Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

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Jaga
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Re: Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

Beitrag von Jaga » Fr 16. Mai 2014, 12:36

Migu1006 hat geschrieben:Ha, vorhin ist Folgendes passiert:

Mein Telefon klingelt, dran ist mein Vermieter, der ja hier auch Jagdpächter ist. Und er fragt, ob ich heute Abend ab 17 Uhr Zeit hätte, die Wiesen hier ringsum nach Kitzen abzusuchen, da morgen gemäht werden soll. Verdammt - ich muss ab 16 Uhr arbeiten! Aber ich habe ihm gesagt, dass er mich gern wieder ansprechen kann. DAS ärgert mich jetzt so richtig! :motz:
Das spricht doch für Deinen Vermieter und dafür, dass er doch kein so übler Bursche ist. Sehr erfreulich.

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Re: Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

Beitrag von Migu1006 » Fr 16. Mai 2014, 12:39

Ähm... woraus schließt Du jetzt, dass er kein übler Bursche ist? :???:

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Re: Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

Beitrag von Jaga » Fr 16. Mai 2014, 12:41

Migu1006 hat geschrieben:Ähm... woraus schließt Du jetzt, dass er kein übler Bursche ist? :???:
Weil er mit Dir redet, Dich einbezieht, Dich ernst nimmt, Deine Hilfe annimmt...

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Re: Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

Beitrag von treemaster » Fr 16. Mai 2014, 13:01

Jaga hat geschrieben:Hallo Treemaster,

als erstes würde mich interessieren: Ist das Gelände befriedet oder nicht? Falls befriedet, wovon ich ausgehe, kannst Du ja dennoch jagen lassen. Die Jagd ruht ja nur auf befriedetem Gebiet, und was ruht, kann auch erweckt werden. Auskunft gibt die Untere Jagdbehörde, diese erteilt auch die Genehmigung für Jagd im befriedeten Gebiet, falls überhaupt notwendig. Diese ist für jagdliche Belange zuständig, das Forstamt als Vertreter des Eigentümers Staat für den anderen Verwaltungskram.

Dann würde ich über den Pächter Kontakt zu den beiden Begehungsscheininhabern aufnehmen. Mit Sicherheit wissen die gar nicht, dass Sie bei Dir jagen dürfen. Warum sollen sie sich keinen Hasenbraten schießen wollen?

Und: Habt Ihr einen Falkner in der Nähe? Auskunft gibt der Deutsche Falkenorden. So ein Raubvogel hat einen enormen Vergrämungseffekt. Auch hier würde ich mal nachfragen und mich vielleicht beraten lassen, wie Du Dein Gelände für Greifvögel interessanter machen kannst, etwa mit dem Aufstellen von Julen, oder zeitweise zur Falkenjagd freigibst. Die gesetzlichen Voraussetzungen sind dieselben wie bei der Jagd mit Flinte (Begehungsschein usw.)
Hallo Jaga,

nach Auskunft Forstamt sind die 8 ha. befriedet und deshalb dem Pächter auch aus dem Pachtvertrag ausgenommen (sprich er zahlt für die Fläche nichts, genauso wie für die 32ha des Obstgutes)
Die anderen zwei wissen sehr wohl, dass sie da draußen jagen dürfen. Vom einen hatte ich auch schon mal die Waffe in der Hand und durfte durchgucken (12x56 Glas auf .223er Repetierer). Erstaunlich wie groß eine Krähe auf 150m damit ist :)... "Damit schieße ich alle Rehe auf 200m mit Trägerschuß "... ich hatte es ja schon einmal irgendwo geschrieben, nur wollte mir damals keiner glauben :???:
Den zweiten sehe ich immer nur von weitem, wenn er seinen Junghund mal wieder Spazieren führt. Er hat sich bislang noch nicht bei mir vorgestellt, winkt immer nur aus dem Auto wenn er mich sieht.
Irgendwo in den untiefen des Rechners müßte ich noch Bilder haben, wie die damals einen Luderplatz angelegt haben: Unfall-Ricke mit Edelstahldraht bei mir außerhalb des Zaunes offen 40m vor der Kanzel angebunden. Als mir mein damaliger Begleiter dann 4 Wochen später den abgenagten Schädel 300m vom Platz entfernt vor die Füße gespuckt hat, war das für mich der Moment, ab dem ich mich intensiver mit den do´s and dont´s der Jagd beschäftigt habe.

Danke für den Tip mit den Falknern. Immerhin ist die Deutsche Greifenwarte ja keine 10km Luftlinie von mir entfernt. Wenn mich nicht alles täuscht, müssen die aber auch sich an die Schonzeiten halten?

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Re: Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

Beitrag von Jaga » Fr 16. Mai 2014, 13:31

treemaster hat geschrieben:Danke für den Tip mit den Falknern. Immerhin ist die Deutsche Greifenwarte ja keine 10km Luftlinie von mir entfernt. Wenn mich nicht alles täuscht, müssen die aber auch sich an die Schonzeiten halten? treemaster
Ja. Falkner unterliegen denselben Bestimmungen wie ihre Kollegen ohne gefiederten Helfer. Es sind Jäger ohne Flinte. Voraussetzung zur Falknerprüfung ist auch die theoretische Jägerprüfung.

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Re: Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

Beitrag von Heimo » Fr 16. Mai 2014, 13:33

treemaster hat geschrieben:Danke für den Tip mit den Falknern. Immerhin ist die Deutsche Greifenwarte ja keine 10km Luftlinie von mir entfernt. Wenn mich nicht alles täuscht, müssen die aber auch sich an die Schonzeiten halten?
Jagd ist Jagd ob Beiz-Jagd (Greifvogel), Fallenjagd oder Jagd mit der Schusswaffe alles ist gereglt, es gelten die Schonzeiten (die auch aufgehoben werden können und in manchen Fällen müssen) Regeln zur Pacht, zur Befriedung, zum Jagdausübungsrecht etc. etc. Es ist schlicht zu viel und von zu vielen Voraussetzungen abhängig um dir das alles im Forum zu erklären.

Auf jeden Fall gibt es für Dich und das Grundstück Möglichkeitern und man muss/darf Dich nicht im Regen stehenlassen.

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Re: Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

Beitrag von treemaster » Fr 16. Mai 2014, 14:01

Heimo hat geschrieben:
treemaster hat geschrieben:Danke für den Tip mit den Falknern. Immerhin ist die Deutsche Greifenwarte ja keine 10km Luftlinie von mir entfernt. Wenn mich nicht alles täuscht, müssen die aber auch sich an die Schonzeiten halten?
Jagd ist Jagd ob Beiz-Jagd (Greifvogel), Fallenjagd oder Jagd mit der Schusswaffe alles ist gereglt, es gelten die Schonzeiten (die auch aufgehoben werden können und in manchen Fällen müssen) Regeln zur Pacht, zur Befriedung, zum Jagdausübungsrecht etc. etc. Es ist schlicht zu viel und von zu vielen Voraussetzungen abhängig um dir das alles im Forum zu erklären.

Auf jeden Fall gibt es für Dich und das Grundstück Möglichkeitern und man muss/darf Dich nicht im Regen stehenlassen.
Danke für Eure Tips,

dann gibt es wohl für mich nur noch eines zu tun: persönlich mit 85kg Wut im Bauch auf´s zuständige Forstamt und mal richtig auf den Tisch hauen :D
Nehm ich da besser die Axt, das Fichtenmoped oder die angefressenen Bäume mit? :???: :D

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Re: Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

Beitrag von Heimo » Fr 16. Mai 2014, 14:11

treemaster hat geschrieben: Danke für Eure Tips,

dann gibt es wohl für mich nur noch eines zu tun: persönlich mit 85kg Wut im Bauch auf´s zuständige Forstamt und mal richtig auf den Tisch hauen :D
Nehm ich da besser die Axt, das Fichtenmoped oder die angefressenen Bäume mit? :???: :D
Alles nicht zielführend.

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Re: Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

Beitrag von Fadenkreuz » Fr 16. Mai 2014, 14:40

treemaster hat geschrieben:Nehm ich da besser die Axt, das Fichtenmoped oder die angefressenen Bäume mit?
Du gehst doch auf ein Amt. Da musst du andere Sachen mitnehmen: Einen Ausdruck des baden-württembergischen Landeswaldgesetzes, des Bundesjagdgesetzes und des Landesjagdgesetzes, des Sonn- und Feiertagsgesetzes, der Bauordnung und der Untergriesheimer Grünanlagenverordnung, zu allen Rechtsvorschriften noch die Durchführungsverordnungen, Verwaltungsvorschriften und Dienstanweisungen, außerdem die Rechtsprechung des VGH Mannheim und des OLG Stuttgart, Erlasse des Umweltministeriums, Stellungnahmen der unteren Jagdbehörde und des Regierungspräsidiums, diverse Kommentare und viel Zeit.

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Re: Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

Beitrag von treemaster » Fr 16. Mai 2014, 15:35

Fadenkreuz hat geschrieben:
treemaster hat geschrieben:Nehm ich da besser die Axt, das Fichtenmoped oder die angefressenen Bäume mit?
Du gehst doch auf ein Amt. Da musst du andere Sachen mitnehmen: Einen Ausdruck des baden-württembergischen Landeswaldgesetzes, des Bundesjagdgesetzes und des Landesjagdgesetzes, des Sonn- und Feiertagsgesetzes, der Bauordnung und der Untergriesheimer Grünanlagenverordnung, zu allen Rechtsvorschriften noch die Durchführungsverordnungen, Verwaltungsvorschriften und Dienstanweisungen, außerdem die Rechtsprechung des VGH Mannheim und des OLG Stuttgart, Erlasse des Umweltministeriums, Stellungnahmen der unteren Jagdbehörde und des Regierungspräsidiums, diverse Kommentare und viel Zeit.
Ich glaube, dann nehme ich eher den Schlammhund mit
Wutz klein.jpg
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dann sollte sich das auch recht schnell erledigen :D

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