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Reflektoren am Baum

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?

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rs-sepl
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Re: Reflektoren am Baum

Beitrag von rs-sepl » Fr 4. Mär 2011, 08:30

Auf alle Fälle sollte man wohl eher matten Lack nehmen, wenn das Gemalte tagsüber unsichtbar sein soll. Und für die Endanwendung auch keinen Nagellack (der glänzt eh).

Es gibt die Möglichkeit den getrockneten Glasperlen-Lack dann abzuschleifen bzw. bei Lackieren noch zusätzliche Perlen einzustreuen.

(Übrigens heißt es Mikrometer bzw. µm.)

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Re: Reflektoren am Baum

Beitrag von diluar » Fr 4. Mär 2011, 19:18

steingesicht hat geschrieben:die Glaskugeln liegen im Prinzip dicht an dicht, so dass nur eine minimale Menge Bindemittel dazwischen passt. Das Gleiche sollte auch für die Reflexfarge gelten: Viele Kuglen und grad nur so viel Lack, dass sie zusamman und am Untergrund kleben.
Ja, das würde wohl das beste Reflexergebnis bringen, aber dann kann man das ja nicht mehr pinseln, sondern müßte es als Paste in eine Tube füllen, ählich wie Tubenklebstoff.......warum rühren wir die Perlen eigentlich nicht in Klebstoff???

Nein, den Originallack habe ich nicht. Aber ich habe eine Menge Reflektoren, mit denen muß mein Ergebnis dann den Vergleich aufnehmen können. Meines Wissens ist der Originallack (sowohl Swarodit reflektierende Farbe als auch der Lack vom Shop) als Grundfarbe Grau und tagsüber kaum sichtbar. Zum nachbauen wäre also ein wetterfester, matter, grauer Lack angesagt.

Langsam kriege ich doch Lust, weiter zu experimentieren.

Kann irgendjemand den Lack-Teil dieses Threads abtrennen und als eigenen Thread "Reflexlack" einstellen? Ich kann so was nicht, aber es geht ja nicht mehr um Reflektoren am Baum.

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Zuletzt geändert von diluar am Fr 4. Mär 2011, 19:41, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Reflektoren am Baum

Beitrag von diluar » Fr 4. Mär 2011, 19:35

rs-sepl hat geschrieben:
(Übrigens heißt es Mikrometer bzw. µm.)
Ja, stimmt, ich meine Mikrometer, kann aber die Einheit mit dem Griechischen Buchstaben [My] nicht darstellen. Mykrometer gibt es laut meinem Lexikon gar nicht. :ops:

Ich bin ja nur ein einfacher Forennutzer.

Aber es gilt doch immer: Wer Fehler findet, darf sie behalten, oder? ;)

Nachtrag: Die Drittbelegung der M-TAste hat ja das My! µ µ µ µ µ µ µ toll, hier lerne ich immer was dazu! :D

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rs-sepl
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Re: Reflektoren am Baum

Beitrag von rs-sepl » Fr 4. Mär 2011, 19:47

Das griechische "mü" erzeugst Du auf der Tastatur mit "AltGr+M". AltGr ist rechts von der Leertaste. :) edit: Siehste. geht doch. :)

Ich bin auch bisl am überlegen, ob ich mir jetzt mal so einen 90-180µm Eimer bestelle und bisl experimentiere. :D
Ich kenne das kommerzielle Zeugs nicht, aber der Lack sollte auf alle Fälle matt sein. Wenn er grau ist, kann man ihn schon mal nicht überall draufpinseln wenn man am Tag nix sehen soll.
Klebstoff ist sicher auch ne Methode, aber wohl in Masse teurer, als Lack.

Blöd ist es dann, wenn die Sandstrahlperlen unpassende optische Eigenschaften (Brechungsindex) haben, so dass die eher mies reflektieren.

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Re: Reflektoren am Baum

Beitrag von diluar » Fr 4. Mär 2011, 19:59

rs-sepl hat geschrieben: Blöd ist es dann, wenn die Sandstrahlperlen unpassende optische Eigenschaften (Brechungsindex) haben, so dass die eher mies reflektieren.

Also reflektieren tun die schon. Ich hatte schon so einige auf dem Tisch und dem Balkon rumliegen. Meiner Erfahrung nach ist es um so besser, je größer sie sind. 90 - 180 µm ist recht klein. Auf der Seite die weiter oben als Link angegeben war, stand ja was von bis zu o,5mm, dass müßten dann ja 500 µm sein? Also die Kategorie 240 - 420 halte ich schon mal für gut. Ich habe aber auch ein Tütchen mit der Größe 600 - 850µm hier liegen also 0,6-0,85mm, das ist für die Reflexion noch besser, aber halt vielleicht für die Verarbeitung schlechter?
Also schön, ich besorge mir einen geeigneten Lack und rühre Glasperlenpasten an, die man dann mit einem Spatel in die Rindenritzen an Bäumen schmieren kann. Man sehen, was daraus wird.

Gruß diluar

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Re: Reflektoren am Baum

Beitrag von diluar » Fr 4. Mär 2011, 20:04

rs-sepl hat geschrieben: aber der Lack sollte auf alle Fälle matt sein. Wenn er grau ist, kann man ihn schon mal nicht überall draufpinseln wenn man am Tag nix sehen soll.
Klebstoff ist sicher auch ne Methode, aber wohl in Masse teurer, als Lack.
Ich denke, farblos ist aber auch nicht das Wahre. Ein Hellgrau garantiert doch, dass die Perlen einen Hintergrund haben, der eine helle Reflexion ermöglicht. Wenn ich Perlen in durchsichtigem Bindemittel auf eine dunkelbraune Stelle streiche, dürfte das so viel reflektieren wie eine dunkelbraune Reflexfolie - und das ist recht mies. Schau mal bei meinem "Reflektorentest" http://www.geocaching.com/seek/cache_de ... 88b08898b6 da wird regelmäßig schon über die roten Reflektorpins schlecht geurteilt - und die sind ncoh viel heller als z.B. blaue oder braune! Ich habe die Farbmusterkarte von Oralite und kann sie daher im dunklen Zimmer im direkten Vergleich anschauen. Dunkle Folien sind einfach mies.
Ähnliches befürchte ich auch für Klarlack auf dunklen Flächen.

Diesen Cache habe ich als Teststrecke ausgelegt. Es werden verschiedene Formen und Farben von Reflektoren gegeneinander getestet (immer Doppelreflektoren. Die bisherigen Ergebnisse der Bewertungen (ausgefüllt Bewertungskarten der Cache-Finder) habe ich hier http://www.perfekt-versteckt.de/Nachtca ... ntest.html zusammen gefasst. Aber regelmäßig stehen Kommentare dabei, die die rote Reflektorstrecke in Grund und Boden verurteilen. (Lediglich ein Team fand die roten am besten, weil am schwierigsten zu sehen).

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Re: Reflektoren am Baum

Beitrag von rs-sepl » Fr 4. Mär 2011, 20:16

Rein theoretisch sollte die Hintergrundfarbe der Perle, also die Lackfarbe ja egal sein, denn die Reflexion geschieht ja durch Totalreflexion in der Kugel. Wenn jetzt aber der Lack denselben Brechungsindex hat bzw. die Differenz eher gering ist, dann reflektiert nix oder nur wenig. Deswegen wird auf den Herstellerseiten auch immer was von hohen Brechungsindex geschrieben und zB ZrO2 statt Glas genommen.
Soweit zumindest mein Halblaienwissen. ;)

Das schwarze Folie (zB von Oralite) schwächer reflektiert als weiße von 3M stimmt. Nur verwende ich die schwarze Folie liebend gern bei meinen NCs, denn man sieht das Zeug trotzdem sehr gut, dafür am Tag nicht. Kommt also auf die Bauweise des NCs an.

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Re: Reflektoren am Baum

Beitrag von diluar » Fr 4. Mär 2011, 20:30

Dass die Reflexion unabhängig von der Farbe in der Glaskugel erfolgt, leuchtet mir ein; den Strahlengang kann ich mir vorstellen. Was mir dann nicht mehr klar ist, ist die Frage, warum man dann nachts trotzdem die Folienfarben sieht, und nicht den "Farbton" seiner Taschenlampe (inzwischen meist leicht bläulich, weil LEC-Lampe).
Jedenfalls lohnt es sich aufgrund dieses Argumentes, den klaren Lack auszuprobieren (wieso nehmen dann die Profis grau??? Muß doch einen Grund haben), vielleicht ist der für unsere Zwecke gut und sogar besser als grau.

Dunkle Folien bei NCs sind Geschmackssache, ich tue mich sehr schwer, im Dunkeln zu sehen und mag helle Reflektoren. Im Übrigen fällt ein kleiner weißer Punkt auf einem Baum oder wo auch immer auch tags nicht auf, wenn man ihn nicht direkt sucht. Der sieht halt aus wie Vogelsch... Rote und gelbe oder sonstwie farbige Pins sind viel auffälliger, weil unnatürlich. Aber das ist eine andere Diskussion und kann in einem anderen Thread geführt werden. ;)

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Re: Reflektoren am Baum

Beitrag von diluar » Fr 4. Mär 2011, 20:37

rs-sepl hat geschrieben: und zB ZrO2 statt Glas genommen.
Was ist ZrO2? Ich hätte zwar einen Römpp (für die Nichtchemiker: Lexikon der Chemie bzw. Chemiker-Bibel) zur Hand aber vermutlich kannst du mir das schneller sagen als ich nachschlagen kann?
Bei den Folien heißt es doch immer "Mikroglasperlen" und darum denke ich, dass es sich auch tatsächlich um Glasperlen handelt? Auch die vielen Verkehrsleiteinrichtung die so im Boden befestigt werden, Knubbel mit Reflektoren drin, enthalten Glasperlen (z.T. sogar richtig große). Und ich dachte die modernen Reflektoren an den Leitpfosten hätten auch Glasperlen (ältere haben diese Prismen-Riffel-Fächen, auch schön aber nicht so hell wie die neuen).

ratlose diluar
Zuletzt geändert von diluar am Fr 4. Mär 2011, 20:45, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Reflektoren am Baum

Beitrag von diluar » Fr 4. Mär 2011, 20:43

O.K. mein Römpp war schneller:
Zirconiumdioxid wird auch als Schleifmittel eingesetzt (also müßte man es in Perlenform bekommen können). Es wird aber auch eingesetzt als Trübungsmittel für Email und Glas (also wäre es nicht so klar wie Glas). Andererseits als Ersatz für Schmuckdiamanten, was wieder auf eine mehr als glasklare Reinheit tippen läßt.

Wenn uns also Glasperlen nicht ausreichen, können wir uns ja mal um ZrO2-Perlen (Zirconiumdioxid-Perlen) bemühen. Zweifellos findet sich im www eine Quelle auch dafür.

diluar

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