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Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

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machmalhalblang
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Re: Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

Beitrag von machmalhalblang » Di 15. Mär 2016, 19:14

Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass der Owner hier sehr wohl zu Kasse gebeten werden kann. Allerdings würde ich das von den Umständen abhängig machen. Aus der Ferne betrachtet scheint mir der Einsatz der Ordnungskräfte zwar weit übertrieben, aber wenn man ungewöhnliche Konstruktionen an Bäume hängt, dann muss man unter Umständen eben auch für solche Missverständnisse haften. Aber wie gesagt: es kommt auf den konkreten Fall an. Und nur anhand der wenigen Fotos kann das wohl niemand entscheiden.

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Fadenkreuz
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Re: Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

Beitrag von Fadenkreuz » Di 15. Mär 2016, 19:25

spaziergaenger hat geschrieben:Gehts auch etwas greifbarer?
Greifbarer: Es gilt eine Art Verursacherprinzip. Der Owner hat zwar keine Straftat begangen, aber die Ursache für den kostspieligen Einsatz gesetzt.
spaziergaenger hat geschrieben:... der gesunde Menschenverstand sagt mir, dass der Owner nicht für Fehlinterpretationen und Fehlentscheidungen irgendwelcher Behörden zur Verantwortung gezogen werden kann.
Mir sagt der gesunde Menschenverstand etwas ganz anderes, vor allem, dass die "Fehlinterpretation" offenbar nicht vermeidbar war. Man muss sich ja mal überlegen, dass der verdächtige Gegenstand nicht sofort ohne weitere Überprüfung einen Großalarm nach sich zog, sondern dass es mehrfache Überprüfungsinstanzen gab: Zunächst die Zeugen, dann eine normale Streifenwagenbesatzung der örtlichen Schutzpolizei, die den Anfangsverdacht auch nicht ausräumen konnte, schließlich die Sprengstoffexperten des LKA, die ebenfalls nicht ohne weiteres (durch einfaches Betrachten) den Gegenstand als harmlos identifizieren konnten. Es ist recht unwahrscheinlich, dass all diese Personen blind und blöd gewesen sein müssen.

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JackSkysegel
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Re: Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

Beitrag von JackSkysegel » Di 15. Mär 2016, 20:05

Fadenkreuz hat geschrieben: Es ist recht unwahrscheinlich, dass all diese Personen blind und blöd gewesen sein müssen.
Das sehe ich auch so. Aber ob der Owner deswegen haftbar gemacht werden kann bezweifle ich dennoch.
Unechter Cacher (Tm)

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Re: Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

Beitrag von Zappo » Di 15. Mär 2016, 20:20

Fadenkreuz hat geschrieben:….. vor allem, dass die "Fehlinterpretation" offenbar nicht vermeidbar war. Man muss sich ja mal überlegen, dass der verdächtige Gegenstand nicht sofort ohne weitere Überprüfung einen Großalarm nach sich zog, sondern dass es mehrfache Überprüfungsinstanzen gab: Zunächst die Zeugen, dann eine normale Streifenwagenbesatzung der örtlichen Schutzpolizei, die den Anfangsverdacht auch nicht ausräumen konnte, schließlich die Sprengstoffexperten des LKA, die ebenfalls nicht ohne weiteres (durch einfaches Betrachten) den Gegenstand als harmlos identifizieren konnten. Es ist recht unwahrscheinlich, dass all diese Personen blind und blöd gewesen sein müssen.
All diese Personen (oder nur einer davon) müssen nur sagen "ich weiß nicht recht, bin mir nicht ganz sicher" und schon wird gesprengt. Was verständlich ist - wer will nachher irgendwelche Verantwortung für Fehlentscheidungen übernehmen?

Dazu genügt der Schminkkoffer von Marianne Rosenberg. Dazu brauchts keinerlei aktive Mithilfe eines "Verursachers".

Ich kann in Wald und Flur unzählige Gimmicks benennen, von denen Polizei und LKA niemals sicher sein werden, daß das KEINE Bombe ist - und im Zweifelsfall sprengen. FALLS kein Hasardeur unter denen ist. Das ist m.Ws. der einzige Grund, warum das nicht regelmäßig passiert - Einer, der hingeht und sagt "ach das ist sicher nur…." und das Ding bildlich gesprochen in den Papierkorb wirft.

Ein Verschulden in gesetzlichen Belangen sähe ich bei tatsächlich bombenartigem aussehen/Beschriftung (ähnlich der Anscheinwaffe) - oder im anschlagsensiblen Bereichen.
Das Verschulden im geocachigen Belange ist klar: Verstoß gegen Regel 1 und gegen Briansnats Grundsatz.

gruß Zappo
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Re: Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

Beitrag von Fadenkreuz » Di 15. Mär 2016, 20:46

Zappo hat geschrieben:Ein Verschulden in gesetzlichen Belangen sähe ich bei tatsächlich bombenartigem aussehen/Beschriftung ...
Dann sind wir ja schon wieder bei der Frage, was "bombenartiges Aussehen" ist. Ist ein Rohr mit Schraubverschluss nun eine Rohrbombe oder ein Cache? Das Foto zeigt eine selbst gebastelte Rohrbombe. Ich kenne aber Caches, die genau so aussehen.

http://cdn1.abendzeitung-muenchen.de/me ... lized.jpeg

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Re: Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

Beitrag von feinsinnige » Di 15. Mär 2016, 23:18

Fadenkreuz hat geschrieben:Ich finde es erstaunlich, dass die Cacher (hier im Forum und "draußen") trotz vieler ähnlicher Vorfälle so beratungsresistent sind. Anstatt die Ursache abzustellen, wird sich lustig gemacht über die angeblich dummen Zeugen und die angeblich übertriebenen Reaktionen der Polizei.

Eine Personengruppe steht einige Zeit an einem Baum, an dem es eigentlich nichts zu sehen gibt und entfernt sich dann rasch. Die Zeugen finden dann Rohre und Drähte, auf die sie sich keinen Reim machen können. Die Stelle liegt auch nicht "im Niemandsland", wie geschrieben wurde, sondern in unmittelbarer Nähe zu einer Verbindungsstraße zwischen zwei Orten. Genau so hatte die RAF einige Attentate mit automatischen Sprengfallen verübt und auch der NSU hat harmlos aussehende Fahrräder für Nagelbomben benutzt.
Sch*isse, bei mir vor dem Haus steht 'nen Auto, da sind eben mehrere Leute ausgestiegen und alle sind weggegangen! So'n Auto ist keine kleine Dose am Baum sondern hat 'nen riesigen Kofferraum. Da geht so richtig was rein und Strom für die Zündung ist auch da. Die Typen hatten bestimmt Bärte. Ich glaub, ich ruf jetzt mal die Polente an. Die müssen einfach alle Autos hier wegschaffen. Wenn Mr. Präsident kommt, wird das auch gemacht.
Nur weil ich paranoid bin, heisst das lange noch nicht, dass da keine B*mbe drin ist.
f

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Re: Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

Beitrag von Fadenkreuz » Di 15. Mär 2016, 23:23

feinsinnige hat geschrieben:bei mir vor dem Haus steht 'nen Auto
'nen ist die umgangssprachliche Abkürzung für "einen". Bei dir vor dem Haus steht aber bestimmt nicht "einen Auto", oder?
Darüber hinaus wirkte die gewollte Ironie in deinem Beitrag auf mich jetzt eher gequält und konstruiert, also gar nicht feinsinnig, sondern eher grobschlächtig.

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Re: Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

Beitrag von radioscout » Di 15. Mär 2016, 23:29

Bei mir vorm Haus hat jemand sein Fahrrad an den Laternenpfahl angekettet. Ist in dem Fahrrad etwas gefährliches? Der Rahmen besteht aus Rohren. Bin ich in der 4. Etage sicher, wenn unten am Pfahl etwas explodiert?
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Re: Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

Beitrag von mark » Mi 16. Mär 2016, 07:56

Ruf am besten direkt die Polizei. Man kann nie sicher sein. Wer weiß, vielleicht gehört das Fahrrad ja auch noch einen Islamisten.

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Re: Hofheim - Sprengstoffverdächtiger Gegenstand entpuppt sich als Geocache

Beitrag von Zappo » Mi 16. Mär 2016, 09:30

Fadenkreuz hat geschrieben:….Dann sind wir ja schon wieder bei der Frage, was "bombenartiges Aussehen" ist. Ist ein Rohr mit Schraubverschluss nun eine Rohrbombe oder ein Cache? Das Foto zeigt eine selbst gebastelte Rohrbombe. Ich kenne aber Caches, die genau so aussehen…….
Ich sach mal so - jedem Bürger mit Bastelvergangenheit :) wird bei dem Bild natürlich ein "Bumm" durch den Kopf schießen. Trotzdem würde ich mal sagen, das Ding wird irgendwo im Wald ohne weiter Drähte raushängen zu lassen usw. mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit als harmlos eingeordnet wird. Auf der Baustelle auch :)

A) Es gibt Bomben
B) Es gibt Bomben, die aus Alltagsgegenständen bestehen
C) Es gibt Alltagsgegenstände

Ich würde sagen, unter "bombenartigem Aussehen" verstehe ich eher die Kategorie : Große Dosen mit Drähten, Explosionsaufkleber, Anscheindynamitstangen incl. zur Funktion zugehörigen Größe - also A. Da sehe ich durchaus einen Fehler des Owners, das in den öffentlichen Raum zu bringen.

Ob jetzt Fußball/Tupperdose/PE-Rohr/Blumentopf/Playmobilburg/Munikiste zu B) oder C) gehört, ist sicher schwer einzuschätzen.

Aber alles, was ich da draussen deponiere, fällt unter C) - und damit auch wenns blöd läuft und der besorgte Bürger zuschlägt, unter B)
Das ist m.E. nicht wirklich zu vermeiden. Die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren - ja. Das hat aber m.E. am meisten mit der Location zu tun.

Gruß Zappo

PS: Interessant wäre wohl, was passiert, wenn der Straßenmeisterei ihr Verkehrszählkasten, der Bahn das dort abgestelltes Fahrrad, dem Großmarkt die deponierte Rattenfalle, der Gärtnerei ihr Bewässerungsrohr mit Spritzkopf usw usw in Verdacht gestellt würden (macht man natürlich nicht - die Leute haben Streß genug) und obs dann DAFÜR ne Rechnung gibt.
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