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Gängige Praxis?

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Moderator: nightjar

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Carsten
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Re: Gängige Praxis?

Beitrag von Carsten » Mo 12. Mai 2008, 08:09

whiterabbit hat geschrieben:Als Owner des neuen Caches hätte ich wahrscheinlich bei einem aufwendigen Cache wenig Lust etwas zu verlegen nur weil der andere Owner seine Cachebeschreibungen nicht auf dem aktuellsten Stand hält. Und die Additional Waypoints gibt es nicht erst seit gestern.
Den Owner des alten Caches trifft hier IMO keine Schuld. Es wird von Groundspeak nicht gefordert, dass die Additional Waypoints bei alten Caches nachgetragen werden *müssen*. Und was nicht gemacht werden *muss*, das lässt man aus Bequemlichkeit dann auch gerne mal bleiben. Die Additional Waypoints sind nicht der einzige Punkt, an dem diese Inkonsequenz seitens des Betreibers problematisch ist. Auch bei der Angabe des Bundeslandes oder bei Regeländerungen (Stichwort: Grandfathered Caches) ergeben sich dadurch Probleme. Sinnvoll wäre in all diesen Fällen gewesen, eine Übergangszeit zu definieren, in der die Owner Zeit gehabt hätten, ihre Caches den aktuell gültigen Guidelines anzupassen. Alles was zum Stichtag nicht den Guidelines entspricht, wird archiviert. Aber ich denke, vor genau dieser Konsequenz hat Groundspeak einfach eine unheimliche Angst (denn Cache und Cash liegen dort nicht nur sprachlich eng beieinander).

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eigengott
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Re: Gängige Praxis?

Beitrag von eigengott » Mi 14. Mai 2008, 15:20

Carsten hat geschrieben:Es wird von Groundspeak nicht gefordert, dass die Additional Waypoints bei alten Caches nachgetragen werden *müssen*.
Das wird scheinbar je nach Land unterschiedlich gehandhabt. In Schweden gab es z.B. im März 2007 eine große Aufräumaktion, bei der alle (Multi-)Caches mit fehlenden Ziel- und Zwischenkoordinaten von den Reviewern deaktiviert wurden, mit der Aufforderung, diese nachzutragen.

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radioscout
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Re: Gängige Praxis?

Beitrag von radioscout » Mi 14. Mai 2008, 15:52

JMF hat geschrieben: Aber Gegenfrage: wie würdest du dich verhalten:
- als Reviewer
Den neuen Cache auf jeden Fall zulassen.
Die Location war zum Zeitpunkt des Eintrags bzw. der Freigabe in der Datenbank frei.
JMF hat geschrieben: - als Owner des alten Caches
Ich würde mich schämen, weil ich es versäumt habe, die AWs und das Final nicht eingetragen zu haben und akzeptieren, daß ich damit auf den Abstandsschutz und letztendlich meinen Cache (an dieser Stelle) verzichten muß.
Ich würde ihn archivieren oder ändern und sofort alle AWs aller meiner Caches nachtragen.

Der Erste zu sein reicht nicht. Man muß das auch dokumentieren.
Wer etwas erfunden hat, muß auch ein Patent anmelden, um Schutz zu bekommen.
Einfach abheften und sich hinterher beschweren, wenn es jemand anderes veröffentlicht, reicht nicht.

Das sollte auch konsequent so gehandhabt werden. Sonst ist es ein leichtes, "unliebsame" Caches ins Archiv zu schicken, indem man eine angeblich vergessene Stage eines eigenen Caches nachträglich einträgt.
JMF hat geschrieben: und
- als Owner des neuen Caches
?
Hoffen, daß er freigegeben wird.
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dl1nux
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Re: Gängige Praxis?

Beitrag von dl1nux » So 18. Mai 2008, 18:56

Bei uns gab es vor kurzem ein Problem das ein Cache nur einen HALBEN METER neben einem anderen lag und tatsächlich freigeschaltet wurde! Der neue war ein Tradi, der alte ein Mystery dessen Startpunkt zig Kilometer wo anders lag. Bei dem waren dann wohl auch die Final-Koordinaten nicht oder falsch eingetragen. Der Cache ist schon ein paar Jahre alt, da sah man das eben nicht so eng :-)

Nach einem dezenten Hinweis an den "neuen" Owner hat dieser dann den neuen Cache verlegen lassen.

Lustig an der Sache ist nur dass die Caches wie gesagt keinen halben Meter auseinander lagen. Beim verstecken des neuen Caches scheint der Owner wohl nicht sonderlich gründlich nach einem "Versteck" gesucht zu haben, sonst hätte ihm ja der alte auffallen müssen.

Sachen gibts.

Daher: Bestandsschutz für alte Caches! Wegpunkte nachtragen und gut ists!

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Re: Gängige Praxis?

Beitrag von snaky » So 18. Mai 2008, 21:31

Ich habe neulich auch zwei Caches gemacht, bei denen 2 Stationen (von jedem Cache eine) ca. 50cm (!) auseinanderlagen.

War aber kein Problem, da die Cachebeschreibungen relativ eindeutig waren.

Und einmal hat mein Teamkollege das Final eines langen Mysteries bei der Suche nach einer Stage von einem anderen Cache gefunden. Abstand auch vielleicht 2m.

Ich sehe das jedenfalls nicht so tragisch, denn meistens macht das kein Problem. Im "schlimmsten" Fall steht man am Final des falschen Caches und im besten Fall darf man gleich 2 Loggen.

Aber zu der Frage, was man machen würde:

Vorbemerkung: Fehler hat hier keiner gemacht, das ist ein Fall von d.g. (dumm gelaufen).

Als Reviewer:
- würde ich eigentlich beides lassen. Der Tradi ist "durchgerutscht" und veröffentlicht worden und damit sollte er bestehen bleiben. Ggf. einen Hinweis in die Cachebeschreibung verlangen (bei beiden Caches), so dass der Ort jeweils eindeutig identifizierbar ist.

Da der Cache noch nicht gefunden wurde (außer von den OC-Loggern), ist es aber auch eigentlich nicht tragisch, wenn er wieder archiviert wird, denn damit hat man das gleiche Ergebnis, als wenn der Cache direkt wegen der 161m-Unterschreitung zurückgewiesen worden wäre.

Als alter Owner:
- würde ich gar nix machen. Ich kann ja nix dafür, dass der Owner des neuen Caches meinen noch nicht gemacht hat. Sonst hätte er (vermutlich) gewusst, dass die Grenze unterschritten wurde (Allerdings kann man sich da auch böse verschätzen).
Nachtragen der Koordinaten wäre aber für zukünftige Fälle nett.

Als neuer Owner:
- ist man auf den Willen des Reviewers angewiesen. Wenn der Cache nicht freigeschaltet oder wieder zurückgezogen wird, hat man Pech gehabt. Was soll man da schon groß machen?
- Bei Freischaltung ebenfalls darauf achten, dass die Beschreibung so eindeutig ist, dass der Suchende nicht fälchlicherweise den Hinweis vom anderen Cache entdeckt.
Mein Posting war zu blöd? Schlag mich!
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Re: Gängige Praxis?

Beitrag von radioscout » Mo 19. Mai 2008, 00:40

dl1nux hat geschrieben: Daher: Bestandsschutz für alte Caches! Wegpunkte nachtragen und gut ists!
Aber bitte nur, wenn alle WPs vorher korrekt ein/nachgetragen wurden.
Nur damit zeigt der Owner des alten Caches, daß er Interesse am Abstandsschutz hat.
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Re: Gängige Praxis?

Beitrag von nightjar » Mo 19. Mai 2008, 12:53

dl1nux hat geschrieben:Daher: Bestandsschutz für alte Caches! Wegpunkte nachtragen und gut ists!
Das funktioniert aber nur bei noch aktiven Ownern. Ein Inaktiver wird dies sicherlich nicht machen und ein anderer Cacher kann dies bei alten Caches auch nicht nachtragen, da die Möglichkeit einer Zwangsadoption gestrichen wurde.

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Re: Gängige Praxis?

Beitrag von Mystphi » Mi 28. Mai 2008, 16:11

Nehmen wir doch mal ein relatv krasses, aber durchaus mögliches Beispiel aus der Praxis. Ein ausgesprochener Mysteryhasser möchte einen schönen, aufwendigen Multi mit viel Bastelei und Herzblut in einem Waldstück legen. Die einzelnen Stationen erfordern viele Stunden Arbeit und Mühe und stehen zueinander und zum gesamten Gelände in einem gewissen Kontext. Ein bischen Geld soll auch investiert werden. Also geht dieser Owner auf Nummer sicher und läßt bei einem Reviewer alle ausgewählten Wegpunkte vorab kontrollieren. Er bekommt grünes Licht und installiert diesen Multi. Er wird auch freigeschaltet und mehrfach gefunden. Nun kommt der Owner eines alten 5km - Mystery, der eine popelige Filmdose als Zwischenstation ganz in der Nähe einer der Stationen des Multis liegen hat, auf die Idee, seine AWs nachzutragen. Da der Owner des Multis ja Mysterys einfach nicht mag, weil er sie meist nicht lösen kann, hatte er auch nie diese Zwischenstation im Blick. Nun wird der Owner des neuen Multis aufgefordert, seine Zwischenstation zu verlegen oder den Cache zu archivieren. Da aber die Zwischenstationen alle aus gutem Grund genau dort angebracht wurden, wo sie sind, und eine Verlegung nur durch Änderung aller Zwischenstationen bzw. mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich ist, liefe dann alles auf eine Archivierung hinaus. Und jetzt meine Frage: Wie lange noch würde der Owner des Multis Caches bei GC einstellen, wenn sich da nicht irgendwie eine Einigung zwischen Ihm, dem anderen Owner und dem Reviewer bzw. Groundspeak finden ließe?

Viele Grüße
Gerald

PS: Dieses Beispiel ist zwar (noch) nicht real vorhanden, könnte sich aber theoretisch in einiger Zeit genau so abspielen.

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ElliPirelli
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Re: Gängige Praxis?

Beitrag von ElliPirelli » Mi 28. Mai 2008, 16:50

eigengott hat geschrieben:
Carsten hat geschrieben:Es wird von Groundspeak nicht gefordert, dass die Additional Waypoints bei alten Caches nachgetragen werden *müssen*.
Das wird scheinbar je nach Land unterschiedlich gehandhabt. In Schweden gab es z.B. im März 2007 eine große Aufräumaktion, bei der alle (Multi-)Caches mit fehlenden Ziel- und Zwischenkoordinaten von den Reviewern deaktiviert wurden, mit der Aufforderung, diese nachzutragen.
Wie wär's mit ner Aufräumaktion?

Und alle Caches von nicht aktiven Ownern dürfen von Freiwilligen adoptiert werden?

Gruß, ElliPirelli

die auch schon mal eine Dose verlegen mußte, weil ein Mystery im Weg lag.
Damals gab ich dem Reviewer die Schuld, aber im nachhinein denke ich, da wird wohl die Finalkoordinate nicht angegeben sein... Ist auch ein recht alter Mystery.
Be yourself, so that others may recognize you.
Geocaching augments reality in a different way. It adds a layer of the magical to the mundane. Ethan Zuckerman
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Re: Gängige Praxis?

Beitrag von radioscout » Mi 28. Mai 2008, 17:38

Mystphi hat geschrieben: seine AWs nachzutragen.
Wie ich schon ein paar Beiträge weiter oben geschrieben habe:
Meiner Meinung nach sollte der Schutz des Waypoints ab dem Eintrag gelten und nicht rückwirkend, wenn er nachgetragen wird.

Wenn es ein Owner bis heute nicht geschafft hat, seine AWs einzutragen, hat er Pech gehabt, wenn jemand die als frei gelistete Location nutzt und seine Daten korrekt einträgt.
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