die bisher nicht wissen, was Jagd wirklich bedeutet. Die es auch nicht hinterfragen, weil es eben Tradition ist. http://www.abschaffung-der-jagd.de/index.html Da gibts noch mehr Infos und Links zum Thema Jagd....

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von JackSkysegel » Di 13. Mai 2014, 09:53

Bei den hier vorgetragenen Verallgemeinerungen sträuben sich mir die Nackenhaare.
Unechter Cacher (Tm)

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Zappo » Di 13. Mai 2014, 10:06

JackSkysegel hat geschrieben:Bei den hier vorgetragenen Verallgemeinerungen sträuben sich mir die Nackenhaare.
Daran wird sich hier auch nix ändern.
Deshalb mach ich mal zu.

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