22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

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Marschkompasszahl
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Re: 22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

Beitrag von Marschkompasszahl » Fr 5. Sep 2014, 12:49

@Fulsch: ich kenne die Lage nicht und will mir auch nicht anmaßen, die Art und Weise der Bergung zu kritiseren.


Die Kritik zielt vielmehr auf den Artikel, der da so hingekleckst wurde - ohne viel Nachdenken.

Als Autor sollte man sich doch grundsätzlich fragen: Was will ich mit solch einem Artikel erreichen?
Will ich nur kurz informieren - dann reicht das Abschreiben der Pressemeldung der Polizei/ Feuerwehr.
Will ich die Leser zunächst nur anlocken, neugierig machen und ggf. auf ein bezahlpflichtiges Angebot locken (à la Bild+)?
Oder will ich nebst Infos auch Hintergründe liefern?

Oftmals ist es eine Mischung aus allen dreien - und am Ende weiß man nur "Geocacher von Felsen eingeklemmt - große Rettungsaktion" = Geocaching ist gefährlich und verursacht zum Teil große Einsätze, für die die Allgemeinheit (Steuerzahler) aufkommen muss.

Wie gesagt: ich hätte gerne mehr erfahren:
1. wie ist es zu dem Unfall gekommen? Gab es einen Erdrutsch? oder ist die Person ausgerutscht und ganz blöd zwischen die Steine geraten?
2. warum kann man nicht eine Umgebung schaffen, bei der das Opfer nicht unnötig auskühlt und man so in Ruhe besser geeignetes Rettungsgerät zum Einsatz bringen kann?
3. inwiefern war Geocaching für diesen Unfall von Bedeutung? Musste diese Stelle passiert werden, lag dort ein Cache oder der Weg dahin? Oder ging man den vermeintlich einfachsten Weg, der sich als Falle erwies?

All das sind eben so Fragen, die mir durch den Kopf gehen, wenn ich mich mit solch einem Artikel beschäftige; insbesondere, wenn durch Foren/ Blogs speziell darauf hingewiesen wird.

Und das erwarte ich eigentlich auch vom Journalisten, der solch einen Artikel verfasst: dass er sie beantwortet und uns nicht damit im Regen stehen lässt.

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Re: 22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

Beitrag von Marschkompasszahl » Fr 5. Sep 2014, 12:55

Der Artikel auf SWR.de bringt wesentlich mehr Hintergrund:
Triberg - Stundenlang in Felsspalte eingeklemmt
Eine 22 Jahre alte Frau ist am Mittwoch bei Triberg im Schwarzwald abgerutscht und in einer Felsspalte steckengeblieben. Die junge Frau habe fast fünf Stunden in ihrer misslichen Lage ausharren müssen, ehe Hilfskräfte sie befreien konnten, sagte ein Sprecher der Bergwacht Schwarzwald am Donnerstag. Sie sei fast mit ihrem gesamten Körper in die Spalte gerutscht. Weil ihre Beine anschwollen, sei es der herbeigeeilten Feuerwehr zunächst nicht gelungen, die 22-Jährige zu retten. Erst die Bergwacht konnte sie am späten Mittwochabend mit Spezialgerät in Sicherheit bringen.
Quelle: http://www.swr.de/landesschau-aktuell/b ... 66/qmub61/

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Re: 22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

Beitrag von KMundS » Fr 5. Sep 2014, 12:55

Das Mädchen kann doch froh sein, überhaupt gefunden worden zu sein. Das Szenario ist ja fast dasselbe wie bei "127 Stunden". Die paar Schrammen sind bei der Hochzeit wieder vergessen :)
Mit Jägern gibt es kein Miteinander.

Irrtümer über die Jagd: http://forum.geoclub.de/viewtopic.php?p ... 0#p1174810

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Re: 22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

Beitrag von Eastpak1984 » Fr 5. Sep 2014, 14:19

Stand nicht irgendwo, dass sie in Begleitung unterwegs war? Da stelle ich mir das finden nun nicht ganz so schwer vor.
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Re: 22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

Beitrag von Fulsch » Fr 5. Sep 2014, 14:23

Ok, also wolltest du, Marschkompasszahl, nicht das Vorgehen kritisieren, sondern lediglich die fehlende Begründung, weshalb sich die Bergung so problematisch gestaltete. Da gebe ich dir recht, besser einen Tag später berichtet und dann fundiert, als ein solcher Schnellschuss.

Zu meinem Fehlverständnis, ich kenne mittlerweile die immer wieder auftretende Kritik am Vorgehen von Rettungskräften. Die Außenstehenden hinterfragen (was man ja auch in der in solchen Situationen auftretenden Hektik verstehen kann) alleine ja schon, wieso da jetzt gerade nur vier Personen was machen, drei mit bunten Westen zuschauen und anweisen und ein Großteil auf Befehle wartet. Ist aber eben kein Vorfall wie der andere und die Gesundheit geht immer erst vor. Mehr schreibe ich dann jetzt auch nicht mehr zu dem Thema, das gehört wohl eher in ein Blaulicht-Forum... ;-)
"Man kann zu allem eine Meinung haben - muss man aber nicht..." (Dieter Nuhr)

:down2:

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Re: 22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

Beitrag von Marschkompasszahl » Fr 5. Sep 2014, 14:26

KMundS hat geschrieben:Das Mädchen kann doch froh sein, überhaupt gefunden worden zu sein. Das Szenario ist ja fast dasselbe wie bei "127 Stunden".
Nur was hätte man - wenn fast der ganze Körper feststeckt - amputieren wollen?
Wir sind ja nicht bei der ISIS. :p

(sorry für meinen schwarzen Humor)

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Re: 22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

Beitrag von Marschkompasszahl » Fr 5. Sep 2014, 14:32

Fulsch hat geschrieben:Ok, also wolltest du, Marschkompasszahl, nicht das Vorgehen kritisieren, sondern lediglich die fehlende Begründung, weshalb sich die Bergung so problematisch gestaltete.
Genau. Vergleiche die beiden Pressetexte:
Text 1: es war zu kalt und zu dunkel, darum musste die Geocacherin mit viel Schmerzmittel da schnell rausgezogen werden
Text 2: durch das angeschwollene Knie ließ sich die Person nicht ohne weiteres herausziehen; es wurden zudem Spezialisten mit entsprechendem Gerät herangezogen, wodurch sich die Rettung zusätzlich verzögerte.

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Re: 22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

Beitrag von Fulsch » Fr 5. Sep 2014, 14:35

Das stimmt, ein "kleiner" Unterschied...
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22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

Beitrag von BenOw » Fr 5. Sep 2014, 14:42

Marschkompasszahl hat geschrieben:Will ich nur kurz informieren - dann reicht das Abschreiben der Pressemeldung der Polizei/ Feuerwehr.
In Gegenden ohne Berufsfeuerwehr und dort, wo die Hilfsorganisationen keine Einsatz-Pressesprecher vorhalten bzw. dessen Einsatzschwelle (meist erst ab Großlagen) noch nicht erreicht wurde, verfasst die Polizei i.d.R. die Pressemeldung. Und die ist von Taktik & Technik der Feuerwehr bzw. des Rettungsdienstes oft genauso weit entfernt, wie jeder beliebige Laie...traurig aber wahr.

Zudem schnappt der rasende Reporter noch das ein oder andere Gespräch auf (gerne dann von den Einsatzkräften, die weit hinten stehen, also auch keine Ahnung haben) und denkt sich den Rest nach seiner eigenen Logik dazu. Das wird noch mit der an sich kompetenten, aber vor Fachwörtern triefenden Auskunft des Einsatzleiters ergänzt (der parallel zum Interview noch tausend andere Dinge regeln muss). Schwupps, schon ist der Artikel fertig. Been there, seen that.

Ich wundere mich auch oft, welchen Einsatz die Zeitung beschreibt und ob ich nicht doch bei einem ganz anderen war. Manchmal werden tatsächlich Fakten zwischen mehreren Stories verwechselt (Notizen vertauscht?). Egal, Hauptsache die Zeitung ist voll. Morgen ist das eh' schon wieder veraltet, unwichtig, vergessen. Und wie Zappo schon anmerkte: das kenne ich aus eigener Erfahrung schon aus Zeiten vor Facebook & Co.
Marschkompasszahl hat geschrieben:Oder will ich nebst Infos auch Hintergründe liefern?
Der Wille ist meist schon da. Aber der Redaktionsschluss und die Platz-/Zeilenvorgabe drängt sehr wirkungsvoll.
Marschkompasszahl hat geschrieben:Wie gesagt: ich hätte gerne mehr erfahren:
Ich werde mal die Augen offenhalten, ob da noch ein Bericht in den Fachforen/-zeitschriften kommt.

Da ich nicht dabei war, ein paar fundierte Spekulationen zu Deinen Fragen:
Marschkompasszahl hat geschrieben: 1. wie ist es zu dem Unfall gekommen? Gab es einen Erdrutsch? oder ist die Person ausgerutscht und ganz blöd zwischen die Steine geraten?
Sieht nach letzterem aus. Ersteres hätte deutlich mehr Aufwand erfordert (schon allein die Absicherung).
Marschkompasszahl hat geschrieben:2. warum kann man nicht eine Umgebung schaffen, bei der das Opfer nicht unnötig auskühlt und man so in Ruhe besser geeignetes Rettungsgerät zum Einsatz bringen kann?
Meist entwickelt sich so ein Einsatz, d.h. dass man es erst auf die ein oder andere Weise versucht, falls das nicht klappt, dann auf die nächste Art. Die Zeit fliegt einem dabei schnell davon. Als erfahrener Einsatzleiter hat man sowas im Blick und fährt ggf. von Anfang an schon deutlich schwerere Geschütze auf, zumindest vorbereitend. Dabei muss man aber auch die Kosten bzw. den Aufwand bedenken. Und auch wenn man zu allem bereit ist: wenn sich das eben erst spät abzeichnet, was funktioniert und was nicht, dann hat man eben Pech. Beim nächsten Mal werden die Kollegen ihr Einsatzkonzept evtl. angepasst haben...(deshalb wäre ich gespannt, aus einem fundierten Einsatzbericht für mein Einsatzgebiet etwas zu lernen, dafür sind solche Berichte ja da).

Beim Thema Zeit darf man auch nicht vergessen, dass die Zeitangabe in der Zeitung oft nicht der Zeit entspricht, die wirklich vor Ort verbracht wurde. Die Einsatzmeldungen beinhalten meist die gesamte Einsatzzeit, also auch die Zeit zum Aufräumen, Zurückfahren und Säubern. Da ist der Patient schon längst im Krankenhaus. Aber mindestens 2-3 Stunden kann man für so eine Aktion durchsaus ansetzten, dazu die Zeit, bis man den Einsatzort erreicht.

Ganz allgemein: ja, man hätte vielleicht ein Faltzelt und eine Warmluftheizung hinbringen können. Wir hier haben so etwas, andere evtl. nicht - ein einfach zu transportierendes und aufzustellendes Faltzelt ist keine Standardausrüstung. Katastropenschutzeinheiten verfügen zumeist über Gebläsezelte oder Stangengerüstzelte, die kann man aber nicht in unwegsamem Gelände brauchen. Ob da überhaupt irgendetwas vergleichbares möglich gewesen wäre, kann ich nicht sagen. Das Gelände sieht schon sehr vertrackt aus - das wäre vmtl. eine aufwändige Sonderlösung geworden (Folienverbau o.ä. - da hätte man dann auch noch das THW auffahren müssen, prinzipiell kein Problem, aber auch wieder Zeit & Kosten).

Fremd-Erwärmung ist zwar auch über wohldosierte Halogenscheinwerfer möglich (Pech, wenn die Feuerwehr moderne LED-Leuchten hat...), das ist aber ziemlich diffizil zu dosieren. Zudem hat auch externe Erwärmung nicht unerheblich Einfluss auf die Kreislaufsituation.

Ein ähnliches Problem stellt sich übrigens bei im Winter schwerst eingeklemmten Patienten mit Rettungsmaßnahmen, die sich durchaus über eine Stunde hinziehen (gerne: eingeklemmte LKW-Fahrer). Auch da hülfe theoretisch ein Zelt und Wärme - habe ich bisher noch nie eingesetzt, auch wenn ich das ein oder andere Mal daran gedacht hätte, aber das heranführen und in Betrieb nehmen dauert eben auch seine Zeit. Wird auch nicht geübt, wäre mal eine Idee. Beim LKW aber eher schwierig, wohl auch im Gelände. Hier gibt es bislang (weltweit!) keine rundum Sorglos-Lösung...

In der gelebten Praxis sorgt man dafür, dass der Patient so wenig wie möglich auskühlt, indem man ihn zudeckt und gegen Nässe schützt. Das ist schonmal nicht schlecht und prinzipiell jederzeit möglich. Außer - wie dummerweise vermutlich im vorliegenden Fall - der Patient sitzt/liegt unbeweglich direkt auf kaltem und ggf. nassem Fels. Da geht das nur bedingt, ich denke aber, dass die Kollegen mindestens das gemacht haben. Hier hilft übrigens, wenn der Patient schon entsprechend ausgerüstet ist (und nicht wie letztes Wochenende in den Alpen seine Kleidung zur Wärmegewinnung verbrennt!!!).

Einsatztaktisch ist sowas auf alle Fälle eine blöde Situation!

Der Fels ist nicht wegzudrücken. Zerstören dürfte erstmal auch ausscheiden, weil es große Folge-Risiken birgt: Mindestens die Gefahr des Abrutschens großer Stücke auf Patient und Helfer. Das wäre für mich fast die allerletzte Option, vor allem, da es erhebliche Zeit braucht. Eine Not-Amputation steht je nach Patientenzustand übrigens auch zur Debatte ("Life before Limb", Überleben geht vor Körperteil).

Im Vergleich dazu wurde die Situation im Beispiel geradezu prächtig gelöst! :)

Hier war das Hauptproblem wohl die eingeklemmte Extremität, die auch noch angeschwollen ist. Hier kann man nur durch sachgerechte Manipulation am Bein versuchen, es heraus zu ziehen. Das tut natürlich weh. Schmerz ist schlecht: spannt die Muskeln an, macht den Patienten unwillig und beeinflusst die Kreislaufverhältnisse ungünstig. Deshalb muss man analgosedieren. Prinzipiell kein Problem, ist täglich geübter Standard. In so einer Situation allerdings muss man auf wirklich alle Eventualitäten gefasst sein - wenn der Patient kollabiert, die Atmung aussetzt o.ä. sonst im Rettungswagen relativ leicht beherrschbare Nebenwirkungen, muss man im Gelände wirklich alles bedacht haben. Eine Notfall-Intubation beim sitzenden Patienten ist kein Spaß. Hierzu dauern die Vorbereitungen - bis alles vor Ort, richtig platziert, bzgl. Zugänglichkeit abgesprochen - grob geschätzt 30 Minuten. Dann Monitoring und intravenösen Zugang legen, bombenfest sichern, spritzen, auf Wirkungseintritt warten, ggf. nachdosieren etc. dauert nochmal 10-20 Minuten. Schwupps, ist schon wieder eine Stunde rum...und das Bein noch keinen Millimeter bewegt.

Das ist alles nur bedingt Spekulation, ich hatte schon solche Einsätze (inkl. der Entscheidung zur Notamputation, die dann zum Glück in letzter Sekunde doch noch vermieden werden konnte).
Marschkompasszahl hat geschrieben:3. inwiefern war Geocaching für diesen Unfall von Bedeutung? Musste diese Stelle passiert werden, lag dort ein Cache oder der Weg dahin? Oder ging man den vermeintlich einfachsten Weg, der sich als Falle erwies?
Das wäre wieder eine Frage für ein regionales Forum bzw. für Ortskenntnis.

Was mich noch interessieren würde: hat sie geloggt oder ist das ein DNF? Wieviele Einsatzkräfte haben geloggt? :)
Marschkompasszahl hat geschrieben:All das sind eben so Fragen, die mir durch den Kopf gehen, [...] das erwarte ich eigentlich auch vom Journalisten, der solch einen Artikel verfasst: dass er sie beantwortet und uns nicht damit im Regen stehen lässt.
Da ist aber die betriebliche Praxis einer kleinen Zeitungsredaktion davor: für nähere Recherchen ist weder Zeit noch Interesse da. Der Artikel muss vor 16:00 Uhr ins Layout, der verfügbare Platz ist vorgegeben und es gibt noch 25 andere Ereignisse, die beschrieben werden wollen (Ausstellung des Hasenzüchtervereins, verschwundener Hund, Verkehrsunfall mit drei Verletzten, Streit im Gemeinderat im Ort A, umgefallener Sack Reis in Ort B, ...) und für die der Redakteur Experte sein soll. :)

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Re: 22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

Beitrag von Marschkompasszahl » Fr 5. Sep 2014, 14:51

Was Rettungskräfte angeht, bin ich auch immer erstaunt, wie ruhig und scheinbar gelassen die vorgehen. Da stürmt keiner mit Schlauch in Vorhalte ins Gebäude; da rennt niemand mit der Krankentrage (samt Patient) zum RTW...
Sicherlich ginge das manches Mal schneller. Aber scheinbar wird da lieber in Ruhe überlegt, als durch "husch-husch" noch mehr Unheil anzurichten. Für Umstehende mag das unverständlich sein.

Gab mal einen interessanten Artikel zum Thema "Triage"/ Sichtung von Verletzten bei Großlagen, z.B. nach einem terroistischen Anschlag (Aufhänger waren die Anschläge in London 2005). War mir bis dahin auch nicht klar, aber dann nachvollziehbar, dass man die Kräfte entsprechend einteilen und die Patienten hinsichtlich der Schwere ihrer Verletzung einteilen muss. Nicht wer am lautesten schreit hat recht oder wird bevorzugt behandelt.

Sorry für OT.

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