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Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

Hightech und Äppelwoi.

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Lindencacher
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Re: Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

Beitrag von Lindencacher » Mo 14. Mär 2016, 16:53

Die C-SAU Bande hat geschrieben:Verständlich, dass die Polizei im Taunus nervös ist, wenn da etwas verdächtiges am Straßenrand hängt.
Im Niemandsland zwischen zwei Kuhdörfern. An einem Feldweg neben der Strasse, durch Bäume getrennt. Und da dann ne Bombe. Klar. :D

Das ist genauso absurd wie bei einer Litfaßsäule, die wir mal gemacht haben; mit Leiter logischerweise. Da kam ein Anwohner und dachte, da sei ein Drogenversteck. Mitten im Wohngebiet, gut einsehbar und nur mit Leiter zu erreichen. :lachtot:

Ich schätze, der "Melder" hat zuviel Unterschicht-TV gesehen oder sammelt alle "???" Bücher und Hörspiele und ist mittlerweile in seiner Welt dort gefangen.
Andreas

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SammysHP
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Re: Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

Beitrag von SammysHP » Mo 14. Mär 2016, 18:02

Von den ??? Büchern kann das nicht kommen, dann müsste ich auch irgendwas verspüren (ja, man kann die auch mit 26 noch problemlos lesen). :D
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Lindencacher
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Re: Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

Beitrag von Lindencacher » Mo 14. Mär 2016, 18:04

SammysHP hat geschrieben:Von den ??? Büchern kann das nicht kommen, dann müsste ich auch irgendwas verspüren (ja, man kann die auch mit 26 noch problemlos lesen). :D
kommt noch! ;)
Andreas

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Re: Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

Beitrag von Fadenkreuz » Mo 14. Mär 2016, 18:34

Ich finde es erstaunlich, dass die Cacher (hier im Forum und "draußen") trotz vieler ähnlicher Vorfälle so beratungsresistent sind. Anstatt die Ursache abzustellen, wird sich lustig gemacht über die angeblich dummen Zeugen und die angeblich übertriebenen Reaktionen der Polizei.

Eine Personengruppe steht einige Zeit an einem Baum, an dem es eigentlich nichts zu sehen gibt und entfernt sich dann rasch. Die Zeugen finden dann Rohre und Drähte, auf die sie sich keinen Reim machen können. Die Stelle liegt auch nicht "im Niemandsland", wie geschrieben wurde, sondern in unmittelbarer Nähe zu einer Verbindungsstraße zwischen zwei Orten. Genau so hatte die RAF einige Attentate mit automatischen Sprengfallen verübt und auch der NSU hat harmlos aussehende Fahrräder für Nagelbomben benutzt.

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Zappo
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Re: Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

Beitrag von Zappo » Mo 14. Mär 2016, 19:40

Fadenkreuz hat geschrieben:….und auch der NSU hat harmlos aussehende Fahrräder für Nagelbomben benutzt.
Auf meinem Fahrrad steht "NSU" - sollte ich da jetzt misstrauisch werden? :)

Im Ernst - ich kann da beide Seiten verstehen. Für mich sollte ein Cache durchaus keine Ähnlichkeit mit ner Bombe haben - allerdings frage ich mich, wieviel Fantasie man haben muß, um so ne Installation als bombenverdächtig einzuordnen. Und wer uns vor soviel Fantasie schützt. Wahrscheinlich wirds mittlerweile schwierig, nen Tankrucksack auf dem Moped zu lassen……

Da draussen gibts im übrigen tausende Rohre für Wassseruntersuchungen, Insektenfallen, Lockzeux, jagdliche oder landwirtschaftliche Gimmicks und anderes, was alles hundertmal mehr verdächtig aussieht.

Der Witz bei der Sache ist ja: sollte der Bürger tatsächlich mal über ne Bombe stolpern, so nimmt er die, packt sie in den Kofferraum und fährt sie am anderen Tag nach der Arbeit zur nächsten Polizeidienststelle. Kampfmittelräumdienst - und Polizei - können da gaaaaaanz lange Lieder von singen.

Gruß Zappo
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Re: Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

Beitrag von Fadenkreuz » Mo 14. Mär 2016, 19:52

Zappo hat geschrieben:... allerdings frage ich mich, wieviel Fantasie man haben muß, um so ne Installation als bombenverdächtig einzuordnen.
Wie sieht denn eine Bombe aus? Also nicht eine militärische, sondern ein Selbstbausprengsatz. Die besteht doch häufig aus Materialien, die man im Baumarkt bekommt, z.B. werden Rohrbomben aus handelsüblichen Wasser- oder Gasrohren hergestellt. Hier war vielleicht bisschen zu viel Kunststoff im Spiel, aber es gab auch Metall. Man kann von Spaziergängern keine sprengstoffspezifischen Fachkenntnisse erwarten. Insbesondere nachdem sie "auffälliges" Verhalten beobachtet haben, war deren Reaktion völlig korrekt.

https://s3.amazonaws.com/gs-geo-images/ ... 9cc_l.jpeg
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Re: Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

Beitrag von rolf1327 » Mo 14. Mär 2016, 19:58

Die Polizei in Flörsheim ist da aber auch besonders erfahren:

https://geoclub.de/forum/viewtopic.php?f=23&t=13209

Dabei gibt es gar nicht weit weg viel spannendere Orte für ein Cacheversteck: Chemiefabrik, Autofabrik, Flughafen, Schleuse, Autobahnkreuz, Frankfurter Innenstadt, Bahnhof u.v.a.
Σ(F) / Σ (DNF) > 1

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Re: Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

Beitrag von Zappo » Mo 14. Mär 2016, 20:09

Fadenkreuz hat geschrieben:Wie sieht denn eine Bombe aus?
…….
Man kann von Spaziergängern keine sprengstoffspezifischen Fachkenntnisse erwarten. Insbesondere nachdem sie "auffälliges" Verhalten beobachtet haben, war deren Reaktion völlig korrekt.
Eine Bombe "sieht nicht aus" - an die denkt man oder nicht. Ich eher nicht.
Vielleicht weil ich zigtausende andere Erklärungen parat habe - AUCH für "auffällig sich versammelnde Gestalten" . Die es im übrigen um jeden Cache gibt. Ob es da mit Munikiste einfacher ist?

Wenn der Spaziergänger Angst und Bedenken hat, soll er die Polizei rufen - kein Problem. Da kritisiere ich garnix - wie so oft. Ich wunder mich nur - und frage mich, wie der Betreffende sonst so durchs Dorf laufen kann, ohne an 50 verdächtigen Installationen zu stranden.

gruß Zappo
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Re: Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

Beitrag von Lindencacher » Mo 14. Mär 2016, 20:25

Zappo hat geschrieben:
Fadenkreuz hat geschrieben:Ich wunder mich nur - und frage mich, wie der Betreffende sonst so durchs Dorf laufen kann, ohne an 50 verdächtigen Installationen zu stranden.
so sehe ich das auch. Wenn ein Cache in einer Mauer oder einer Hecke versteckt ist und da immer mal wieder Leute kommen, sich umsehen, reingreifen, was machen, was zurücklegen und sich unauffällig wieder verpieseln (gerne auch im Dunkeln mit Lampe), kann ich jeden Anwohner verstehen, der dabei an ein Drogenversteck denkt. Doof plaziert - Ownerproblem.

Aber ein Petling an einer einsamen Laterne oder eine Installation fernab jeglicher Zivilisation und dabei an eine Bombe denken - solche Leute leben für mich irgendwie in einem Paralleluniversum. Zumal - welchen Radius soll so ein "Bömbchen" denn haben? Wenn eine Weltkriegsbombe gefunden wird, ist üblicherweise 500m die "heisse Zone" - für eine Paar-Zentner-Bombe. Wieviel Kilometer soll denn dann so ein Rohrbömbchen schaffen?
Andreas

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Re: Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

Beitrag von radioscout » Mo 14. Mär 2016, 21:45

Fadenkreuz hat geschrieben: Wie sieht denn eine Bombe aus?
Es gibt vier Bauformen:
- Ein langes Rohr, vorne Spitz und hinten mit kleinen Flossen. Das sind Militärbomben.
- Eine schwarze Kugel mit einem kleinen, zylinderförmigen Deckel, an dem sich eine Zündschnur befindet.
- Ein Holzfaß mit einer Zündschnur.
- Längliche rote Zylinder, an einen sich ein roter und ein blauer Draht befindet, Die Drähte sind wie Spiralkabel gewickelt und führen zu einer Uhr. Entweder ist es ein analoger Wecker oder eine rückwärtszählene Digitaluhr mit roten Zittern. Diese Bomben machen ein spezielles Geräusch, welches aus einer ständig wiederholten Folge von sechs kurzen hohen und einem tieferen langen Ton besteht. Zum entschärfen muß man den roten Draht durchschneiden, auch denn einem gesagt wird, daß man den blauen Draht durchschneiden soll.
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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