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Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Moderator: Zappo

Nutzt ihr Tiere und deren Produkte?

Ich bin kein Jagdgegner und nutze Produkte vom toten und lebendigen Tier (Fleisch, Leder, Gelatine, Milch, Eier usw.)
57
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Ich bin kein Jagdgegner und nutze keine Produkte vom toten Tier aber vom lebendigen Tier (Milch, Eier usw.)
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Ich bin kein Jagdgegner und nutze keine Produkte vom Tier
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Ich bin Jagdgegner und nutze Produkte vom toten und lebendigen Tier (Fleisch, Leder, Gelatine, Milch, Eier usw.)
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Ich bin Jagdgegner und nutze keine Produkte vom toten Tier aber vom lebendigen Tier (Milch, Eier usw.)
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Zappo
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Zappo »

Migu1006 hat geschrieben:@ KMundS: Das mit dem Zweig soll die Ehrfurcht vor der toten Kreatur zeigen. "Der letzte Bruch" nennt der Jäger das. Insgesamt gibt es sehr eigenartige Riten bei diesen Grünröcken, allein schon die Tatsache, dass sie eine eigene Sprache haben, ist interessant. ......
Huhu....aufwachen. "Anders sein" ist jetzt kein Argument für oder gegen was. Oder wir begeben uns da in ziemliche Untiefen. In die denkbar untiefsten Untiefen.

Auch z.B. Zimmermänner haben - wie eigentlich jeder Beruf bis hin zum Buchhalter - eigene Sprachen. Und eigene Riten.

Es soll sogar Leute geben, die mit einem rituellen Gemurmel ("Scheisse, die Batterien sind gleich alle") über ein technisches Artefakt gebeugt sklavisch dessen Fingerzeig in die Wildnis folgen und sich dort sowas wie einem kleinem versteckten Altar nähern, dort Coins und TBs opfern und ihren Opfergang in ein geheimes Buch eintragen.

Und sich danach besser fühlen. Unverständlicherweise :D

Auf die eigene Sprache dieses Gruppierung ("DFDC") , eigene Kleidung (Wolfskin oder Flecktarn), interne Zirkel-Treffen und Bezeichnungen für alle Andersartigen will ich da garnicht eingehen.

Natürlich könnte man mit ein bisschen Wohlwollen und wenn man denn wollte und nur ganz eventuell und nur wenn es einem nicht zu sehr ins Feinbild grätscht -also wohl eher doch nicht- aus dem rituellen "Bruch" des Jägers herauslesen, daß es wohl doch nicht nur ums geistlose und dumpfe Töten geht, sondern daß sich diese Leute so ihre Gedanken machen. Vielleicht nur manche. Und vielleicht auch nicht die richtigen. Wie auch bei den Geocachern leider nur manche.

Aber wie gesagt, nur wenn man wollte.

Gruß Zappo
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KMundS
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von KMundS »

Migu1006 hat geschrieben:@ KMundS: Das mit dem Zweig soll die Ehrfurcht vor der toten Kreatur zeigen. "Der letzte Bruch" nennt der Jäger das.
So jemanden kann ich voll ernst nehmen :D
Insgesamt gibt es sehr eigenartige Riten bei diesen Grünröcken, allein schon die Tatsache, dass sie eine eigene Sprache haben, ist interessant.
Dient ja nur der Verschleierung. Wie Fadenkreuz schon erwähnte: "Damit die Nachsuche einfacher wird, lässt man das Tier bis zur Erschöpfung erst mal weglaufen. In der perversen Sprache der Jäger heißt das dann, man lässt das Stück krank werden." "Krank werden", denkt der Uninformierte "das ist ja harmlos".
Naja, wenn selbst die Experten der Zeitschrift "Wild & Hund" langsam auf den Trichter kommen, dass die Jagd z.B. bei der Wildscheinpopulation keine nennenswerten Rückgänge bewirkt, sind wir auf einem guten Weg. Die Jagd schafft sich eh auf kurz oder lang ab.

http://www.wildundhund.de/home/8246-ende-eines-dogmas
Die Jagd löst überhaupt kein Problem, außer dem Triebstau des Jagenden. Bei Wildschweinen ist es offensichtlich, da kann man es zugeben.
Und immer wieder bediene ich mich gern des Zitats des früheren Bundespräsidenten Theodor Heuss: "Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit."
Ein schönes Zitat. Der kannte eine Menge Jäger, der Heuss.

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Irrtümer über die Jagd: http://forum.geoclub.de/viewtopic.php?p ... 0#p1174810
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Zappo
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Zappo »

KMundS hat geschrieben:.....Dient ja nur der Verschleierung.....Die Jagd löst überhaupt kein Problem, außer dem Triebstau des Jagenden. Bei Wildschweinen ist es offensichtlich, da kann man es zugeben.....
Tja, da bekennen jetzt Jäger in ihrem eigenen Revolverblatt, daß ihre Anstrengungen, sus scrofa :D in den Schranken zu halten,
nicht ausreichen werden. Ist jetzt aber auch wieder nicht recht.
Wahrscheinlich könnten Jäger hauptberuflich, kostenlos und selbstfinanziert Feuerwehr, Rettungsdienst und Krankenpflege übernehmen und Du würdest immer noch was von "Verschleierung" murmeln.

Der Thread entwickelt sich so langsam auch wieder nur zur Spazierenführens Deines Feindbildes.

Aber so dumpf, daß man pauschal alle Mitglieder einer Gruppe haßt? Wo hört das eigentlich auf, wo fängt das an? Beim Jäger, beim Treiber? Beim Sohn des Jägers? Beim Käufer des Wildfleisches? Und was ist überhaupt mit dem Metzger?

Und wer hat DICH da als Richter darüber eingesetzt?

Ganz ehrlich - wer nicht zur Einsicht fähig ist, daß es überall solche und solche gibt, ist weltfremd - ums mal freundlich auzudrücken. Und wer PAUSCHAL irgendjemand so abgrundtief verurteilt, muß sich die Frage gefallen lassen, ob er in einer freien, toleranten Gesellschaft am richtigen Platz ist - und ob ihm Respekt vor dem Mitmenschen und dessen Rechten ein Fremdwort ist.

Gruß Zappo

"Herr Wirt, bitte neue Gäste - die alten hier nerven"
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KMundS
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von KMundS »

Zappo hat geschrieben:Und wer hat DICH da als Richter darüber eingesetzt?
Die Frage ist doch, wer dich zum Beurteilenden meiner freien Meinung eingesetzt hat?

"Die verfassungsgarantierte Meinungsfreiheit dient eben nicht nur dem Zweck,
im stillen Kämmerlein vor sich hin meinen zu dürfen.
Es ist legitim, seine Meinung in genau der Form zu äußern,
die die größtmögliche Wirkung verspricht." (Tim Gerber, c't-Editorial 18/2001)

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Zappo
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Zappo »

KMundS hat geschrieben:Die Frage ist doch, wer dich zum Beurteilenden meiner freien Meinung eingesetzt hat?

"Die verfassungsgarantierte Meinungsfreiheit dient eben nicht nur dem Zweck,
im stillen Kämmerlein vor sich hin meinen zu dürfen.
Es ist legitim, seine Meinung in genau der Form zu äußern,
die die größtmögliche Wirkung verspricht." (Tim Gerber, c't-Editorial 18/2001)...
Naja, wenn jetzt schon die weisen Sprüche aus der c´t herhalten müssen, will ich da nicht im Wege stehen.

Es gibt aber einen Unterschied zwischen Meinungsfreiheit und Pauschalbeleidigungen von Mitmenschen. Und fürs Forum und die Mitlesenden ist es natürlich auch nicht so pralle, wenn es hier statt Erfahrungsaustausch und Lesenswertem nur immer den gleichen weltanschaulichen* Schlagaustausch gibt.

Gruß Zappo

* für pauschales "Gegen-Jäger-Poltern" fast ein ein wenig schmeichelhafter Ausdruck :D
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KMundS
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von KMundS »

Zappo hat geschrieben:Naja, wenn jetzt schon die weisen Sprüche aus der c´t herhalten müssen, will ich da nicht im Wege stehen.

Es gibt aber einen Unterschied zwischen Meinungsfreiheit und Pauschalbeleidigungen von Mitmenschen. Und fürs Forum und die Mitlesenden ist es natürlich auch nicht so pralle, wenn es hier statt Erfahrungsaustausch und Lesenswertem nur immer den gleichen weltanschaulichen* Schlagaustausch gibt.
Außer persönlichen Angriffen und stumpfem "alles ist zu tolerieren" habe ich von der pro-Jagd-Fraktion noch nichts gelesen.

Jetzt die "nicht gut für's Forum"-Karte zu ziehen wirkt auch recht hilflos. Wenn man ein (für's Geocaching IMHO vollkommen nutzloses) Jagd-Unterforum unterhält, kommen halt nicht nur "Ich mag meinen Jäger"-Äußerungen.

Beleidigt habe ich bis jetzt m.W. noch keinen, die Art der Kommunikation kam eher von der anderen Seite.

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Migu1006
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Migu1006 »

Tach auch,

ich schätze mal, das Problem ist Folgendes: Jahrtausendelang wurde die Jagd als Tradition und notwendig erachtet. Jagd diente der Nahrungsbeschaffung, später wurde Jagd ein Privileg, dann wieder offen für (fast) alle. Jagd diente der Kommunikation und förderte gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Beziehungen. Ich glaube, diesem Zweck dient die Jagd heute nur noch in den seltensten Fällen.

Warum wird jemand Jäger? Wenn es nur die würden, die Land besitzen, könnte ich es verstehen. Aber warum wird der CNC-Maschinen-Bediener Jäger, der eine 120 m² Mietwohnung in der Stadt besitzt? Warum der Busfahrer, bei dem das Geld hinten und vorn nicht reicht und der sich für Jagdschein und Jagdausrüstung einen Kredit aufnehmen muss?

Geht es wirklich "nur" im Hege und Pflege? Ist Jagd wirklich "angewandter Naturschutz"? Wer sich mal genauer in Feld und Flur umsieht und wem dann PS-starke Geländewagen begegnen und wer verrottete Ansitze findet, der muss daran zweifeln. Wenn man dann mal überlegt, wie viel Bleischrot verballert wird und dass Teile dieser Munition ja auch im Hasen und der Ente stecken, die Sonntags auf den Tisch kommt, der muss den Naturschutzgedanken wirklich hinterfragen. Von Tierschutz mal ganz zu schweigen. Oder warum werden immer noch Fallen aufgestellt, in denen das sogenannte Raubwild elendig verreckt? Wo die Tiere stundenlang in Kastenfallen sitzen in Angst und Panik, bis der Jäger sie dann mit der Pistole "erlöst"? Wo Wild angeschossen wird und mitunter erst lange nach dem Krankschießen eine Nachsuche erfolgt - wenn überhaupt. Zuchtfasane werden Tage vor dem Abschuss ausgesetzt, so an Menschen gewöhnt, dass sie gar nicht erst großartig wegfliegen und von Jagdhelfern aufgescheucht werden müssen.

Guckt Euch mal im Forum "Wild & Hund" die Jagdfotos an. Da sind wirklich schöne Tier- und Landschaftsfotos dabei. Aber auch viele, wo man sich als normal denkender und empathischer Mensch fragen muss, ob da eventuell ein hochgradig persönlichkeitsgestörter Mensch am Werk war.

Interessant auch der Bericht aus der Reihe "37°" im ZDF, einfach mal bei youtube gucken in Sachen Haustierabschuss.

Noch einen schönen Rest-Dienstag wünscht

Micha
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eifriger Leser
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von eifriger Leser »

KMundS hat geschrieben:Es ist legitim, seine Meinung in genau der Form zu äußern,
die die größtmögliche Wirkung verspricht." (Tim Gerber, c't-Editorial 18/2001)
M
Oha, ein Blankocheck für alles?!
Eine Diskussion ist oft genug Brainstorming ohne Brain.
© Erhard Blanck (*1942), deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler
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Zappo
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von Zappo »

KMundS hat geschrieben:....Jetzt die "nicht gut für's Forum"-Karte zu ziehen wirkt auch recht hilflos....
Ist ja auch hilflos. Was soll man machen? Ich kann Dir nicht das Forum verbieten.
KMundS hat geschrieben:....Wenn man ein (für's Geocaching IMHO vollkommen nutzloses) Jagd-Unterforum unterhält.....
Warum schreibst Du dann hier? Als das hier noch ein Forum war, in dem die handvoll Fragen bezüglich der Kontaktflächen zwischen Geocaching und Jäger behandelt und diskutiert wurden, hatte das ja schon einen Sinn. Ab und an schlägt dann wieder jemand auf, der meint, hier die Frage der Jagd grundsätzlich, des Tierschutzes oder anderer nicht Geocaching-bezogenen Themen "diskutieren" zu müssen. OK, löschen will ich das nicht grundsätzlich. Ist aber halt unnütz und wenig weiterbringend. Und wenig unterhaltsam.

Gruß Zappo
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KMundS
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Re: Jagd und Tiernutzung: wie konsequent seid ihr?

Beitrag von KMundS »

eifriger Leser hat geschrieben:
KMundS hat geschrieben:Es ist legitim, seine Meinung in genau der Form zu äußern,
die die größtmögliche Wirkung verspricht." (Tim Gerber, c't-Editorial 18/2001)
M
Oha, ein Blankocheck für alles?!
Nein, für Meinungsäußerung :^^:
Das ist natürlich nur ein Hilfskonstrukt, weil Herr Gerber sich ja auf die Meinungsfreiheit (des Bürgers gegenüber dem Staat) bezieht ;)
Wenn ich allerdings schon dem gegenüber die Freiheit der Meinung habe, so doch erst recht gegenüber irgendwelchen Leuten in irgendeinem Forum. So lange ich gewisse Grenzen nicht überschreite. Betroffene werden die vielleicht schneller überschritten sehen als andere, aber c'est la vie.

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