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Zwangsarchivierung und der Geomüll

Rund um die beliebteste Geocaching-Website

Moderator: nightjar

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BlueGerbil
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Beitrag von BlueGerbil » Di 15. Jan 2008, 13:48

radioscout hat geschrieben:Der Owner hat lediglich das Interesse an gc verloren und nutzt nur noch die anderen Geocaching-Datenbanken.
Leider haben ein paar Voreilige den angeblichen "Geomüll" mitgenommen.
Wäre es da nicht am Owner, den Cache bei gc.com zu archivieren? Dann muss sich kein Reviewer und niemand von gc.com drum kümmern und alles hat seine "Ordnung"...

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sTeamTraen
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Beitrag von sTeamTraen » Di 15. Jan 2008, 15:50

Ich glaube, der grosste Teil dieser Thread gelesen (und selbst, teilweise, verstehen) zu haben, aber bis hier erinner mich noch nicht (bitte Korrektur!) diese Punkt gesehen zu haben:

Die Dose wird (mindestens, wenn es um GC.com geht) nie archiviert, nie adoptiert. Nur die Cachelisting kann von GC.com archiviert, oder an ein andere Cacher, übertragen worden.

Es ist ja so, dass 99,5% der Cachelistings, auch tatsächlich mit ein (Tradi) oder mehrere ("American-style Multi") Dosen gebunden sein. Aber das ist GC.com eigentlich Wurscht (naja, nicht während Diskussion mit "Landowners").

Natürlich ist es nicht ganz so einfach ("family-friendly contents", usw), aber das Prinzip ist wichtig: GC.com ist ein Listingsservice und kümmert sich nicht mit der Eigentum des Doses. Bei OC und NC ist es wahrscheinlich auch so.

Also, wenn ein Reviewer ein Listing archiviert, bedeutet das nicht "Owner: sofort Dose abholen" oder "Owner: Dose liegen lassen", sonst so etwas wie "Wenn die Dose dort noch liegt und nicht bei andere geocaching / letterboxing Seite gelistet ist, war das schön fürs Umwelt wenn Du das Ding abholst, aber das wisste Du schon". Und beim Adoption ohne Teilnahme des urspunglische Owners: kein "Die Dose ist jetzt von Dir, neue Listing-Owner", sonst "Die Listing ist jetzt von Dir; ich nehm an, dass Du 100% sicher bist, dass der Original-Owner sein Dose nicht zurück haben will".

Ein gutes Denkvorbild ist: was passiert wenn ein Virtual archiviert oder adoptiert ist. Ungefähr so soll man denken über Physical-Caches. (Mit natürlich alle entwickelte kleine Aussonderungen, unser Geo-Welt ist nicht perfekt, sonst gab es kein Diskussion. :))
Zuletzt geändert von sTeamTraen am Di 15. Jan 2008, 22:40, insgesamt 1-mal geändert.
Wie immer: ich bitte um Entschuldigung für Sprache- und Typfehler, und andere "Komödie-Deutsch-Konstruktion"

Kiki
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Beitrag von Kiki » Di 15. Jan 2008, 16:51

gartentaucher hat geschrieben:Es erscheint mir einfach sehr seltsam, dass man irgendwas irgendwo vergammeln lässt, aber dann auf Eigentumsrechte pocht, wenn jemand anderes es aufheben und in die Mülltonne tun möchte.
Du würdest Dich wundern... ;)

Faszinierend sind unter anderem die Beißreflexe, wenn man z.B. zufällig auf ein uraltes Event (idealerweise in einer anderen Ecke von Deutschland) stößt, welches immer noch nicht archiviert ist, obschon (mutmaßlich) bereits alle geloggt haben und auch alle Trackables schon wieder unterwegs sind, und dieses SBA loggt! :D

Anstatt sich zu bedanken, daß dieses nutzlose Listing endlich aus den PQs rausfliegt, maulen die Leutchen (meist noch nicht einmal der Owner selbst) erstmal herum... :roll:

Klasse fand ich auch diesen Cache hier! :?

Wir haben ihn Ende April 2007 auf unserer Hochzeitsreise nicht gefunden, einen Tag später hatte dann jemand mehr Glück als wir. Es folgten diverse DNFs und schließlich hat der Owner ihn im Juli 2007 disabled. Nachdem wir das gute Stück bis heute auf der Watchlist haben und sich seit damals nichts getan hat, habe ich einfach mal SBA geloggt. (Bei uns wäre das Listing ja nie so lange unarchiviert geblieben!) :P

Und da meint doch ein finnischer Cacher tatsächlich, was denn die "Eile" mit dem Archivieren solle... :shock:
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radioscout
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Beitrag von radioscout » Di 15. Jan 2008, 17:56

BlueGerbil hat geschrieben: Wäre es da nicht am Owner, den Cache bei gc.com zu archivieren?
Es gibt Owner, die eine Geocaching-Website (egal welche) aus Frust verlassen. Die loggen sich i.A. dort nie wieder ein.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

tituz
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Beitrag von tituz » Di 15. Jan 2008, 18:12

Kiki hat geschrieben: Und da meint doch ein finnischer Cacher tatsächlich, was denn die "Eile" mit dem Archivieren solle... :shock:
Und da teile ich die Meinung des Owners durchaus. Es wurde doch erklärt, warum er disabled ist und dass es wahrscheinlich in Zukunft weiter geht.
Warum denn dann archivieren??? Ist doch egal, ob er einen, 6 oder 36 Monate disabled bleibt. Es ist erkennbar, dass da nichts zu suchen ist, also gut ist!

ime
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Beitrag von ime » Di 15. Jan 2008, 22:31

Nick, I am amazed how your German has improved over the years.
And: yes, you're right.

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Beitrag von chriz » Di 15. Jan 2008, 23:46

Um es nochmals klarzustellen: Es geht mir um Geomüll - gartentaucher hat diesen wunderbar beschrieben - und nicht um noch "funktionierende" Caches! Gerade deshalb ist und bleibt es mir ein Rätsel, warum unter diesem Gesichtspunkt immer wieder auf "Cache gleich Privateigentum des Owners" gepocht wird. Der Verstecker hegt hier doch nachweislich kein Interesse mehr an seinem Cache (bzw. das, was von ihm noch übrig ist) - und mag er noch bei einer anderen Plattform gelistet sein, ändert das auch nichts an dieser Tatsache. Und wie schon zuvor gesagt, sollte man vor dem Einsammeln bzw. der Adoption versuchen, mit dem Verstecker Kontakt aufzunehmen.
Die Ignorelist ist unendlich

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Beitrag von greiol » Mi 16. Jan 2008, 00:14

Kiki hat geschrieben:Und da meint doch ein finnischer Cacher tatsächlich, was denn die "Eile" mit dem Archivieren solle... :shock:
also mit einer solchen hektik kann man da wirklich nichts werden ;)

ich wuerde die locals sich selber um die dosen vor ihrer haustür kümmern lassen. als tourist die klappe aufreissen udn mal erzählen wie das ordentlich funktioniert kommt selten gut an.

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huzzel
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Beitrag von huzzel » Mi 16. Jan 2008, 11:52

Geomüll:
Wenn der Owner versagt hat und seinen Müll nicht wegräumt, spricht meiner Meinung nach nichts dagegen den Müll wegzuräumen.
Es stellt sich nur die Frage, wie ich bei einem Multi die folgenden Stages finden soll, wenn eine (oder mehrere) fehlen :? :?
Anstandshalber sollte man dem Owner dann aber auch ne Mail schicken, dass er seinen Müll abholen kann, bzw, wo man ihn hinschicken soll.

Und wegen dem Listing bei anderen Plattformen:
Was nützt ein Listing, wenn der Cache Müll ist?
Wenn man auf Müll (ich betone weiterhin Müll, nichts was noch so einigermaßen findbar ist) gestoßen ist, und der Müll auch auf OC gelistet ist, dann werde ich zumindest auch bei OC den Meldebutton benutzen, damit auch bei OC soweit möglich nur findbare Caches gelistet sind.

Und wer sich dann danach noch aufregt, also dann kann ich dem zumindest auch nicht mehr helfen :roll:

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-tiger-
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Beitrag von -tiger- » Mi 16. Jan 2008, 12:28

huzzel hat geschrieben:Wenn der Owner versagt hat und seinen Müll nicht wegräumt, spricht meiner Meinung nach nichts dagegen den Müll wegzuräumen.
Volle Zustimmung, wer Müll aus dem Wald räumt, tut ein gutes Werk. Das wurde im Laufe der Diskussion auch nicht angezweifelt. Die Frage ist nur, ob Groundspeak über den Müll verfügen kann und sozusagen zwangsweise die Eigentumsrechte daran übertragen kann, und genau das geht eben nicht. Nick hat das sehr schön beschrieben, Groundspeak hat mit dem physikalischen Cache im Wald nichts zu tun, die verwalten nur Listings und können entscheiden, ob sie ein Listing veröffentlichen wollen oder nicht. Dadurch ändert sich aber nichts an der Dose im Wald.

Das soll aber dich als Cacher nicht daran hindern, selbstständig Müll aus dem Wald mitzunehmen und wenn es sich um einen kaputten Cache handelt, mit dem Owner abmachen, wie du ihm die Reste übergibst.
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