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Südkurier: Geocaching - Schatzsuche per Satellit

Käschdle suche dort, wo Schäfle, Kälble und Schiffle her kommt.

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KajakFun
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Re: Südkurier: Geocaching - Schatzsuche per Satellit

Beitrag von KajakFun »

Wenn ich als besorgter Bürger maskierte Gestalten die sich auffällig vor einer Bank und wenn es nur ne Parkbank ist herumlungern sehe dann rufe ich natürlich gleich die Polizei ;)
Natürlich gibt es auch nette Kinder die gefundene Caches liegen lassen oder wieder "weiterverstecken" :D
Heute bei einer kleinen Kontrollrunde festgestellt, dass die Dose nicht mehr an ihrem
Platz ist. Wie schade, dachte ich mir enttäuscht.
Habe dann eine kleine Runde über das Gelände gedreht und geschaut ob ich sie vielleicht irgendwo finde und tatsächlich: hinter einem Busch lag unsere Dose, unversehrt, mit Inhalt. Im Logbuch hatte (vermutlich) ein Kind geschrieben: "Mega gutes Versteck. Ich fand diese cache und werde es weiterverstecken. in: 20ct" Mit Datum und genauer Uhrzeit! Echt klasse Idee, aber halt den Sinn des geocachens doch etwas missverstanden!!!
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coronar
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Re: Südkurier: Geocaching - Schatzsuche per Satellit

Beitrag von coronar »

-jha- hat geschrieben: Tja, stattdessen wird jeder Muggel, der nicht bei 3 weitergegangen ist eingeweiht, dass man Geocaches sucht.
Und zur Sicherheit werden alle nochmal per Zeitungsartikel informiert, was sich ihn "Ihren" Wäldern, Grünanlagen und Parks tut, oder warum plötzlich Leute an den merkwürdigsten Stellen herumturnen. Damit sich auch ja blos genug Bedenkenträger melden, die beim Amt um Hilfe bitten, weil sie Angst um ihr Wild, ihre Bäume, ihre Wanderwegsschilder oder um ihre Denkmäler haben.
Oder damit man nicht sofort die Senfgrünen (ach ja, inzwischen sind sie blau) im Nacken hat, weil irgendjemand subversives Treiben bemerkt. Und dass nicht wegen einer Tupperdose ein Bombenräumkommando anrückt, weil irgendjemand sie dort gesehen hat und nichts damit anzufangen wußte. Jede Medallie hat da zwei Seiten. Und wa dabei raus kommt, wenn man nur auf eine schaut, das kann man bei Indiana-Jones begutachten.

Interessanterweise gibt es hier immer ein riesen Aufschrei, wenn mal was in der Presse landet, aber über die ganzen Blogger, die Fotos davon ins Netz stellen, wie sie unter Kanalbrücken hängen, regt sich niemand auf (im Gegenteil sind es oft diese, die sich hier aufregen). Weil Bloggen is ja cool. Und über den Komiker, der weiterhin ungeniert im Fernsehen herumspringt und damit die wohl größte Öffentlichkeit schafft (allerdings setzen sich seine Beiträge qualitativ auch deutlich von der breiten Masse ab), wird auch wohlwollend hinweg gesehen.
Ich finde die ganze NoPress-Diskussion inzwischen müßig, darüber sind wir einfach hinweg und das Thema ist zu öffentlich geworden. Ich finde den Zulauf neuer Cacher auch aus diversen Gründen nervig, aber es läßt sich nun mal nichts daran ändern. Und die meisten gehen irgendwann auch wieder.
Die Qualität der Artikel ist im Allgemeinen nicht von der Form, dass es sich lohnen würde, dieses Bohei darum zu veranstalten. Im Allgemeinen steht immer das gleiche drin und bei Überschriften wie "Schatzsuche per Sattelit", "GPS-basierte Schnitzeljagd" und ähnlichem lese ich in der Regel schon gar nicht mehr weiter. Meistens klingen die verwendeten Floskeln wie aus eine DPA-Pressemeldung. Ich glaube nicht, dass diese Artikel wirklich zu dem Hype beitragen.
Was wollte ich jetzt eigentlich sagen :???:
Ach ja, ich finde es zunächst einmal gut, dass Du Dich hier so umfangreich der Kritik stellst. Ich halte diese Kritik für inzwischen unbegründet und ein Relikt aus besseren Zeiten. Und ich würde mich freuen, wenn Du Dich als Textschaffende mal tiefer mit dem Thema auseinander setzt. Allerdings kenne ich Deine Plattform nicht und kann daher nicht beurteilen, ob die darin investierte Arbeit sinnvoll wäre.
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IrulanSky
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Re: Südkurier: Geocaching - Schatzsuche per Satellit

Beitrag von IrulanSky »

Ich bin jetzt nicht sicher, was du mit Plattform und so meinst, Coronar. Die Tageszeitung? ... Dort war das ganze letzte Woche nur ne "Eintagsfliege" und konnte aus Platzgründenweils Richtung Familie ging nur einen Teil aufgreifen und mal ein paar Basics umreißen. Ja, und was in Print war, landet halt noch online und bleibt dort im Archiv, aber sonst...
Ich cache inzwischen seit ein paar Monaten und es macht mir riesigen Spaß :) Das hat also lange vor dieser Themenseite in der Zeitung angefangen, aber weil ich cache und für den Sk arbeite, wurde ich halt so dazugeholt. Ich hab auch schon eigene Dosen gelegt und werd bestimmt nicht so schnell mit dem Cachen aufhören :)
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adorfer
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Re: Südkurier: Geocaching - Schatzsuche per Satellit

Beitrag von adorfer »

[quote="IrulanSky"
Ich cache inzwischen seit ein paar Monaten und es macht mir riesigen Spaß
[..] aber weil ich cache und für den Sk arbeite, wurde ich halt so dazugeholt. [/quote]
Ich stelle mir vor, die Artikel über Fußball würden von denjenigen geschrieben, die den Sport seit ein paar Monaten kennen.

Würde natürlich auch so manches erklären....
Aber im Ernst: Warum meinen gerade Leute, die kaum Überblick haben, sich für soetwas hingeben zu müssen? Vielleicht eben gerade WEIL sie keinen Überblick haben, welches die Konsequenzen ihres Handelns sein werden...
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IrulanSky
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Re: Südkurier: Geocaching - Schatzsuche per Satellit

Beitrag von IrulanSky »

Ich dachte, das hätten wir abgehakt... außerdem hatte ich ja schon mal geschrieben, wie alles kam und seit wann ich cache. Ist also nichts Neues.
KajakFun
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Re: Südkurier: Geocaching - Schatzsuche per Satellit

Beitrag von KajakFun »

..welches die Konsequenzen ihres Handelns sein werden...
Aus einem Provinzblattartikel irgendeine Gefahr fürs Geocaching heraufzubeschwören ist einfach lächerlich. Mit der zunehmenden Verbreitung von GPS Empfängern wird die Zahl der Geocacher und Leuten die das "Hobby" im Grünen einfach einmal ausprobieren wollen so oder so ansteigen.
Viel bedenklicher finde ich die Tendenz dass viele Cacher in ihrer Freizeit einfach nicht abschalten können und meinen sich über die Maximierung ihrer virtuellen Statistikpünktchen unter "Leistungsdruck" setzen müssen. :D
@-jha- erzähl doch mal wie es deinem Experimentalcache erging...der lag offen sichtbar an frequentierter Stelle und wurde weder gemuggelt noch durch Fremde geloggt. So schlimm kann demnach die Gefahr nicht sein.
Die Cachedichte ist zwischenzeitlich auch enorm angewachsen.
Ich denke dass sich auch das Verhältnis von Cacher zu Caches zugunsten der auffindbaren Caches verschoben hat und dass etablierte Caches heute eher weniger häufig geloggt werden wie früher. Lediglich der FTF Ansturm dürfte etwas stärker ausfallen. Ein FTF Cachertreffen ist ja auch nicht so übel. :cooler:
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coronar
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Re: Südkurier: Geocaching - Schatzsuche per Satellit

Beitrag von coronar »

Vielleicht sollte man zu jedem neuen Cache gleich ein Event anmelden. Aber das wird nun off-topic.

Die gestiegene Anzahl von Caches ist ein Grund, warum ich den Hype mir der Hype auf die Nerven geht. Es ist eine kritische Masse an Dosen erreicht worden, die Cachen irgendwie beliebig macht. Lagen früher in einem 10km-Bereich vielleicht 5-10 schlechte Tradis rum, so sind es jetzt 50 oder mehr. Wenn ich mich früher wochenlang an einem Mystery festgebissen habe, lege ich ihn jetzt zur Seite, wenn mich nicht nach 5 Minuten eine Lösung anspringt. Überhaupt ist es viel schwerer geworden, die guten Caches zu finden, die ich auch machen will. Schon wenn ich in einem Listing Dinge wie "Mein Erster" oder "wir wollten mal ausprobieren, wie das mit dem Dosenlegen so geht" lese, wird mir schon schlecht. Sicher, es gab auch schon früher schlechte Caches, aber das Verhältnis zu den guten ist einfach exobitant gestiegen. Andererseits werden Caches, die familientaglich sind (bei einem anderen, bei dem selbst die Extremcacher die Cachezeit eher in Wochen messen habe ich da kein Problem mit, dass er selten gefunden wird) und Logeinträge wie "absolutes Highlight" oder ähnliches haben nur ein bis zweimal im Jahr gefunden (während ein in der nähe befindlicher Tradi im Abwasserrohr einer Bushaltestelle zweistellige Fundzahlen pro Monat hat). Insgesamt entsteht einfach der Eindruck, dass Geocachen immer schlechter wird. Und daher weht dann auch der Wind, wenn sich einige immer wieder über die Newbies aufregen. Und wenn sich diese (das soll jetzt in keiner Weise persönlich sein) dann auch noch dazu hinreißen lassen, sich in der Öffentlichkeit zu Geocachingerklärern zu machen dann ist da so, als wenn der Erstklässler dem Kindergartenkind die Inhalte eines Magisterstudiums erklärt. Klar, dass der Magister selber dann nicht eben erbaut ist.
Klar gibt es auch immer wieder Newbies, die das Niveau heben, indem sie gute Cacheideen einbringen, sich aktiv an der Community beteiligen, und an guten Caches interessiert sind. Und es gibt auch ne Menge alter Hasen, die auch keine niveauvollen Caches gelegt haben. Insofern ist diese pauschale Sicht nur getrübt, aber zumindest nicht ganz von der Hand zu weisen. Ich hoffe, dass ich damit jhas konsequent ablehnende Haltung ein wenig mit Argumenten untermmauert habe. Ich kann mich dieser Argumentation auch nicht entziehen, möchte das aber nicht einzelnen wie Dir zum Vorwurf machen, insofern sei Dir selbst überlassen, ob Du Dich darin wiederfindest oder nicht. Ansonsten betrachte es einfach als Erweiterung Deines Erfahrungshorizontes, nichts anderes sind Meinungen anderer ja immer (wenn man sie zuläßt).

Zu Deinem Artikel: Ich habe ihn inzwischen gelesen und finde jetzt nicht, dass eine große "Gefahr" davon ausgeht. Ich finde durchaus, dass GC dazu dienen kann, Kinder mehr in den Wald zu kriegen, und aus dieser Richtung weht der Wind ja. Und der Opi, der mit Enkelin mal loszieht, um am Sonntag das mal auszuprobieren wird bestimmt nicht die Community sprengen. Insofern finde ich die Kritik hier ungerechtfertigt. Da gab es schon ganz andere Klopfer in der Presse (daher auch die gereizte Stimmung).
Wie bereits erwähnt, würde ich mir mal einen Artikel wünschen, der öffentlich macht, was GC alles sein kann, statt nur an der Oberfläche zu kratzen. Damit würde vielleicht der ein oder andere Newbie auch mal über sein "Ich mach mal auch einen"-Cache nachdenken, bevor er ihn legt. Aber wie Du ja bereits sagtest gibt das Deine Zeitung wohl nicht her. Vielleicht nehmen sich die Dosenfischer ja mal des Themas an.
"Mailand oder Madrid - hauptsache Italien" (A. Möller)
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Re: Südkurier: Geocaching - Schatzsuche per Satellit

Beitrag von IrulanSky »

Ja... ist natürlich immer so ne Sache... Für die Zwecke des Artikels hat mein Wissen erst mal gereicht, da es ja so Familien usw. hin gezielt hat. In diesem kleinen Ausschnitt war eh nur allgemeines und ein kleiner Überblick möglich. Nachtcaches zum Beispiel oder Lost Places kann man bei sowas allerhöchstens anreißen, aber eigentlich nicht mal das... Ich würde mein Geocaching-Wissen als sehr solide Basis bezeichnen, da gibt es natürlich noch einiges, von dem ich entweder nur in Grundzügen weiß, aber noch nicht gemacht habe oder Dinge, die mir auch noch gar nicht begegnet sind. Aber so ists ja immer - man findet sich langsam in neue Dinge ein.

Aber, ja... in einer Tageszeitung wie dem Südkurier wäre so ein Artikel, der wirklich ein umfassendes Bild zeichnet, nie möglich, schätze ich. Dazu wäre allein der Platz schon nicht da. Sowas müsste auch auf mehreren Seiten aufgezogen werden und eben nicht von ner Tageszeitung, sondern einem Magazin oder so gemacht werden.
KajakFun
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Re: Südkurier: Geocaching - Schatzsuche per Satellit

Beitrag von KajakFun »

Nachdem keine konstruktive Kritik zu dem Artikel kam und die ewige Diskussion Geocaching und Presse besser in einem allgemeinen Forum aufgehoben ist mache ich hier mal dicht.
KajakFun
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Re: Südkurier: Geocaching - Schatzsuche per Satellit

Beitrag von KajakFun »

Wenn Ihr euch hier nochmal klopfen wollt dann mach ich eben wieder auf...
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