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Geocachingverbot in Köln

Jecke Verstecke in und um Bonn, Köln, Düsseldorf und weiter Rheinabwärts.

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jennergruhle
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Re: Geocachingverbot in Köln

Beitrag von jennergruhle » Sa 31. Mai 2014, 20:43

Der Link führt zu einer Facebook-Seite, welche ihr Bedauern darüber ausdrückt, dass der Link nicht gefunden werden konnte. :-(
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angro
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Re: Geocachingverbot in Köln

Beitrag von angro » Sa 31. Mai 2014, 22:21

In unseren Augen ist das erneut ein Schritt, mit dem unser Hobby immer mehr ins Abseits und ggf. sogar in die Illegalität gedrängt werden soll?

Abwarten hilft da nicht. Es wäre sicher viel sinnvoller, hier den Anfängen zu wehren, als einfach abzuwarten. Wenn so ein Verbot erst einmal im Landschaftsplan drin steht, bekommt man es nur sehr schwer wieder heraus und man sollte nicht übersehen, dass auch das bloße suchen von Cachen schon verboten sein wird. :irre:

Lokalen Geocachern sollte es gelingen, dass Lokalpolitiker, Stadtverwaltung u.s.w. davon überzeugt werden, dass Geocachingverbote nicht der Weg sind, um in der Natur mögliche Schäden durch Geocaching zu verhindern und das diese darüber informiert werden, was Geocaching überhaupt ist. Vollendete Tatsachen durch Verbote zu schaffen, hilft in unseren Augen nicht, wenn es um begründete Schutzinteressen z.B. der Natur geht.
In unseren Augen ist die große Gefahr, dass mit solchen Verboten über kurz oder lang der gesamten Geocacherszene die Grundlage ihres Hobbys entzogen wird, auch wenn es hier im Moment „nur“ um die Stadt Köln geht.

Wenn es im Rheinland nicht gelingt, dieses Verbot aus dem Entwurf des Landschaftsplanes der Stadt Köln, der fast alle Grünflächen der Stadt betrifft, wieder zu entfernen, wird das bundesweit eine Signalwirkung haben. Davon sind wir überzeugt.

Nach dem aktuellen Entwurf soll zukünftig verboten sein:
- “Geocache-Behälter in oder an Bäumen incl. des Kronentraufbereiches und in stehenden oder fließenden Gewässern incl. der Uferbereiche zu verstecken, anzubringen oder nach den Geocache-Behältern zu suchen. (Geschützte Landschaftsbestandteile, S. 79/102 des Entwurfs)

- “Geocache-Behälter zu verstecken, anzubringen oder nach den Geocache-Behältern zu suchen.
(Naturschutzgebiete, S. 128/148f)

- “Geocache-Behälter in oder an Bäumen incl. des Kronentraufbereiches zu verstecken oder nach den Geocache-Behältern zu suchen. (Naturdenkmale, S. 167/171)

Begründet werden diese Änderungsvorschläge wie folgt:
Seit der Erfindung des Geocaching im Jahr 2000 hat sich diese Art der Freizeitgestaltung sehr schnell etabliert und verbreitet. Zwischenzeitlich existieren derzeit etwa 280.000 aktive Caches in Deutschland, wobei mit ca. 47.000 Caches in NRW die meisten zu finden sind. Die Geocache-Behälter werden überwiegend in vorhandenen natürlichen oder künstlichen Hohlräumen, wie etwa Baumhöhlen, versteckt. Je nach Schwierigkeitsgrad der Aufgaben kann durchaus eine Baumhöhle in der Baumkrone als Versteck dienen. Störungen der Tierwelt, insbesondere Vögel und Fledermäuse, aber auch der Vegetation sind dabei unvermeidbar.”

Dadurch wird ein Bild gestellt, als gäbe es keinerlei Regelungen für das verstecken und legen von Caches und als würde durch Cacher der Umwelt- und Naturschutz in Masse missachtet, was einfach unwahr und falsch ist. Jeder von uns, der selber aktiv Cache legt oder betreut, weiß wie schwierig es oft uns, mit den Reviewer klarzukommen, wenn es um solche Fragen geht. Die nehmen es da schon ziemlich genau…

In unseren Augen besteht dringendster Handlungsbedarf, um den Lokalpolitiker und der zuständigen Verwaltung klar zu machen, dass wir Geocacher alles andere als Umweltfrevler sind. Was Geocaching ist, den Menschen bedeutet und welche zahlreichen positiven Aspekte dieses Hobby für uns und unser Leben hat, ist den Verantwortlichen sicher nicht bekannt. Auch hier muss Abhilfe geschaffen werden. Das geht uns alle an, wenn wir weiterhin dieses Hobby legal ausüben wollen.


Gruß,
angro+Frau
wer alles auf einmal will, macht alles auf einmal kaputt...

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steingesicht
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Re: Geocachingverbot in Köln

Beitrag von steingesicht » Sa 31. Mai 2014, 23:05

angro hat geschrieben:In unseren Augen ist das erneut ein Schritt, mit dem unser Hobby immer mehr ins Abseits und ggf. sogar in die Illegalität gedrängt werden soll?
Ein allgemneines Geocaching-Verbot wäre vermutlich gar nicht mal so schlecht für das Hobby.
Bild Bild Bild
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Re: Geocachingverbot in Köln

Beitrag von angro » So 1. Jun 2014, 11:51

Ein allgemneines Geocaching-Verbot wäre vermutlich gar nicht mal so schlecht für das Hobby.
Mhhh, dass erschließt sich mir nicht ganz. Wenn es erst einmal so ein Verbot gibt,
werden die Revieuer keine neuen Cache mehr zulassen, alte ggf, sogar archivieren.
Das wird dann auch vor OC nicht halt machen und wenn sich ein paar Aktivisten auf
irgend welche Schwarzen Cacheseiten zurück ziehen, werden die wohl nie so viele
Cache platzieren und unterhalten können, das das Hobby wirklich noch Spaß und
Abwechslung bringt. Abgesehen davon würde sich dann immer noch jeder Cacher
ordnungswidrig verhalten, wenn er in diesen Regionen seinem Hobby nachgeht
und wir haben keine Bock uns dann ständig mit irgend welchen Selbsternannten
und Neunmalklugen Natur-, Wald-, Wild- oder sonst etwas Schützern auseinander
setzen zu müssen.

Wehret den Anfängen, dass ist in unseren Augen 1000mal effektiver... :D


Gruß,
angro+Frau

P.S.: Natürlich können bei öffentlichen Anhörungen - z.B. zur Novellierung des
Landschaftsplanes - nur Bürgen/Cacher aktiv werden, die vor Ort wohnen und
betroffen sind. Alle anderen bekommen keine Redezeit... :motz:
Zuletzt geändert von angro am So 1. Jun 2014, 11:58, insgesamt 2-mal geändert.
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JackSkysegel
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Re: Geocachingverbot in Köln

Beitrag von JackSkysegel » So 1. Jun 2014, 11:57

angro hat geschrieben:Das wird dann auch vor OC nicht halt machen und wenn sich ein paar Aktivisten auf
irgend welche Schwarzen Cacheseiten zurück ziehen, werden die wohl nie so viele
Cache platzieren und unterhalten können, das das Hobby wirklich noch Spaß und
Abwechslung bringt. Abgesehen davon würde sich dann immer noch jeder Cacher
ordnungswidrig verhalten, wenn er in diesen Regionen seinem Hobby nachgeht
und wir haben keine Bock uns dann ständig mit irgend welchen Selbsternannten
und Neunmalklugen Natur-, Wald-, Wild- oder sonst etwas Schützern auseinander
setzen zu müssen.
Wehret den Anfängen, dass ist in unseren Augen 1000mal effektiver... :D
Gruß,
angro+Frau
Mit den neunmalklugen Natur-, Wald-, Wild-, und sonst etwas Schützern hätte man sich doch schon viel eher auseinander setzen müssen. Im Übrigen sind die von dir beschriebenen "zu wenigen Caches" die Anfänge die du propagierst.
Unechter Cacher (Tm)

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Re: Geocachingverbot in Köln

Beitrag von angro » So 1. Jun 2014, 12:04

Weil das in der Vergangenheit wohl nicht ausreichend geschehen ist,
soll man es jetzt also auch gleich wieder sein lassen???
:???:

Das Problem scheint doch zu sein, dass es für Kommunen und Verbände
keine Ansprechpartner gab. Die Owner, die ihre Cache abgestimmt haben,
sind wohl klar in der Minderheit und nun ist die Situation so wie sie ist. Die
erste Anhörung in Köln ist Mitte des Monats... ;)
wer alles auf einmal will, macht alles auf einmal kaputt...

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blackbeard69
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Re: Geocachingverbot in Köln

Beitrag von blackbeard69 » So 1. Jun 2014, 12:16

angro hat geschrieben:Weil das in der Vergangenheit wohl nicht ausreichend geschehen ist,
soll man es jetzt also auch gleich wieder sein lassen???
:???:

Das Problem scheint doch zu sein, dass es für Kommunen und Verbände
keine Ansprechpartner gab. Die Owner, die ihre Cache abgestimmt haben,
sind wohl klar in der Minderheit und nun ist die Situation so wie sie ist. Die
erste Anhörung in Köln ist Mitte des Monats... ;)
Und genau deshalb gründet sich gerade ein lokaler Geocaching-Verein (siehe in diesem Fred), um mitwirken und Ansprechpartner sein zu können.

Davon abgesehen: Vor zehn Jahren konnte man noch jedem neunmalklugen Weltverbesserer sagen, man sei nur mal kurz austreten gewesen, heute weiß er was Geocaching ist und geht persönlich nachsehen, ob Du zufällig Plastik gesch... hast. Wie lange die Dose dann dort liegen bleibt, kann sich jeder denken, egal auf welcher wie geheimen Plattform sie gelistet ist.

Tempora mutantur, nos et mutantur in illis. Das ist nun mal so, ob es uns gefällt oder nicht.

Schönen Sonntag,
blackbeard69
Der Weg ist das Ziel; die Dose der Anlass, ihn zu gehen.

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Re: Geocachingverbot in Köln

Beitrag von KreuterFee » So 1. Jun 2014, 16:19

blackbeard69 hat geschrieben:
angro hat geschrieben:Weil das in der Vergangenheit wohl nicht ausreichend geschehen ist,
soll man es jetzt also auch gleich wieder sein lassen???
:???:

Das Problem scheint doch zu sein, dass es für Kommunen und Verbände
keine Ansprechpartner gab. Die Owner, die ihre Cache abgestimmt haben,
sind wohl klar in der Minderheit und nun ist die Situation so wie sie ist. Die
erste Anhörung in Köln ist Mitte des Monats... ;)
Und genau deshalb gründet sich gerade ein lokaler Geocaching-Verein (siehe in diesem Fred), um mitwirken und Ansprechpartner sein zu können.

Davon abgesehen: Vor zehn Jahren konnte man noch jedem neunmalklugen Weltverbesserer sagen, man sei nur mal kurz austreten gewesen, heute weiß er was Geocaching ist und geht persönlich nachsehen, ob Du zufällig Plastik gesch... hast. Wie lange die Dose dann dort liegen bleibt, kann sich jeder denken, egal auf welcher wie geheimen Plattform sie gelistet ist.

Tempora mutantur, nos et mutantur in illis. Das ist nun mal so, ob es uns gefällt oder nicht.

Schönen Sonntag,
blackbeard69
Aber warum sollte eine Lobbygruppe politischen Einfluss auf eine Verwaltung ausüben und was mich noch viel mehr interessiert, wer oder was legitimiert euch überhaupt?

Die Ansprechpartner für die Kommunen und Verbände gibt es bereits, seit dem es Geocaching gibt.
Der Owner ist für seine Dose verantwortlich und sonst keiner.

Übrigends, wenn eine Dose nicht lange liegen bleibt, dann gehört Sie da auch nicht hin.

Viele Grüße
Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie mal war.
XD

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blackbeard69
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Re: Geocachingverbot in Köln

Beitrag von blackbeard69 » So 1. Jun 2014, 17:59

KreuterFee hat geschrieben:Aber warum sollte eine Lobbygruppe politischen Einfluss auf eine Verwaltung ausüben und was mich noch viel mehr interessiert, wer oder was legitimiert euch überhaupt?
Das selbe wie beim Eifelverein oder jedem anderen Wanderverein: Die führen auch keine Volksbefragung durch, bevor sie einen offiziellen Wanderweg mit dem Forstamt abstimmen. Und ich habe noch nie einen erlebt, der sich auf den Wanderweg stellt und die Leute fragt, mit welcher Legitimation irgendein Wanderverein seinen Wanderweg gerade hier legt.

Wenn Dir das nicht passt, werde Mitglied und beteilige Dich. Und wenn Dir das auch nicht passt, lass es halt bleiben.
KreuterFee hat geschrieben:Die Ansprechpartner für die Kommunen und Verbände gibt es bereits, seit dem es Geocaching gibt.
Der Owner ist für seine Dose verantwortlich und sonst keiner.

Übrigends, wenn eine Dose nicht lange liegen bleibt, dann gehört Sie da auch nicht hin.
Ich sehe, Du lebt immer noch ein Stück weit im Gestern und hast den Unterschied zwischen Theorie und Praxis noch nicht wirklich begriffen. Dumm nur, dass die Kommunen und Ämter mittlerweile Bescheid wissen und am längeren Hebel sitzen.
Der Weg ist das Ziel; die Dose der Anlass, ihn zu gehen.

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Re: Geocachingverbot in Köln

Beitrag von radioscout » So 1. Jun 2014, 18:27

Was ich nicht verstehe: Köln ist nicht irgendein kleines Dorf. Es ist die größte Stadt in NRW und die viertgrößte in .de. Ein Geocaching-Verbot in K sollte auch über die Stadtgrenzen hinaus bemerkt werden und zum Nachdenken anregen.

Aber genau das scheint nicht zu passieren. Genau die Art von Dosen, die kritisiert wird und wahrscheinlich zu dem Verbot geführt hat, wird weiterhin versteckt.

Anstatt Vereine zu gründen, die nur versuchen können, Verbote zu verhindern oder abzumildern sollten wir alle dafür sorgen, daß es keine Gründe mehr für Geocachingverbote gibt.
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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