T5er aus Sicht von Grundeigentümern

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Kalleson
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T5er aus Sicht von Grundeigentümern

Beitrag von Kalleson » Do 19. Feb 2015, 09:48

Bei uns steht ein Treffen mit Vertretern eines Grundbesitzers (mehrere tausend ha Wald) an.

Die Alternativen lauten: Grundeigentümer verfügt generelles Geocachingverbot über GS oder wir Treffen uns und arbeiten Richtlinien (ähnlich wie es sie bei den Niedersächsischen Landesforsten gibt) aus.

Daher bitte keine Diskussionen über den Sinn oder Unsinn dieses Treffens. Das lässt sich nicht vermeiden, wenn man eine Massenzwangsarchivierung vermeiden möchte.

Ein Thema werden auch T5er - im Sinne von Baumklettercaches - sein.
Ich tue mich momentan schwer, Argumente zu finden, diese zuzulassen und wollte daher mal um den ein oder anderen Argumentationshilfendenkanstoß bitten.

Danke!
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BenOw
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Re: T5er aus Sicht von Grundeigentümern

Beitrag von BenOw » Do 19. Feb 2015, 12:18

Argumente "für T5" als solchen wirst Du kaum finden, auch weniger fürs "Geocachen" an sich. Eigentlich geht's ja nur darum "Wir wollen spielen, bitte lass uns das auf Deinem Grundstück tun!".

Und das wird nur funktionieren, wenn ihr es rüberbringt, dass der Grundstückseigentümer dadurch keinen Schaden hat, also nichts zerstört wird und keine Haftungsansprüche gegen ihn aufkommen. Letzteres wird etwas kniffliger, sobald man näher drüber nachdenkt. Ersteres auch, sobald er mitbekommt, dass ihr eigentlich keine echte Macht in der Community habt.

Meiner Meinung nach kann man sowas nur mit völliger Offenheit gewinnen, also dankbar für den Kontakt zeigen, klar die Fakten auf den Tisch legen (wo, wer, wieviel/Frequenz, unkommerziell), versprechen dass man sich auch um nicht-involvierte Owner kümmert (auch die von anderen Listingplattformen!), enge Kommunikation halten. Aber bitte nicht mehr zusagen, als man halten kann. Ggf. als Gewinn für den Eigentümer anbieten: irgendeine "Kontrollinstanz", die dem Grundeigentümer hilft, seiner Wegesicherungspflicht nachzukommen (die er hat, wenn er wissentlich eine Aktivität in seinem Wald zulässt), regelmäßig CITOs organisieren oder sonstige Unterstützung, je nachdem was da vor Ort sinnvoll ist.

Sobald es um schriftliche Abmachungen geht, werdet ihr um Gründung einer Körperschaft (z.B. Verein) nicht herumkommen, sonst lasst ihr euch auf ein rechtlich sehr zweifelhaftes Spiel ein. Das würde ich aber vermeiden, solange es geht.

Viel Erfolg! Bitte das Ergebnis hier vorstellen. Es wird nicht der letzte Fall bleiben...

sternö
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Re: T5er aus Sicht von Grundeigentümern

Beitrag von sternö » Do 19. Feb 2015, 17:39

Er kann die Location/den Baum (hoffentlich im Plural, gern in großer Anzahl) bestimmen. Sicher interessant, wenn er die auswählen kann, die für ihn kommerziell nicht von Bedeutung sind, weil sie exponiert stehen, nicht gerade wachsen, oder was auch immer. Er kann die Bedingungen diktieren ("bitte nicht bei Nacht, bitte ohne Müll, ..."), auch wenn das auf seinem Grund eigentlich eine bloße Selbstverständlichkeit sein sollte. Er kann auf eine freundliche Außenwirkung bauen, es ist ja sicher nicht zu viel verlangt, wenn ein "ihr befindet euch im Wald von X, der uns die Nutzung freundlicherweise ermöglicht hat; verhaltet euch entsprechend!" im Listing auftaucht.

Mich würde freuen, wenn ihr ein positives Beispiel "produzieren" würdet.

Viel Erfolg!

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Re: T5er aus Sicht von Grundeigentümern

Beitrag von Zappo » Do 19. Feb 2015, 18:16

Ich tu mich da genauso schwer wie der Threadstarter - auf die -mittlerweile etwas selten gewordene- Frage WARUM hätte ich schlicht keine Antwort.
Das heißt nicht, daß es keine geben muß - ich hab bloß keine. Vielleicht jemand anders.

Gruß Zappo
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Re: T5er aus Sicht von Grundeigentümern

Beitrag von JackSkysegel » Do 19. Feb 2015, 19:21

Es ist halt leider auch nicht mehr so einfach. Waren es früher noch wenige Baumkletterer beim Geocaching, so sind es heute bedeutend mehr. Das kann dann über längere Zeit schon Schäden an den Bäumen verursachen.
Andererseits würde ich mir das Beklettern eines Baumes nicht verbieten lassen. Es ist halt nur in Verbindung mit Geocaching ein Problem wo ein Baum viele Kletterer aushalten muss. Es ist auf jeden Fall ein schwieriges Thema. Ich wünsche euch viel Erfolg bei den Verhandlungen. :up:
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Re: T5er aus Sicht von Grundeigentümern

Beitrag von KreuterFee » Do 19. Feb 2015, 20:34

Hmm, was genau spricht dagegen, das die dortigen Dosen archiviert werden?

Also Gründe für einen T5 fallen mir jetzt auch nicht ein, es ist halt ein Hobby und nicht mehr.
Wobei ich jetzt bei NC's, Tradi's, Multi's das gleiche Problem hätte.

Letztendlich ist jede Absprache zwischen euch und dem Grundstückseigentümer für niemanden bindend.

Rechtlich gibt es generell erstmal keine Handhabung das Beklettern von Bäumen zu verbieten.


Die Nachteile reduzieren sich ja nur auf den Foundzähler des Profiles, welcher halt etwas langsamer wächst.
Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie mal war.
XD

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Re: T5er aus Sicht von Grundeigentümern

Beitrag von Kalleson » Fr 20. Feb 2015, 07:59

Positiv: Ich stelle fest, dass ich kein Brett vor'm Kopf hatte.
Negativ: So wirklich weiter bin ich auch nicht gekommen.

Was Kreuterfee zu den anderen Cachearten schrieb, stimmt ja prinzipiell...
Daher wird es für Caches im allgemeinen auch wohl Regelungen geben, wie "max. x Meter vom Weg entfernt und nicht mitten im Unterholz", etc.
So lassen sich die negativen Auswirkungen dieser Cachearten leicht auf ein tolerierbares Maß bringen.
T5er und NCs sind da deutlich schwieriger. Bei NCs wird man sich daher vermutlich auf die Regelung der Landesforsten verständigen, die sinngemäß lautet: Nur entlang PKW-befahrbarer Straßen, damit eine Gruppe Taschenlampenbewaffneter nicht nachts durch Ecken latscht, in die sich Wild zurückzieht und es dadurch vor das nächste Auto treibt.

Bei T5ern könnte ich mir vorstellen, dass man hier anbieten könnte, diese nur mit ausdrücklicher Genehmigung des jeweiligen Försters freizugeben.
Das wäre evtl. ein Kompromiss, der vielleicht den angenehmen Nebeneffekt hätte, dass die T5er, die erscheinen, auch eine gewisse Qualität aufweisen, wenn der Owner schon den Aufwand betreibt, den Förster um eine Erlaubnis zu bitten.
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Re: T5er aus Sicht von Grundeigentümern

Beitrag von JackSkysegel » Fr 20. Feb 2015, 08:08

Ich bedauere sehr das es mit dem Geocaching soweit gekommen ist. Doch auch ich sehe die Notwendigkeit. Ich wünschte wirklich unser Hobby würde wieder unpopulär werden. Aber das ist wohl nicht zu erwarten.
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Re: T5er aus Sicht von Grundeigentümern

Beitrag von Netheron » Fr 20. Feb 2015, 10:13

JackSkysegel hat geschrieben:Ich wünschte wirklich unser Hobby würde wieder unpopulär werden.
+1
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Blaise Pascal, 1623-1662

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Re: T5er aus Sicht von Grundeigentümern

Beitrag von Angrab » Fr 20. Feb 2015, 11:37

Es würde schon helfen wenn alle und nicht nur ein Teil der Mitglieder dieses Spieles eins beachten würden.Das allgemeine Verhalten in der Natur. Das setzt natürlich ein gewisses Maß an Allgemeinbildung bzw. Grundwissen vorraus, wie mann sich in Stadt und Land auf Feld und Flur bewegt.
Meine Meinung: Da gibts bei einigen arge Defizite und das auf beiden Seiten, Owner genauso wie Cacher.
Ich weis das dieses Problem auch ander Gruppen betrifft, zb. Jogger, Jäger, Sammler ,Fahradfahrer usw.
Hier im Forum gehts ja nun ums geocachen.

Listings vor dem Suchen aktualisieren hilft enorm.

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