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Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Moderator: Zappo

Nutzt ihr Tiere und deren Produkte?

Ich bin kein Jagdgegner und nutze Produkte vom toten und lebendigen Tier (Fleisch, Leder, Gelatine, Milch, Eier usw.)
57
65%
Ich bin kein Jagdgegner und nutze keine Produkte vom toten Tier aber vom lebendigen Tier (Milch, Eier usw.)
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Ich bin kein Jagdgegner und nutze keine Produkte vom Tier
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Ich bin Jagdgegner und nutze Produkte vom toten und lebendigen Tier (Fleisch, Leder, Gelatine, Milch, Eier usw.)
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Ich bin Jagdgegner und nutze keine Produkte vom toten Tier aber vom lebendigen Tier (Milch, Eier usw.)
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Ich bin Jagdgegner und nutze keine Produkte vom Tier
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Keine Angabe bzw. ich will nur das Ergebnis sehen
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von treemaster » Fr 9. Mai 2014, 18:31

Und weil es jetzt eben auch noch so schön hier reinpasst:

Kommentar in der TAZ zu Süüüüüüüüüße Eichhörnchen

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Zappo
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Re: AW: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Zappo » Fr 9. Mai 2014, 18:35

KMundS hat geschrieben:
Bursche hat geschrieben:Bedenkt bitte, jahrhundertelang wurde das Recht zur Jagd als Meschenrecht verstanden. In den frühen Aufständen und Revolutionen war die Forderung nach einem freien Jagdrecht immer eine zentrale Forderung. Wir hätte heute womöglich noch immer Kaiser und König, hätte das Volk nicht schon vor 500 Jahren für das freie Jagdrecht gekämpft.
Bedenkt bitte, dass die Leute früher nicht zum Spaß gejagt haben, sondern weil sie nichts zu essen hatten. Heute ist es zu 99% Hobby. Privates Hobby, zum eigenen Vergnügen.
Wegen Spaß revoltiert niemand...
Hmmm....MEINES Wissens war ein Grund der Forderung nach Jagdrecht fürs gemeine Volk, daß einmal die Viecher die Ernte (und die Hühner) auffraßen und wenn die Bauern sich wehrten, das dann prompt als Wilderei ausgelegt wurde, zum zweiten, daß die hohen Herren natürlich nix besseres zu tun hatten, als die Jagd IN den Feldern abzuziehen - und durch gewisse Steuern und Abgaben es eher nicht die Tagesordnung war, daß sich der Bauer überhaupt Fleisch leisten konnte - und da gehörte dann auch die Forelle und der Schwan dazu - alles tabu und todesstrafebehaftet.

Jagd hat aber sicher seit 2000 Jahren oder länger im mitteleuropäischen Raum nix mehr mit Essensbeschaffung zu tun. Die Zeiten der Mammutjäger und Rentierjäger sind deutlich vorbei. Und schon die Römer und Germanen etc. waren eher Haustieresser. In Haithabu ergaben Knochenuntersuchungen in den Abfallgruben usw. einen Anteil von von deutlich unter 10 % - nagelt mich nicht fest, ich müsste nachgucken - ich glaube 1% oder 3 %.

Abgesehen von der Fischerei war Jagd ab der Acker- und Viehzüchterära vernachlässigbar. Hobby, Unterhaltung, Mutprobe, Ackerschutz.

Gruß Zappo
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Re: AW: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von treemaster » Fr 9. Mai 2014, 18:43

KMundS hat geschrieben:Äh ja. Aber jetzt mal unter uns: Jedes Hobby kostet mehr, als es einbringt und jedes Hobby muss mit einer gewissen Energie betrieben werden, damit es einem auch was bringt. Wieviel jeder bezahlt und wieviel jeder an anderen Dingen investiert ist alleine seine Sache und vollkommen freiwillig. Und deswegen auch nicht sonderlich achtenswert.
Aus reiner Nächstenliebe macht keiner was.

M
Und weil man der Wutze in der Pfalz nicht mehr Herr wurde, hatte man schon die BW mit MG im Einsatz in der Planung... wäre in meinen Augen wirklich mal ein sinnvolles "Übungsschießen" ;)
Eine vernünftige Jagd zur reinen Wildbretgewinnung ist heutzutage auch als Hobby nicht mehr drin.... wenn ich die Mittel dazu hätte, würde ich ob des immensen Druckes auf unsere Natur, der mittlerweile durch hausgemachte Überpopulationen entstanden ist, glatt zum Wilderer werden. Aber leider werden durch Monokulturen und Vorschriften gegenüber den Waidmännern/frauen die Probleme immer größer und der "Ottonormalbürger", der früher mit Pfeil und Bogen durch die Wälder streifte um seine Familie zu ernähren, hat das Nachsehen.

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von treemaster » Fr 9. Mai 2014, 18:48

@ Zappo: vielleicht sollten wir alle Jagd"gegner" mal ins Mittelalter einladen... inklusive 3D-Parkour. Ich würde dann an einem Wochenende auch noch zusätzlich dafür sorgen, dass diese auf einem Stand einen Feuerprügel in die Hand bekommen könnten... mal sehen, was dann noch von der "Lust am Töten" übrig bleibt... und ausserdem könnte man einige sicherlich auch mal bei Jagdprinzen unterschieben... am besten bei einem Winteransitz (-20° in der Nacht) aber was tut man nicht alles, wenn die Sau fallen muß :D

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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Zappo » Fr 9. Mai 2014, 18:59

treemaster hat geschrieben:@ Zappo: vielleicht sollten wir alle Jagd"gegner" mal ins Mittelalter einladen... inklusive 3D-Parkour. ..
Dann steh ich aber GANZ weit hinten....sicherheitshalber. :D :D :D
treemaster hat geschrieben:.. am besten bei einem Winteransitz (-20° in der Nacht) aber was tut man nicht alles, wenn die Sau fallen muß....
Naja, im Mittelalter wars ja angeblich wärmer.

Ernsthaft: mit den "Strapazen" - auch der Hege- die der Jägersmann so auf sich nimmt, zu argumentieren, ist zweischneidig. Wenn man unterstellt, daß der Antrieb alleinig die Tötungslust ist, ist der geleistete Aufwand natürlich ein Gradmesser dafür, wie ausgeprägt diese sein muß, um trotz dieser negativen Mühseligkeiten daran Freude zu finden.

Dann ist die Schlußfolgerung "bescheuert" relativ naheliegend.

Der Schluß ist aber falsch, weil es eben die Anfangsannahme falsch ist.

Gruß
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Re: AW: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von KMundS » Fr 9. Mai 2014, 19:06

Aber was wäre die richtige Anfangsannahme?

M

(Nein, ich unterstelle aus Rücksicht auf die empfindlichen Gemüter anwesender Jäger keine Tötungslust. Nur Jagdfieber)
Mit Jägern gibt es kein Miteinander.

Irrtümer über die Jagd: http://forum.geoclub.de/viewtopic.php?p ... 0#p1174810

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Re: AW: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Zappo » Fr 9. Mai 2014, 19:18

KMundS hat geschrieben:Aber was wäre die richtige Anfangsannahme....
Weiß nicht, bin kein Jäger. Aber bei einer Tätigkeit, die m.W. nur zum Bruchteil im Schießen besteht - und da auch NICHT nur nach dem Motto "gut und viel", sondern in Richtung "gesunden Wildbestand* " liegt die Annahme nahe, daß es auch um was anderes geht. Werden aber die verschiedensten Ausprägungen sein.

Naturnähe, etwas im Wald machen, vielleicht auch ein wenig "mein" in Richtung für was verantwortlich sein, mehr zu tun, als nur am Sonntag durchzulatschen, nach dem Rechten gucken, gestalten - was weiß ich. IM IDEALFALL. Was ich verstehen kann - da, wo ich ne Dose liegen habe oder meine Hütte, lauf ich auch mit ein wenig anderem Gefühl durch den Wald als nur so und heb ein Papierchen mehr auf.

Die Wahrheit wird wohl in der Mitte liegen. Wer nur so mal irgendwo mitjagt, wird eher am Abschuß interessiert sein, wer auf lange Zeit dasselbe Waldstück hat, wird auch an Entwicklung Interesse haben. Und man sagt, daß viele Ältere nur noch das Allernötigste jagen - das kann ich aber nicht verifizieren - ich kenn nur Jüngere.

Gruß Zappo

*was ich für falsch halte.
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Re: AW: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von treemaster » Fr 9. Mai 2014, 19:19

KMundS hat geschrieben: (Nein, ich unterstelle aus Rücksicht auf die empfindlichen Gemüter anwesender Jäger keine Tötungslust. Nur Jagdfieber)
Weißt Du, da gebe ich Dir sogar fast recht.
Seit dem 01.05. sind die Rehböcke wieder offen. In den einschlägigen Foren konnte man mitfiebern, wie die Jagdausübungsberechtigten mit den Hufen scharrten... :roll:

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Re: AW: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von KMundS » Fr 9. Mai 2014, 19:27

@Zappo: Dann sollten sie sich vielleicht einfach umbenennen, in "Waldmeister" oder so. Um den inneren und äußeren Fokus von "Jagd" zu nehmen. Wenn's doch so unwichtig ist.

M

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Re: AW: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von KMundS » Fr 9. Mai 2014, 19:39

treemaster hat geschrieben:Weißt Du, da gebe ich Dir sogar fast recht.
Zuviel der Ehre.
Seit dem 01.05. sind die Rehböcke wieder offen. In den einschlägigen Foren konnte man mitfiebern, wie die Jagdausübungsberechtigten mit den Hufen scharrten... :roll:
Und ich wundere mich noch, warum die im Moment tagsüber so panisch die Felder überqueren.

M
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