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Was macht eine gute Cachestory aus?

Alles rund um den Geocache an sich.

Moderator: Los Muertos

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radioscout
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Re: Was macht eine gute Cachestory aus?

Beitrag von radioscout » Mi 4. Jan 2012, 21:53

Wenn ich was lesen will, nehme ich ein Buch. Dazu brauche ich keinen Cache.
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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TweetyHH
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Re: Was macht eine gute Cachestory aus?

Beitrag von TweetyHH » Mi 4. Jan 2012, 22:24

radioscout hat geschrieben:Wenn ich was lesen will, nehme ich ein Buch. Dazu brauche ich keinen Cache.
Wenn ich rausgehen will nimm ich meine Wanderschuhe oder das Rad und brauch dafür keine Film- oder Tupperdosen ...

Will sagen: Jeder mag halt was anderes beim Cachen. Wenn man einen geschichtenlastigen Cache legen möchte wird es auch Cacher geben die das sehr zu schätzen wissen.

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friederix
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Re: Was macht eine gute Cachestory aus?

Beitrag von friederix » Mi 4. Jan 2012, 22:59

TweetyHH hat geschrieben: Will sagen: Jeder mag halt was anderes beim Cachen. Wenn man einen geschichtenlastigen Cache legen möchte wird es auch Cacher geben die das sehr zu schätzen wissen.
So ist es.
Mit zunehmendem Alter nimmt die "Fantasy-Fähigkeit" nun mal ab.
Mich interessieren die Geschichten in den Listings absolut nicht mehr (bin 56), - vor 20 Jahre hätte ich das vermutlich gänzlich anders gesehen.
Jetzt geht es mir nur noch um die Suche und die Location, was vor sechs Jahren, als ich meine erste Dose gefunden habe allerdings auch nicht anders war.

Ich habe 1983 zum ersten Mal Tolkien gelesen (kannte damals noch keine Sau) und war begeistert.
Hätte es damals Geocaching gegeben, hätte ich die Umsetzung der Story in einen Multi auch gut gefunden.

Inzwischen würde ich keinen Multi mehr suchen wollen, bei dem man unterwegs zwingend elend lange Texte lesen muss.
Wenn relevante Infos irgendwo seperat vermerkt sind, ist das ok.
immer selbst und ständig bei der Arbeit; - 51 Wochen im Jahr und sechs Tage die Woche.
Und am siebten Tage sollst Du ruhen cachen!

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Re: Was macht eine gute Cachestory aus?

Beitrag von Chris_rocks31 » Mi 4. Jan 2012, 23:13

Wenn man eine Story hat, dann sollte sie konsequent auch umgesetzt werden:
1. die Stationen sind entsprechend gestaltet:
das umfasst dann nicht nur den laminierten Zettel, sondern auch die "Umverpackung" des nächsten Hinweises. (Bsp. "Schneewitchen" - ein Zwerg, eine böse Stiefmutter..., "Segeln" - ein Boot, Leuchtturm o.ä.)
2. Hinweise auf die Verstecke nicht unter "Hints" sondern ergeben sich im Idealfall aus der Story.
3. Die Stationen haben etwas mit der Story zu tun bzw. führen diese fort. Also nicht nur einfach die nächsten Koordinaten - dann ist die Story nämlich überflüssig. Hinweise für die Rätsel ergeben sich aus der Story - am besten erhält man mit der Fortführung der Story erst die Hinweise auf die nächste Station.
4. Die Story sollte nachvollziehbar sein und sich vielleicht an bekanntes anlehnen (Märchen, Filme, o.ä.) Aliens von "Cyrex" die mit dem "GHE34" sich aufmachen um den "Gringh" zu finden sind nun nicht mein Fall.

Bisher sind mir aber nur eine handvoll Caches untergekommen - um ehrlich zu sein höchstens 3, bei denen das entsprechend konsequent umgesetzt. Viele haben es versucht, aber nur bei diesen hat man auch während des Caches die Story weiterverfolgt und die nächsten Koordinaten wurden (fast) zur Nebensache.


Grüße

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Re: Was macht eine gute Cachestory aus?

Beitrag von ReMaRo » Mi 4. Jan 2012, 23:16

Die Story muß halt zur Location passen.
Bei meinem http://www.geocaching.com/seek/cache_de ... c89595a839 ist mir das ganz gut gelungen, wenn man die Logs so liest, obwohl de Stages bewusst einfach gehalten sind.

Zu lange sollten die “Aufsätze“ je Stage aber nicht sein - schön, wenn es eine stimmige Story gibt, aber wenn ich lesen weil nehm ich ein Buch.
Bild....Bild
Bin ich komisch, nur weil ich meinen GPS-Geräten Namen gebe?

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Re: Was macht eine gute Cachestory aus?

Beitrag von rs-sepl » Do 5. Jan 2012, 10:04

Also die besseren Caches bei uns habe nahezu alle irgendeine Story. Ob die nur im Listing steht, oder ob die dann draußen weitergesponnen wird (was natürlich noch besser ist), ist egal.
Eine sehr beliebte LP-Reihe bei uns hat zB immer das Grundthema einer "Hygienekontrolle" seitens des Sucher. Dabei schlüpft dieser in die Rolle eine fiktiven Person. In der Stadt wäre das dann zB ein Detektiv, der an bestimmten Tatorten Hinweise sucht. Im Wald kann zB der Vater den Spuren des von Kinderfänger entführten Sohnes folgen. Sollte nicht so schwierig sein, eine Hintergrundstory zu finden.
Dabei sollte natürlich immer Story und Location zusammenpassen. Ein paar einfache Denkaufgaben können auch nicht schaden, historische Details kann man auch ganz locker einpflegen bzw. gleich zu Aufgabe machen.
Pro Station sollte dann die Info nicht zu lang sein, also zB ein Laminat, was in ne Filmdose passt.
Bei Caches, wo man ausschließlich Koords suchen muss und die evtl. per Edding sonstwohin gemalt sind, hat der owner es sich sehr einfach gemacht. Wenn die Location stimmt, ist das evtl. okay, halte ich aber für sehr phantasielos.

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Re: Was macht eine gute Cachestory aus?

Beitrag von hustelinchen » Do 5. Jan 2012, 11:32

izaseba hat geschrieben:Lass Dir eins sagen....
Die Story wird sowieso kaum gelesen.
Es gibt nichts nervigeres, als irgendwelche Texte unterwegs zu lesen :down:
Das sehe ich auch so, vor allem lange Texte sind nervig, wenn man bei Minusgraden irgendwo rumsteht und die lesen und verstehen soll.

Eine Serie habe ich gut in Erinnerung, weil die Geschichte toll ausgedacht und sehr gut umgesetzt war. Ganz ohne viel lesen zu müssen. http://www.geocaching.com/seek/cache_de ... wp=GC1D4T4
Herzliche Grüße
Michaela

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Re: Was macht eine gute Cachestory aus?

Beitrag von Zuiopue » Do 5. Jan 2012, 14:35

Ich find eine Story hat die Aufgabe den Cache spannender zu machen. Sie sollte die Cacher emotional mitreißen. Wenn eine Geschichte anfängt die Cacher zu langweilen dann hat sie ihr Ziel total verfehlt. Attraktive Situationsbeschreibungen von 50 Worten reichen da meiner Meinung nach vollkommen aus. Seht ihr das auch so?

Dazu hab ich etwas gutes im Internet gefunden. Hier wird systematisch an die Sache rangegangen.

http://www.dnd-gate.de/gate3/page/index.php?id=589

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Re: Was macht eine gute Cachestory aus?

Beitrag von baer » Do 5. Jan 2012, 17:34

Die Caches, die uns am besten im Gedächtnis geblieben sind, haben zum größten Teil keine "Rahmenstory". Umgekehrt sind wir von vielen (nicht von allen) Caches mit Rahmenstories schon sehr enttäuscht worden.

Wenn die Location und vor allen Dingen der Weg dahin nichts hergeben, reißt die Rahmenstory auch nichts mehr raus.

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Murphy T. Fox
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Re: Was macht eine gute Cachestory aus?

Beitrag von Murphy T. Fox » Sa 21. Jan 2012, 11:48

Zuiopue hat geschrieben:Was stelle ich mir darunter vor? Eine Geschichte die dem Cache einen Kontext gibt, die ihn spannend und erlebbarer macht, die den Cache von Station zu Station begleitet.

Fragen:

Was zeichnet eine gute Geschichte aus?
Keine / möglichst wenig Rechtschreib- und Grammatik-Fehler, angenehm zu lesende Schriftart, angenehmes Schriftbild, gut lesbare Schriftgröße, nicht zu lange Absätze, den Text eventuell mit ein paar Bildern auflockern.

Es kommt darauf an, was man erzählen will. Nicht jeder fühlt sich von einem Krimi angesprochen, nicht jedem gefällt eine SciFi-Geschichte. Ich denke, es kommt auch darauf an, ob mit der Geschichte Kinder, Jugendliche oder Erwachsene angesprechen will. "Gut" ist da doch recht subjektiv. Die Geschichte muß einfach Spaß machen, sie lesen zu wollen, vor allem auch weiterlesen zu wollen.

Ich denke mal, wenn es ein Thema ist, was du kennst, was dir selbst gefällt und was du selber gerne lesen würdest, kommt etwas besseres heraus, als wenn es ein Thema ist, was du nicht kennst und / oder dir nicht gefallen würde. Das mag vielleicht ein wenig unsinnig erscheinen, aber unbewußt merkt man es vielleicht schon, ob es dem Autor Spaß gemacht hat, eine Geschichte zu schreiben, und das er weiß, wovon er da schreibt.
Wie lang sollte sie sein?
So lang, wie sie sein "muß" ... Kommt auch auf den Cache-Typ an.

Bei einem Traditional Cache braucht es nicht unbedingt 5 - 6 eng beschriebene DIN-A4-Seiten.

Bei einem Multi-Cache oder Letterbox mit 5, 6 oder 7 KM Strecke und 10, 12, 15 Stationen ist eine 2 - 3 A5-Seiten lange Geschichte vielleicht zu kurz.

Bei einem Mystery mit einem Verschlüsselungsverfahren (ENIGMA, ADFG(V)X, ...) fände ich auch ein paar geschichtliche Infos schön. Oder daß man mehr oder weniger deutlich das verwendete Verschlüsselungsverfahren herauslesen kann.

Zumindest den Einleitungs-Teil würde ich versuchen, auf das Nötigste zu beschränken.
Wie kann man es für die Cacher spannend machen?
Das finde ich ein wenig schwierig. Es ist nun mal recht subjektiv, was "spannend" ist.

Kommt (wie gesagt) auch darauf an, was man erzählen will (z.B. Krimi), für wen (z.B. Kinder) man die Geschichte macht, und was für eine Umgebung man hat.

In einer Lost Place-Umgebung mit Gebäuden aus dem 2. WK ist vielleicht auch eine entsprechende (Hintergrund-)Geschichte spannend (zugegebenermaßen vielleicht auch ein etwas heikles und schwieriges Thema).

In der Nähe einer Burg(ruine) oder eines Schlosses paßt vielleicht ein Märchen oder eine Fantasy-Geschichte mit einem König, einer Prinzessin und einem Drachen (VORSICHT! Klischeekeule :D ) oder sowas besser.

Wichtiger fände ich bei allem mehr den "Rote Faden", der sich durch den ganzen Cache zieht. Das alles zusammenpaßt, also die Geschichte, die Gegend und die Stationen / Aufgaben draußen. Das der Cache von Anfang bis Ende stimmig wirkt. Das man nicht den Eindruck hat, daß die Geschichte irgendwie deplatziert oder unlogich ist / wirkt, daß die Stationen draußen irgendwie und auf Teufel komm raus zur Cache-Story passend gemacht werden mußten usw usf.

Eine "gute" Geschichte kann ja auch ein wenig "schräg" und / oder seltsam sein, mit Rätseln und Aufgaben, wo man mehr oder weniger stark "um die Ecke" denken muß oder erst vor Ort einen Sinn ergeben, oder auch einfach witzig geschrieben.

Ich denke, ein guter Cache braucht einfach seine Zeit der Vorbereitung und der Ausarbeitung. Das geht nicht unbedingt in ein paar Stunden oder Tagen.
Wie sehr darf sie in den Vordergrund treten oder muss sie eher unauffälliger sein?
Ich denke, die Mischung machts ... Die Geschichte kann sicher auch mal mehr in den Vordergrund treten und an anderer Stelle etwas in den Hintergrund.
Wie kann man sie mitteilen? Einlaminieren und in Petlings? Oder gibts auch noch bessere Alternativen?
Einlaminiert in PETlingen ist eine Möglichkeit. Vielleicht auch als PDF zum runterladen, vielleicht auch in der Cache-Beschreibung, da gabs ja schon einige Vorschläge / Ideen.
Habt ihr schon Erfahrungen mit Caches und guten Begleitstories?
Da kann ich in erster Linie als Cache-Owner sagen, daß die Stories meiner beiden Letterboxes inklusive der Zeichnungen bisher überwiegend ganz gut angekommen sind. Caches mit einer durchweg guten, stimmigen Story hab ich bisher nur wenige gemacht, wo ich noch gerne an die Story und den Cache zurückdenke. Ich hatte auch mal einen Multi gemacht, der einen durchaus schönen Titel hatte und im Bergpark Kassel angesiedelt ist (war), wo man aus der Cache-Beschreibung dann aber durchaus mehr hätte machen können.

Murphy
Mehr Mut zu DNF / Note / Need Maintenance ... Tun nicht weh, beißen nicht, sind ungiftig, abwaschbar, geben kein schlechtes Karma, fügen der Cacherehre keinen Schaden zu, sind CO2-Neutral und erst recht nicht ungesund.

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