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Couch Potato Logs

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Moderator: nightjar

eigengott
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Couch Potato Logs

Beitrag von eigengott » Fr 21. Aug 2009, 20:21

Ist zwar schon im blauen Forum gepostet worden, aber auch hier nochmal die Übersetzung eines Textes von Groundspeak zum Thema Virtuelle Caches und warum man die nicht vom Sofa aus machen soll:

Was ist ein Couch Potato Log?

Der Begriff Couch Potato Log bezieht sich auf das Loggen eines virtuellen Caches, obwohl du nicht tatsächlich vor Ort warst. Stattdessen hast du die Antwort auf die Frage zur Verifikation durch Recherche im Internet oder sonst wie gefunden.

Was ist das Problem damit?

Nun, so war das nie gedacht. Virtuelle Caches sind genau wie materielle Caches, nur ohne die Dose. Es wird also erwartet dass du den Ort tatsächlich besuchst, dort die Informationen zur Verifikation findest und dann deinen Fund online loggst.

Wenn du dies nicht tust, wird das von den meisten Geocachern als Schummeln betrachtet. Genauso wie wenn du ein Found-Log für einen Traditional Cache schreibst obwohl du die Dose nie gefunden bzw. dich nicht im Logbuch eingetragen hast.

Diese Couch Potato Logs tragen auch dazu bei, dass virtuelle Caches archiviert werden. Viele virtuelle Caches wurden von so vielen Geocachern missbraucht, dass sie archiviert werden mussten. Oft gehören diese Caches zu den ältesten in einem Gebiet und viele befinden sich an wirklich interessanten Orten.

Und ja, das steht alles in den Richtlinien: "Ein virtueller Cache ist eine besondere, dauerhafte Sehenswürdigkeit. Der Sucher muss vor Ort die Antwort auf eine Frage finden, um dem Cache-Besitzer zu beweisen, dass er wirklich dort war."

Wie ist es dazu gekommen?

Im Grunde ist es das Ergebnis eines Missverständnisses das dann aus dem Ruder gelaufen ist. Zuerst gab es ein paar wenige Geocacher die einen virtuellen Cache loggten, nachdem sie die Verifikations-Info im Internet oder anderswo gefunden hatten. Tatsächlich gab (gibt?) es sogar einige Caches völlig ohne irgendeinen Anwesenheitsbeweis. Andere machten es dann nach. Es wurden Listen von Couch Potato Caches erstellt, ohne einen Hinweis dass dies nicht die richtige Art und Weise ist, einen virtuellen Cache zu loggen. Noch mehr Leute machten es nach und dachten es wäre völlig OK. Und vermutlich hat auch die Sprachbarriere dazu beigetragen: virtueller Cache = virtuelles Log, oder nicht? Ebenfalls haben weder Groundspeak noch die Reviewer diesem Treiben wirklich Einhalt geboten. So wurde dies schließlich ein weit verbreitetes und scheinbar akzeptiertes Verhalten.

Es geht hier also nicht darum, auf irgendjemanden mit dem Finger zu zeigen. Sondern um Rückmeldung zu geben, Verhaltensweisen zu ändern und den Riss zwischen den Couch Potato Loggern und dem Rest der Geocaching-Welt zu kitten.

Häufige Missverständnisse bezüglich Couch Potato Logs

"Im Cachelisting wird nicht gefordert, dass man vor Ort gewesen sein muss."

Das ist nicht notwendig, da es eine implizite Bedingung ist - genau wie die, dass man sein GPS-Gerät mitbringen muss um einen Traditional zu finden. Weiterhin steht diese Bedingung seit Juli 2002 in den Guidelines: "There should be a question that only the visitor to that location will be able to answer. The questions should be difficult enough that it cannot be answered unless you physically visit the spot." (Quelle: http://web.archive.org/web/200208110125 ... ements.asp)

"Der Cachebesitzer ist dafür verantwortlich falsche Logs zu löschen."

Das ist nur zum Teil richtig, da auch die Suchenden eine Verantwortung haben, dass ein Cache weiterbesteht. Für einen materiellen Cache besteht diese darin zu vermeiden dass man von Muggles gesehen wird während man den Cache hebt und dass man den Cache wieder ordentlich versteckt. Für einen virtuellen Cache besteht sie darin, den Ort tatsächlich zu besuchen und die Verifikations-Info nicht im Log zu verraten.

"Der Cachebesitzer ist schuld, dass man die Informationen im Internet finden kann."

Nein, oft ist das nicht die Schuld des Cachebesitzers. In vielen Fällen war zur Zeit der Veröffentlichung des Caches die Information nicht im Internet verfügbar. Nicht vergessen, die meisten virtuellen Caches wurden vor vielen Jahren gelegt. Zu der Zeit gab es Google Maps und georefrenzierte Fotosammlungen noch gar nicht!

Was kannst du tun?

1. Hör auf virtuelle Caches zu loggen wenn du nicht tatsächlich vor Ort warst. Eine gute Möglichkeit dein Wohlverhalten zu zeigen, ist dem Log ein Foto von dir am Cache-Ort hinzuzufügen (Spoiler solltest du natürlich vermeiden).

2. Erzähl es weiter! Wenn du ein Blog betreibst, schreib darüber, vielleicht mit einem Link zu diesem Thread. Sprich das Thema beim nächsten Event an. Kläre deine Geocaching-Freunde auf. Oder komponiere ein lustiges Couch Potato-Lied. ;-)

3. Vielleicht magst du durch die Liste der virtuellen Caches gehen, die du gefunden hast und prüfen ob darunter irgendwelche Couch Potato Logs sind. Du kannst diese in einen Note umwandeln oder sogar löschen. Ja, damit geht deine Zahl von Funden etwas herunter. Aber danach kannst du stolz sagen, dass du wirklich alle ohne Schummeln gefunden hast.

4. Wenn du selber einen virtuellen Cache besitzt, schau regelmäßig nach falschen Logs und lösche diese. Vielleicht magst du auch die Verifikations-Info "wasserdicht" machen um weiteren Missbrauch zu verhindern. Oft löst die Forderung nach einem Foto alle Probleme mit falschen Logs.

Was werden Groundspeak und die Reviewer unternehmen?

Wenn Groundspeak oder den Reviewern ein Cache auffällt der von vielen mit Couch Potato Logs missbraucht wird, wird der Besitzer darüber informiert und ihm Zeit gegeben das Listing zu warten (d.h. die falschen Logs zu löschen und falls nötig die Verifikations-Info wasserdicht zu machen). Passiert seitens des Besitzers nichts, wird der Cache archiviert.

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Re: Couch Potato Logs

Beitrag von adorfer » Fr 21. Aug 2009, 20:28

eigengott hat geschrieben: Wenn Groundspeak oder den Reviewern ein Cache auffällt der von vielen mit Couch Potato Logs missbraucht wird, wird der Besitzer darüber informiert und ihm Zeit gegeben das Listing zu warten (d.h. die falschen Logs zu löschen und falls nötig die Verifikations-Info wasserdicht zu machen). Passiert seitens des Besitzers nichts, wird der Cache archiviert.
Das ist doch optimal (je nach Perspektive):
Die bisherigen CouchPotatoe-Logs bleiben bestehen und dank der CouchPotatoe-Bookmarks kann man das Listing auch weiterhin gut finden und -mangels lock- auch als Fund loggen.

P.S: wäre das nicht eigentlich eher ein Thema für Geocaching.com/Allgemeines?
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Re: Couch Potato Logs

Beitrag von Lady Allista » Fr 21. Aug 2009, 20:31

Was ich mich nur frage, ist: WARUM wird da so viel Trara drum gemacht?

Ich meine - selbst, wenn jemand nicht vor Ort war. Selbst WENN jemand meine Tradis loggt und sie gar nicht gefunden hat (ich kontrolliere keine Logbücher).

Wem schadet er?

Das ist es, was mich wirklich beschäftigt.

Diese Leute bescheißen im Grunde doch nur einen einzigen Menschen - sich selbst!

Das gleiche Thema bei T5ern, die nicht selbst erreicht wurden. Wer sich ins Logbuch einträgt, das ein anderer runter (oder rauf...) gebracht hat - so what?? Das schadet doch niemandem, außer dem eigenen Ehrgefühl?

Niemand bekommt Geld für die Statistik, es hängen keine Leben davon ab, es ändert weder den Lauf der Welt noch die Tiefe meines Schlafes...

Mir ist das völlig egal, ob jemand meint, sich selbst betrügen zu müssen, oder nicht.

Und dem Cache schaden unechte Foundlogs auch nicht - im Gegenteil. Ich würde einige virtuelle Logger so manchem Brechstangencacher vorziehen...

Deshalb: Ist es soooo wichtig? In meinen Augen spielt es eigentlich keine Rolle, ob jemand ehrlich loggt, oder nicht... der einzige Mensch, dem man nach einem unehrlichen Log vielleicht nicht mehr in die Augen schauen kann, ist man selber...

Liebe Grüße
Die Lady
die findet, daß ein bißchen Entspannung manchmal ganz gut tut... ;)
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Re: Couch Potato Logs

Beitrag von TheRiddle » Fr 21. Aug 2009, 21:57

Ich frage mich auch wieso darum so eine Diskussion entsteht.
Wer sowas loggen will solls doch loggen.
Zwischenfrage: Wer hat sowas denn noch nicht getan?
Ich unter anderem und ich finde das auch nicht sonderlich schlimm, denn es sind nur 6 Stück, d.h. es hält sich in Grenzen.
Ich bin auch gar nicht davon angetan. Ich suche mir leiber nen Tradi raus und fahre dort ein paar km hin.
Jeder sollte das selbst entscheiden. Sowas ist auch kein richtiger Betrug.
Ich habe fertig :^^:

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Re: Couch Potato Logs

Beitrag von juba » Fr 21. Aug 2009, 22:19

So sehe ich das auch. Was ist so furchtbar schlimm an der Sache?
Geocaching ist doch ein SPIEL... oder...?
Ich selber war von Januar bis April krank und konnte nicht aus meiner Bude raus. In der Zeit habe ich einige Virtuals gemacht, um mich wenigstens ein bisschen abzulenken von meiner misslichen und frustrierenden Lage. Diese Caches haben genauso viel Spaß gemacht und waren teilweise genauso aufwendig zu lösen, wie Dosen in der Landschaft. Und deswegen werde ich die Logs auch nicht wieder löschen. Und ein Unrechtsempfinden oder sowas wie ein schlechtes Gewissen habe ich definitiv nicht! Schliesslich habe ich an den Aufgaben geknobelt und mich mit der Sache beschäftigt.
Es kann den anderen doch total egal ein, wer welche Logs wie macht... oder ist da bei einigen Cachern doch mehr Neid und Konkurrenzdenken bezüglich der Punkte vorhanden, als sie öffentlich rauslassen...?!
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Re: Couch Potato Logs

Beitrag von adorfer » Fr 21. Aug 2009, 22:23

juba hat geschrieben:Was ist so furchtbar schlimm an der Sache?
Geocaching ist doch ein SPIEL... oder...?
Ich selber war von Januar bis April krank und konnte nicht aus meiner Bude raus.
Klasse Begründung! Dann kann ich endlich auch ein paar Tauchcaches in Australien loggen. Da komme ich derzeit weder hin, noch schaffe ich das körperlich.
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Re: Couch Potato Logs

Beitrag von Starglider » Fr 21. Aug 2009, 22:26

Lady Allista hat geschrieben:Ich meine - selbst, wenn jemand nicht vor Ort war. Selbst WENN jemand meine Tradis loggt und sie gar nicht gefunden hat (ich kontrolliere keine Logbücher).
(...)
Diese Leute bescheißen im Grunde doch nur einen einzigen Menschen - sich selbst!
Dieser oft gelesene Satz hat mich noch nie überzeugt.

Wenn diese Leute sich selbst "bescheissen" wollten würden sie sich ein selbsgemachtes Zertifikat mit einer tollen Fundzahl daheim an die Wand hängen.

Denen geht es aber um die öffentlich angezeigte Fundzahl mit der sie andere Leute beeindrucken wollen ohne den Aufwand zu betrieben der nötig wäre um tatsächlich soviele Funde zu bekommen. Es geht um die Anerkennung die sie dadurch bei einigen Kollegen auch tatsächlich bekommen.

Das es dafür eine Zielgruppe gibt zeigen ja die vielen Geocacher die ihr Profil mit einer Statistik vollgekleistert haben.
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Re: Couch Potato Logs

Beitrag von Bursche » Fr 21. Aug 2009, 22:33

juba hat geschrieben:.... Was ist so furchtbar schlimm an der Sache?
Geocaching ist doch ein SPIEL... oder...?
Schlimm ist das für diejenigen, die aus dem Spiel einen Wettbewerb machen wollen.

Ich bin kein Freund dieser Couch Potato Logs. Würde es aber mehr dieser couch-caches geben, würden zwar einge MB Datenmüll produziert, der Statistikwahn würde aber vollends ad absurdum geführt und uns bliebe womöglich die eine oder andere Statistikdose erspart.

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Re: Couch Potato Logs

Beitrag von Carsten » Fr 21. Aug 2009, 22:34

juba hat geschrieben:So sehe ich das auch. Was ist so furchtbar schlimm an der Sache?
Geocaching ist doch ein SPIEL... oder...?
Richtig. Geocaching ist ein Spiel und Spiele haben Regeln. Eine dieser Regeln bezüglich Virtuals hat Eigengott hier lang und breit noch mal erklärt (neu ist die wirklich nicht). Wieso also die Aufregung? Einfach an die Regeln halten.
juba hat geschrieben:Ich selber war von Januar bis April krank und konnte nicht aus meiner Bude raus. In der Zeit habe ich einige Virtuals gemacht, um mich wenigstens ein bisschen abzulenken von meiner misslichen und frustrierenden Lage.
Du hättest alternativ auch Mysteries lösen können, die du physisch suchst, wenn du wieder dazu in der Lage bist. Virtuals sind und waren nie dazu gedacht, so gelöst zu werden, wie du es getan hast.
juba hat geschrieben:Und ein Unrechtsempfinden oder sowas wie ein schlechtes Gewissen habe ich definitiv nicht! Schliesslich habe ich an den Aufgaben geknobelt und mich mit der Sache beschäftigt.
Traurig, dass du nicht mal nach ausführlicher Erklärung der Spielregeln in der Lage bist, diese zu akzeptieren. Ums mal klar auszudrücken: Du hast betrogen, weil du nicht am Ort des Virtuals warst. Bei T5er Caches wäre das allgemeine Rumgeheule jetzt schon wieder unerträglich laut.

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Re: Couch Potato Logs

Beitrag von Fedora » Fr 21. Aug 2009, 23:16

Carsten hat geschrieben:Richtig. Geocaching ist ein Spiel und Spiele haben Regeln.
Genau das ist der Punkt. Es ist völlig egal, ob sie nur sich selbst bescheißen, es ärgert mich, wenn ich solche Logs sehe. Es nervt, wenn ich merke, dass Leute mit ihren Logs in den USA "angeben", obwohl sie gar nicht da waren - oder zumindest "nur" auf der anderen Seite und wenn Leute einen vom Cachen erzählen, wenn sie "heute mal einen Virtual in Australien geloggt" haben. Es ärgert mich genauso wie es mich bei jedem anderen Spiel ärgern würde, bei dem jemand nicht die Regeln beachtet und dabei ist es völlig egal, ob man damit andere oder nur sich selbst bescheißt - aber zumindest diejenigen anderen die auf Zahlen wert legen bescheißt man definitiv mit und auch wenn das nicht mich direkt betrifft, so finde ich es eine unmögliche Art so zu "spielen".
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