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Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Rund um die bajuwarische Metropole an der Isar.

Moderator: Windi

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baer2006
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Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Beitrag von baer2006 »

Hi,

da will ich nur mal 5 Minuten schauen, wie oft die in den letzten paar Tagen neu veröffentlichten Caches schon geloggt wurden (und ob es Probleme gibt ;) ) ... und lese beim "Club (GC1T574)" verbales "Feuern aus allen Rohren" :schockiert: ! Da ich zu den Themen "Erstlingscaches durch Anfänger" und "hingeworfene Dosen" auch eine Meinung habe, ein Cachelisting aber kein Forum ist, gebe ich hier mal meinen Senf dazu.

Generell halte ich Aussagen der Art "mach erstmal ein paar Hundert Caches" für wenig zielführend. Ein "paar Hundert" sind schon recht viele, und es gibt ja nicht nur Statistikcacher. Wesentlich entscheidender als die reine Zahl der Funde ist doch die Variabilität an Cache-Typen (Tradi/Multi/Myst), -Verstecken und -Dosen, die man schon kennengelernt hat, inklusive der Logs und der darin erwähnten positiven oder negativen Kritik, die man bei den Caches gelesen hat! Das alles dauert natürlich eine Weile, so dass es mit Sicherheit nicht sinnvoll ist, schon 6 Tage(!) nach dem allerersten Cachefund gleich einen eigenen Cache zu verstecken.

Mein Rat an potentielle neue Cacheowner wäre:
- Sucht vor eurem "Erstling" möglichst verschiedene Caches (nicht nur Tradi-Mikros)
- Lest Logs der Vorfinder!
- Nehmt die Guidelines von Groundspeak ernst, nicht zuletzt die Ratschläge, was einen "guten" Cache ausmacht.
- Verwendet bitte ein "richtiges" GPS-Gerät, und lernt seine Meßgenauigkeit einzuschätzen! Mir ist es in letzter Zeit öfter passiert, dass Koordinaten bei eigentlich optimalen Empfangsbedinungen vor Ort (keine Abschattung von der Seite oder von oben) um 10m oder mehr daneben lagen. Da habe ich dann immer das Gefühl, die Koordinaten wurden nur 1x schnell vom GPS-Handy abgelesen :roll: !

Ich geh im Übrigen mal davon aus, dass Antizwerg (Owner des "Club"-Caches) das Bashing wegstecken kann. Als Clubfan ist man es ja gewohnt, nach einem Erfolg (z.B. Meisterschaft, Pokalsieg, Aufstieg) mehr oder weniger kurz danach (z.B. nächste Saison) gewaltig eins auf den Deckel zu bekommen :D (sorry, konnte ich mir nicht verkneifen :ops: ).

Servus
baer
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barakuda
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Re: Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Beitrag von barakuda »

@Baer:
Zum Teil gebe ich Dir ja Recht, dass ein Cachelistning kein Forum ist, aber ich glaube, dass die wenigsten Cacher, die zum Cachen beginnen, gleich im Forum lesen.

In dem speziellen Fall "'Der Club" hätte wahrscheinlich aber auch kein Forumseintrag ala mach das, oder das was gebracht. Mach Dir doch die Mühe und schau Dir die geplante Location mal vor Ort an, evtl. kannst Du dann meine Meinung / Äußerungen verstehen.

Außerdem habe ich mich in der Note noch absolut am Riemen gerissen, denn das was ich beim Schreiben innerlich gedacht habe, wäre nicht jugendfrei gewesen.

Auf alle Fälle werde ich es in Zukunft so halten, dass ich wirklich konkret in den Logs schreibe, was mir an den Caches mißfällt, denn sonst tritt nie mehr eine Besserung ein und wir haben bald wirklich nur mehr "Schei..haus-Dosen" welche uns vorgesetzt werden. Und wenn mich dadurch der eine, oder andere, oder auch mehrere nicht leiden können, solls mir auch recht sein, man kann es eh nicht allen recht machen.

Gruß, Bernd.
Gruß, Bernd.
macfuddl
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Re: Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Beitrag von macfuddl »

Wer "hunderte" gefunden Caches fordert, bevor jemand einen Cache legen darf, übersieht,

- daß viele tolle Caches von Leuten mit definitiv weniger Cache-Finds gelegt wurden.
- daß es Leute gibt, die ihren Cache mit einen anderen Account als ihrem Sucher-Account veröffentlichen.

Und: wieviele hundert sollen es sein? 300? 500? 900?

Ich selbst habe mit wenigen Funden schon Caches gelegt, die lobende Logs erhalten.
Jetzt, nach über 500 Funden, habe ich welche gelegt, von denen ich selbst nicht wirklich überzeugt bin.

Als ob die Anzahl der gefundenen Caches irgendwas über die Qualität der gelegten Caches aussagen würde... ich glaube eher nicht.
De gustibus non est disputandum - Jeder Cache kann für irgendjemanden schön sein.


Wenn ist das Nunstück git und Slotermeyer? Ja!
Beyerhundt das Oder die Flipperwaldt gersput.
JaniDU
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Re: Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Beitrag von JaniDU »

Ist das nicht eher ein überregionales Thema?

Ich denke auch, dass ein Cache von einem Geocaching-Newbie nicht unbedingt für eine schlechte Qualität spricht. Es gibt Leute, die sich sehr in das Thema einarbeiten und viel lesen dazu, vor allem im Internet und sicher auch in Foren wie diesen. Natürlich trifft das bei Weitem auch nicht auf alle zu. Ich sehe es allerdings auch als zutreffend an, dass die Chance, mit der Erfahrung, die man von verschiedenartigen gefundenen Caches, einfallsreichere Döschen zu legen, größer ist.

Ich finde es daher etwas hochnäsig zu behaupten, Newbie-Caches wären per se schlecht. Wie oft habe ich lesen müssen (nicht bei meinem eigenen Cache, sondern bei fremden Caches), dass dieser oder jener für ein Erstlingswerk ganz toll ist! Nicht nur Anfänger machen langweilige/qualitativ schlechte/.... Caches. Ich kenne auch Leute, die lange dabei sind, aber vor Ideenzauber nicht gerade überlaufen und auch z.B. Leitplankencaches (die sicherlich auch ihre Daseinsberechtigung haben, aber oft als Erstlingswerke niedergemacht werden) in ihrem Repertoire haben. Andersrum gibts auch Newbies mit tollen Ideen. Aber warum dann immer unterscheiden zwischen den Neuen und den Alten?

Ich zähle mich selber nicht mehr zu den Anfängern (ich habe mehr als 200 Founds), trotzdem hoffe ich, dass ich niemals so arrogant die Qualität von Caches von Neulingen bewerten werde (bevor sich hier jemand angegriffen fühlt: Ich meine keinen meiner Vorposter im Besonderen, das ist eine allgemeine Aussage). Sollte jemand bei meinen Logs bei gc.com einen Satz wie "Für ein Erstlingswerk nicht schlecht" finden, dürft ihr mich gerne mit einer Munitionsdose verhauen! :kopfwand:

Ich empfinde es somit als eine Mischung aus Ehrgeiz, Wissbegier und Erfahrung, was für ein Cache dabei rauskommt - weitgehend losgelöst von der Fundzahl. Ist kein Ehrgeiz da kann auch jemand mit 2000 Funden einen Trivialcache in die Pampa werfen.

Ich schränke ein, dass es sich bei meinen Ausführungen um regionale Eindrücke handelt und auch nur handeln kann. Das kann woanders natürlich völlig anders sein.
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Murat

Re: Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Beitrag von Murat »

Die Einträge mancher "achso Erfahrener" finde ich teils absolut überheblich! Lasst den Leuten ihren Spass, es zwingt euch keiner den Cache zu machen! Geocaching ist ein Spiel, wie auch schon auf der Anfangsseite steht!
Abgesehen davon finde ich manche Caches von den "Alten" auch absolut sinnfrei! Wer Namen wissen will kann diese gern von mir erfahren.

Im konkreten Clubfall ist es schon etwas vermessen zu glauben, dass die Freischaltung so lange dauert. Dafür gehört ihm sicherlich eine "hinter die Ohren", aber eher auf eine helfende Art, denn jeder hat klein angefangen.
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HCC
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Re: Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Beitrag von HCC »

Alo vom Thema "erst mal ein paar hundert finden bevor der erste ausgelegt wird" halte ich persönlich auch nicht recht viel. Viel eher sollten sich die Neucacher doch mal selbst fragen, was sie denn von ihrem neuen Hobby erwarten, und diese Erwartungen auch selbst in ihren ersten Cache mit einfließen lassen, und ich kann mir sehr schlecht vorstellen, daß ein Neucacher vom Geocaching Dosen an "unleckeren" Locations erwartet.

Beim Rest muß ich Dir (Barakuda) Recht geben - bevor ich eine Dose ausleg sollt ich zumindest mal die diversen "Anleitungen" gelesen haben, damit die Dose wenigstens an Ort und Stelle, und richtig gelabelt ist bevor man sie freischaltet.
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barakuda
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Re: Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Beitrag von barakuda »

@Tiefflieger:
Also mich würde schon interessieren, wen Du da mit den sinnfreien Cache meinst, denn wen Du mit überheblich meinst, kann ich mir wahrscheinlich denken.
Aber wenn dann bitte mit Rückgrad und nicht per PN.

Gruß, Bernd.
Gruß, Bernd.
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barakuda
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Re: Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Beitrag von barakuda »

@Macfeddl und JaniDU:

Ich habe nie behauptet, dass alle Erstlingswerke schlecht sind, klar sind immer wieder Cache dabei, welche von Ownern gelegt werden, welche nur wenige Funde haben, aber hier in München und Umgebung ist es halt mittlerweile schon auffallend, dass es immer mehr schlechte Cache gibt, die paar guten sind leider selten.
Ich komme halt mal dadurch, dass ich einer von den FTF-Süchtigen bin, mittlerweile immer öfter in diese Situationen, dass an den neuen Cache der Wurm, in welcher Form auch immer, drinn ist. Dies kann natürlich auch "erfahrenen" Cachern passieren, aber z.B. ein Betatest könnte sowas minimieren. Dieser immer öfter anscheinend fehlende Betatest ist auch ein Grund, warum ich mir wünsche, dass die "Neu-Cacher" zuerst mal Dosen suchen, auf nen Stammtisch gehen, sich mit anderen zum Cachen verabreden, denn dann haben sie auch die Möglichkeit leichter jemanden zu finden, der sie beim ersten Cache berät.

Ich für meinen Teil, habe es zumindest so gehalten.

@All:
Ich kann mich an viele Gespräche in letzter Zeit erinnern, wo auf dem Stammtisch über die schlechten Cache geschimpft wird, aber die wenigsten äußern sich, meiner Ansicht nach, auch mal kritisch einem neuen, oder auch schon älterem Mitglied der Cacher-Gemeinde gegenüber.
Glaubt Ihr wirklich, dass sich durch das "interne" Geschimpfe was ändert?

Alle meine Äußerungen beziehen sich nur auf den Münchner Raum, denn nur in diesem begrenzten Raum kriege ich das bisher mit.

Gruß, Bernd.
Gruß, Bernd.
Thaliomee
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Re: Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Beitrag von Thaliomee »

Ich kann mich an viele Gespräche in letzter Zeit erinnern, wo auf dem Stammtisch über die schlechten Cache geschimpft wird, aber die wenigsten äußern sich, meiner Ansicht nach, auch mal kritisch einem neuen, oder auch schon älterem Mitglied der Cacher-Gemeinde gegenüber.
Hmm, ich glaub jetzt muss ich mich mal outen. Was macht man, wenn man einen (oder mehrere) caches findet und dann z.b. auf einem Stammtisch den owner kennen lernt. Ich traue mich nicht etwas zu sagen (zumal ich mit sicherheit weniger Funde habe und selbst noch keinen Cache gelegt habe).
Im Forum ist alles viel anonymer, da kann man auch mal sagen: "Du, eine Plastiktüte ist kein cache, eine DOSE wäre da besser" oder sowas.
Bursche
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Re: Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Beitrag von Bursche »

Ich weiß ja nicht, wie ihr in Bayern cached.

Ich hab bei den paar caches, die ich bisher gefunden hab, folgendes festgestellt:

Erfahrene Cacher betreiben noch immer caches die 60 meter im Off liegen, weil sie mit den alten Garmins bei Minimalempfang eingemessen wurden.

Erfahrene Cacher betreiben Caches die gegen die guidlines verstoßen, nur haben sie inzwischen gelernt, wie man die reviewer verarscht.

Erfahrene Cacher betreiben Coingefängnisse und reagieren extrem gereizt, wenn man Ihre Trading-Regeln missachtet und die coins befreit.

Erfahrene Cacher haben gerne mal ne Filmdose dabei die sie vom Moped werfen wenn ihnen gerade mal danach ist.

Erfahrene Cacher legen caches, die extrem unangenehm zu suchen sind, weil sie ihren Cacher-Kumpels einen "Streich" spielen wollen.

......

Anfänger finden hauptsächlich solche caches und denken, das ist geocaching.

Wer Qualitätscaches will, sollte nicht an den Anfängern rummäkeln sondern seine eigenen caches überdenken!
Zuletzt geändert von Bursche am Di 2. Jun 2009, 21:16, insgesamt 1-mal geändert.
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