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Rechtliche Hinweise für Basteleien

Hilfe zu LPD- und PMR-Funkgeräten (kein CB-Funk!).

Moderator: morsix

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Joko
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Beitrag von Joko » So 8. Mai 2005, 12:21

Also wer glaubt, dass moderne Peilsysteme nicht mesen können ob ein Gerät 500 mW oder 2 Watt macht, der hat leider überhaupt keine Ahnung von modernen Peilsystemen. Ich arbeiet fast täglich mit Funk-und Notfallpeilsystemen. Unser Peilsystem kann zb sogar feststellen mit welchem Gerät jemand sendet. Das geht über einen HF-Fingerabdruck. Dabei werden die Gemmessenen Parameter mit einer Datenbanck verglichen und so kann festgestellt werden mit was für einem Gerät gearbeitet wird. Es gibt so weit ich weiß genug Fälle in Deutschland wo Leute ermittelt worden sind die auf PMR, LPD usw mit nicht zugelassenen oder umgebauten Geräten gearbeitet haben.

http://www.funkmagazin.de/11035a.htm
http://www.funkmagazin.de/30114.htm
http://www.funkmagazin.de/22104.htm

usw

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Gruß Joko

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Schnüffelstück
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Beitrag von Schnüffelstück » So 8. Mai 2005, 12:32

Joko hat geschrieben:Auserdem ist bei einer so hohen Leistung auch sehr schnell die Batterie leer.

Das mag stimmen, wenn Du die mikrigsten Micro-Akkus im Gerät hast und 24h-Radiosender über PMR spielst. Hast Du normale Mignons im Gerät und sendest vielleicht 1-5% der Zeit, ist der Unterschied in der Laufzeit schwerlich messbar, geschweige den relevant. Weil: Ob ich nach einem Rudelcachen die Akkus zu 71% voll oder zu 71,5% in das Ladegerät stecke, ist mir eher egal. Wenn Du natürlich mit 1kW statt 500mW sendest, sieht die Sache anders aus. Aber wer macht das schon auf PMR :D
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Joko
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Beitrag von Joko » So 8. Mai 2005, 12:49

In diesem Frequenzbereicht wirst du aber kaum einen Reichweitenerhöhung zwischen 500 mW und 2 Watt feststellen können. Wie gesagt es sind 6 db und das ist so gut wie garnix. Da würde einen bessere Antenne viel mehr bringen. Was aber ja auch nicht gestattet ist.

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Beitrag von Team Bruker » So 8. Mai 2005, 12:51

@Joko: In deinem Beispiel sind also stationäre Anlagen von Funkamateuren überwacht worden. Wenn diese Leute mit AFu-Geräten im Freenet-Bereich senden....selber schuld. Etwas krass ist jedoch der Ratschlag des DARC, man solle die Tat einfach zugeben und bei der RegTP um eine milde Strafe bitten. :shock: :shock: :shock:
Ich weiss schon warum ich nicht mehr im DARC bin...

Hmmm, 6db sind aber mehr als nix und haben schon einen gewissen Effekt.

Eigentlich bringt die Diskussion aber nix, da sämtliche Mods vom rechtlichen Standpunkt aus sowieso indiskutabel sind. 500mW ERP + 2,5 kHz Hub - that´s it.

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Schnüffelstück
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Beitrag von Schnüffelstück » So 8. Mai 2005, 13:08

Joko hat geschrieben:In diesem Frequenzbereicht wirst du aber kaum einen Reichweitenerhöhung zwischen 500 mW und 2 Watt feststellen können. Wie gesagt es sind 6 db und das ist so gut wie garnix.

Wir hatten die Theorie-und-Praxis-Debatte hier schon öfter mal. Niemand hat behauptet, dass mit den 6db die Welt gerettet wird und alle Probleme vom schlechten Empfang bis zum Mundgeruch des Funkers gelöst werden - dagegen kommen immer wieder schwammige Aussagen wie "bringt doch eh fast nix". Fakt ist: Es bringt was und das kann dummerweise niemand wegduskutieren.

Nein, ich kann damit NICHT bis nach Amerika funken, aber das habe ich weder verlangt noch hat es jemand versprochen. Stehst Du im Wald und kommst kaum noch an, schalte auf Hi und es funzt. Ich habe die Funke nämlich zum Betrieb und nicht als Gegenstand für esoterische Diskussionen gekauft. Ich will funken, nicht am Schreibtisch über Reichweiten diskutieren. Ich schaue einfach, was hinten dabei rauskommt. Und da bin ich allen "bringt weniger als eine EUR 5.000.- AFU-Anlage" Unkenrufen zum Trotz äußerst zufrieden.

Joko hat geschrieben:Da würde einen bessere Antenne viel mehr bringen. Was aber ja auch nicht gestattet ist.

Deshalb gleich ein Gerät mit einer sinnvollen Antenne kaufen. Wenn das noch dazu für den nächsten Urlaub auf den Antillen modifizierbar ist und äußerst robust ist, sind gleich drei Wünsche auf einmal erfüllt. Von der ewigen Laufzeit ganz zu schweigen.

Team Bruker hat geschrieben:Hmmm, 6db sind aber mehr als nix und haben schon einen gewissen Effekt.

Vor allem bei laufintensiven Nachtcaches, wenndie 500mW schlicht zuwenig sind. Dann muss doch wieder einer das Handy rausziehen und Relais spielen - das ist ja nicht wirklich Sinn der Funkerei.
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Beitrag von moenk » So 8. Mai 2005, 13:20

In diesem Frequenzbereich spielt Polarisation ja immer eine Rolle. Daher meine ich: Antenne grade nach oben halten dürfte schon eine ganze Menge bringen. Das vielleicht einfach mal im Zweifelsfall probieren.
Bild Denkst Du noch selber oder bist Du schon Schwarm?

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Beitrag von bitboy0 » So 8. Mai 2005, 17:13

Ich muss auch noch mal hier mithupen ;)

Die Reichweite wird wirklich deutlich besser wenn man ansonsten gute bedingungen hat... in schlechter Umgebung wird die Qualität der verbindung meist deutlich besser, aber da ist es mit der Reichweite nicht so dolle.

Das KPO 4000 dürfte durch die Änderung keine deutlich schlechteren Sendeeigenschaften haben, das ist vom hersteller ja schon auf diese Leistung optimiert.

Erwischt wird der , der sich dumm verhält. Es ist klar das eine Stationäre aufgemotze PMR/LPD-Anlage mit Richtantenne irgendwann mal auffällt. Wer sein Geräte nur dann "hochdreht" wenn er es wirklich braucht und ansonsten mit LO (500mW) arbeitet kann normalerweise kaum ein Problem bekommen. Zwar ist es möglich das man im Wald mal einem "ofiziellen" begegnet, aber zumindestens sehr unwahrscheinlich. Zumal auch die schwere eine Störung eine Rolle spielen dürfte... Wer niemanden stört und sich in den erlaubten Frequenzen manierlich verhält wird sicher weniger verfolgt wie jemand der in "erweiterten" Bereichen ständig mit voller Power sendet und dabei evtl. Amateurfunker soder andere stört..

Ich betreibe mein Gerät so, es sieht auch immer noch ganz "orginal" aus und fühle mich so ziemlich wenig gefärdet... Freunde von mir habe ich auch letztens nochmals ermahnt NICHT auf den erweiterten Kanälen zu senden weil man das natürlich auch ohne HighTech merkt das da was nicht stimmt.

und wech

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-tiger-
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Beitrag von -tiger- » So 8. Mai 2005, 22:18

Joko hat geschrieben:Also wer glaubt, dass moderne Peilsysteme nicht mesen können ob ein Gerät 500 mW oder 2 Watt macht, der hat leider überhaupt keine Ahnung von modernen Peilsystemen.


Das würde mich dann doch mal interessieren, wie das genau funktioniert. Nehmen wir mal an, du peilst ein PMR Gerät mit 0,5W Leistung und ein zweites Gerät mit 2W, gleichem Hub aber einem sehr viel schlechteren Standort wo z.B. Bewuchs zu einer Dämpfung von 6db führt. Woher erkennt das Peilgerät, daß es sich das eine mal um erhöhte Leistung bei erhöhter Dämpfung, das andere mal um ein normal eingestelltes Gerät handelt? Hierzu muß das Gerät ja ohne Kenntnis der abgestrahlten Leistung die Streckendämpfung messen können bzw. umgekehrt. Dabei dachte ich immer, abgestrahlte Leistung abzüglich Streckendämpfung ergibt die empfangene Feldstärke und die beiden Parameter lassen sich nicht ohne Kenntnis des jeweils andern aus der Feldstärke berechnen? (Den Antennengewinn auf der Empfangsseite mal nicht berücksichtigt, der ist ja in dem Fall bekannt).

Bei ner zu hohen gemessenen absoluten Feldstärke, die bei 0,5w nie entstehen kann oder im Versuchsaufbau wo ich die Streckendämpfung kenne, ist mir klar, daß sich eine zu hohe Sendeleistung zweifelsfrei feststellen lässt aber für die o. g. Fälle ist mir der genaue Ablauf schleierhaft. Kannst du da bitte den technischen Background etwas erhellen?

Tiger
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Beitrag von Joko » So 8. Mai 2005, 22:36

Indem über eine Kreuzpeilung der Standort der Funkstelle ermittelt wird. Die Leistungsmessung wird dann in eine Nahbereichspeilung gemacht. Bei den meisten Geräten ist es ja auch so, dass bei einer Leitungserhöhung die Geräte auserhalb ihrer Spezifikationen arbeiten und dadurch zb Oberwellen entstehen. Die dann auch ein Hinweis dafür sind, dass hier etwas nicht stimmt.

http://www.roschi.rohde-schwarz.ch/www/ ... rtung.html

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Gruß Joko

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Beitrag von -tiger- » So 8. Mai 2005, 23:47

Danke für die Beschreibung. Unter den Bedingungen ist das vorstellbar. Eine exakte Kreuzpeilung von einem sich im Wald bewegenden PMR Gerät mit einer Reichweite von - sagen wir mal 5km - bedeutet aber immerhin, daß zwei Messwagen anrücken müssen oder der eine muß verdammt schnell die Position im Wald ändern können ( Reg-TP Racing-Jeep ;) ). Die Nahbereichspeilung, für die ja dann die Position des Senders sowie die anzunehmende Dämpfung (Wald, Häuser oder doch nur Luft?) bekannt sein muss, kann man sich bei den Reichweiten dann schon fast schenken, da ist schneller der PMR-Funker gefunden und das Gerät sichergestellt. Ich denke mal, der Aufwand rechtfertigt hier kaum das Ergebnis. Bei stationären 25w-im-Freenet-Bereich Funkern sieht das dann schon wieder anders aus...

Tiger
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