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Zwangsarchivierung und der Geomüll

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Moderator: nightjar

chriz
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Beitrag von chriz » Di 15. Jan 2008, 00:16

OK, ich sehe, durchaus ein kontroverses Thema.

Eins vorneweg: Ich möchte Niemandem seinen Cache, sein Eigentum entziehen, ich möchte nur etwas weniger Hinterlassenschaften durch Cacher in der Natur - positiv fällt sowas auf uns ja nicht unbedingt zurück.

[quote=""radioscout"]Und damit den Cache zerstören, der noch bei nc, oc, gpsgames.org usw., evtl. in veränderter Form, besteht?

In eindeutigen Fällen mag das gehen.

Aber was macht man z.B. bei einem Multi, der gemuggelt und vom Owner etwas verlegt wurde, wenn er kein Interesse mehr an gc hat und den Cache (z.B. aus Frust über nervende MN-Logs) als oc-only Cache bestehen läßt?[/quote]
Ich sehe das wie Christian und die Wutze: Mit einem Blick in oc.de (und von mir aus auch in nc), ein paar E-Mails oder Telefonanrufen - unter Cachern kennt man sich ja doch häufig - sollte man doch mit dem (Ex?)Owner recht schnell klären können, wie dessen Cacheambitionen stehen. Wer z.B. für einen längeren Zeitraum lediglich im Ausland weilt, aber generell noch Interesse an seinem "Eigentum" hat, sollte sich doch zumindest virtuell um seinen Cache kümmern und auf NM bzw. den Archivierungshinweis oder E-Mails reagieren, oder?
D-Buddi hat geschrieben:kann ich, bzw. die Kfz-Zulassungsstelle, dein Auto auch zur Adoption anbieten wenn du es länger nicht benutzt hast?
Im Normalfall nicht. Stelle ich mein Auto aber auf öffentlichen Grund und lasse es über lange Zeit vor sich hingammeln, kann das Ordnungsamt (oder welches Amt auch immer hierfür zuständig ist) hier schon eingreifen.
Und Adoptionen von Caches schon länger nicht mehr aktiver Owner mit Hilfe der Reviewer hat es durchaus schon gegeben.
gartentaucher hat geschrieben:Kann da nicht jeder Cacher etwas ein Auge drauf haben, ohne dass es gleich neue "Gesetze" gibt?
Nein, bloß keine Gesetze, Verordnungen, Erlässe, Edikte oder neue Guidelines! Einfach eine Liste mit den betroffenen Caches, wie z.B. das bekannte Das schwarze Brett - Falsch gelabelte Caches in Deutschland - was dann passiert (Einsammeln, Adoption oder auch nichts) kann man dann ja, wie oben geschrieben, mit dem Owner klären. Die Reviewer habe ich hier nur ins Spiel gebracht, weil sie sicherlich die beste Übersicht über die (Zwangs)archivierungen haben und evtl. auch der Notiz zu einer Deaktivierung bzw. Archivierung auch einen Hinweis zum Thema Geomüll hinzufügen könnten. Die normalen Cacher, mich eingeschlossen, dürften das weitere Schicksal von gefundenen Caches häufig aus den Augen verlieren, wenn man sich den Cache nicht gerade auf die Watchlist legt oder sich die lange Reihe der "own finds" öfters durchblättert.
Die Ignorelist ist unendlich

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radioscout
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Beitrag von radioscout » Di 15. Jan 2008, 00:31

Ich habe schon einige Caches gesehen, die "eingesammelt" wurden, obwohl sie außerhalb von gc weiterleben wollten. Der Owner hat lediglich das Interesse an gc verloren und nutzt nur noch die anderen Geocaching-Datenbanken.
Leider haben ein paar Voreilige den angeblichen "Geomüll" mitgenommen.

Wer wirklich Müll aus der Landschaft entfernen möchte, solle beim Cachen CITO machen. Da gibt es richtig viel zu tun.
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

D-Buddi

Beitrag von D-Buddi » Di 15. Jan 2008, 07:11

chriz hat geschrieben:Und Adoptionen von Caches schon länger nicht mehr aktiver Owner mit Hilfe der Reviewer hat es durchaus schon gegeben.
Persönlich empfinde ich das als absolute Frechheit! Solange der Owner sich nicht meldet IST und BLEIBT der Cache sein Privateigentum und das ist mir Heilig!!! Die Adoption ist in so einem Fall nichts anderes als Diebstahl, das kann man noch so nett formulieren :roll:

Jörg

gartentaucher
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Beitrag von gartentaucher » Di 15. Jan 2008, 09:20

D-Buddi hat geschrieben:Solange der Owner sich nicht meldet IST und BLEIBT der Cache sein Privateigentum und das ist mir Heilig!!! Die Adoption ist in so einem Fall nichts anderes als Diebstahl, das kann man noch so nett formulieren
Also bei einem Cache,
- dessen Inhalt nur noch aus Papiermatsch und Insekten besteht,
- bei dem die letzten 10 Finder im Laufe eines Dreivierteljahres das bemängeln und nur noch mit Beweisfoto loggen,
- der Cacheleger auf nichts reagiert
- und der Cache schließlich archiviert wird

oder einem, bei dem
- die Dose nur noch aus einzelnen Plastikteilen besteht,
- irgendwer sich erbarmt, die Trümmer abräumt und eine Ersatztüte legt,
- 20 Leute loggen, dass die Tüte nicht wirklich wasserdicht ist und der Inhalt regelmäßig absäuft,
- der Cacheleger auf nichts reagiert
- und der Cache schließlich archiviert wird

oder einem, der eh schon gemuggelt ist

kann mir keiner sagen, dass der eigentlich bei OC oder sonstwo weiterlebt und dem Cacheleger heilig ist.

radioscout hat geschrieben:Ich habe schon einige Caches gesehen, die "eingesammelt" wurden, obwohl sie außerhalb von gc weiterleben wollten. Der Owner hat lediglich das Interesse an gc verloren und nutzt nur noch die anderen Geocaching-Datenbanken.
Cacheleger, die mit GC nichts mehr zu tun haben wollen, sollten dort ihre Beschreibungen einfach löschen, anstatt sie nicht mehr auf dem neuesten Stand zu halten.

Aber ob es einer Dose noch gut geht oder nicht, sieht man doch in den Logs.
Wer geht denn hin und sammel etwas ein, was jede Woche gefunden wird und in bestem Zustand ist?


Der Rest ist doch einfach wieder konstruiert:
Auslandsaufenthalte ereilen einen nicht so plötzlich, dass man vorher nicht in die Beschreibung schreiben könnte, dass man x Monate nicht da ist oder eine Wartungsvertretung organisieren könnte. Ein neues Heim für die Zimmerpflanzen muss man sich dann ja auch suchen.

Gut, es passiert, dass man einen schweren Unfall hat und ein halbes Jahr ins Koma fällt und dann 2 Jahre in der Reha ist. Dann wird im Zweifelsfall mal ein Cache archiviert, was dann bestimmt nicht das größte Problem des Cachelegers darstellt. Aber wie viel Prozent der Fälle sollte das denn betreffen?
Aber wenn man sich nur mal ein Bein bricht, kennt man doch bestimmt einen anderen Cacher, der zumindest eine Notiz schreiben kann, dass nötige Wartungsarbeiten deshalb leider verschoben werden müssen.
LG Friederike - gartentaucher

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blackbeard69
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Beitrag von blackbeard69 » Di 15. Jan 2008, 09:27

radioscout hat geschrieben:Ich habe schon einige Caches gesehen, die "eingesammelt" wurden, obwohl sie außerhalb von gc weiterleben wollten. Der Owner hat lediglich das Interesse an gc verloren und nutzt nur noch die anderen Geocaching-Datenbanken.
Das kann ich bestätigen, so einen habe ich auch schon mal gefunden. Dass er bei GC im Archiv lag, fand (und finde) ich schade, aber solange er woanders als "aktiv" gelistet ist, muss ich das so hinnehmen.

GC mag da von einem Alleinvertretungsanspruch träumen (auch bezüglich der Entsorgung von woanders noch aktiven Dosen), hat ihn aber nicht.

Wie sieht das in einem solchen Fall eigentlich mit einem Found-Log aus? Zulässig oder nicht?

Aber zum Thema "Zwangsarchivierung weil sich Owner nicht kümmert": Ich absolvierte vor längerer Zeit einen sehr schönen Multi, den ich erhaltenswert finde. Leider bedurften ein paar Stationen der Fürsorge und deshalb gab es auch schon ein NM. Seitens des Owners passierte nichts und folgerichtig wurde der Cache Monate später, nach einem Reviewer-Posting, zwangsarchiviert. Am gleichen Tag postete der Owner eine Notiz, dass er sich kümmern werde, zwecks Vorbereitung aber mehr Zeit brauche. Einen weiteren Monat später surfe ich durch meine Cacheliste, schwelge in Erinnerungen, und sehe den Cache archiviert und mit einem TB-Symbol. :shock: Also mache ich einen Abstecher auf einer kleinen Cachetour zum Final und finde ihn verwüstet vor. Ein Wildschwein hat ihn gefunden, den Behälter aber nicht aufbekommen. Den TB, der noch drin war ( :!: ), habe ich rausgenommen und das Versteck notdürftig wieder hergestellt. Was soll ich sonst tun? Der TB will weiter, der Behälter samt Inhalt gehört mir nicht, und ich weiß nicht, ob der Cache woanders weiterhin aktiv gelistet ist...

Thomas
Der Weg ist das Ziel; die Dose der Anlass, ihn zu gehen.

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Beitrag von Christian und die Wutze » Di 15. Jan 2008, 09:31

gartentaucher hat geschrieben:Der Rest ist doch einfach wieder konstruiert:
Auslandsaufenthalte ereilen einen nicht so plötzlich, dass man vorher nicht in die Beschreibung schreiben könnte, dass man x Monate nicht da ist oder eine Wartungsvertretung organisieren könnte. Ein neues Heim für die Zimmerpflanzen muss man sich dann ja auch suchen.
Unabhängig davon, dass ich dieses Szenario auch für konstruiert halte:
Kannst du dir nicht vorstellen, dass für den Cacher eventuell so viel zu organisieren ist, dass ihm die Dose in dem Moment egal ist?
Wenn mein Chef mir sagen würde "Christian, du bist ab 1. Februar für 6 Monate in Japan." wäre die Betreuung meiner Caches das letzte, was ich organisieren würde.
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Beitrag von Christian und die Wutze » Di 15. Jan 2008, 09:44

blackbeard69 hat geschrieben:Wie sieht das in einem solchen Fall eigentlich mit einem Found-Log aus? Zulässig oder nicht?
Das Log bei Master of Trigonometry ist wohl Ok. Ich werde den auch bei GC (und NC) loggen, wenn ich endlich mal Zeit hatte, da hin zu fahren.
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D-Buddi

Beitrag von D-Buddi » Di 15. Jan 2008, 09:44

gartentaucher hat geschrieben:kann mir keiner sagen, dass der eigentlich bei OC oder sonstwo weiterlebt und dem Cacheleger heilig ist.
hat auch keiner getan, ich hab davon geschrieben das MIR Privatbesitz heilig ist.
gartentaucher hat geschrieben:Cacheleger, die mit GC nichts mehr zu tun haben wollen, sollten dort ihre Beschreibungen einfach löschen, anstatt sie nicht mehr auf dem neuesten Stand zu halten.
schön, bei OC ähnlich, nur gibt es genug die das halt nicht tun und ich befürchte auch das die deine Meinung dazu nicht wirklich tangiert. D.h. schöne Wünsche die ich voll unterstütze, die hier aber nicht erfüllt werden.
gartentaucher hat geschrieben: Der Rest ist doch einfach wieder konstruiert:
so wie deine Aussage oben gegen eine Aussage die keiner getätigt hat :D
gartentaucher hat geschrieben: Aber wenn man sich nur mal ein Bein bricht, kennt man doch bestimmt einen anderen Cacher, der zumindest eine Notiz schreiben kann, dass nötige Wartungsarbeiten deshalb leider verschoben werden müssen.
vielleicht schaffst du es ja und irgendwann hört die Welt nur noch auf deine moralischen Werte und Ideen, solange mußt du wohl damit leben das Andere anders denken und das Übernehmen von etwas ohne Statement des Besitzers wohl Diebstahl bleiben wird, egal was da noch "Konstruiert" wird.

MfG Jörg

D-Buddi

Beitrag von D-Buddi » Di 15. Jan 2008, 09:46

Christian und die Wutze hat geschrieben:
Wenn mein Chef mir sagen würde "Christian, du bist ab 1. Februar für 6 Monate in Japan." wäre die Betreuung meiner Caches das letzte, was ich organisieren würde.
dann bleibt wohl nur die Zwangsenteignung :shock: :roll: :wink:

MfG Jörg

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Beitrag von Christian und die Wutze » Di 15. Jan 2008, 09:58

D-Buddi hat geschrieben:hat auch keiner getan, ich hab davon geschrieben das MIR Privatbesitz heilig ist.
Gut.
D-Buddi hat geschrieben:...und das Übernehmen von etwas ohne Statement des Besitzers wohl Diebstahl bleiben wird, egal was da noch "Konstruiert" wird.
Wo wir gerade so schön konstruieren:
Das Gericht möchte ich sehen, welches z.B. das Entfernen der Überreste einer zerbrochenen Tupperdose aus einem Wald als Diebstahl bewertet (insbesondere, wenn man dem Eigentümer der Dose per Email eine Nachricht zukommen lässt und ihm die Zusendung der Reste anbietet). :wink:

Edit: Smiley nachgelegt, damit es nicht wieder zu Missverständnissen kommt.
Zuletzt geändert von Christian und die Wutze am Di 15. Jan 2008, 10:20, insgesamt 1-mal geändert.
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