Diese Website existiert nur weil wir Werbung mit AdSense ausliefern.
Bitte den AdBlocker daher auf dieser Website ausschalten! Danke.

Der erste Nachtcache - ein paar Fragen

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?

Moderatoren: carhu, Lakritz

FoxoFrutes
Geonewbie
Beiträge: 3
Registriert: Mi 31. Okt 2012, 11:50

Der erste Nachtcache - ein paar Fragen

Beitrag von FoxoFrutes » Mi 31. Okt 2012, 12:01

Hallo zusammen,

ich bin nun seit ca. 1,5 Monaten aktiv am Cachen und das Fieber hat mich absolut gepackt. Nun wollte ich heute Abend mit zwei Kollegen meinen ersten Nachtcache angehen. Allerdings habe ich jetzt, da ich ein wenig über NCs gelesen habe, doch ein paar Fragen:

1. Wie stark muss die Taschenlampe sein? Ich besitze zwar eine MagLite, allerdings schon ein Modell, das einige (5?) Jahre alt ist und meines Wissens kein LED-Leuchtmittel verwendet. Ich würde sie zwar als "sehr hell" einstufen, aber ich habe ja keine Ahnung wie stark diese Reflektoren angestrahlt werden müssen um erkannt zu werden. //Edit: Nach kleiner Recherche glaube ich, dass meine MagLite mit "4D" korrekt bezeichnet ist.

2. Wie hoch ist die Gefahr durch Jäger? Man liest ja allerlei Geschichten von Menschen in Maisfeldern die plötzlich erschossen werden. Das wollen wir natürlich tunlichst vermeiden. Nun würde ich gerne realistisch einschätzen können wie hoch die Gefahr ist. Gibt es irgendwo eine Art Karte, auf der Jagdgebiete verzeichnet sind, so dass man diese umgehen kann? Geht ihr mit reflektierender Weste in den Wald? Oder reicht der Leuchtkegel meiner Lampe dem Jäger zu zeigen dass ich keine Sau bin?

3. Wie hoch ist die Gefahr für/durch Tiere? Ebenso wenig bin ich natürlich an einem Treffen mit einem Eber (Habe gelesen Paarungszeit beginnt momentan). Und natürlich möchte auch ich kein Tier irgendwie belästigen. Was muss ich beachten wenn ich doch mal von den festen Wegen runter muss?

Ich hoffe sehr, dass jemand ein paar Antworten hat, die mich beruhigen können. Aktuell ist so ein NC in meiner Vorstellung nämlich eine totale Gratwanderung :)

Vielen Dank und Grüße

FoxoFrutes

Werbung:
Benutzeravatar
Schnueffler
Geoadmin
Beiträge: 9652
Registriert: Mi 7. Jul 2004, 08:08
Ingress: Enlightened
Wohnort: Rheinstetten
Kontaktdaten:

Re: Der erste Nachtcache - ein paar Fragen

Beitrag von Schnueffler » Mi 31. Okt 2012, 12:14

Nicht immer ist eine starke Lampe die Beste. Viele starke Lampen überstrahlen auch die Reflektoren.
Bild
Schnueffler's Blog
- Aktuelles aus der Cacherszene

Benutzeravatar
Kalleson
Geowizard
Beiträge: 1799
Registriert: Fr 3. Jul 2009, 17:25
Ingress: Enlightened
Wohnort: Fast Ostfriesland

Re: Der erste Nachtcache - ein paar Fragen

Beitrag von Kalleson » Mi 31. Okt 2012, 12:35

Ein paar Antworten zu deinen Fragen:
FoxoFrutes hat geschrieben:1. Wie stark muss die Taschenlampe sein? Ich besitze zwar eine MagLite, allerdings schon ein Modell, das einige (5?) Jahre alt ist und meines Wissens kein LED-Leuchtmittel verwendet. Ich würde sie zwar als "sehr hell" einstufen, aber ich habe ja keine Ahnung wie stark diese Reflektoren angestrahlt werden müssen um erkannt zu werden.
Schnueffler hat zunächst einmal recht damit, dass eine hellere Taschenlampe nicht unbedingt immer besser ist. Generell ist jedoch anzumerken, dass die neuen LED-Taschenlampen deutlich heller sind, als beispielsweise deine MagLite. Wenn nichts besonderes im Cachelisting angemerkt ist, sollte deine TaLa jedoch ausreichen.

Häufig gibt es (je nach Vegetationsdichte) ohnehin Passagen bei Nachtcaches, bei denen man keinen Reflektor sehen kann. Im Zweifelsfall: Dem Weg folgen und auf den nächsten "Leuchtpunkt" hoffen.

Solltest Du Gefallen an Nachtcaches finden, würde ich die Anschaffung einer kleinen, fokussierbaren LED-Lampe mit einer Linse empfehlen. (Nicht die Dinger mit mehreren LEDs, die aussehen wie ein Duschkopf - die taugen nichts!) Wenn es etwas "Gutes" sein soll, ist eine LED-Lenser P7 meist eine gute Wahl, ich habe aber auch gute Erfahrungen mit günstigen Lampen vom Discounter (ca. 10 €) gemacht.
FoxoFrutes hat geschrieben:2. Wie hoch ist die Gefahr durch Jäger? Man liest ja allerlei Geschichten von Menschen in Maisfeldern die plötzlich erschossen werden. Das wollen wir natürlich tunlichst vermeiden. Nun würde ich gerne realistisch einschätzen können wie hoch die Gefahr ist. Gibt es irgendwo eine Art Karte, auf der Jagdgebiete verzeichnet sind, so dass man diese umgehen kann? Geht ihr mit reflektierender Weste in den Wald? Oder reicht der Leuchtkegel meiner Lampe dem Jäger zu zeigen dass ich keine Sau bin?
Momentan wird in den Wäldern viel gejagt, da die Aufzucht der Jungtiere meist abgeschlossen ist. Allerdings finden momentan eher verstärkt Treib- und Drückjagden bei Tage statt.
Das Tragen einer Warnweste, oder reflektierender Kleidung würde ich empfehlen, denn schaden kann es nicht.
Solltet ihr erkennen, dass in dem Gebiet, in dem ihr unterwegs seid, heute Abend/Nacht gejagt wird (abgestellter Geländewagen mit verdächtigem Aufkleber, etc.), dann würde ich stark empfehlen, den Nachtcache zu verschieben!
Nicht nur aus Gründen der Sicherheit, sondern auch um den Jäger nicht zu stören. Denn es wäre nicht das erste Mal, dass ein Cache archiviert werden muss, weil Cacher die Jäger beeinträchtigen, bzw. keine Rücksicht auf diese nehmen.
FoxoFrutes hat geschrieben:3. Wie hoch ist die Gefahr für/durch Tiere? Ebenso wenig bin ich natürlich an einem Treffen mit einem Eber (Habe gelesen Paarungszeit beginnt momentan). Und natürlich möchte auch ich kein Tier irgendwie belästigen. Was muss ich beachten wenn ich doch mal von den festen Wegen runter muss?
Generell, aber im Besonderen nachts, sollte man sich im Wald ruhig verhalten und nicht laut lachend/rufend durch die Landschaft randalieren. ;)
Dieses bringt zwei Vorteile: Erstens wird das Wild wird weniger gestört und zweitens bemerkt auch ihr so eher, ob sich in eurer Nähe Tiere aufhalten. Denn die einzigen bei uns (wirklich) vorhandenen Tiere, die einem gefährlich werden können, wären Wildschweine... und diese sind meist nicht "auf Samtpfoten" unterwegs, sondern durchaus hörbar.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen...

Viel Spaß!
Bild

Duffy77
Geocacher
Beiträge: 162
Registriert: Do 14. Jul 2005, 11:18
Wohnort: Hamburg

Re: Der erste Nachtcache - ein paar Fragen

Beitrag von Duffy77 » Mi 31. Okt 2012, 12:44

Zu der aussage sich ruhig zu verhalten möchte ich noch anmerken, dass zu ruhig auch negativ sein kann.
Wenn das Wild den Menschen kommen hört, dann kommt es zu keiner Überraschung und das Wild kann vorher flüchten .
Das heißt jetzt nicht, dass Uhr laut sein sollt. Einfach normal verhalten und nicht durch den Wald schleichen.
My2cent
Bild

Benutzeravatar
Kalleson
Geowizard
Beiträge: 1799
Registriert: Fr 3. Jul 2009, 17:25
Ingress: Enlightened
Wohnort: Fast Ostfriesland

Re: Der erste Nachtcache - ein paar Fragen

Beitrag von Kalleson » Mi 31. Okt 2012, 12:45

Duffy77 hat geschrieben:Zu der aussage sich ruhig zu verhalten möchte ich noch anmerken, dass zu ruhig auch negativ sein kann.
Wenn das Wild den Menschen kommen hört, dann kommt es zu keiner Überraschung und das Wild kann vorher flüchten .
Das heißt jetzt nicht, dass Uhr laut sein sollt. Einfach normal verhalten und nicht durch den Wald schleichen.
My2cent
Jepp.
Bild

Benutzeravatar
raziel28
Geomaster
Beiträge: 915
Registriert: Fr 16. Sep 2011, 12:31
Wohnort: Wohnort

Re: Der erste Nachtcache - ein paar Fragen

Beitrag von raziel28 » Mi 31. Okt 2012, 12:56

FoxoFrutes hat geschrieben:
1. Wie stark muss die Taschenlampe sein? Ich besitze zwar eine MagLite, allerdings schon ein Modell, das einige (5?) Jahre alt ist und meines Wissens kein LED-Leuchtmittel verwendet.
Ich bin meinen ersten Nachtcache ebenfalls mit einer, wie ich meinte, guten MagLite angegangen, taugte aber aus mehreren Gründen nicht. Bei den alten Mags mit Glühbirne halten die Akkus nicht lange durch, die Leuchtstärke nimmt kontinuierlich ab.

ABER, ist ein NC noch recht neu oder hat gerade erst eine Wartung hinter sich, sprich, sind die Reflektoren neu, reicht auch eine Mag, wenn sie nicht das alleinige Leuchtmittel der Nacht ist. Es empfiehlt sich zusätzlich eine moderate Stirnlampe, damit Du den Weg etwas ausleuchten kannst.

Und immer an genügend Ersatzakkus denken.
2. Wie hoch ist die Gefahr durch Jäger? Man liest ja allerlei Geschichten von Menschen in Maisfeldern die plötzlich erschossen werden.
Das ist mir noch nicht passiert :D
Wir haben gerade um Vollmond, da wird schon auch nach der Dämmerung gejagd.
Also, am Parkplatz angekommen, aussteigen und mal hören.
Abgestellte Geländewagen können zwar auch ein Indiz sein, bei mir um den Wohnort pflegen die Jäger aber gerne bis zu ihren Hochsitzen hinzufahren.
3. Wie hoch ist die Gefahr für/durch Tiere? Ebenso wenig bin ich natürlich an einem Treffen mit einem Eber (Habe gelesen Paarungszeit beginnt momentan). Und natürlich möchte auch ich kein Tier irgendwie belästigen.
Salopp gesagt, die bemerken Dich, bevor Du sie bemerkst. Mit der Zeit bekommst Du aber auch ein Gefühl dafür. Wo Eichen stehen ist meist auch der Boden stark aufgewühlt -> Da sind Sauen zugange.
Viel öfter sehe ich Füchse, bzw. ich sehe hochbewegliche Reflektoren :D
Von Füchsen geht in aller Regel keine Gefahr aus, aber wundere Dich nicht, wenn sie Dich recht nah heran kommen lassen, sie verlieren ihre Scheu immer mehr, gerade in ortsnahen Wäldern.
Was muss ich beachten wenn ich doch mal von den festen Wegen runter muss?
Wenn Du nicht gerade auf FTF-Jagd bist kannst Du oft den kürzesten Pfad ab des Weges schon sehen, wenn Du solange auf dem festen Weg bleibst, bis der GPS-Pfeil rechts oder links von Dir zeigt. Wenn an dieser Stell partout keine Aktivitätsspur der Vorgänger zu sehen ist, empfiehlt es sich manchmal, doch etwas weiter auf dem Weg zu bleiben, es kann sein, daß ein paar Meter weiter doch noch eine sinnige Abzweigung kommt.
Ich hoffe sehr, dass jemand ein paar Antworten hat, die mich beruhigen können. Aktuell ist so ein NC in meiner Vorstellung nämlich eine totale Gratwanderung :)
Das hängt auch stark vom Nachtcache selbst ab.
Bild

Benutzeravatar
Zappo
Geoguru
Beiträge: 7955
Registriert: So 29. Jan 2006, 10:12
Wohnort: Schröck bei Karlsruhe

Re: Der erste Nachtcache - ein paar Fragen

Beitrag von Zappo » Mi 31. Okt 2012, 14:02

raziel28 hat geschrieben:...Salopp gesagt, die bemerken Dich, bevor Du sie bemerkst......
In DER Jahreszeit sowieso - bei dem Laub auf dem Boden genügt es, wenn Du einfach nicht schleichst......
raziel28 hat geschrieben:.. Wenn Du nicht gerade auf FTF-Jagd bist kannst Du oft den kürzesten Pfad ab des Weges schon sehen, wenn Du solange auf dem festen Weg bleibst, bis der GPS-Pfeil rechts oder links von Dir zeigt. Wenn an dieser Stell partout keine Aktivitätsspur der Vorgänger zu sehen ist, empfiehlt es sich manchmal, doch etwas weiter auf dem Weg zu bleiben, es kann sein, daß ein paar Meter weiter doch noch eine sinnige Abzweigung kommt.
SO mach ichs auch bei nicht-NCs- mehr als nötig Querfeldein muß ja nicht sein - und schneller ist das auch meist.

Gruß Zappo
------------------------------------------
"Wer schneller lebt, ist früher fertig"

Thaliomee
Geowizard
Beiträge: 2090
Registriert: Fr 24. Okt 2008, 09:52

Re: Der erste Nachtcache - ein paar Fragen

Beitrag von Thaliomee » Mi 31. Okt 2012, 14:40

Hallo,
auch wenn es selbstverständlich ist: Man kann die Fragen einfach nicht wirklich beantworten. Zur Taschenlampe wurde schon etwas gesagt, es gibt Caches die kann man quasi mit ner Kerze machen, für andere braucht man extrem helle Lampen (die bei wieder anderen blenden).
Jäger gibt es, haben auch schon einen getroffen (er saß auf dem Hochsitz). Wir haben dann gesagt, dass wir eben woanders spazieren gehen und nicht stören wollen.
Hier (Ruhrgebiet) ist die Chance auf die Polizei zu treffen natürlich viel größer, je nachdem wo man sich rumtreibt.
Wenn man sich unterhält kommen alle möglichen Begegnungen zutage, Liebespaare, Angler, Landstreicher, Zelter, Polizei... irgendwie immer das was man grade nicht erwartet.

lg
Thali

Benutzeravatar
raziel28
Geomaster
Beiträge: 915
Registriert: Fr 16. Sep 2011, 12:31
Wohnort: Wohnort

Re: Der erste Nachtcache - ein paar Fragen

Beitrag von raziel28 » Do 1. Nov 2012, 00:21

Zappo hat geschrieben:SO mach ichs auch bei nicht-NCs- mehr als nötig Querfeldein muß ja nicht sein - und schneller ist das auch meist.
So sehe ich das auch. Man muss ja nicht der frömmste Geocacher aller Zeiten sein, aber auch nicht der dümmste :D
Bild

Silberkorn
Geocacher
Beiträge: 140
Registriert: So 8. Mär 2009, 21:55

Re: Der erste Nachtcache - ein paar Fragen

Beitrag von Silberkorn » Di 19. Feb 2013, 20:31

Schnueffler hat geschrieben:Nicht immer ist eine starke Lampe die Beste. Viele starke Lampen überstrahlen auch die Reflektoren.
Genau aus diesem Grund macht es IMHO durchaus Sinn eine starke handliche LED Lampe mitzunehmen
die mehrere Helligkeitsstufen hat. Da kann man dann frei wählen zwischen Flakbeleuchtung und Glühwürmchenmodus. Ganz wie es einem beliebt.

Ich persönlich bin im Moment Fan von der Armytek Predator. Nicht ganz billig aber es lassen sich die unterschiedlichen Helligkeitsstufen sogar frei programmieren und das Ding hat einen sehr weit leuchtenden Strahl. Handlich ist sie auch.

Sicher eine Anschaffungs für's Leben :-)

Antworten