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Schleusensperrung aufgehoben?!

Glück auf! Der Geocacher kommt.

Moderator: Havrix

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Wolfpaws
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Beitrag von Wolfpaws » Sa 22. Apr 2006, 14:20

Ich kann die Location des Caches nicht einschätzen, aber es scheint ja wirklich eine öffentliche Schleuse gewesen zu sein.

Natürlich ist es für den / die Betroffenen unschön, dennoch muss auch mal ehrlich gesagt werden, dass sowohl die Art des Caches als auch das Aussehen des Behälters *leicht* unglücklich gewählt wurden.

Bedenkt bitte mal die Geschehnisse der letzten Jahre.

Hinzu kommt die Austragung der Fussballweltmeisterschaften.

Ich finde es sehr lobenswert, dass die Behörden derart reagiert haben, schließlich kann es an anderer Stelle auch mal zum Ernstfall kommen.

Was die Echauffierung über "Freaks" angeht... Bitte.. Wenn man sich hier mal ein bisschen im Forum umschaut bezeichnet sich jeder zweite selbst als ein "bisschen verrückt".. Ebenfalls war wohl keiner beim Interview dabei. Somit kann es einfach auch nur eine Ausmalung gewesen sein, um das alles ein wenig aufzubauschen.

In diesem Sinne wünsche ich natürlich nur das Beste und werfe mal ein Auge auf die Anzahl der Neuankömmlinge hier im Forum nach dieser kostenlosen Werbung ;)

In diesem Sinne

WW
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Die Baumanns
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Beitrag von Die Baumanns » Sa 22. Apr 2006, 14:53

whitewolf hat geschrieben: Ich finde es sehr lobenswert, dass die Behörden derart reagiert haben, schließlich kann es an anderer Stelle auch mal zum Ernstfall kommen.
Da stimme ich Dir zu, das habe ich auch in meinem Brief geschrieben
whitewolf hat geschrieben: Was die Echauffierung über "Freaks" angeht... Bitte.. Wenn man sich hier mal ein bisschen im Forum umschaut bezeichnet sich jeder zweite selbst als ein "bisschen verrückt".. Ebenfalls war wohl keiner beim Interview dabei. Somit kann es einfach auch nur eine Ausmalung gewesen sein, um das alles ein wenig aufzubauschen.
Für mich ist es ein Unterschied ob ich von einem Mitstreiter als Freak bezeichnet werde oder von einem hochgestellten Polizeiorgan.
Ich möchte mal wissen was auf mich zukommt, wenn ich einen Polizisten als Freak bezeichne. Zudem war die Berichterstattung der WAZ unter aller Kanone.

Gruß Guido
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten! (Dieter Nuhr)
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*catweazle56
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Habe mit offenem Mund die vielen Beiträge gelesen.

Beitrag von *catweazle56 » Sa 22. Apr 2006, 15:11

... Von dem Vorfall habe ich heute vormittag erst von Gecko erfahren.
Ich kann mich diesen positiven, hilfeversprechenden Beiträgen nur anschließen. Auch dem Brief von Guido. Leider kann ich aber auch die Äußerung von Sigrid sehr gut nachvollziehen, denn ich gehöre als Lehrer nun auch einer Gruppe von Freaks an, auf die einzudreschen sich die Journaille seit etlichen Jahren zur lieben Gewohnheit gemacht hat.
Kopf hoch Dirk, das wird schon wieder. Wenn du Hilfe brauchst weißt du ja wo ich zu finden bin. - Und vielleicht sollte ich, wenn auch sehr spät, doch noch zum Stammtisch kommen.
herzlichen Gruß
peter
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Beitrag von Lotti » Sa 22. Apr 2006, 16:18

whitewolf hat geschrieben: Bedenkt bitte mal die Geschehnisse der letzten Jahre.

Hinzu kommt die Austragung der Fussballweltmeisterschaften.

Ich finde es sehr lobenswert, dass die Behörden derart reagiert haben, schließlich kann es an anderer Stelle auch mal zum Ernstfall kommen.
Entschuldigung, aber für mich ist das völliger Bullshit.
Ein Kausalkette, bei der sich die Terroristen dieser Welt ins Fäustchen lachen: Schaut welche Angst wir säen!

Gruss Volkmar
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zaphod.beeblebrox
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Welche Folgen?

Beitrag von zaphod.beeblebrox » Sa 22. Apr 2006, 16:33

Hi,

es würde mich in diesem Zusammenhang mal interessieren, was die Folgen sein könnten (vielleicht findet sich ja mal jemand mit juristischem Hintergrund).

Den ganzen Morgen frage ich mich schon, und habe auch schon mit Kollegen gesprochen, was dem Kollegen den nun vorgeworfen werden kann? Welche Paragraphen beschreiben hier was?

Wenn ich meinen BW-Rucksack bei einer Fahradtour auf einer Schleuse hängen lasse und jemand darin eine Bombe vermutet und die Polizei und das SEK holt, ist das vom Ergebnis das gleiche, aber niemand würde auf die Idee kommen strafrechtlich gegen mich zu ermitteln. O.k., hier ist in gewisser Absicht gehandelt worden, aber einen Vorsatz zur Schädigung iost nun wirklich nicht zu ersehen.

Also ich tue mich schwer eine strafrechtliche Grundlage zu finden, und grober Unfug kommt für mich auch nicht in Frage.

Also liebe Juristen...

... schreibt mal Eure Gedanken nieder.

Interessiert sicher viele, weil es könnte ja auch jedes andere Versteck in der Nähe einer Eisenbahnlinie oder Autobahn oder was auch immer treffen.

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mattes + paulharris
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Beitrag von mattes + paulharris » Sa 22. Apr 2006, 18:32

Nach § 315 StGB sind bestimmte gefährliche Eingriffe in den Luft- Schienen- und Schiffsverkehr strafbar. Dabei ist es, pauschal ausgedrückt, unter Strafe gestellt, die Sicherheit dieser Beförderungsmittel durch bestimmte Handlungen zu gefährden, wie z.B. das Beschädigen oder Zerstören von Anlagen. Hinzukommen muß aber zwingend auch eine konkrete Gefahr für Menschen oder Sachen von bedeutendem Wert. Das heißt, es muß ein bestimmter Eingriff vorliegen (z.B. Stahlpatten auf Schienen legen) UND eine Gefahr für Menschen oder Sachen verursacht werden (Zug kann entgleisen). Die Gefahr muß tatsächlich vorliegen (es IST eine Bombe angebracht), die Annahme, es KÖNNTE eine Bombe sein, reicht nicht.

So wie der Cache hier angebracht war, kann nach m.E. ein gefährlicher Eingriff wohl verneint werden (ich drücke mich absichtlich etwas vage aus, denn vor Gericht und auf hoher See....) aber eine konkrete Gefahr im Sinne des § 315 StGB dürfte von dem Ding nicht ausgegangen sein.

Ob eine Ordnungswidrigkeit vorliegt, kann ich derzeit nicht beurteilen, mein "Lexikon des Nebenstrafrechts" schläft im Büro auf der Fensterbank.

Also auch Caches in der Nähe von Autobahnbrücken etc. dürften strafrechtlich unbedenklich sein. Aber wie schon gesagt: immer unter Vorbehalt. Wenn jemand Ärger bekommt, bitte nicht mein Posting als "copy und past" der Polizei weiterleiten :wink:

Die Frage, ob und in welcher Höhe der Verursacher einer solchen Polizeiaktion für entstandene Kosten aufzukommen hat, ist davon allerdings unabhängig. Das ist verwaltungsrechtlich bzw. haftungsrechtlich zu beurteilen. Kenntnisse auf diesem Gebiet habe ich schon vor Jahren erfolgreich verdrängt. Kommt aber wahrscheinlich auf die Umstände des konkreten Einzelfalls an.
Momentan ist es ohnehin müßig, darüber zu spekulieren. Wenn Elframan (was ich bestimmt nicht hoffe), die Rechnung präsentiert bekommt, hänge ich mich gerne ans Telefon und frage Kollegen, die sich mit dieser Materie auskennen.
Dieser Punkt betrifft allerdings alle Owner, die Caches in der Nähe von sensiblen Anlagen wie Autobahnbrücken, Versorgungseinrichtugen, der amerikanischen Botschaft oder neuerdings auch Fußballstadien in WM-Städten liegen haben. Es könnte nichts schaden, die Location unter dem Gesichtspunkt "Cache kontra öffentliche Sicherheit" nochmal kritisch zu überdenken.


Hoffe, ein bißchen weitergeholfen zu haben.

Gruß
PaulHarris

PS: Grober Unfug ist nicht strafbar, Sushie ssen also auch nicht.
Zuletzt geändert von mattes + paulharris am Sa 22. Apr 2006, 19:35, insgesamt 2-mal geändert.
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Windi
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Beitrag von Windi » Sa 22. Apr 2006, 19:04

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit bis so etwas auch bei uns in D einmal passiert. Und es wird bestimmt auch nicht das letzte mal gewesen sein.

Wir alle können daraus nur unsere Lehre ziehen und die Örtlichkeit unserer bestehenden und zukünftigen Cacheverstecke gründlich überdenken.

Jetzt kann man für den Betroffenen nur hoffen dass es keine schlimmen Konsequenzen hat. Wenn es so weit sein sollte dass sie eine Menge Kohle von Dir wollen dann sag uns Bescheid. Ein bisschen was werden wir dann schon beisteuern können.
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vagantx
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Beitrag von vagantx » Sa 22. Apr 2006, 19:36

So jetzt will ich auch mal, sonst platze ich:

Wenn ich diesen "überdenken" und "Ich-will-den-nächsten-cache-noch-vorsichtiger-legen" Quatsch höre, wird mir schlecht. Die Beörden reagieren völlig über und der <einfache> Bürger kuscht wieder und hat dann noch ein schlechtes Gewissen. Wie viele hier haben den Cache gehoben? Wer war so paranoid an eine Bombe zu denken? Klar, jeder wusste natürlich das es ein Cache war, aber geht ihr so durchs Leben?
"Da in der MC-Donalds Packung am Rathausplatz liegt bestimmt ´ne Bombe", "Habe gerade ein verdächtigen Pappkarton am Altglascontaimner gesehen". Fuck! Terrorismus lebt von der Angst!

Gruß

Lars

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Beitrag von mattes + paulharris » Sa 22. Apr 2006, 19:53

Ob die Behörden völlig überreagiert haben, mag dahingestellt sein. Ich persönlich hätte mir auch nicht träumen lassen, daß wegen dieses relativ offen und im öffentlich zugänglichen Bereich zu Wasser gelassenen Dings das volle Programm abgespult wird. Aber wenn man erstmal in die Mühlen geraten ist, hilft das zunächst mal nicht weiter.

Wenn Cachelocations auch mit Blick auf überreagierende Behörden ausgewählt werden, hat das vielleicht ein bißchen was von kuschen, aber warum soll man sich unnötig einen ganzen Haufen Ärger und möglicherweise Kosten einhandeln?

Das hat doch nichts mit Terrorismus oder Staatsanschauung im Allgemeinen zu tun sondern dient nur der Vermeidung von Ärger, den man im Zweifel alleine ausbaden muß.
Wer natürlich trotzdem den Kohlhaas geben will (@elframan, das gilt jetzt ausdrücklich nicht Dir), dem ist es ja unbenommen.

Gruß
PaulHarris

PS: Mit diesem und meinem Vorposting möchte ich um Himmels willen niemandem Vorschriften machen, wie und wo er seine Caches legt.
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Susanne&Marc

Beitrag von Susanne&Marc » Sa 22. Apr 2006, 20:07

Hallo Dirk,
auch von uns bekommst Du volle Unterstützung! Ich habe den Cache auch gefunden und die Polizei, bzw die Presse sollte mal bei den Fakten bleiben. Diese lächerlichen Beschreibungen von Kabeln etc sind schon der absolute Schwachsinn. Wer sich die Befestigung angeschaut hat, weiß warum. So etwas sollte auch ein Wasserschutzmensch erkennen.
Umkehrschluß: Läuft jemand im Tarnanzug durch die Stadt, muß er jetzt mit dem finalen Rettungsschuß rechnen? Sind alle Tarnanzugsmenschen Terroristen? Überdenken werde ich bei unseren Cachen nix.
Solltest Du jetzt eine Strafe zahlen müssen, so sind auch wir mit einer Spende dabei. Also Kopf hoch und abwarten.
Viele Grüße
Marc

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