Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

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Jaga
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Re: Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

Beitrag von Jaga » Sa 17. Mai 2014, 13:56

treemaster hat geschrieben:Nehm ich da besser die Axt, das Fichtenmoped oder die angefressenen Bäume mit? :???: :D
Noch ein Tipp: Jedes Landratsamt hat einen Jagdberater. Das ist ein Jäger mit ausgeprägten kommunikativen Fähigkeiten, der die Behörde berät und in der Regel Gott und die Welt kennt. Lass' Dir den für deine Region mal nennen und kontaktiere ihn.

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Migu1006
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Re: Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

Beitrag von Migu1006 » Sa 17. Mai 2014, 20:48

Schönen guten Abend,

sooo, jetzt sitze ich hier, habe ich einigermaßen akklimatisiert und bin doch sehr froh, nicht jeden Tag durch kniehohes Gras stiefeln zu müssen.

Also, heute war ich dann mit insgesamt sechs Jägern fleissig ums Haus herum in den Wiesen unterwegs mit meinem Hund, um Kitze aufzuspüren. Gefunden haben wir keins, zwei Stunden hat die ganze Aktion gedauert. Fragt mich einer der Herren: "Haben Sie auch einen Jagdschein?" Ich: "Nein, ich stehe der Jagd sehr kritisch gegenüber. Wenn schon Jagd, dann nach den Richtlinien des ÖJV. Und von Trophäenjagd und Jagdtourismus nach Ungarn, Polen, Kanada und wer weiß wohin halte ich mal garnix. Das hat doch nichts mit Hege und Pflege zu tun." Er: "Ja, da gibts verschiedene Meinungen." Ich: "Aber das Nachsuchen hier halte ich für wichtig, deswegen mache ich mit." Da war der Herr dann doch wieder beruhigt.

Wir stapfen also so durch die Botanik, mein Vermieter geht neben mir. Ich frage ihn: "Was ist mit der Wiese da hinten hinter dem Ansitz, die auch noch?" Er: "Nö, die geht uns nix an, die hat wer Anderes gepachtet. Der lässt sich aber nicht blicken."

So, das war dann wieder der Moment, in dem ich mich im Stillen gefragt habe, ob es Tier- und Naturliebe ist, warum die Herren in den Wiesen rumlaufen oder einfach nur die Tatsache, dass jedes kaputtgemähte Rehkitz eins weniger ist, welches man später über den Haufen ballern kann.

By the way: Der Herr Vermieter hat gestern Abend einen Bock geschossen. Den wollen sie heute in einer Kneipe totsaufen. Sagt er: "Der liegt bei mir im Auto." Ich: "Das will ich mir aber nicht vorstellen, es ist doch sauwarm im Wagen." Er: "Ich habe ihn in einer Kühltasche und später kommt er wieder zu Hause ins Kühlhaus." ????? Ist das üblich, die toten Viecher im Auto in der Gegend rum zu fahren, um sie den Jagdkollegen zu zeigen?

Fragen über Fragen.... und ich bin wieder mal verwirrt.

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JackSkysegel
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Re: Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

Beitrag von JackSkysegel » Sa 17. Mai 2014, 20:56

Warum hast du ihn nicht gefragt?
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Re: Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

Beitrag von Jaga » Sa 17. Mai 2014, 20:57

Kann es sein, dass Dein Vermieter ein Schalk ist und er und seine Kumpels Dich einfach nur hochnehmen wollen? So viele abstruse Dinge wir Du kann man doch gar nicht erleben. Ein geschossenes Reh wird sehr bald aufgebrochen (spätestens nach zwei Stunden), dann zum Auskühlen in die Wildkammer gehängt und dann für zwei, drei Tage in den Kühlschrank bei plus sieben Grad. Es gibt andere Verfahren, aber bei allen wird gekühlt.

Bei allen läuft es so: Reh in die Wildkammer, Gewehr in den Tresor, dann kann man ein Bierchen trinken gehen. Das macht keiner anders, auch nicht Dein Vermieter. Der will Dich nur ärgern.

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Re: Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

Beitrag von Migu1006 » Sa 17. Mai 2014, 21:02

Jaga hat geschrieben:Kann es sein, dass Dein Vermieter ein Schalk ist und er und seine Kumpels Dich einfach nur hochnehmen wollen? So viele abstruse Dinge wir Du kann man doch gar nicht erleben. Ein geschossenes Reh wird sehr bald aufgebrochen (spätestens nach zwei Stunden), dann zum Auskühlen in die Wildkammer gehängt und dann für zwei, drei Tage in den Kühlschrank bei plus sieben Grad. Es gibt andere Verfahren, aber bei allen wird gekühlt.

Bei allen läuft es so: Reh in die Wildkammer, Gewehr in den Tresor, dann kann man ein Bierchen trinken gehen. Das macht keiner anders, auch nicht Dein Vermieter. Der will Dich nur ärgern.
Hallo Jaga, ich denke nicht, dass er den Bock heute geschossen hat. Wir haben mit der Sucherei gegen 17 Uhr angefangen, dann müsste er ihn heute morgen erwischt haben. Er hat mir auf seinem Handy auch ein Foto von dem Tier gezeigt, ich konnte nur nicht viel erkennen und habe zuerst auf einen Hirsch getippt, weil sein Bruder hat ein Revier mit Hirschbesatz gepachtet hat.

Ich kenne das auch so, dass das Viech in die Kühlkammer kommt und dann gibts beim erfolgreichen Schützen ein Bierchen - verg. Woche habe ich erst noch den Herrn, dessen Gehörne meine Hand durchbohrt haben von so einem Umtrunk abgeholt.

Was die Jagd angeht, ist mein Vermieter ein eher humorloser Typ, es ist eigentlich nicht seine Art, doofe Witze über dieses Thema zu machen. Deswegen war ich ja so perplex ob seiner Erklärung.

Er hat sich aber mehrfach für meine Hilfe bedankt und ich habe ihm dann erklärt, dass meine Katzen zum Dank Schonzeit haben. Fand er auch nicht so lustig, hat es aber nicht krumm genommen.

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Re: Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

Beitrag von Jaga » Sa 17. Mai 2014, 21:08

Migu1006 hat geschrieben:Er hat sich aber mehrfach für meine Hilfe bedankt...
Das finde ich das Allerwichtigste.

Wenn er einen Bock erwischt hat, dann am frühen Morgen. Danach ist er mit Sicherheit nach Hause gefahren, hat den Bock in die Wildkammer und das Gewehr in den Schrank geschlossen und hat sich einen Kaffe gemacht. Wetten? Jede andere Behauptung ist nonsens und wäre seltsam.

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Re: Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

Beitrag von Migu1006 » So 18. Mai 2014, 12:40

Schönen guten Sonntag,

@ Jaga: Aber bitte erklär mir mal diese Aussagen, "mit der Wiese da hinten haben wir nix zu tun, die gehört einem anderen Jagdpächter."

Das Problem ist ja, dass der Bauer alle seine Wiese mähen will, von denen sind meinetwegen 70% abgesucht - was ja leider auch keine Garantie dafür ist, dass kein Kitz erwischt wird - die restlichen 30% sind nicht abgesucht. Weil der jeweilige Pächter keine Zeit und keine Lust hatte, durch zu laufen. Aber wäre es dann zuviel verlangt von den Nachbarpächtern, da auch mal lang zu gehen?

Hm...

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Re: Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

Beitrag von Heimo » So 18. Mai 2014, 18:24

Migu1006 hat geschrieben:So, das war dann wieder der Moment, in dem ich mich im Stillen gefragt habe, ob es Tier- und Naturliebe ist, warum die Herren in den Wiesen rumlaufen oder einfach nur die Tatsache, dass jedes kaputtgemähte Rehkitz eins weniger ist, welches man später über den Haufen ballern kann.
Nett wie DU DIR mal wieder DEINE Vorurteile bestätigst.

Die fremde Wiese hat dein Vermieter nicht zu betreten. Er weiß das, Du offensichtlich nicht. Schau doch mal in die für euch geltenden Landesgesetze von wann bis wann Wiesen nicht betreten werden dürfen.

In seinem Jagdrevier darf der Jäger die Wiesen zu Jagdzwecken also z.B. zur Suche nach Rehkitzen betreten. Trampelt er dabei das Gras nieder, ist das erst einmal ein Jagdschaden für den er haftet und als Revierinhaber haftet er auch für Jagdschäden die Jagdgäste oder Helfer anrichten.

In fremden Jagdrevier hat der Jäger kein über allgemeine Betretungsrechte hinausgehende Möglichkeit Wiesen zu betreten und die allgemeinen Betretungsrechts sind in der Vegetationsperiode nunmal sehr eingeschränkt. Das Suchen nach Rehkitzen in fremden Revier könnte zudem als Jagdwilderei ausgelegt werden.

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Re: Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

Beitrag von Fadenkreuz » So 18. Mai 2014, 18:45

Heimo hat geschrieben:Die fremde Wiese hat dein Vermieter nicht zu betreten.
Wenn ich die Schilderung richtig verstanden habe, dann war es eine einzige, große Wiese, die einem einzigen Landwirt gehört. Das Areal ist aber verteilt auf zwei (oder mehr) Jagdpachten. Der Landwirt kann beliebige Personen um Mithilfe bei der Vergrämung bitten - seine Frau, seine Kinder, seine Nachbarn. Die müssen nicht Jagdausübungsberechtigte sein. Wenn der Landwirt nun um Mithilfe bei der Suche nach Rehkitzen bittet, dann ist es unsinnig, die Suche auf jagdbezirkliche Grenzen zu beschränken und damit nur einen Teil der Wiese abzusuchen. Eine "fremde" Wiese gab es also aus Sicht des Vermieters gar nicht.

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Re: Anregungen, Beschwerden und wie es weitergeht......

Beitrag von Jaga » So 18. Mai 2014, 19:30

Migu1006 hat geschrieben:Schönen guten Sonntag,

@ Jaga: Aber bitte erklär mir mal diese Aussagen, "mit der Wiese da hinten haben wir nix zu tun, die gehört einem anderen Jagdpächter."
Ich könnte jetzt erklären, dass er halt für sein Revier zuständig ist und nicht für ein anderes. Er hätte aber auch das Feld ganz abgehen können. Aber weißt Du, wie man es macht, ist es ja nicht richtig. Hätte er die Wiese komplett abgesucht, wäre es als
Wir Jäger werden uns vor den wirklich wichtigen Gremien über unseren gesetzlichen Auftrag äußern - auf Gesetzgebungs- und Verbandsebene, in der Öffentlichkeitsarbeit - was ganz gut funktioniert -, vor den Grundbesitzern, mit denen wir fast immer einer Meinung sind - aber wir müssen uns garantiert nicht vor Geocachern rechtfertigen.

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