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Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Rund um die bajuwarische Metropole an der Isar.

Moderator: Windi

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Sir Hugo
Geomaster
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Registriert: Mi 12. Okt 2005, 19:07

Re: Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Beitrag von Sir Hugo »

Bursche hat geschrieben: Erfahrene Cacher betreiben noch immer caches die 60 meter im Off liegen, weil sie mit den alten Garmins bei Minimalempfang eingemessen wurden.

Erfahrene Cacher betreiben Caches die gegen die guidlines verstoßen, nur haben sie inzwischen gelernt, wie man die reviewer verarscht.

Erfahrene Cacher betreiben Coingefängnisse und reagieren extrem gereizt, wenn man Ihre Trading-Regeln missachtet und die coins befreit.

Erfahrene Cacher haben gerne mal ne Filmdose dabei die sie vom Moped werfen wenn ihnen gerade mal danach ist.

Erfahrene Cacher legen caches, die extrem unangenehm zu suchen sind, weil sie ihren Cacher-Kumpels einen "Streich" spielen wollen.

......

Anfänger finden hauptsächlich solche caches und denken, das ist geocaching.
Mensch, ich finde, da sollte man einen eigenen Fred aufmachen: Die schönsten Vorurteile über erfahrene Cacher und Cache-Anfänger.... :D
Unsere geocaching Eckpunkte:
Norden: Reykjavik, Island N 64°07.832 W 021°55.117
Süden: Kapstadt, Südafrika S 33°53.998 E 018°25.510
(Nord-)Osten: St. Petersburg, Russland N 59°55.209 E 030°22.958
Westen: Key West, Florida N 24°33.664 W 081°48.104
Bursche
Geowizard
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Registriert: Mi 17. Mai 2006, 09:42

Re: Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Beitrag von Bursche »

Vorurteil? Leider nein!

Aktuelles Beispiel:

Ein Anfänger legt einen cache den er als Tradi listet. Im Listing steht aber dass der cache 35m entfernt liegt. Sofort fällt man über ihn her....

http://www.geocaching.com/seek/cache_de ... 518bff67d2

Und es gibt einen Fred im Schwabenforum.

Ein alter Hase betreibt seit Januar 2007 diesen cache

http://www.geocaching.com/seek/cache_de ... 0ebaa0fd4b

Der micro liegt 40 meter im Off auf einem Waldparkplatz der überwiegend als Freilufttoilette benutzt wird. Da der cacher aber events organisiert, findet sich dieser cache auf div. Bestenlisten.

Dickkopf, die den Anfänger auf seinen bösen Fehler hinweist und auf die guidlines verweist betreibt folgende caches:

http://www.geocaching.com/seek/cache_de ... 21dd4a8312 der ist als Multi gelistet ist aber ein mysterie da an stage 1 ein Matherätsel gelöst werden muss.

http://www.geocaching.com/seek/cache_de ... 2c303e2cf2 ist auch ein mysterie da es eine Logbedingung gibt

http://www.geocaching.com/seek/cache_de ... c1813c23ad ist vergraben

.....

Den oben genannten cache des alten Hasen fand sie übrigens: Zitat: Super gemacht, kompliment!

Das ist kein Vorurteil das ist die Realität!
arianamania
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Re: Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Beitrag von arianamania »

Ich bin nicht so ganz neues Mitglied der Münchner-Ecke-Cachern, ein Jahr bin ich jetzt dabei. Cachen ist für mich vor allem ein kleiner Zugewinn, wenn die Familie oder ich allein mal nicht nur wandern möchte, sondern so etwas wie ein Ziel hat. In einem Urlaub in Ostfriesland konnte ich so ein paar sehenswerte Ecken finden, die ich mir so wohl nicht angeschaut hätte. Wir sind u.a. durch ein großes Moorgebiet gewandert, ich glaube nicht, dass die Motivation ohne Caches ähnlich hoch gewesen wäre. Ich bin also im Grunde wohl eine der Vielen, die nur hier und da mal einen Cache suchen und das Ganze nicht mit viel Sportsgeist betreiben.

Mir wurde aber relativ direkt zugetragen am Anfang: Wenn du nur Caches suchst und nie einen versteckst, bist du ein böser Schmarotzer. Andere machen sich die Mühe und bereiten dir alles vor, du suchst bloß, das geht nicht. Du musst dich beteiligen, du musst auch was verstecken und deinen Beitrag leisten. Ich könnte mir also gut vorstellen, dass es anderen "Neuen" auch so gesagt wird?

Mir wurde auch relativ schnell bewusst: ich habe da etwas angefangen zu betreiben, das viele andere mit sehr viel mehr Zeit und Elan machen als ich selbst. Und es ist schon - wie soll ich sagen - seltsam, sich als der Super-DAU vorzukommen, wenn man sich mal etwas mehr ins Forum einliest... Gerade rund um meinen Wohnort scheinen doch viele Caches von "Urgesteinen des Cachertums" ;) versteckt und gefunden zu werden, die völlig andere Maßstäbe an das Cachen legen (können) als ich.

Den gleichen Qualitätsanspruch habe ich grundsätzlich auch! Ich wühle sicher auch nicht gern im Dreck. Und ich finde viel Kritik sehr berechtigt. Keine Frage. Ich verstehe den Ort eines Caches eigentlich als: "Da möchte jemand etwas zeigen". Biergärten, schöne Landschaft, Lost Places...

Nur: muss es wirklich immer der "Non-Plus-Ultra-Rätsel-Waghalsigkeits-Super-Cache" sein? Ich bin noch in der Position, in der ich mich über "leichte Gähn mal wieder Baumwurzel im Wald Hin-und-Mit-Caches" wirklich freue. Anfänger müssen üben :-) Ich verstehe, dass ein 2000-Finds-Cacher im Gehen einschläft bei solchen Dosen. Ich finde aber nicht, dass diese Dosen jetzt grundsätzlich blöd sind. Auch einfache Traditionals haben bei dem Hobby ihre Berechtigung, meiner Meinung nach. Nicht jeder, der gern joggt, hat ja auch das Ziel, den Iron Man mitzumachen :ops:

Ich habe auch schon Ideen für Dosen, und ich finde natürlich meine Ideen auch richtig gut :D, aber ich bin durch die Logs ehrlich abgeschreckt. Es graut mir wirklich davor, mir Mühe zu machen, mir richtig was aus meiner Sicht sehr Cooles oder Schönes auszudenken, eine aus meiner Sicht gute Dose zu verstecken, um dann in den ersten zehn Logs zu lesen: "Wasn das fürn Scheiß".

Was also tun als "Gelegenheits-Cacher"? Weiter ein Nassauer bleiben? Für mich persönlich heißt das: bis ich mehrere hundert Caches beisammen haben werde, werden aller Voraussicht nach noch ein paar Jährchen ins Land gehen ;-) Was würdet Ihr jemandem wie mir raten?
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Rashka
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Re: Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Beitrag von Rashka »

arianamania hat geschrieben:Ich habe auch schon Ideen für Dosen, und ich finde natürlich meine Ideen auch richtig gut :D, aber ich bin durch die Logs ehrlich abgeschreckt. Es graut mir wirklich davor, mir Mühe zu machen, mir richtig was aus meiner Sicht sehr Cooles oder Schönes auszudenken, eine aus meiner Sicht gute Dose zu verstecken, um dann in den ersten zehn Logs zu lesen: "Wasn das fürn Scheiß".

Was also tun als "Gelegenheits-Cacher"? Weiter ein Nassauer bleiben? Für mich persönlich heißt das: bis ich mehrere hundert Caches beisammen haben werde, werden aller Voraussicht nach noch ein paar Jährchen ins Land gehen ;-) Was würdet Ihr jemandem wie mir raten?
Hoi Arianamania!
Da gehts dir ja mit der Cachemotivation ähnlich wie mir ;-), bin auch eher ein "Oh was für eine schöne Ecke"-Cacher.
Wobei ich mich jetzt noch nicht mal sooo schäme, das ich meinen ersten noch nicht gelegt habe - aber ich habe auch ein paar Ideen, die ich dieses Jahr umsetzen will. Hm, ob es das Dosenset bei Weltbild noch gibt?
Also ich würde dir das raten, was ich dann auch vorhabe, wenn ich die Dose in vorzeigbarem Zustand habe: Ich frage hier im Forum nach Beta-Testern ;-) bevor ich sie reviewen lasse. Ganz sicher sind hier Leute bereit, mir auf die Sprünge zu helfen und dir sicher auch.
Also mach deine Idee doch einfach mal etwas konkret und frag dann mal!
Gruß Rashka
Maulef
Geomaster
Beiträge: 414
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Re: Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Beitrag von Maulef »

arianamania hat geschrieben:Wenn du nur Caches suchst und nie einen versteckst, bist du ein böser Schmarotzer. Andere machen sich die Mühe und bereiten dir alles vor, du suchst bloß, das geht nicht. Du musst dich beteiligen, du musst auch was verstecken und deinen Beitrag leisten.
Ich hatte schon öfter den Eindruck, dass das gerade bei Einsteigern eine weit verbreitete Meinung ist, wobei mir aber noch nicht klar geworden ist, woher dieser Druck eigentlich kommt. Genau darin liegt das Übel. Meist resultiert das dann in fantasielos versteckten Mikros wo im Listing steht "Mein erster Cache", "Ich wollte auch mal eine Dose legen ", "Der erste Cache hier im Dorf" oder Ähnliches. Da fährt man dann gleich mit niedriger Erwartungshaltung hin und diese wird meist auch erfüllt.

Einen Mikro irgendwo hinters nächste Fallrohr klemmen kann jeder, aber es ist schon so, dass es wesentlich schwieriger ist einen guten Cache zu verstecken als einen zu finden.

Gerade der Großraum München ist aber bereits so dicht mit Caches bestückt, da kommt es wirklich nicht darauf an, ob ein Anfänger jetzt aus Verlegenheit die ein oder andere Dose legt nur um auch mal etwas gelegt zu haben. Es ist völlig legitim sich nur auf das Suchen zu beschränken.
arianamania hat geschrieben:Nur: muss es wirklich immer der "Non-Plus-Ultra-Rätsel-Waghalsigkeits-Super-Cache" sein?
Nein, natürlich nicht. Eine schöne Geschichte gut umgesetzt, eine tolle Versteckidee, ein Cache in einer landschaftlich interessanten Gegend oder eine gut ausgearbeitete Stadtteilführung haben genauso ihre Berechtigung. Nur langweilig sollte es nicht sein.
arianamania hat geschrieben:Ich habe auch schon Ideen für Dosen, und ich finde natürlich meine Ideen auch richtig gut :D, aber ich bin durch die Logs ehrlich abgeschreckt. Es graut mir wirklich davor, mir Mühe zu machen, mir richtig was aus meiner Sicht sehr Cooles oder Schönes auszudenken, eine aus meiner Sicht gute Dose zu verstecken, um dann in den ersten zehn Logs zu lesen: "Wasn das fürn Scheiß".
Wenn du so denkst, bist du schon einen ganzen Schritt weiter als diejenigen die eine Dose nur auslegen um auch mal eine Dose ausgelegt zu haben, die machen sich diese Gedanken nämlich nicht.
arianamania hat geschrieben:Was also tun als "Gelegenheits-Cacher"? Weiter ein Nassauer bleiben? Für mich persönlich heißt das: bis ich mehrere hundert Caches beisammen haben werde, werden aller Voraussicht nach noch ein paar Jährchen ins Land gehen ;-) Was würdet Ihr jemandem wie mir raten?
Als Nassauer brauchst du dich nicht fühlen. Du brauchst auch nicht unbedingt warten, bis du mehrere 100 Caches gefunden hast. Nimm dir einfach Zeit, arbeite die ein oder andere Idee durch, vielleicht verwirfst du sie auch wieder, aber irgendwann bis du wirklich mit dem Ergebnis zufrieden, sprich dann vielleicht mit dem ein oder anderen Cacher darüber oder lass einen Betatest machen und dann leg die Dose.

Maulef
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Zappo
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Re: Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Beitrag von Zappo »

arianamania hat geschrieben:Mir wurde aber relativ direkt zugetragen am Anfang: Wenn du nur Caches suchst und nie einen versteckst, bist du ein böser Schmarotzer. Andere machen sich die Mühe und bereiten dir alles vor, du suchst bloß, das geht nicht. Du musst dich beteiligen, du musst auch was verstecken und deinen Beitrag leisten. Ich könnte mir also gut vorstellen, dass es anderen "Neuen" auch so gesagt wird? Was also tun als "Gelegenheits-Cacher"? Weiter ein Nassauer bleiben? Für mich persönlich heißt das: bis ich mehrere hundert Caches beisammen haben werde, werden aller Voraussicht nach noch ein paar Jährchen ins Land gehen ;-) Was würdet Ihr jemandem wie mir raten?
Klare Sache:

Erstens: Was Dir gesagt wurde, ist absoluter Quatsch. Caches soll der verstecken, der das kann. Manche können nicht, haben keine Idee, mögen sich die Wartung nicht an die Nase binden - oder wollen nicht. IST ALLES OK. Es gibt keinen Zwang, Caches zu legen. Es gibt auch eher zuviel als zuwenig Caches, der Untergang des Hobbies wegen zuwenig neugelegten Caches ist in weiter Ferne :D (wegen anderer Aspekten vielleicht etwas näher). Es baut ja auch nicht jeder Fußballer ein Stadion. :D

Zweitens: "Leichte" Dosen haben genauso ihre Berechtigung wie Hardcore-Klettercaches. Cachen lebt auch etwas von der Vielfalt. Es gibt keinen Zwang, Schwierigkeiten und Raffinesse immer höher zu schrauben - eine Dose in angemessener Größe an einer zeigenswerten Location - so einfach geht das. Wer sich darüber beklagt, hats nicht kapiert.

Drittens: Böser Schmarotzer wer keine Caches legt? Es gibt andere Dinge, die man tun kann, um etwas "zurückzugeben". Ehrliche Logs schreiben (verdientes Lob inspiriert die Owner - verdienter Tadel verhütet eventuell den nächsten Pisseckenmicro) - mal eher was uptraden - gefundene Dosen bei Schäden wieder flott machen oder einne neuen Logstreifen nachlegen (ich guck auf meiner "Heimspazierrunde" auch bei fremden Boxen vorbei und kontrolliere)- man kann auch mal ein Event veranstalten, oder beim Organisieren helfen.......
Am besten dient man allerdings der Sache, wenn man sich vernünftig in der Natur verhält und so unauffällig sucht und loggt, daß der Cache nicht gefährdet ist.

Gruß Zappo
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wimbusch
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Re: Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Beitrag von wimbusch »

Locker bleiben,

ein paar hundert founds ???? das hab ich in zwei jahren nicht geschafft.

anstatt den cacher zu verprellen der vielleicht noch viele gute ideen in dieses hobby einbringen kann
wäre es besser konstruktive hilfe anzubieten.
die hatz macht ja hier im forum richtig schule, nicht nur in diesem thread. wo das wohl noch hinführen kann ........... :hilfe:

als ich vor 2 jahren an meinem ersten nachtcache (vossibär wird sich noch erinnern) einen völlig falschen starthinweis angebracht habe bekam ich freundliche anfragen und keinen knüppel auf den kopf.

mir fehlt seit einiger zeit einfach die lockerheit mit der dieses hobby (und auch das forum) noch vor nicht
allzulanger zeit betrieben wurde. da geht es ja manchmal zu wie bei einem völlig ernsten thema. :D

ich kanns nur nochmal sagen,

locker bleiben und sportsgeist beweisen

gruss an alle
wimbusch
hmmm... ähhmmm....ach is doch egal.
zyn.zyn
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Re: Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Beitrag von zyn.zyn »

Wie überall: die deutsche Krankheit.
Sie ist gekennzeichnet durch Vereinsmeierei,Vorschriftenwesen und Regulierungswut,
sowie dem bedauerlichen Mangel an Anstand, Höflichkeit und Achtung.

Man ist ja selbst immer der Edelcacher.

Lächerlich.

Insofern: wimbusch 100!!
Murat

Re: Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Beitrag von Murat »

na mit dem bayrischen Motto "Leben und Leben lassen" hälts hier wohl echt keiner?!
dcdasuww

Re: Übergelaufenes Fass? Gerissener Geduldsfaden?

Beitrag von dcdasuww »

Tiefflieger hat geschrieben:na mit dem bayrischen Motto "Leben und Leben lassen" hälts hier wohl echt keiner?!
In München gibts koane Bayern mehr, nur no Zuagroaste.
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