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Vermehrte Deaktivierungen bei im Boden eingelassenen Dosen

Dosen im Land der Dominosteine.

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bene66
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Vermehrte Deaktivierungen bei im Boden eingelassenen Dosen

Beitrag von bene66 » Mi 30. Mai 2012, 10:43

Hallo zusammen,

in den letzten Tagen hat es sich gehäuft, das eigengott Dosen deaktivieren mußte, die im Boden eingelassen (oder ähnliches) sind.
Die Deaktivierungslogs sind sehr ähnlich un beginnen mit "Ich wurde per Mail auf diesen Cache aufmerksam gemacht", einer individuellen Beschreibung des Caches und der Aussage, daß ihm ein Foto vorliegt.

Mir sind inzwischen an die 25 Dosen bekannt (Link)
Der Raum geht vom Rursee bis kurz vor Mönchengladbach - scheinbar nicht darüberhinaus.

Das Vergraben von Dosen ist Verboten - sinnvollerweise. Aber dies hier sieht mir nach einer gezielten Aktion aus. Einige der Dosen sind zudem unbedenklich (zumidest meiner Meinung nach) - aber natürlich trotzdem regelwiedrig.

Da ich nicht glaube, daß eigengott sich die Mails selber schreibt sieht es so aus, als würde jemand geziehlt diese Dosen melden. Das große Gebiet läßt nicht darauf schließen, daß ein lokaler Naturschützer hier durchgreift.

Kennt jemand die Hintergründe?

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Re: Vermehrte Deaktivierungen bei im Boden eingelassenen Dos

Beitrag von adorfer » Mi 30. Mai 2012, 11:45

Ich tippe mal auf einen (verhinderten) Owner, dem ein Cache abgelehnt wurde vom Reviewer "wegen vergraben".

Und da könnte er dann geantwortet haben "Aber andere sind doch auch vergraben".
Wenn dann der Reviewer fragt: Ja welche denn? Könnte dann eine Liste gegeben haben, so nach dem Motto "Wenn ich nicht darf, dann bitte andere auch nicht".

(Siehe auch Pommes-RotWeiss-Aktion hier in Rhein-Main.)
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Re: Vermehrte Deaktivierungen bei im Boden eingelassenen Dos

Beitrag von Schnueffler » Mi 30. Mai 2012, 16:21

eigengott hat auch min. einen Cache mit dem gleichen Log archiviert, weil ihm angeblich ein Bild vorlag, dass man für das Versteck einen Baum angebohrt hätte. Komisch, wie viele Bilder er da liegen haben muss. Kann ich mir gar nicht vorstellen!

Und das Schöne dazu ist, dass bei diesem Cache gar kein Loch in den Baum gebohrt wurde, sondern der Ast, in ein vorhandenes Loch eingepasst wurde. Aber das scheint Mr. Archive ja nicht zu interessieren. Ist ja nicht das erste mal, dass dieser Reviewer sich mit seinen Zensur-Methoden bei den Cachern beliebt macht!

Also, eigengott. Da Du hier ja auch mitliest, fordere ich Dich auf, dich hier dazu zu äußern und auch mal die angeblichen Bilder vorzulegen, die Du ja zu Hauf haben musst. Ansonsten machst Du dich gerade ziemlich unglaubwürdig!
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Re: Vermehrte Deaktivierungen bei im Boden eingelassenen Dos

Beitrag von adorfer » Mi 30. Mai 2012, 16:41

Schnueffler hat geschrieben:Komisch, wie viele Bilder er da liegen haben muss. Kann ich mir gar nicht vorstellen!
Wenn Du das so sagst könnte man fast auf die Idee kommen, dass dort um Frankfurt wohl nicht eine Sockenpuppe nicht eines anderen "normalen Cachers," sondern des Reviewers selbst gewesen sein könnte?
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Vermehrte Deaktivierungen bei im Boden eingelassenen Dosen

Beitrag von weihnachtshasen » Mi 30. Mai 2012, 17:59


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Re: Vermehrte Deaktivierungen bei im Boden eingelassenen Dos

Beitrag von Schnueffler » Mi 30. Mai 2012, 18:31

So langsam sollte man echt mal gegen diesen Reviewer vorgehen. Vielleicht schreiben wir alle mal an Groundspeak. Denn was sich dieser Reviewer in den letzten Jahren immer wieder raus genommen hat, geht auf keine Kuhhaut mehr.
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Re: Vermehrte Deaktivierungen bei im Boden eingelassenen Dos

Beitrag von friederix » Mi 30. Mai 2012, 19:27

Schnueffler hat geschrieben:So langsam sollte man echt mal gegen diesen Reviewer vorgehen. Vielleicht schreiben wir alle mal an Groundspeak.
In den Boden "eingelassene" Dosen, gibt es, seit es Geocaching gibt.

Ich schätze mal, dass das auf 40 bis 60% aller Regulars im Wald, die alle Reviewer zusammen in Deutschland je gefunden haben, zutrifft.
Es hätte also längst eine Archivierungsorgie seitens der Reviewer gegeben haben müssen.
Hat es aber nicht. Warum wohl?
(Aber einer muss ja immer damit anfangen.)

Wie soll man denn sonst einen Regular im Wald verstecken. Etwa einen Fuchs- oder Dachsbau nutzen?
Das Loch war dann tatsächlich vorher da, aber ob dem Fuchs das gefällt, wage ich zu bezweifeln.

M.E. sollten anonyme NAs grunsätzlich nicht bearbeitet werden.
Sollte ein Cacher ein NA an den Reviewer melden, sollte grundsätzlich wenigstens eine Writenote des echten Accountinhabers beim Cache vorhanden sein, der auf den Mißstand hinweist.
(offensichtiche Sockenpuppen sind ja meist ziemlich offensichtlich)

Sonst ist dem privaten Kleinkrieg und den "Giftspritzern" und "Racheengeln" Tür und Tor geöffnet.
Hier ist einfach das Fingerspitzengefühl der Reviewer gefragt.
Der Holzhammer ist nicht immer die beste Idee.
Kein Gesetz (In diesem Fall die Guidelines) ist so gut, dass es immer und ausschließlich schwarz oder weiß zulassen kann.

Eigengott, denk' mal drüber nach... !

Gruß friederix
immer selbst und ständig bei der Arbeit; - 51 Wochen im Jahr und sechs Tage die Woche.
Und am siebten Tage sollst Du ruhen cachen!

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Re: Vermehrte Deaktivierungen bei im Boden eingelassenen Dos

Beitrag von bene66 » Mi 30. Mai 2012, 19:38

Im aktuellen Fall konnte eigengott nicht anders entscheiden.
Wenn er Beschwerden zu Cachen bekommt, MUSS er reagieren. Da finde ich die aktuelle Vorgehensweise angemessen:
Zu Deaktivieren , als sichtbare Reaktion für den Beschwerdeführer, und nicht zu archivieren womit der Cacheowner die Gelegenheit hat zu reagieren.

Der "Anti-Micro-Cache" war meines Wissens ein Einzelfall - sowas kann berchtigt sein (ich kenne den Cache nicht).

Was mich (und andere) wundert ist, daß plötzlich so viele Caches gemeldet werden. Dazu interessiert mich der Hintergrund.
Warum? Warum jetzt? Gibt es einen Anlass?

Ich glaube diese Frage kann nur im Aachener Raum beantwortet werden - dort sind die Caches deaktiviert worden.

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Vermehrte Deaktivierungen bei im Boden eingelassenen Dosen

Beitrag von Trracer » Mi 30. Mai 2012, 19:48

Muss er reagieren wenn eine offensichtliche Sockenpuppe NA loggt? Wohl eher nicht. Das alte Vergraben Thema, da man die meisten Geocaches nicht mit einer Schaufel öffnen muss, ziehe ich diese strikte Guidelinesauslegung stark in Zweifel.

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Re: Vermehrte Deaktivierungen bei im Boden eingelassenen Dos

Beitrag von Marschkompasszahl » Mi 30. Mai 2012, 21:45

Nunja... wenn solche Bilder durch die Welt gehen, wird es eben eng für Reviewer, beide Augen zuzudrücken:

Bild
Förster Dorschel mit seinem "Found" (GC2BZJJ) im Lennebergwald bei Mainz
Quelle: Mainzer Rhein Zeitung/ Foto: Jochen Dietz


Es ist bekannt, dass Caches nicht vergraben sein dürfen.

Sicherlich ist es schwierig, vollends guideline-konform zu bleiben. Man kann nun mal schlechterdings einen Regular oder Large einen halben Meter neben dem Waldweg verstecken, ohne dass er gemuggelt wird oder den Vierbeinern als "Waypoint" dient - insbesondere dann, wenn das Gebiet stark frequentiert ist.

Ich habe allerdings auch nicht die Erfahrung machen müssen, dass der Großteil der in Feld und Wald versteckten Dosen ins Erdreich eingebracht ist. Oftmals leistet der Hasengrill gute Dienste, ein anderes Mal ein hohler Baumstamm oder ein Astloch, usw.

Wenn aber eine zweifelhafte/ nicht (ganz) den Guidelines entsprechende Dose gemeldet wird, muss, bzw. sollte der Reviewer aktiv werden. Allerdings sollte man dem Owner die Chance einräumen, das Gegenteil zu beweisen und/ oder entsprechend nachzubessern. Dadurch würde man auch den bösartigen Sockenpuppen den Wind aus den Segeln nehmen (die würde ich ebenso in die Pflicht nehmen, ihre Behauptungen nachzuweisen).

Ich will jetzt nicht mit "Nomen est Omen" kommen, aber es hat doch schon ein gewisses "Gschmäckle" wenn ausgerechnet ein Reviewer erst Found und dann SBA loggt. Da haben viele der einfachen Cacher scheinbar mehr Ehrgefühl.


Wie kommt es aber, dass die Archivierungswelle wie eine Pandemie durch bestimmte Gegenden zieht? Gibt es ernsthafte Beschwerden von Förstern, Jägern und Naturschützern? Greift die Selbstreinigung der Community, welche aufgeschreckt von Meldungen (s. o.) nun endlich den Mut findet, die zweifelhaften Dosen anzuzeigen oder will sich nur ein Reviewer profilieren?
Vielleicht steckt auch mehr dahinter und Groundspeak versucht nun langsam hier und da die grenzwertigen Dosen zu entsorgen? Immerhin ist es ja nicht gut, von Guidelines zu sprechen, an die sich alle halten müssen, aber tatsächlich tun dies nicht alle. Das macht einen doch recht unglaubwürdig und angreifbar.

Doch das Problem besteht ja nicht erst seit gestern. Daran sind auch nicht die Powertrails oder Pisseckencaches schuld. Ebenso wenig die 'U-Caches'. Ganz ehrlich: wenn man die Richtlinien knallhart auslegt - wieviel Dosen mögen da noch verbleiben? Bleibt da wenigstens noch eine zweistellige Prozentzahl?
Der Karren ist in den Dreck gefahren. Doch anstatt ihn herauszuziehen, die Straßen neu und besser auszubauen - also: anstatt einen klaren Schnitt zu machen, laviert sich GS/ GC.com nur auf Druck hier und da aus der Affäre.
Klar, wäre ja auch geschäftsschädigend, wenn man alle auf GC.com gelisteten Caches in Frage stellen würde und womöglich nur ein Bruchteil überleben würde.
Nein, Geocaching lässt sich nur deshalb so gut verkaufen, weil so viele Dosen zu finden sind. Da geht man lieber den Weg des geringsten Widerstands und lässt lokal ein paar Dosen archivieren - bleiben ja immer noch Zigtausende Caches übrig, die man bewerben kann. Mit jeder APP und jedem PM-Account lässt sich Geld verdienen. Aber doch nicht mit verbuddelten Dosen von irgendwelchen Leuten, denen man gerade mal einräumt die Koordinaten und Beschreibung auf die Homepage zu laden.
Nein auch hier gilt die alte PR-Rgel: "bad news are good news" Zwar werfen solche Bilder ein zweifelhaftes Image auf die Gesamtheit des Cachens, nicht aber direkt auf Groundspeak. Und mit dem "knallharten Durchgreifen" legt man den nächsten PR-Köder aus: die Geocacher sind ja doch vernünftig (die Selbstreinigung funktioniert scheinbar) und für Interessierte mag es auch das Signal aussenden: wenn nicht jetzt, wann dann?!
Befeuert von Bildern und Kondulenzschreiben längst archivierter Super-Caches, mag das Interesse erst Recht weiter gesteigert werden, das Geld nach Seattle zu überweisen...

Ich finde es nach wie vor schade, wenn einerseits gute, wenn auch nicht ganz guidelinekonforme; andererseits ebenso schlechte, aber vollkommen regelentsprechende Caches einfach auf Zuruf eines Förster oder einer Sockenpuppe platt gemacht werden, ohne einen Dialog zuzulassen oder gar einzufordern.

Auch wenn GC.com das Vergraben von Dosen nicht gestattet, erschließt sich mir nicht, warum dies zwingend so sein müsste. Richtlinien sind eben nur Richtlinien und keine in Stein gemeißelten Gebote. Es gibt sie zum Glück, die Reviewer die auch mal ein Auge zudrücken, die das Hobby mit Herz und Verstand betreiben und nicht jeden Paragraphen auf die Goldwaage legen und für unabänderlich betrachten. Die eben selber mal als "normaler Cacher" vor Ort auftauchen, sich ein Bild davon machen und abwägen, ob diese Dose nun den Untergang des Abendlandes (i.S. von das Ansehen des Geocachings weiter zu beschädigen) bedeutet oder einfach gut gemacht ist und das Cachen bereichert. Die schreiben sich dann auch keine NA-Notizen, sondern vergeben eher noch einen FP.

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