Unarten beim Geocaching

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badnerland
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Re: Unarten beim Geocaching

Beitrag von badnerland » Fr 16. Jun 2017, 08:11

Spielen nach eigenen Regeln:
- Nichtfunde als Fund loggen, sei es per "Logerlaubnis" vom Owner oder einfach per Foto. IMHO falsch verstandene Höflichkeit/Freundlichkeit. Oder einfach auch so, nach dem Motto "ich war da, also habe ich den Punkt verdient". Diese Kritik geht besonders gegen die Owner, die das laufen lassen, meist geht es ja einher mit Wartungsmangel.
- Logbedingungen einfordern. Verschärfte Form: Vermeintliche Schummler anprangern.

- Die Auswüchse rund um Großevents - gefühlt jedes Jahr Verdoppelung der Megas/Gigas - und das brave Beklatschen von Unfug aus der GS-Zentrale wie dem Schrein mit der "original can of beans".

- Das selbstherrliche Gebaren von Groundspeak, insb. auch die gehäufte Kundenbefragungsverarsche in letzter Zeit, und der dünne Protest dagegen.

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Re: Unarten beim Geocaching

Beitrag von Zappo » Fr 16. Jun 2017, 08:32

baer hat geschrieben:
Fr 16. Jun 2017, 05:49
l.e.x.l hat geschrieben:
Do 15. Jun 2017, 21:23
Cacher, die anderen vorschreiben wollen, wie man zu cachen hat...
Wer macht das denn hier? Hier sagt jeder nur seine Meinung, was ihm persönlich (!) als Unart erscheint, und man sieht, dass das nicht mal deckungsgleich sein muss. ....
Seh ich auch so. Aber auch die Mode, in die einfache Meinungsäußerung Anderer zu ihren Vorlieben und Ablehnungen eine Kritik an der eigenen Cacheweise hineinzuinterpretieren, ist ne Art Unart :)

Und deckungsgleich ist das tatsächlich nicht. Z.B. kann man sich drüber streiten, ob Loggen in der eigenen Sprache im Ausland ein Zeichen von Unhöflichkeit oder Authentizität ist. Gibts hier ganze Threads drüber. ICH freue mich über jeden fremdsprachlichen Log. In Zeiten von Übersetzungsprogrammen ist das ja nicht wirklich ein Problem und unterstreicht die Internationalität der Sache. Wegen der ich (u.a,) bei GC mitmache.

Aber Logs, doofe Logs, Einheitslogs, Minilogs sind das eine, handwerkliche Fehler das andere. Das eine läuft bei mir unter "vielleicht kann mans nicht anders" und ist mir weitestgehend egal - handwerkliche Fehler zu vermeiden fordere ich vom Mitspieler allerdings ein. Und da ist (freundliche) Kritik kein Rumgenörgel, sondern die Hilfe, den Cache auf den nötigen Stand zu heben.

Gruß Zappo
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Re: Unarten beim Geocaching

Beitrag von satanklaus » Fr 16. Jun 2017, 10:25

Ist jetzt vielleicht nicht unbedingt eine Unart, fällt mir aber in letzter Zeit negativ auf: sobald G$ mal wieder ein neues Bildchen raushaut, sprießen die zugehörigen Events wie die Pilze. Momentan entdecken die Leute glaub ich gerade ihr Herz für Kanada.

Dabei scheint es nicht zu interessieren, dass die Events nach den alten, spaßfreien Regeln gestaltet werden müssen. Auch loggen alle anschließend auf der neu verhunzten Logseite.

Das sind natürlich auch wieder Dinge, die man ignorieren kann. Und auch für das Loggen lassen sich Alternativen finden.

Dennoch würde ich mir wünschen, dass die Leute nicht nach jedem Stöckchen springen. Sondern Groundspeak mal Gegenwind bekommt, um statt dessen seit langem von der Community geforderte Änderungen endlich mal umzusetzen.
Wenn alle klaglos mitmachen, denken die sonst noch, sie haben ein geniales Gespür dafür, was die Leute wollen.


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Re: Unarten beim Geocaching

Beitrag von Zappo » Fr 16. Jun 2017, 12:08

satanklaus hat geschrieben:
Fr 16. Jun 2017, 10:25
....Wenn alle klaglos mitmachen, denken die sonst noch, sie haben ein geniales Gespür dafür, was die Leute wollen....
Haben sie das nicht? Immerhin machen ganz viele den schnulli mit - wie Du schon schrobst. Und dem Rest ist es egal. Oder privatisiert in der Nische der eigenen Verhaltensweisen und denkt sich seinen Teil.

Auf einen, der beim Mega gerne zu Jeremy sagen würde "das ist nicht gut, was Du da machst" kommen doch Hunderte Fans, die mit ihm ein Selfie wollen.

!Revolution jetzt! war gestern :) -und ist ausgefallen.

Also bleibt nur, auf unterster -aber wichtigsten- Ebene im eigenen Umfeld das einigermaßen erträglich und nützlich für viele bis alle zu gestalten.
Z.B. Telefonjoker für ne Ausnahme in Tagesfrist, aber nicht für eine Lösung zu akzeptieren. Deshalb finde ich den Thread hier garnicht so doof :)

Gruß Zappo
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Re: Unarten beim Geocaching

Beitrag von baer » Fr 16. Jun 2017, 12:36

Zappo hat geschrieben:
Fr 16. Jun 2017, 08:32
handwerkliche Fehler zu vermeiden fordere ich vom Mitspieler allerdings ein. Und da ist (freundliche) Kritik kein Rumgenörgel, sondern die Hilfe, den Cache auf den nötigen Stand zu heben.
Also wenn ich auf einen Fehler hinweise, bin ich sogar gerne bereit, mitzuhelfen, den zu beseitigen (wenn's aufwändiger ist und/oder dem Owner halt die passenden Kenntnisse fehlen). Je nach Situation (z.B. erkennbarer Anfänger) biete ich das unter Umständen sogar gleich explizit an (freundlich und nicht von oben herab). Leider wird dies so gut wie nie in Anspruch genommen und ein Danke für den Hinweis gibt es auch nur selten, selbst wenn der Hinweis angenommen wird (kommt dann bei mir so an wie "naja, dann mach ich's halt dem Klugscheißer grade mal recht").

Warum ist das so?

Und vor allen Dingen, warum wird einem stattdessen auch noch permanent eine Newbie-Feindlichkeit unterstellt, wenn in Foren das Thema mit den handwerklichen Fehlern hoch kommt?

Beides passt überhaupt nicht zusammen!

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Re: Unarten beim Geocaching

Beitrag von Zappo » Fr 16. Jun 2017, 13:17

baer hat geschrieben:
Fr 16. Jun 2017, 12:36
Also wenn ich auf einen Fehler hinweise, bin ich sogar gerne bereit, mitzuhelfen, den zu beseitigen (wenn's aufwändiger ist und/oder dem Owner halt die passenden Kenntnisse fehlen).......Warum ist das so?
Vielleicht weil nur Hilfe anbieten manchen als etwas sehr exotisches erscheint. Dabei hilft man ja gerne. Glaubt anscheinend nur niemand.
Wobei ich in DER Hinsicht bis jetzt keinerlei negative Erfahrungen gemacht habe.

Allerdings ist die Zahl der Leute, die eben in den Medien unterwegs sind und nur rumnörgeln und beleidigen, schon gestiegen. Gleichzeitig aber auch die Kombination "minimale Kompetenz + maximale Empfindlichkeit". Und wenn man nach "likes" unterwegs ist (egal wie die sich begründen), dann stört eben ein dislike - auch egal, wie das begründet ist.

Heute gibts nur noch Follower und Feinde. Nach Begründung frägt da niemand mehr. Es ist legitim, nur was zu mögen - oder abzulehnen. Maßstab bin ich, Daumen hoch, Daumen runter. Flagella Zuckerberghi.

Aber das ist zugestandenerweise alles ein wenig philosophisch. Der Anspruch, daß man sich bei nem Spiel was man mitmacht, so verhält, daß es den "technischen" Anforderungen (nicht dem Wünschen) der Spielenden und der Plattform genügt, ist dagegen relativ handfest. Und dürfte so einleuchtend sein, daß das den Allermeisten Leuchten einleuchten sollte :)

gruß Zappo
Zuletzt geändert von Zappo am Fr 16. Jun 2017, 13:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Unarten beim Geocaching

Beitrag von Zappo » Fr 16. Jun 2017, 13:18

doppelt, sorry.
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Re: Unarten beim Geocaching

Beitrag von baer2006 » Fr 16. Jun 2017, 20:38

satanklaus hat geschrieben:
Fr 16. Jun 2017, 10:25
Ist jetzt vielleicht nicht unbedingt eine Unart, fällt mir aber in letzter Zeit negativ auf: sobald G$ mal wieder ein neues Bildchen raushaut, sprießen die zugehörigen Events wie die Pilze. Momentan entdecken die Leute glaub ich gerade ihr Herz für Kanada.
Du sagst es. Zum Dönerstag gab es in meinem 20km-Umkreis in den letzten Jahren immer so zwei oder drei Events. Dieses Mal, als Groundspeak einen Reifen hochgehalten hat dem Rudel ein Souvenir hingeworfen hat, waren es fast 30(!) Events. Du hast recht, dass das keine Unart an sich ist, aber es ist schlichtweg vollkommen lächerlich.

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Re: Unarten beim Geocaching

Beitrag von Smoerf » Sa 17. Jun 2017, 07:24

Ich hab noch was vergessen:
Anfragen nach Finalkoordinaten bei Wander- oder Radfahrmultis von Leuten, die genau wissen, dass sich meine Art des Cachens von Ihrer Art (möglichst viele Dosen besuchen ohne Aufwand und x-mal die Matrix füllen ohne an allen Dosen selbst gewesen zu sein) komplett unterscheidet, um dann auszudiskutieren, dass ich mich nicht so kleinlich anstellen soll und man doch auch mit Kreativität an die Statistikpunkte (O-Ton) kommen kann. Wenn es jemandem reicht nur das Final zu besuchen, ist das für mich in Ordnung, aber ich muss das ganze nicht aktiv unterstützen!

Gruß
smoerf

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Re: Unarten beim Geocaching

Beitrag von Henne1312 » Mo 19. Jun 2017, 13:40

1. Mysteries mit "irgendwelchen" Verschlüsselungen aus der "GCC Krabbelkiste", die nur deswegen Mysteries sind, damit die Filmdose an einer völlig uninteressanten Stelle nicht als Tradi gelistet werden muss
2. Filmdosen / Petlinge als "Belohnung" für einen schweren Mysterie oder einen 4-Stunden-Multi
3. Filmdosen / Petlinge an Stellen, an denen man locker einen Farbeimer verstecken könnte
4. "Ihr werdet beim Loggen beobachtet, aber macht nix, alle wissen bescheid"
5. Caches an stark frequentierten Orten ohne eindeutiges Versteck und ohne bzw. mit nichtssagendem Hint
6. Wanderrunden, bei denen die Nummerierung des Caches am Ende des Cachenamens steht und deswegen auf dem Gerät nicht zu sehen ist ("Wunderschöne Wanderrunde um Hintertupfingen #1" ist Mist, besser "#1 Wunderschöne Wanderrunde um Hintertupfingen")
7. Falsche T-Wertungen (es hat schon seine Grund, warum ich nur Caches mit max. D 3,5 filtere...)

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