Diese Website existiert nur weil wir Werbung mit AdSense ausliefern.
Bitte den AdBlocker daher auf dieser Website ausschalten! Danke.

PM werden, ohne alles preiszugeben?

Rund um die beliebteste Geocaching-Website

Moderator: nightjar

Benutzeravatar
radioscout
Geoking
Beiträge: 25138
Registriert: Mo 1. Mär 2004, 00:05
Wohnort: Aachen

Re: PM werden, ohne alles preiszugeben?

Beitrag von radioscout »

jennergruhle hat geschrieben: Vor allem nicht die Adresse (erinnert sich jemand an den rohrförmigen Cache an einer Schleuse und den großen Spezialkräfteeinsatz?).
In einem solchen Fall braucht man keine hinterlegte Adresse. Das geht dann ganz einfach über Deinen Internetprovider.
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)
Benutzeravatar
Carsten
Geowizard
Beiträge: 2844
Registriert: Di 23. Aug 2005, 13:20

Re: PM werden, ohne alles preiszugeben?

Beitrag von Carsten »

jennergruhle hat geschrieben:Beim Bestellen einer Premium-Mitgliedschaft bräuchte Groundspeak nur meine Bezahlinformationen zu erfragen, nicht mehr.
Wieso sie auch die Adressdaten brauchen, habe ich bereits erklärt. Vielleicht liest du es einfach mal.
Benutzeravatar
jennergruhle
Geoguru
Beiträge: 6006
Registriert: Mi 29. Jun 2005, 12:14
Wohnort: Pierknüppel

Re: PM werden, ohne alles preiszugeben?

Beitrag von jennergruhle »

radioscout hat geschrieben:
jennergruhle hat geschrieben: Vor allem nicht die Adresse (erinnert sich jemand an den rohrförmigen Cache an einer Schleuse und den großen Spezialkräfteeinsatz?).
In einem solchen Fall braucht man keine hinterlegte Adresse. Das geht dann ganz einfach über Deinen Internetprovider.
Nö, da bräuchten sie 1. die Zugriffsdaten von Groundspeak um an die IP-Adresse zu kommen, und 2. einen richterlichen Beschluss um beim Provider die Adresse zu ermitteln (ohne den rückt der Provider nix raus).

Bei 1. sehe ich schwarz - was interessiert Groundspeak eine deutsche Behörde?
Bei 2. muss schon ein schweres Vergehen vorliegen, damit ein Richter die Herausgabe anordnet. Ob "Kostenforderung für Bombensuchkommando" schwer genug ist...

Gebe ich hingegen meine Adresse freiwillig komplett bei Groundspeak an, kann ich damit rechnen, dass sie eher ermittelbar ist - ob per "freundschaftliche Dienstleistung" oder Ausnutzen bestimmter Lücken.
Feierabend- und Urlaubscacher und bekennender DNF-Logger
---
"Geht nicht" ist keine Fehlerbeschreibung!
Benutzeravatar
jennergruhle
Geoguru
Beiträge: 6006
Registriert: Mi 29. Jun 2005, 12:14
Wohnort: Pierknüppel

Re: PM werden, ohne alles preiszugeben?

Beitrag von jennergruhle »

Carsten hat geschrieben:
jennergruhle hat geschrieben:Beim Bestellen einer Premium-Mitgliedschaft bräuchte Groundspeak nur meine Bezahlinformationen zu erfragen, nicht mehr.
Wieso sie auch die Adressdaten brauchen, habe ich bereits erklärt. Vielleicht liest du es einfach mal.
Ja, sie hätten gern die Adressdaten um eine korrekte Rechnung schreiben zu können, das habe ich durchaus gelesen. Aber das ist ein eher marginales Problem, da sie ja ohnehin weder eine Papierrechnung schicken noch eine physische Ware zustellen müssen. Daher ist es auch ganz egal, ob ich Hinterhofgasse 7a oder Schlossallee 1 schreibe.
Aber wie schon geschrieben, es gibt ja zwei Möglichkeiten, um mein Recht auf Datensparsamkeit durchzusetzen. Denn die Verwendung von Pseudonymen stellt neben der Kryptographie eine der wichtigsten Möglichkeiten des Selbstschutzes in offenen Netzwerken dar; da sie darauf zielt, möglichst wenig persönliche Daten preiszugeben.
Feierabend- und Urlaubscacher und bekennender DNF-Logger
---
"Geht nicht" ist keine Fehlerbeschreibung!
DocW
Geowizard
Beiträge: 2328
Registriert: Fr 23. Jul 2004, 17:03

Re: PM werden, ohne alles preiszugeben?

Beitrag von DocW »

Ich verstehe dein Problem nicht.

Du gibst eine Rechnungsadresse ein. Mehr nicht.
Das machst du jedesmal, wenn du irgendwas aus der Ferne kaufst. Bei iTunes und amazon zum Beispiel passiert vergleichbares. (Obwohl iTunes anhand der Kreditkarte entscheidet, ob du im Shop eines anderen Landes einkaufen darfst)
Wenn du noch etwas physikalisch greifbares dafür bekommst, dann wirst du noch aufgefordert, eine Versandadresse anzugeben.
Das hat einen rein steuerlichen Hintergrund: In den USA wird die Umsatzsteuer üblicherweise nur für Käufe im jeweiligen Staates fällig. Befindet sich der Leistungsempfänger in dem Staat des Anbieters, muss für die Leistung Umsatzsteuer aufgeschlagen und abgeführt werden. In Ladengeschäften ist das sehr einfach, da wird die Umsatzsteuer automatisch aufgeschlagen, weil du ja beim Kauf in dem Geschäft und damit innerhalb des Staates bist. (in USA werden übrigens die Preise in Geschäften immer ohne Umsatzsteuer angegeben, kann schon mal etwas zu Überraschungen an der Kasse führen)
Also: das ist nicht die grosse Weltverschwörung, das ist einfach das Finanzamt. Gib einfach eine Spass-Adresse ein, so lange das im Ausland ist, störts eh niemanden. Für einen Amerikaner könnte es sich dabei um ein Finanzvergehen handeln.
inactive account.
Benutzeravatar
BlueGerbil
Geowizard
Beiträge: 2384
Registriert: So 12. Dez 2004, 22:12
Kontaktdaten:

Re: PM werden, ohne alles preiszugeben?

Beitrag von BlueGerbil »

jennergruhle hat geschrieben:Beim Bestellen einer Premium-Mitgliedschaft bräuchte Groundspeak nur meine Bezahlinformationen zu erfragen, nicht mehr.
Und wie sollen sie Dir dann eine Rechnung stellen?
Das stelle ich mir spaßig vor - Buchprüfung bei Groundspeak - ein Sack voll Geld steht in der Ecke - "wo kommt der denn her?" - "oh, that´s from some unknown crazy germans, they are paranoid about their adress" :kopfwand:
jennergruhle hat geschrieben:Vor allem nicht die Adresse (erinnert sich jemand an den rohrförmigen Cache an einer Schleuse und den großen Spezialkräfteeinsatz?).
Und genau das ist noch ein viel besserer Grund, warum zu jedem GC-Account Personendaten gehören sollten - google mal nach "Verantwortung für das eigene Tun"...
schuhhirsch
Geocacher
Beiträge: 299
Registriert: Do 11. Okt 2007, 19:56

Re: PM werden, ohne alles preiszugeben?

Beitrag von schuhhirsch »

jennergruhle hat geschrieben:(...)Vor allem nicht die Adresse (erinnert sich jemand an den rohrförmigen Cache an einer Schleuse und den großen Spezialkräfteeinsatz?).
(...).
Ist das tatsächlich dein Problem? Das du wegen soetwas zur Rechenschaft gezogen werden könntest? Die Angst vor Spam und dem Gläsernen User kann ich, obwohl ich sie in dem Fall nicht Teile, nachvollziehen, aber das ist kindisch. Werd erwachsen.
Bursche
Geowizard
Beiträge: 1220
Registriert: Mi 17. Mai 2006, 09:42

Re: PM werden, ohne alles preiszugeben?

Beitrag von Bursche »

Wer sich Gedanke um seine persönlichen Daten macht, ist bei gc.com falsch! Hier legen Menschen mit lustigen Decknamen, Aktennotizen (sogenannte Ownernotes) über andere Menschen an. Kommt das jemand bekannt vor?

BTW: Natürlich braucht groundspeak die Adressdaten nicht. Genau so wenig wie der Bäcker, der Friseur, der Gastronom... dem Finanzamt eine Kundenliste vorlegen müssen, muss groundspeak das tun.
Benutzeravatar
BlueGerbil
Geowizard
Beiträge: 2384
Registriert: So 12. Dez 2004, 22:12
Kontaktdaten:

Re: PM werden, ohne alles preiszugeben?

Beitrag von BlueGerbil »

Bursche hat geschrieben:BTW: Natürlich braucht groundspeak die Adressdaten nicht. Genau so wenig wie der Bäcker, der Friseur, der Gastronom... dem Finanzamt eine Kundenliste vorlegen müssen, muss groundspeak das tun.
Den Unterschied zwischem einem Kassenbon und einer RECHNUNG kennst Du aber schon, oder? Reklamiere bei einem Bäcker mal nach 11 Monaten... aha, geht nicht, wie auch?

Du empfängst von GroundSpeak Leistungen als Premium-Member. Auf diese hast Du 12 Monate lang einen Anspruch (in der Regel, wenn man denn für 12 Monate PM geworden ist - das ist eigentlich klar, aber ich schreibs nochmal hin, bevor mir ein Korinthenkacker vorhält, es gäbe auch 3 monatige PMs) - wie willst Du diesen denn ohne eine RECHNUNG (auf der ein Firmenname und ein Name des Kunden steht im Gegensatz zum Kassenbon beim Bäcker) deine Leistung einfordern?

Da Groundspeak davon lebt, zufriedene, zahlende Kunden zu haben und nicht davon, zahlenden Kunden bezahlte Leistungen vorzuenthalten (wie hier in diesem Thread schon behauptet wurde - Servus Paranoia!), haben sie auch ein vitales Interesse daran zuordnen zu können, wer wann was bezahlt hat und dafür welche Leistungen bekommt.

Wer das nicht möchte, sollte am besten Telefon, Auto, Internetzugang, EC- und Kreditkarte u.ä. Teufelszeug verschenken (ich lasse euch gerne meine Lieferanschrift zukommen!) und sich in eine Hütte aus Kuhfladen setzen, nur er und seine ach so wertvollen, schütztenswerten, persönlichen Daten - da kann er dann glücklich und zufrieden leben, auf´m Kopf den Hut aus Alufolie, keiner will seine Daten haben und alles ist gut.
EW742
Geomaster
Beiträge: 933
Registriert: Mo 11. Sep 2006, 15:14

Re: PM werden, ohne alles preiszugeben?

Beitrag von EW742 »

BTW: Natürlich braucht groundspeak die Adressdaten nicht. Genau so wenig wie der Bäcker, der Friseur, der Gastronom... dem Finanzamt eine Kundenliste vorlegen müssen, muss groundspeak das tun.
Auch der Bäcker oder Gastronom hat eine elektronische Kasse oder der Steuerberater wandelt die Bareinnahmen in elektronische Daten um.
Und auch das Finanzamt hat die Möglichkeiten der elektronischen Daten entdeckt. So lassen sich die Umsatzzahlen des Gastronoms statistisch prüfen, mit den Wetterdaten des Prüfzeitraumes vergleichen, mit dem dazugehörigen Wareneinsatz abprüfen und auch die einzelnen Wochentage mit ihren Tagesumsätzen vergleichen.
Google mal nach dem Stichwort "elektronische Betriebsprüfung", die gibt es seit 2002. Und die dafür notwendigen Programme kommen aus Nordamerika, die kennen das dort also auch.

Konkret zu Groundspeak: die Programme ermöglichen auch die Prüfung, wie oft eine Adresse, Bankverbindung, Kreditkarte bei Kunden/Lieferanten verwendet wurde. Findet sich dort die Musteradresse mehrfach, so wird der dortige Finanzprüfer nach weiteren Unstimmigkeiten innerhalb der Buchführung suchen, um manipulierte Umsätze rauszufiltern.

Gruß
EW742
Antworten