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Cacheevents - die Abrechnung

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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cuda01
Geocacher
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Cacheevents - die Abrechnung

Beitrag von cuda01 » So 28. Aug 2011, 01:24

hmmmm, also ich überlege ernsthaft mich weiterhin nicht mehr offen zum geocachen zu bekennen.
Nachdem ich gestern und heute mal auf dem Geocoinfest in Köln vorbeigeschaut habe stelle ich für mich, daß wir nach der Gamescom den zweiten Auflauf von totalen Nerds in unserer Stadt haben.

Logo gibt es Ausnahmen und ich versuche auch nicht alle über einen Kamm zu scheren, was mir anhand der heutigen Eindrücke jedoch verdammt schwer fällt.

Alles was ich nun schreibe hat nichts mit der Orga und der Idee des Events selber zu tun. Dafür habe ich vollste Hochachtung und so wie ich es mitbekommen habe wird dort ein Super-Job gemacht.

hier ein paar Impressionen:

größere Gruppen die allesamt mit "Outdoorjacken" im trendigen grau/taubengrau/hellschwarz vornehmlich auf ihr GPS stierend durch Kölns Straßen ziehen und dabei rein gar nichts von ihrer Umwelt mitbekommen.
alleine dieses Bild hat sich bei mir so verankert das ich jetzt Spiegelübungen mache um bei zukünftiger Cachesuche nicht annähernd so auszusehen.

Paare die aus goldmetallic-farbenen Autos austeigen und sich anscheind vorher abgesprochen haben keinenfalls der Restbevölkerung zeigen zu wollen wer denn bitte von den beiden der Mann und wer die Frau ist. Quasi neutral auf jeden Gebiet.

weibliche Personen denen es nicht zu peinlich ist rings um die Eventlocation sich unter jedes Auto zu legen um keinenfalls einen noch so unwichtigen TB-Aufkleber zu übersehen.

Kritiklose Dosensuche solange der Statistikpunkt mitgenommen werden kann.

Familien bei denen ich dringend hoffe das die Kinder auch noch andere Hobbies verfolgen als nur das geocachen und noch dringender dem Nachwuchs rate der Tarnklamottensammelfamlilienbestellung der Großen spätestens mit eintreten der Pubertät zu entkommen

radfahrende Personen (ich war übrigens auch mit dem Rad da) die auf einem riesigen Areal plötzlich neben mir stehen und zu mir sagen
"na suchste auch einen Parkplatz?" -
"hähhh? wie bitte? Stell die Kiste doch irgendwo hier ab..."
"ist der Martin schon da"
"was fürn Martin?"
"der die Firma hat"
"hier sind mehrere Firmen, was möchstest du?"
"der die Coins herstellt"
"kenne ich nicht"
"ich kenne den aber"
"schön für dich"

das alles begab sich 2 Stunden vor dem eigentlichen Eventanfang...

...ich habe mich aufs Rad gesetzt und bin verwirrt und verstört die 10km nach Hause gefahren...

ich gehöre hier nicht hin. :???:

PS: es ist doch immer wieder schön welche Wirkung doch so ein Rucksack zeigt..
Damit ausgerüstet sieht Papi und die Mami mit einem Schlag aus wie zu Schulzeiten.
Ein wahrer Jungbrunnen.

so und jetzt gehe ich wieder für mich slow-cachen...und Events sind ab sofort gestorben.

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Die Baumanns
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Re: Cacheevents - die Abrechnung

Beitrag von Die Baumanns » So 28. Aug 2011, 07:42

Das ist der Grund warum ich mich für diese Rummelveranstaltungen nicht so ganz begeistern kann.
Selbst Stammtische mit 250 Personen stoßen mich ab, zumindestens wenn Sie in geschlossenen Räumen sind.

Ich kann Dich gut verstehen, bei dem Garmin Festival waren solche Dinge schon zu erkennen.

Gruß GUido
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten! (Dieter Nuhr)
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Re: Cacheevents - die Abrechnung

Beitrag von Sani » So 28. Aug 2011, 08:47

Aaaahh, da bin ich ja froh, dass ich nicht alleine bin.

Mit kleinen Events hab ich ja kein Problem, aber auch da fühl ich mich teilweise schon fehlplaziert.
Bisher hab ich nur ein MegaEvent auf meiner Liste, und das wird wohl auch das einzige bleiben.

Vielleicht denken sich viele von den Mega-Besuchern auch: "Ist doch nicht meine Stadt, da kann ich die Caches ja einfach so heben. Mir doch egal, ob die Muggel das mitbekommen."

Wer es Mega mag, soll da meinerhalben gerne hingehen, aber mein Fall ist das einfach nicht.

Ciaoi..
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D-Thorolf
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Re: Cacheevents - die Abrechnung

Beitrag von D-Thorolf » So 28. Aug 2011, 09:10

cuda01 hat geschrieben:Nachdem ich gestern und heute mal auf dem Geocoinfest in Köln vorbeigeschaut habe stelle ich für mich, daß wir nach der Gamescom den zweiten Auflauf von totalen Nerds in unserer Stadt haben.
Jetzt mußt du aber aufpassen, dass du nicht wie RTL in ein paar Tagen eine Entschuldigung durch deinen Pressesprecher formulieren mußt :p
cuda01 hat geschrieben:Logo gibt es Ausnahmen und ich versuche auch nicht alle über einen Kamm zu scheren, was mir anhand der heutigen Eindrücke jedoch verdammt schwer fällt.
Ist doch wie überall - ob nun Mega oder Stammtisch oder, im richtigen Leben ® in der Kneipe, "Lounge", Stadion: Mindestens 50% der anwesenden Personen haben das Potential, dass man sich denkt: Oh mein Gott :shocked:

Ausnahme ist natürlich das Lieblings-Mega, -Stammtisch, -Kneipe, -"Lounge", -Stadion. Da sind natürlich nur Leute die man toll findet :lachtot:

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Re: Cacheevents - die Abrechnung

Beitrag von MadCatERZ » So 28. Aug 2011, 09:49

Puuuh, und ich dachte schon, ich sei der einzige, der Teile der Community sonderbar findet.
Interessanterweise finde ich sowohl bei Newbies als auch bei alten Hasen immer wieder Exemplare, denen ich nicht nachts im Wald begegnen möchte :p

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Re: Cacheevents - die Abrechnung

Beitrag von Zappo » So 28. Aug 2011, 10:39

Abgesehen von der schönen Schilderung - dIe Erkenntnis ist nicht neu:

NUR WEIL EINIGE DEN GLEICHEN QUATSCH WIE ICH MACHEN, MÜSSEN SIE NOCH LANGE NICHT IN ORDNUNG SEIN.

Gruß Zappo
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Re: Cacheevents - die Abrechnung

Beitrag von UF aus LD » So 28. Aug 2011, 13:36

Schön geschrieben, deine Eindrücke und wieder Wasser auf meine Mühlen, das ich mich von solchen "Menschen-(Cacher)-Aufläufen" weit fern halte ........
Ich habe heute im Wald gesucht, 3 Jogger und 2 Hunde-Muggel getroffen das eine oder ander Schwätzchen gehalten, einen wunderschönen Friedewald umrundet und durchquert, die Sonne, die Ruhe, die "Denkmalschnitzereine" und die Luft genossen ... und da lagen auch noch das ein oder andere Döschen.
Gruß aus der Pfalz
Uwe

Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

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Re: Cacheevents - die Abrechnung

Beitrag von MadCatERZ » So 28. Aug 2011, 17:31

Ich war bisher einmal einmal mit einem Rudel unterwegs, das hat schon Spass gemacht, aber wohl eher, weil ich mit den Leuten schon aus Vorcachertagen befreundet bin.
Es wäre schon schön, einen Cachekumpel aus der Gegend zu haben, mit dem man ab und an gemeinsam auf Tour gehen kann, aber mehr muss echt nicht sein.

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Cacheevents - die Abrechnung

Beitrag von Trracer » So 28. Aug 2011, 18:37

cuda01 hat geschrieben:hmmmm...
Alter Falter mein tiefsten Respekt, jetzt hast Du mal ausgesprochen was einige denken, aber nicht zu sagen trauen. Mach Dich schon mal darauf gefasst, ausgegrenzt zu werden. :)

Aber Recht hast Du auch wenn es nicht alle Cacher betrifft, so ist der Anteil dieser Leute auf einem Megaevent sehr groß weshalb man wohl sagen kann, dass es die Mehrheit ist. Auch sehe auf Megas oder Events neben allerhand netten Leuten leider auch massig unfreundliche Geocacher. Da wird nicht Hallo gesagt, sondern einfach die Dose rübergereicht, noch besser ohne ein Wort des Grußes neben einem gesucht, man bei der Dose fast umgefahren usw, usw. Überhaupt ist schwer wenn man keine Tarnklamotten trägt, sich für Dosenfischersongs nicht richtig begeistern kann, eine Jeans trägt, statt der JW Hightech-Hose, ein Deo nutzt schwer in die "Szene" hineinzukommen, wenn man dann den Martin mit seinem Stand nicht kennt wirds nahezu unmöglich.

Ok war jetzt etwas übertrieben, enthält aber eine wahren Kern.

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Re: Cacheevents - die Abrechnung

Beitrag von kiozen » So 28. Aug 2011, 19:15

Im einem Nachbarforum wurde, zugegeben recht pseudo-klugscheißerisch, vor kurzem unter anderem gefragt "Was regt euch auf, wenn ihr draußen seid?". Die Antwort war der Knüller: "immer die anderen"

Ich wundere mich, warum man zu so einem Event hingeht, obwohl man mit der Szene nichts anfangen kann. Nur um dann darüber abzulästern? Braucht man das zum Cachen? Nö. Also lass es doch einfach bleiben und mach dein Ding, wie Du es für richtig hältst. Aber nachträglich doof über die Leute lästern macht dich keinen Deut besser. Im Windschatten der "Freaks" sind nämlich auch immer die Leute zu finden, die es nötig haben sich darüber zu echauffieren, als ob der Weltuntergang bevorsteht. Insofern bist Du ein fester, erwartbarer Bestandteil der ganzen Veranstaltung.

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