22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

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Die Riedrinder
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Re: 22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

Beitrag von Die Riedrinder » Fr 5. Sep 2014, 14:58

@Marschkompasszahl:

Hektisch wird es bei uns nur bei bestimmten Alarmstichworten: Dann steht bei der Alarmierung immer so was wie "Menschenleben in Gefahr". Gerade letztens bei einer Notfalltüröffnung gehabt: Wir kamen mit genug Manpower an, um über zwei Wege in die Wohnung zu gelangen (einmal über Fenster, einmal mit Türöffnungswerkzeug über die Tür), als es vom "Fenstertrupp" hieß, dass die Person reglos im Wohnzimmer liegt. Dann muss es eben mal kurz "grob und dreckig" werden und die Tür wird nicht schonend, sondern schnell geöffnet...

Ansonsten ist der oben beschriebene Fall ja eher eine statische Lage (auch wenn sich der Gesundheitszustand des Patienten mit der Zeit verschlechtert): Da lohnt es i.d.R. nicht, mit "Hurra die Gams!" vorzustürmen, sondern da kann man (mit Augenmaß!) auch ein wenig ruhiger vorgehen - hilft übrigens auch dem Patienten sehr viel weiter als wenn man da hohe Drehzahlen fährt...

Und da ich jetzt eh schon weit, weit OT bin, mal die Frage: Wer macht denn gewissenhaft alle paar Jahre eigentlich mal wieder seine Auffrischung für den Erste Hilfe-Kurs? :D
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Re: 22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

Beitrag von BenOw » Fr 5. Sep 2014, 15:01

Sagen wir's mal so: Fernsehserien bzw. Katastrophenfilme unterscheiden sich sehr von der Realität. :)

Richtige Rettungsmaßnahmen laufen eher unhektisch ab. Das richtige Wort ist zügig. Gelernt ist gelernt.

Das ist durchaus ein Problem für Film & Fernsehen und damit für die Rezeption in der Öffentlichkeit. Die Realität ist nicht besonders spannend darzustellen. Dass da durchaus gerade Lebensrettungen oder "Wunder" vollbracht werden, mag sein (ja, kommt durchaus vor), man sieht das aber ohne Fachkenntnis nicht. Entsprechend wird das - oft auch vor Ort - kommentiert.

Im Einsatz-Video sieht man dann immerhin noch ein paar Blaulichter dramatisch blitzen. In einem Printmedium bleibt da nicht mehr viel...

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Re: 22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

Beitrag von azimut400gon » Fr 5. Sep 2014, 15:20

Die Riedrinder hat geschrieben:@Zweiauge:

Du glaubst gar nicht, wie schnell die freien Pressefotographen vor Ort sind, wenn bei uns der Melder (also die "stille Alarmierung" der Einsatzkräfte) angeht. Die kommen sogar für Kinkerlitzchen wie eine brennende Thujahecke, um Bilder zu machen.

Ob die Retter selbst die Bilder gemacht haben? Hm, ich bin zwar Hesse, kein ....
Ich bin auch Hesse. Schließe ich daraus, dass der Herr von der Presse einen FME hat oder ruft den jedesmal ein Kamerad an. Im vielen Fällen wäscht eine Hand die andere, aber so ganz einwandfrei ist das sicher nicht.
255 Zeichen reichen weder für die Auflistung meiner Cacheausrüstung, noch der Erklärung meines Cacheverhaltens oder...

Ein paar Dinge zum Thema GPS und Co sammle ich auf http://gnss.ryanthara.de/

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Re: 22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

Beitrag von azimut400gon » Fr 5. Sep 2014, 15:23

Die Riedrinder hat geschrieben:@Marschkompasszahl:
...

Und da ich jetzt eh schon weit, weit OT bin, mal die Frage: Wer macht denn gewissenhaft alle paar Jahre eigentlich mal wieder seine Auffrischung für den Erste Hilfe-Kurs? :D
Ich. Aber das liegt eher daran, dass ich seit mehr als 20 Jahre im THW aktiv bin.
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Ein paar Dinge zum Thema GPS und Co sammle ich auf http://gnss.ryanthara.de/

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Re: 22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

Beitrag von Fulsch » Fr 5. Sep 2014, 15:31

Ich kenne einen Journalisten der lokalen Presse. Der bekommt nach von ihm bestimmten Vorgaben (alles ab Feuer 3, alles ab TH2, etc...) bei der Alarmierung automatisch eine SMS von der Leitstelle.
"Man kann zu allem eine Meinung haben - muss man aber nicht..." (Dieter Nuhr)

:down2:

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Re: 22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

Beitrag von Marschkompasszahl » Fr 5. Sep 2014, 15:31

@BenOw: Danke für Deinen ausführlichen und informativen Beitrag! :respekt:
@Riedrinder und Fulsch: danke ebenso!

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Re: AW: 22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

Beitrag von KMundS » Fr 5. Sep 2014, 15:41

Eastpak1984 hat geschrieben:Stand nicht irgendwo, dass sie in Begleitung unterwegs war? Da stelle ich mir das finden nun nicht ganz so schwer vor.
Hatte ich geschrieben, dass es schwer war?
Es ging mir darum, dass sie überhaupt gefunden wurde, von wem und wie schnell ist egal ;)
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Re: 22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

Beitrag von BenOw » Fr 5. Sep 2014, 16:40

Die Presse wird auf unterschiedliche Weise informiert, da sind so ziemlich alle möglichen und unmöglichen Wege bekannt. Von illegalem Scanner-Mithören über Verständigung durch Passanten (parallel zum Notruf, echt jetzt - siehe Stauwarner der Radiosender) bis zur direkten Einbindung in Alarmschleifen. Letzteres nimmt zu, weil man erkannt hat, dass eine vertrauensvolle Pressearbeit (Vertrauen der Presse darauf, dass sie Informationen bekommt) mit gezieltem Ansprechpartner weit besser ist als "unkontrolliert" herumwuselnde Reporterhorden.

Ich kenne auch Fälle, wo die Lokalzeitungsredaktion an der Hauptstrasse liegt und bei ungewöhnlicher Häufung von Einsatzfahrzeugen einfach hinterherfährt oder gar wirklich zufällig vor Ort bzw. in der Nähe ist. Pressefotografen sind ja laufend draussen unterwegs.

Die Presse hat ein grundgesetzlich verbrieftes Recht und die Pflicht zur Berichterstattung, wir Einsatzkräfte tun auch gut daran, uns gezielt auf die Finger schauen zu lassen. Dass bei vielen Einsätzen dann oft fachlicher Blödsinn im Artikel steht, ist leider systemimmanent. Sehr ärgerlich, wenn man sich dann noch gegen Vorwürfe ("zu lange gebraucht", "falsch gehandelt") öffentlich verteidigen muss - in Wirklichkeit sieht das nämlich oft ganz anders aus, als im kurzen Film- oder Zeitungsausschnitt.

Aber das kennt man beim Geocaching ja auch...

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Re: 22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

Beitrag von eifriger Leser » Fr 5. Sep 2014, 19:02

BenOw hat geschrieben:Die Presse wird auf unterschiedliche Weise informiert, da sind so ziemlich alle möglichen und unmöglichen Wege bekannt. Von illegalem Scanner-Mithören über Verständigung durch Passanten (parallel zum Notruf, echt jetzt - siehe Stauwarner der Radiosender) bis zur direkten Einbindung in Alarmschleifen. Letzteres nimmt zu, weil man erkannt hat, dass eine vertrauensvolle Pressearbeit (Vertrauen der Presse darauf, dass sie Informationen bekommt) mit gezieltem Ansprechpartner weit besser ist als "unkontrolliert" herumwuselnde Reporterhorden.

Ich kenne auch Fälle, wo die Lokalzeitungsredaktion an der Hauptstrasse liegt und bei ungewöhnlicher Häufung von Einsatzfahrzeugen einfach hinterherfährt oder gar wirklich zufällig vor Ort bzw. in der Nähe ist. Pressefotografen sind ja laufend draussen unterwegs.

Die Presse hat ein grundgesetzlich verbrieftes Recht und die Pflicht zur Berichterstattung, wir Einsatzkräfte tun auch gut daran, uns gezielt auf die Finger schauen zu lassen. Dass bei vielen Einsätzen dann oft fachlicher Blödsinn im Artikel steht, ist leider systemimmanent. Sehr ärgerlich, wenn man sich dann noch gegen Vorwürfe ("zu lange gebraucht", "falsch gehandelt") öffentlich verteidigen muss - in Wirklichkeit sieht das nämlich oft ganz anders aus, als im kurzen Film- oder Zeitungsausschnitt.

Aber das kennt man beim Geocaching ja auch...
Ich würde jetzt mal behaupten von der Lokalpresse ist jetzt keiner den Berg hochgelatscht sondern sie wurden von den Einsatzkräften mit Fotomaterial beliefert da man sich ja eh gut kennt. Vermutlich haben die Einsatzkräfte ein GPS bei der Frau gesehen und da die ja teilweise auch Cachen gehen gleich mal auf Geocachen geschlossen (unbestätigen Angaben zufolge&offensichtlich). Was mich bei solchen Dingen als wundert ist, warum müssen da immer so viele Leute aufmaschieren, warum reicht da nicht 5-10 Leute die wissen was zu tun ist? Von aussen erscheint mir das als manchmal als "mit Kanonen auf Spatzen geschossen" - insbesondere dann wenn die freiwilige (Dorf)Feuerwehr von Hinterdupfingen in voller Mannstärke ausrückt...
Eine Diskussion ist oft genug Brainstorming ohne Brain.
© Erhard Blanck (*1942), deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler

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Re: 22-jährige Cacherin in Felsspalte eingeklemmt

Beitrag von KMundS » Fr 5. Sep 2014, 19:06

Die Leute sind doch sowieso in Bereitschaft, und man weiß ja nie.
Mit Jägern gibt es kein Miteinander.

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