Umstieg sinnvoll vom Dakota aufs Oregon?

Welches Gerät soll ich mir kaufen?

Moderatoren: cterres, Schnueffler

Antworten
Benutzeravatar
N.N.
Geocacher
Beiträge: 142
Registriert: Do 12. Nov 2015, 20:33

Umstieg sinnvoll vom Dakota aufs Oregon?

Beitrag von N.N. » Di 29. Dez 2015, 15:54

Grüezi,

momentan besitze ich ein Dakota 20, mit dem ich eigentlich sehr zufrieden bin. Soll heissen: Es funktioniert anstandslos.
"Eigentlich" deswegen, weil mir "eigentlich" das Display des Dakota zu klein ist*.
Und im Urlaub ist die Begrenzung des Dakota auf 2000 Caches schon etwas lästig.

Also, was grösseres muss her - ein Oregon 600/650** oder Montana. Das Montana ist mir (noch) zu teuer.
So weit, so gut.

Ich lese aber so viele Meinungen, die beim Oregon 6x0 von "supertoll" bis "absoluter Schrott" auseinandergehen - speziell beim Thema Genauigkeit oder etwaige Abstürze.
Nun weiss man allerdings, speziell bei den älteren Rezensionen, nun nicht, ob der Schreiber z.B. die aktuelle Firmwareversion auf dem Gerät hat und ob die Probleme evtl. durch ein Update behoben werden. Oder ob es halt immer wieder "Montagsgeräte" gibt.

Also, wie ist der Stand nun, Ende 2015?
Kann man beim Oregon 6x0 von einem "ausgereiften" Gerät sprechen oder soll ich doch lieber nach dem Motto vorgehen: "Never change a running system", also das Dakota behalten?

Danke im voraus!

* Hab zu viel Rein- und Rausgezoome, weil ich immer das Geocaching-Datenfeld eingeblendet hab, das ja ca. 1/3 der Bildschirmfläche beansprucht.
** Kamera muss nicht sein; ich würde aber ein 650er nehmen, wenn mir ein Angebot über den Weg läuft, bei dem die Differenz zwischen 600er und 650er klein genug ist.
Bild
Bild

Werbung:
Sillytoppi
Geocacher
Beiträge: 184
Registriert: Sa 10. Mär 2012, 09:45
Wohnort: Westmünsterland

Re: Umstieg sinnvoll vom Dakota aufs Oregon?

Beitrag von Sillytoppi » Mi 30. Dez 2015, 08:57

Hallo,
Habe ein Dakota 10 und dann Weihnachten ein Oregon 600 geschenkt bekommen. Auch ich war mir nicht sicher, ob so ein Update ökonomisch gesehen Sinn macht. Eigentlich wollte ich noch mit einem neuen Gerät warten, bis das europäische Satellitensystem läuft. Jedoch leierte der Einschaltknopf am Dakota aus und ein Ausfall war absehbar.
Bin jetzt mit aktueller Firmware seit einigen Tagen unterwegs. Genauigkeit der beiden Geräte sind vergleichbar, unter schlechten Bedingungen steigt das Oregon (wohl wegen Glonass) später aus.
Abstürze hatte ich bisher noch nicht. Wegen den öfters reportieren Problemen benutze ich jedoch englische Benutzerführung, keine Ahnung, wie es in deutsch aussieht.
Klar, das Display ist größer. Ich persönlich finde den Unterschied nicht so umwerfend. Da der Rahmen beim Oregon größer ist, gaukelt dies ein sehr viel größeres Display vor.
Das Oregon hat zwar ein etwas größeres Gehäuse, lässt sich aber trotzdem gut in der Jackentasche verstauen. (Jedoch nicht, wie das Dakota, in der Hosentasche. ..)
Die Empfindlichkeit des Displays ist beim Oregon ähnlich einem Handy. Scrollen und Zoomen ist leichter. Wie sich die Sache im Regen verhält, kann ich noch nicht beurteilen.
Die Menüs des Oregon machen einen sinnigen Eindruck, sind aber tiefer verschachtelt, als beim Dakota. Das Oregon hat ja auch mehr Funktionen.
Den Kompass kennst du ja schon vom Dakota 20, gegenüber dem 10er ist er natürlich ein brauchbarer Unterschied. Den Höhenmesser werde ich wohl selten benutzen.
In Summe : Der Umstieg ist eine feine Sache, die natürlich ein paar Euros kostet. Gut cachen kann man mit beiden Geräten, mit dem Oregon etwas besser.
Dies sind meine persönlichen Eindrücke, die natürlich sehr von Vorlieben und Einsatzzwecken abhängen.
Viele Grüße

Benutzeravatar
Kocherreiter
Geomaster
Beiträge: 900
Registriert: Mi 30. Mai 2012, 14:36
Wohnort: Kochertal
Kontaktdaten:

Re: Umstieg sinnvoll vom Dakota aufs Oregon?

Beitrag von Kocherreiter » Fr 1. Jan 2016, 09:53

Hallo chalkviech,

ich bin diesen Sommer vom eTrex30 auf das Oregon 600 umgestiegen; aus den selben Gründen wie bei dir.
...kann man beim Oregon 6x0 von einem "ausgereiften" Gerät sprechen...
Ich bin mit meiner Entscheidung nicht ganz so glücklich. Zum einen ist das grössere Display speziell am Fahrrad super. Auch ist das GGZ-Format toll.

Allerdings habe auch immer wieder Probleme:
- GGZ-Dateien werden nicht immer erkannt
- manche Listings werden aus unerfindlichen Gründen nicht in der GGZ mit kopiert
- trotz (oder wegen?) der aktuellen Firmware (4.80) löschte mir das Gerät die aktuell routende GGZ https://geoclub.de/forum/viewtopic.php? ... 7#p1241217

- Menü-Einstellungen werden immer mal wieder "umgeschrieben"
Bsp: Ich habe im Hauptmenü 4 Zusatzfelder konfiguriert, ähnlich wie hier http://royalprice.ru/wp-content/uploads ... 600-3.jpeg auf dem 1.Bild: "Höhe" "Datum" "Zeit bis nächster WP" "Uhrzeit".
Es kommt vor, dass dann nicht mehr die von mir vorgegebenen 4 Felder angezeigt werden sondern das Oregon "Datum" gegen "Geschwindigkeit" etc. austauscht :kopfwand: - obwohl die Displaysperre aktiv ist.

Das Touch-Display ist sehr sensibel und wenn das 600er an der Gürtelschlaufe hängt, sollte generell die Displaysperre eingeschaltet werden. Zudem gibt es keinen "vorstehenden" und schützenden Rahmen wie beim Dakota, das Display ist mit dem Rahmen bündig, daher ist eine Display-Folie sehr wichtig; im Internet gibt es viele Berichte über gesprungene Displays.

Zur Genauigkeit kann ich nichts sagen, denn ich bin der Meinung ein GPSr ist nur so genau wie es die vom Owner eingemessenen Koordinaten zulassen. Sollte ich irgendwann an einem geodätischen Referenzpunkt https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_geo ... eutschland sein, werde ich Oregon 600 und Smartphone testen.

Mein Fazit:
Das Oregon 600 macht Spass...solange es funktioniert wie es soll... Ich habe zwischenzeitlich immer das Smartphone mit Zusatzakku als Backup dabei. Ob ich es mir nochmals kaufen würde? :???: Eher nicht!

RainerSurfer
Geowizard
Beiträge: 2032
Registriert: Fr 4. Jun 2004, 11:56
Wohnort: Südfranken
Kontaktdaten:

Re: Umstieg sinnvoll vom Dakota aufs Oregon?

Beitrag von RainerSurfer » Do 7. Jan 2016, 14:59

Schon eigenartig. Ich hab keine der genannten Probleme. Das was mich wirklich stört, ist das Nachlaufen der Position. Ich bin schon am Cache/Ziel vorbei, werde dann gern mal 20m wieder zurückgeschickt. Zu Fuß unterwegs!
Der Kompass hat ne Macke und zeigt manchmal Murks an. Kalibrierung hin oder her.

Ein Gerät mit Touchscreen sollte man sich ohne Displaysperre auch nicht an den Gürtel hängen. Wobei die Gefahr eigentlich nicht so groß sein sollte, schließlich hat das Oregon 6xx ein kapazitives Display was mit "normalen" Gegenständen nicht reagiert.
Wo sind denn die ungewöhnlich vielen Berichte über gesprungene Displays? Hier und im Naviboard zumindest nicht.
Die alten eTrex Geräten haben übrigens auch keinen hervorstehenden Rand gehabt...

Auf Referenzpunkte würde ich nicht so viel wert legen. Die liegen schließlich nicht im Wald. Ich hab mit verschiedenen und auch sehr alten Geräten an mehreren Punkten mal getestet und es gab nie Problem.

Würde ich es wieder kaufen: Ja!
Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
Oregon

Benutzeravatar
N.N.
Geocacher
Beiträge: 142
Registriert: Do 12. Nov 2015, 20:33

Re: Umstieg sinnvoll vom Dakota aufs Oregon?

Beitrag von N.N. » Do 7. Jan 2016, 20:30

Danke mal für eure Meinungen!
Ich hab das Weihnachtsgeld nun in ein Oregon 650 investiert und bin bis jetzt schonmal begeistert.

Das grössere Display in Verbindung mit dem halbtransparenten Geocaching-Datenfeld ist schon toll - genauso hab ich mir das vorgestellt.

Bei den ersten Caches, die ich mit dem Gerät gesucht habe, hatte ich ebenfalls das "Nachlaufen"-Problem. Und ich bin mir noch unschlüssig, welche Kombinaton aus GPS, Glonass, WAAS/EGNOS sinnvoll ist - da habe ich teils noch erhebliche Abweichung bzw. es dauert ein wenig länger als beim Dakota, bis sich der "Nullpunkt eingependelt" hat.

Dass - insbesondere auf den OSM-Karten - Wege etwas abseits ihrer physikalischen Lage liegen, war mir klar und bekannt. Habe aber festgestellt, dass der Zeiger sehr häufig neben dem Weg steht.
Navigieren, insbesondere in Städten mit Kreisverkehren, Einbahnen und -zig Spurwechseln möchte ich damit nicht wirklich. Ist aber auch nicht Verwendungszweck meines Geräts, insofern nicht so wild.
Bild
Bild

RainerSurfer
Geowizard
Beiträge: 2032
Registriert: Fr 4. Jun 2004, 11:56
Wohnort: Südfranken
Kontaktdaten:

Re: Umstieg sinnvoll vom Dakota aufs Oregon?

Beitrag von RainerSurfer » Fr 8. Jan 2016, 07:08

chalkviech hat geschrieben:Navigieren, insbesondere in Städten mit Kreisverkehren, Einbahnen und -zig Spurwechseln möchte ich damit nicht wirklich. Ist aber auch nicht Verwendungszweck meines Geräts, insofern nicht so wild.
Im Nüvi-Modus und Lock-on-Road geht das aber recht gut, von der Displaygröße und mangelnder Sprachausgabe abgesehen
Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
Oregon

Benutzeravatar
Kocherreiter
Geomaster
Beiträge: 900
Registriert: Mi 30. Mai 2012, 14:36
Wohnort: Kochertal
Kontaktdaten:

Re: Umstieg sinnvoll vom Dakota aufs Oregon?

Beitrag von Kocherreiter » Mo 11. Jan 2016, 00:55

...Dass - insbesondere auf den OSM-Karten - Wege etwas abseits ihrer physikalischen Lage liegen, war mir klar...

Warum ist das so? Bei meinem alten eTrex30 lage alles perfekt "übereinander" und ich konnte dem Verlauf mitten im Bayrischen Wald auch ohne Weg vertrauen; beim Oregon 6x0 bin ich mir da nicht mehr so sicher.
Habe aber festgestellt, dass der Zeiger sehr häufig neben dem Weg steht.
Ich habe bei mir GLONASS abgestellt und ab dann wurde es zumindest ein bisschen besser
Navigieren, insbesondere in Städten mit Kreisverkehren, Einbahnen und -zig Spurwechseln möchte ich damit nicht wirklich.
traurig aber wahr...die Technik im teuren Oregon ist dafür zu schlecht :irre:

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder