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Bastelei: Koax-Kabel als Antennenersatz?

Hilfe zu LPD- und PMR-Funkgeräten (kein CB-Funk!).

Moderator: morsix

UTA2000
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Bastelei: Koax-Kabel als Antennenersatz?

Beitrag von UTA2000 » Di 17. Jan 2006, 11:13

Hallo,

nach stundenlangen Recherchen habe ich nun drei verschiedene Meinungen über das Verbinden des Koax-Kabels mit der Platine gefunden. Nun weiß ich nicht, was funktechnisch dass sinnvollste ist:

Ich habe vor, ein 50Ohm-Koax-Kabel mit niedriger Dämpfung (Aircom plus) und VKF von 0,85 auf die ca. Länge von 143mm (168*0,85) zu schneiden und damit die Originalantenne zu ersetzen. Dies hat den Vorteil, dass die neue Antenne sehr gut aussieht und nur bei genauem betrachten als Eigenbau erkannt werden kann.

JEDOCH:

a) Einmal soll man einfach nur den Innenleiter des Koaxkabels an die Platine löten/klemmen. Mehr nicht.
b) Ein anderes mal soll man den Außenleiter am unteren Ende erst mit dem Innenleiter verbinden und damit dann sozusagen BEIDES an die Platine löten/klemmen.
c) Wieder ein anderes mal soll man unten NUR Außenleiter mit Platine verbinden.
c) Zu guter letzt, sagt einer, man soll am aller besten unten wieder NUR Außenleiter mit der Platine verbinden und dann noch AM OBEREN Ende der Antenne Außenleiter mit Innenleiter verbinden.

Was denn nun??? - Bin da überfragt und brauch Leute, die sich mit sowas auskennen... :)

Was ist denn nun das sinnvollste bzgl. der Verbindung?

UTA
Zuletzt geändert von UTA2000 am Di 17. Jan 2006, 12:43, insgesamt 1-mal geändert.

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Sir Cachelot
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Beitrag von Sir Cachelot » Di 17. Jan 2006, 11:21

also ich bin kein hf-techniker, aber wenn man die schirmung aussen behält, kann die innere leitung doch nicht als antenne fungieren.
schließlich soll diese ja abschirmen.
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Beitrag von Team-Crossgolf » Di 17. Jan 2006, 11:27

Ausgehend von Deiner Antwort sollte man dann was tun ???

a)
b)
c) oder d)

:?
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Beitrag von Prof. Y. Lupardi » Di 17. Jan 2006, 11:39

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UTA2000
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Beitrag von UTA2000 » Di 17. Jan 2006, 12:16

WOW! - Vielen Dank für den schnellen Input! Ging ja ratzfatz...

Also schlussfolgere ich momentan:
a) Unbrauchbar.
b) Machbar, aber Verbindung mit Innenleiter unnötig.
c) Optimal
d) genauso wie b)

Oder?

UTA
Zuletzt geändert von UTA2000 am Di 17. Jan 2006, 12:52, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von de_Bade » Di 17. Jan 2006, 12:23

genau wissen tu ich es nicht aber ich seh das genauso wie oben geschrieben: den innenleiter kann man quasi nicht nutzen weil er immer vom außenleiter abgeschirmt wird. also wenn überhaupt ist nur der außenleiter sinnvoll.
Orthographie und Interpunktion dieses Postings sind willkürlich und frei erfunden. Jegliche Übereinstimmungen mit geltenden Regeln sind zufällig und in keinster Weise beabsichtigt.

pom
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Beitrag von pom » Di 17. Jan 2006, 12:53

UTA2000 hat geschrieben:WOW! - Vielen Dank für den schnellen Input! Ging ja ratzfatz...

Also schlussfolgere ich momentan:
a) Unbrauchbar.
b) Machbar, aber Verbindung mit Innenleiter unnötig.
c) Optimal
d) genauso wie b)

Oder?

UTA
NEIN!

Am besten ist, Du entfernst erst den Innenleiter und lötest dann den Außenleiter an.

Eine saubere Lösung ist auch b), wenn Du beide Leiter zusätzlich am oberen Ende zusammen lötest.
c) wird wahrscheinlich auch funktionieren, ist aber nicht optimal.

Verkürzungsfaktor und Dämpfung des Kabels spielen hier übrigens gar keine Rolle.

Ahoi aus Linden,
Pom
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UTA2000
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Beitrag von UTA2000 » Di 17. Jan 2006, 14:35

Hi Pom,

vielen Dank für Deine Hilfe. Ok, verstanden: Innenleiter entfernen und dann nur Außenleiter ist am besten.

Was würde es aber im Vergleich dazu helfen/ändern, wenn ich unten und oben den Innenleiter noch mit dranhänge?

UND NOCH WICHTIGER: Warum spielt der VKF keine Rolle??? Ich hab das so oft in diesem Zusammenhang gelesen, dass ich es fest geglaubt habe :)

UTA

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Beitrag von pom » Di 17. Jan 2006, 15:23

Also, es gibt VKF und VKF :shock:

Der genannte ist der aus den technischen Daten des Kabels. Der ist fest und ändert sich nicht, und er ist für Deine Anwendung ohne Bedeutung.

Dieser VKF ist nur wichtig, wenn Du das Koaxkabel in seiner gedachten Funktion verwendest: Als Koaxkabel. Er entsteht aus der Kapazität zwischen Innenleiter und Schirm sowie dem Dielektrikum dazwischen.
Du möchtest das Stück Kabel aber zweckentfremden als Antenne. Der Innenleiter wird dabei uninteressant, weil der Schirm dann auf einmal strahlt. Ist der Innenleiter weg, ist damit das Dielektrikum per Definition elektrisch nicht vorhanden. Sind Schirm und Innenleiter am Fuß und an der Spitze der Antenne miteinander verbunden, schwingen beide in der selben Phase. Das Dielektrikum ist dann elektrisch auch nicht vorhanden.


Deswegen ist es am auch besten, beide Enden kurz zu schließen, wenn der Innenleiter drin bleibt: Wenn beide Leiter in Phase geschaltet sind, können auf gar keinen Fall Kapazitäten entstehen, und die Antenne funkaniert (hoffentlich :wink: ) wie sie sollte.

Dann kommt aber der andere VKF ins Spiel, der hier sicherlich kleiner ist als 0,85: Der für Antennen.
Theoretisch ist ein Viertelwellenstrahler exakt eine viertel Welle lang. Bei einem unendlich dünnen Antennendraht. Hat der Antennenleiter aber einen praktischen Durchmesser, wird die praktisch optimal angepasste Antenne mit zunehmendem Durchmesser auf der gleichen Frequenz immer kürzer. Der Erdboden spielt dann als Kapazität meist auch eine Rolle, genau wie Deine Hand, Bäume, Häuser etc. Bei Aircom-Kabel und 70 cm (falls Du die Ant auf PMR benutzen willst) würde ich so über den Daumen 0,65 bis 0,70 schätzen. Jedenfalls, wenn ich gerade an das richtige Kabel denke mit etwa 10 mmm Durchmesser.
Dieser VKF ist abhängig vom Verhältnis des Durchmessers der Antenne zur Wellenlänge. Man kann ihn also nicht für alle Lebenslagen angeben.

Ahoi,
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Beitrag von pom » Di 17. Jan 2006, 15:26

UTA2000 hat geschrieben: Was würde es aber im Vergleich dazu helfen/ändern, wenn ich unten und oben den Innenleiter noch mit dranhänge?
Vermutlich nichts. :D
Beide schwingen ja in Phase.
Aber: HF geht seltsame Wege.

Sorry, dass ich im ersten Posting nicht an den VKF für Antennen gedacht habe. :oops:
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