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Grundsatzfrage in die Runde: Wie handhabt ihr es mit LPs?

Rund um die bajuwarische Metropole an der Isar.

Moderator: Windi

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Dosenpfänder
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Re: Grundsatzfrage in die Runde: Wie handhabt ihr es mit LPs

Beitrag von Dosenpfänder » Mi 26. Nov 2014, 23:07

Zudem fehlen bislang irgendwelche SPEKTAKULÄREN! Gerichtsurteile, die zumindest eine Vorstellung davon geben könnten, was im schlechtesten Falle passiert - dem Cacher wie dem Owner oder auch dem Plattformbetreiber.

Was ich bisher so mitbekommen habe, war da immer viel Radau im Vorfeld und am Ende kamen die bösen Cacher mit einem blauen Auge davon.

Insofern stimme ich Kreuterfee zu: es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

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Cloggy72
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Re: Grundsatzfrage in die Runde: Wie handhabt ihr es mit LPs

Beitrag von Cloggy72 » Do 27. Nov 2014, 10:31

Dosenpfänder hat geschrieben:Früher war spitzeln und petzen ja noch mit Aufwand verbunden.
Früher gabs ein paar Kinder und Jugendliche im Viertel, die hier und da rumschlichen auf Höfen Fußball spielten, denen man das einfach untersagt hat oder die Eltern informiert hat und dann war Ruhe am Ort. In ganz "schlimmen" Fällen rief man von der Telefonzelle die Polizei, die dann ausückte und sich der Sache annahm.
Heute kommen immer wieder neue Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeleitet über eine Internetseite jeden Tag an den Ort und Omma Hilde bekommt es mit der Angst zu tun, weil da ständig so merkwürdige Gestalten rumschleichen, mit femden PKW-Kennzeichen vorfahren, sich mysteriös verhalten, auf komische Geräte schauen, Seilzeug mitnehmen, evtl. mit militärischem Outfit rumlaufen.
Dosenpfänder hat geschrieben:Da musste man ggf. (mangels Telefon) selber zur Polizeiwache radeln und Anzeige erstatten, die der Beamte dann mit 2-Finger-Adler-Suchsystem auf der Schreibmaschine protokollierte.
Was auch nicht so schwer war, früher gabs es in jedem Dorf eine Post und einen echten Dorfpolizisten, der sein Revier und seine Pappenheimer kannte. Wenn da fremde Leute mit einem komischen Gerät in der Hand in Bauer Piepenbrinks verfallener Scheune rumstromerten, wäre das ebenfalls sehr schnell bekannt geworden, zumal auch jeder jeden im Dorf kannte.
Dosenpfänder hat geschrieben:Heute ruft man da an, macht ein Foto mit der Digicam, schickt ne Email oder nutzt gleich die Denunzianten-App. Schöne neue Welt.
Wenn dich jemand bei einer unerlaubten Sache erwischt und anzeigt ist das also die Schuld von anderen? Vielleicht solltest du mal an deinem Verhalten und deiner Sichtweise was ändern.
KreuterFee hat geschrieben:(...)
Früher hat man sowas einfach toleriert, heute scheinen die Leute einfach zu viel Langeweile zu haben.
Das hört sich ja genauso an, wie auf so ner Ortsratssitzung, wo Oma Meier, sich schon zum 10tenmal darüber beschwert hat, das im Herbst nicht sofort das Laub im Park entfernt wird :D.
Nein, früher war es eher selbstverständlich, dass jeder seinen Hof macht und in der Hausgemeinschaft sich die Leute abwechseln. Heute sind alle in der Nachbarschaft zu faul dazu, man muss sie immer wieder erinnern, dass sie alle paar Wochen mit der Reinigung von Haus, Hof, Schnee, etc.pp. dran sind.
Im öffentlichen Raum wurde früher mehr Personal für Straßenreinigung & Co eingesetzt, was den städtischen Betrieben zu teuer wurde, es wird deshalb immer weniger gemacht.
Auf der anderen Seite gibt es immernoch den "feinen deutschen Arbeitnehmer", der sich für diese Drecksarbeiten zu fein ist und in so einem Umfeld eher so tut, als wenn er arbeitet.
Als nächstes fällt das Laub ja nicht nach dem Zeitplan, wo die Stadt vorgibt, dass es eingesammelt wird, sondern mal so und mal so, heute entfernt, morgen wieder da und von woanders hergeweht. Und das Personal für solche Einsätze fehlt halt, will keiner mehr bezahlen.

Früher hatten die Leute auch nicht soviel Langeweile, um mit einem komischen Gerät in der Hand irgendwelche belanglosen Filmdosen zu suchen und sich dann anschließend im Internet in eine Liste einzutragen um allen zu zeigen das man der Held ist und zigtausende Filmdosen mit vollgekritzelten Zetteln gefunden hat. Früher brauchte unsere Gesellschaft sowas einfach nicht um raus zu gehen, heute offenbar schon.
Mark hat geschrieben:Früher war spitzeln und denunzieren quasi staatlich gefördert. Heute sitzen sie freiwillig am Fenster, auf ihre Kissen gestützt und rufen die Polizei, sobald jemand 5 cm außerhalb des eingezeichneten Parkplatzes parkt. Petzen scheint eine Art Fetisch zu sein, der manche Menschen einfach anmacht.
Nö, heute haben alle Facebook und tragen ihre intimsten Dinge, persönliche Ereignisse, Urlaubspläne, Adressen und andere Daten in die weltweite Öffentlichkeit, schreien dann nach Datenschutz wenn sie ausgespäht wurden oder "nur" unerwünschte Werbung bekommen. Heute hat ein Teil der Mitmenschen auch ein Hobby, bei dem man irgendwelche Orte und umfriedete Grundstücke mit GPS aufsucht und seinen Hausfriedensbruch samt Sachbeschädigungen und Mülll hinterlassen manchmal sogar mit Fotos in eine Liste einträgt, die jeder auf Jahrzehnte einsehen kann. Heute ist es viel einfacher geworden Menschen auszuspähen und ihnen was anzuhängen.

- Happy Hunting -
Der oben stehende Text ist eine Meinungsäußerung, die meine Ansicht zu diesen Themen wiedergibt.

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JackSkysegel
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Re: Grundsatzfrage in die Runde: Wie handhabt ihr es mit LPs

Beitrag von JackSkysegel » Do 27. Nov 2014, 11:00

Scheint ja wirklich schlimm bei dir zu sein. Hier ist das nicht so. Da werden Probleme hergeleitet die es gar nicht gibt. Die Lostplaces, die ich kenne gingen entweder ins Archiv weil das Gebäude abgerissen wurde oder weil ein anderer Geocacher ihn angeschwärzt hat.
Unechter Cacher (Tm)

Mark
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Re: Grundsatzfrage in die Runde: Wie handhabt ihr es mit LPs

Beitrag von Mark » Do 27. Nov 2014, 11:26

Cloggy72 hat geschrieben:Nö, heute haben alle Facebook und tragen ihre intimsten Dinge, persönliche Ereignisse, Urlaubspläne, Adressen und andere Daten in die weltweite Öffentlichkeit, schreien dann nach Datenschutz wenn sie ausgespäht wurden oder "nur" unerwünschte Werbung bekommen.
Alle.
[ ] Du weißt Bescheid.
Heute hat ein Teil der Mitmenschen auch ein Hobby, bei dem man irgendwelche Orte und umfriedete Grundstücke mit GPS aufsucht und seinen Hausfriedensbruch samt Sachbeschädigungen und Mülll hinterlassen manchmal sogar mit Fotos in eine Liste einträgt, die jeder auf Jahrzehnte einsehen kann.
Klammern wir mal die Sachbeschädigungen und den Müll aus (das machen die wenigsten Cacher): Und? Ich war vor 2,5 Jahren in einem Bunker. Davon gibt es ein öffentlich verfügbares Video und zahlreiche Fotos. Und natürlich auch ein Log. Glaubst du ernsthaft, daß da nach der Zeit jemand ankommt und versucht, mich anzuzeigen? Noch dazu im Ausland?
Heute ist es viel einfacher geworden Menschen auszuspähen und ihnen was anzuhängen.
Nur weil es einfacher ist, ändert das nichts an der Tatsache, daß Petzen und Denunzianten das Letzte sind.

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Re: Grundsatzfrage in die Runde: Wie handhabt ihr es mit LPs

Beitrag von Mark » Do 27. Nov 2014, 11:26

JackSkysegel hat geschrieben:Da werden Probleme hergeleitet die es gar nicht gibt.
Das bringt es auf den Punkt.
Die Lostplaces, die ich kenne gingen entweder ins Archiv weil das Gebäude abgerissen wurde oder weil ein anderer Geocacher ihn angeschwärzt hat.
Petze oder Pech.

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Re: Grundsatzfrage in die Runde: Wie handhabt ihr es mit LPs

Beitrag von KreuterFee » Do 27. Nov 2014, 12:05

Im Prinzip ist das ganz einfach.
Fällt ein Geocache auf einem LP auf, landet das Ding im Archiv, das funktioniert schon seit Jahren ziemlich gut.
Da der Traffic an diesen doch heiß begehrten Dosen steigt, fallen auch mehr Dosem auf.

Also stellt sich nicht die Frage, wie andere das mit LPs halten.
Die Frage muss eher lauten, bin ich bereit Aufwand in eine Dose zu stecken, die Gefahr läuft 2 Wochen später ins Archiv zu wandern?
Der Rest ist einfach nur das aufeinanderprallen von verschiedenen Meinung und Welten und führt zu nichts.
Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie mal war.
XD

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Re: Grundsatzfrage in die Runde: Wie handhabt ihr es mit LPs

Beitrag von Zappo » Do 27. Nov 2014, 12:16

Cloggy72 hat geschrieben:....
Früher hatten die Leute auch nicht soviel Langeweile, um mit einem komischen Gerät in der Hand irgendwelche belanglosen Filmdosen zu suchen und sich dann anschließend im Internet in eine Liste einzutragen um allen zu zeigen das man der Held ist und zigtausende Filmdosen mit vollgekritzelten Zetteln gefunden hat. Früher brauchte unsere Gesellschaft sowas einfach nicht um raus zu gehen, heute offenbar schon.
.....
......
Irgendwie scheint es hier um mehr und anderes zu gehen als um Geocaching und LPs. Zumindest Dir. Kein vernünftiger Mensch (und wohl nur 5 % der cacher) loggt, um zu prahlen. Das ist Deine eigene, ziemlich exclusive Meinung.

Früher hatten die Leute nach einer langen arbeitsreichen Woche sogar soviel Langeweile, daß sie mit runden Kugeln nach aufgestellten Holzfiguren rollten, mit den Füßen versuchten, einen Ball in ein gegnerisches Viereck zu treiben bzw. das zu verhindern, sich rythmisch zur Musik um die Dorflinde zu bewegen und viele Dinge mehr. Und manche schrieben sogar auf, wer mehr Kugel und Bälle irgendwo hinverfrachtete - und manche interessierten sich sogar dafür.
Und zwischendrin wars so langweilig, daß man sich Krüge mit gelber Flüssigkeit zum Munde führte, sogar solange, bis sie leer waren. :D :D :D

Im Ernst: Vielleicht sollte man sich doch mal von der Vorstellung verabschieden, LostPlaces/vergangene Orte/abandoned Places wäre IMMER gleichzusetzen mit dem Privateigentum der Familie Meier, das umzäunt und behütet so daliegt, wo man sich nur mit der Grundausstattung der revolutionären Heimwerkern gewaltsam Zugang verschaffen kann und wo das Betreten einen massive Störung und nachteilige Beeinträchtigung darstellt von Person, Eigentum und Sache

Das gibts - klar. Da hat aber weder der Cacher noch sonst ein Mensch was verloren.

Es gibt aber auch andere. Und da sind manche Archivierungsaktionen ein wenig überzogen. Und manche Grundsatzdiskussionen.

Im Übrigen sind die Cacher in der Aussendarstellung -wenn überhaupt- nicht böse, weil sie eventuell in verlassenen Gemäuern rumschleichen. Sondern weil sie alles hirnlos mit Dosen vollmüllen, Verkehr verursachen, Schrauben in Bäume drehen, über Feld und Flur mit dem Auto zur Dose fahren und nachts in bewohnten Gegenden mit dem Flakscheinwerfer rumleuchten. Daß ausgerechnet die LP-Caches irgendwas mit nem negativen Image zu tun hätten, ist schlicht ne Mär.

Gruß Zappo
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Re: Grundsatzfrage in die Runde: Wie handhabt ihr es mit LPs

Beitrag von Mark » Do 27. Nov 2014, 12:46

Zappo hat geschrieben:Vielleicht sollte man sich doch mal von der Vorstellung verabschieden, LostPlaces/vergangene Orte/abandoned Places wäre IMMER gleichzusetzen mit dem Privateigentum der Familie Meier, das umzäunt und behütet so daliegt, wo man sich nur mit der Grundausstattung der revolutionären Heimwerkern gewaltsam Zugang verschaffen kann und wo das Betreten einen massive Störung und nachteilige Beeinträchtigung darstellt von Person, Eigentum und Sache
So ist das halt, wenn Blinde von Farben reden.

Schrottie

Re: AW: Grundsatzfrage in die Runde: Wie handhabt ihr es mit

Beitrag von Schrottie » Do 27. Nov 2014, 13:38

gabbagabbaghez hat geschrieben:Mir ging es hier eigentlich nicht um die guidelines. Die sind mir in dem Kontext ehrlich gesagt piepegal.
Dennoch musst Du Dich, anders als ich, daran halten. Und somit musst Du im Zusammenhang mit Geocaching immer zuerst die Guidelines im Auge haben. So ganz ohne Geocachingbezug ist Dein Vergleich natürlich richtig, nur geht es hier ja um Geocaching.

Bassi
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Re: Grundsatzfrage in die Runde: Wie handhabt ihr es mit LPs

Beitrag von Bassi » Do 27. Nov 2014, 15:47

Schrottie hat geschrieben:Dennoch musst Du Dich, anders als ich, daran halten.
Das verstehe jetzt wer will...?! :???:

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